2026! Ja, ich laufe weiter – mit neuen Zielen! Oder besser, die Vorhaben vom letzten Jahr werde ich weiter verfolgt.
Am Ende des Jahres war es wie in 2024. Erkältung, Hüfte, Knie, aber das ist alles wieder im Lot, dank Physio und „Ersatzsport“. Die ersten Läufe waren wirklich gut und der Körper hat gesagt – Läuft!
Jetzt, Mitte Januar, macht das Wetter einen Strich durch die Laufrechnung. Es ist spiegelglatt und bitterkalt. Aber – das Alternativprogramm greift.
Ich freue mich schon, die Laufschuhe wieder zu schnüren. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das einmal sage *kicher.“
Was sind nun meine Ziele für dieses Jahr?
1. 2-3 Mal in der Woche Laufen 2. Einen 10-Kilometer-Lauf schaffen.
Welche Daten möchte ich zum Vergleich hier auflisten? Keine! Ich möchte von den Entscheidungen erzählen, die ich für mich getroffen habe. Ich möchte erzählen, ob ich mich gut oder schlecht gefühlt habe und woran das gelegen hat und meine Laufstrecken vorstellen.
Danke Andrea, dass du auch in 2026 diese schöne Aktion betreust und wir uns auf deinem Blog treffen können. Ich hoffe sehr, dass ich meine Ziele erreichen kann.
Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.
Bei „Angepirscht“ könnt ihr meinen Weg bis zur hoffentlich erfolgreich bestandenen Jagdprüfung verfolgen.
Das erste „Angepirscht“ im neuen Jahr. Es ist Halbzeit in der Ausbildung und es geht in großen Schritten auf die Prüfung zu. Wer den Start, der Reihe verpasst hat, findet die Beiträge HIER.
Meine große Hass-Liebe ist das Schießen. Es gibt vier Disziplinen und bei allen geht es um Treffsicherheit.
Der Schuss mit einer Büchse (Kugel) auf eine Rehbockscheibe stehend angestrichen auf eine Distanz von ca. 100 Meter. Stehend angestrichen ist eine Schießtechnik, bei der man die Waffe zum Beispiel an einem Baum oder Zielstock anlehnt (anstreicht), während man selbst aufrecht steht, um mehr Stabilität zu gewinnen und die Zielgenauigkeit zu erhöhen.
Mit drei Schuss muss man mindestens 16 Ringe erreichen.
Als Nächstes folgt der Büchsenschuss auf den Überläufer sitzend auf einem Rundholz aufgelegt. Diese Disziplin stellt den klassischen Ansitz auf einem Hochsitz dar. Auf eine Distanz von 100 Meter hat man 3 Schuss um erneut 16 Ringe zu erreichen.
Diese beiden Disziplinen kann ich richtig gut. Selten habe ich weniger als 27 Ringe und sowohl Trefferlage und Trefferbild sind sehr gut.
Jetzt kommen wir mal zu dem, was so gar nicht klappen wollte bei den ersten drei Schießterminen.
Der Büchsenschuss auf den laufenden Keiler in einer Distanz von 50 Meter stehend freihändig. Um zu bestehen, muss man mit 5 Schuss mindestens 25 Ringe erreichen. Das habe ich bisher kein einziges Mal geschafft. Was die Schwierigkeit ist, könnt ihr euch sicher denken. Das Ziel kommt von rechts auf einer Schiene herausgefahren, dann darf ich in den Anschlag gehen, muss mit dem Keiler mitziehen und abdrücken. Ich habe an den ersten beiden Terminen alles getroffen, bloß nicht den Schwarzkittel. Beim letzten Mal waren die Schüsse zumindest mal auf der Scheibe, aber bestanden hätte ich noch nicht.
Zum guten Schluss kommt noch er hier:
Den Kipphasen beschießt man mit der Schrotflinte stehend freihändig. Mit 8 Doppelschuss aus einer Distanz von ca. 30 Meter muss man mindestens 5 Elemente des Hasen treffen.
Auch bei dieser Disziplin hatte ich enorme Probleme. An den ersten beiden Schießtagen habe ich nicht ein Schrotkörnchen auf diesen Hasen bekommen, geschweige denn, dass ein Element gekippt wäre. Zu hoch, zu tief, die Backe muss an die Wange … das hörte ich ständig von meiner Schießaufsicht, aber weitergebracht hat mich das nicht. Ich suchte das Gespräch mit einem anderen Ausbilder. Er ist seit vielen Jahren Jäger und außerdem auch ambitionierter Schütze. Er ließ sich zeigen, wie ich in jagdlicher Erwartungshaltung stehe und von da aus in den Anschlag gehe und bereits nach dem ersten Mal kam der Kommentar „So wird das Nix!“.
Nach einigen Erklärungen, kleinen Veränderungen und einigen Versuchen war er zufrieden und gab mir den Arbeitsauftrag den Ablauf zu Hause zu üben. Das habe ich getan und beim letzten Schießen habe ich mit jedem Schuss diesen…. entschuldigt bitte …. Dreckshasen getroffen.
Als ich also das letzte Mal vom Schießen kam, war ich überaus erleichtert und zuversichtlicher, dass ich das schaffen kann.
Der theoretische Unterricht läuft weiter und es kommen immer mehr Themengebiete dazu. Keiner der Ausbilder sagte bisher … „So, wir sind durch – Wir wiederholen jetzt mal ein bisschen.“ Also arbeite ich jeden Tag etwas durch, damit nicht zu viel wieder aus dem Hirnkasterl rausfällt.
An einem Samstag im Dezember hatten wir dann den Lehrgang zu kundigen Person. Dieser Kurs vermittelt Jägern die notwendige Sachkunde für die Trichinenprobenentnahme und Wildbrethygiene. Dieser Nachweis berechtigt mich später zur selbstständigen Entnahme und Einreichung von Proben.
Weitere 50 Euro trage ich in die Kostenliste ein. 25 Euro waren fällig für die Schießstandnutzung (Kurzwaffe) und die anderen 25 Euro habe ich in ein Paar richtig warme Handschuhe investiert.
Bei „Angepirscht“ könnt ihr meinen Weg bis zur hoffentlich erfolgreich bestandenen Jagdprüfung verfolgen.
„Angepirscht“ wird ab jetzt mit Erfahrungen gefüllt. Der Unterricht hat begonnen. Wer den Start, der Reihe verpasst hat, findet die Beiträge HIER.
Inzwischen hatten wir Unterrichtseinheiten in Wildtierkunde, Land- und Waldbau, Waffenkunde, Jagdrecht, Hundewesen, Brauchtum und Praxis. Es ist so unfassbar viel Stoff und während ich mich damit beschäftige, wechseln die Gedanken zwischen „Wow, ist das spannend!“ und „Bist du eigentlich völlig irre?“ Derzeit ist es mir noch schleierhaft, wie ich mir das alles merken soll, aber …. jetzt wird durchgezogen.
Damit das Lernziel auf jeden Fall erreicht wird, habe ich einen Lernplan, den ich wöchentlich anpasse. Er berücksichtigt die Wiederholung des Unterrichts sowie die Vorbereitung auf das, was noch kommt. Von diesem Plan weiche ich so gut wie nie ab.
Jeden Morgen beim ersten Kaffee arbeite ich 40 Fragen auf der App durch. Täglich ein wechselndes Thema. Je nach Tagesplanung werden am späten Vormittag oder am Nachmittag 1,5 Stunden Stoff durchgearbeitet. Themen werden gelesen, Punkte nachgeschlagen und Karteikarten mit Fragen erstellt. Am Abend fragt mich der Gatte dann zu einem anderen Thema mit den Karteikarten ab. Irgendwann kommen dann noch Termine mit der Lerngruppe dazu.
Auf Autofahrten oder auch mal auf einer Gassirunde höre ich kleine Kapitel mit dem Audiotrainer der Lern-APP. Ich nutze also tatsächlich fast jede Möglichkeit, um ein wenig Wissen in meinen Kopf zu bekommen.
Das September-Highlight war sicher der Besuch im Wildpark Knüll. Wir durften dort bis spät am Abend (23:00 Uhr) außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten der Rotwildbrunft zusehen und zuhören. Es war ein tolles Erlebnis! Im Oktober hat dann das Training mit der Waffe begonnen. Nicht ganz leicht, besonders der „laufende Keiler“ ist eine Herausforderung.
Seit diesem Monat bin ich auch stolze Besitzerin eines Fernglases und dieses Schätzchen begleitet mich nun ganz oft auf meinen Hunderunden. Der Anschaffungspreis steht jetzt auf der „Kostenauflistung“ für den Jagdschein, denn ich möchte am Ende aufzeigen, was es mich gekostet hat, das grüne Abitur zu machen.