Runde um das „Große Moor“

Schon lange hatte ich vor hier auf dem Blog einige Wanderwege aus unserer Gegend vorzustellen. Zig mal stand die Erstellung eines Wanderberichts auf meiner monatlich erscheinenden Bucket Liste aber … irgendwas ist ja immer.

Entweder keine Zeit, keine Lust, übles Wetter oder zu viele Pläne für zu wenig Monat. Jetzt hat es aber gepasst und ich nehme euch mit auf den Rundweg Nr. 1 des Rhönklub Zweigvereins Burghaun.

Das „Große Moor“ ist ein Natur- und Vogelschutzgebiet. In früheren Jahren wurde hier Torf abgebaut. Betreten sollte man das Moor nicht. Dieses rund 23 Hektar große Moorgebiet ist Quellgebiet der Schwarzbach, die als zehn Kilometer langer, östlicher Nebenfluss der Fulda durch den Kiebitzgrund fließt.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie viele Vogelstimmen ich heute hier zu hören bekommen habe.

Um den Rundweg zu laufen, bin ich mit dem Auto bis zum Kindergarten in Großenmoor gefahren. Dort hat man gute Parkmöglichkeiten und kann direkt loslaufen.

Man folgt einem geteerten Feldweg und hat das Moor auf der linken Seite liegen.

Das Licht für die Fotos war heute bei jedem Bild anders. Sonne, Wolken, dunkel, hell …. ABER … es hat nicht geregnet.

Eine große Infotafel klärt auf über die Tier- und Pflanzenwelt und einige Bänke laden ein, dort eine Pause zu machen.

Bis hierher ist der Weg absolut familienfreundlich. Ob mit dem Kinderwagen oder aber Kind mit Laufrad… kein Problem.

Leider führt der Wanderweg jetzt ein Stück direkt an der Landstraße entlang. Man folgt einem Trampelpfad, der neben der Leitplanke verläuft.

Nach ca. 250 Metern überquert man die Landstraße und entfernt sich vom Moor.

Kurz bevor es auf die andere Seite geht, bin ich auf diesen vereisten Baumstumpf gestoßen.

Was jetzt kommt, ist die einzige „Steigung“ in der ganzen Runde. Leider hatte ich nur das Weitwinkelobjektiv mit…

Da wo der Pfeil hinzeigt, standen Rehe, die mich wirklich recht dich herankommen ließen, bis sie dann in dem Wäldchen verschwanden. Überhaupt konnte ich mich über Rehe, Störche, einen Feldhasen, nochmal Rehe und ein Alpaka freuen. Letzteres war anscheinend schlecht frisiert und versteckte sich hinter seinem Unterstand. Ein Foto machen war unmöglich!

Hier habe ich mir meinen Becher Tee schmecken lassen. Es war „frisch“ heute und ich war froh, ein Sitzkissen in den Rucksack gestopft zu haben.

Die Runde fällt definitiv noch nicht in die Kategorie „Wanderung“. Es ist ein schöner Spaziergang. Da ich aber den Rucksack für die Kamera mitgenommen hatte – falls es regnen sollte – habe ich auch das Sitzkissen und den Tee mitgenommen.

Natürlich waren die Goldstücke auch mit, es gibt nur heute kein aktuelles Foto. Dann muss es mal eins aus der Konserve tun ♥

Harzer Wandernadel [139, 138, 137]

Na, wundert ihr euch, warum die Nummern der Stempelstellen nicht der „normalen“ Reihenfolge stehen. Ganz einfach. Ich zähle sie so auf, wie ich sie erlaufen habe.

Ausgesetzt wurde ich dieses Mal in Buntenbock. Dort war ich im Mai 2019 bereits für eine Etappe des Harzer Hexenstiegs. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur meinen Stempelpass und das Begleitheft für den Hexenstieg und darum muss ich „leider“ nochmal hierher denn einige dieser Stempel braucht man auch für den Harzer Steiger, das Themenheft über den Bergbau in der Region.
Was solls. Die Gegend hier ist wunderschön und den Hunden konnte ich schon zu Beginn der Tour versprechen, dass sie später lange schwimmen und planschen können.
Nachdem ich Buntenbock hinter mir gelassen hatte,

kämpfte ich mich über einen Trampelpfad meinem ersten Ziel entgegen.

Den Aussichtsturm auf der Kuckholzklippe habe ich dann auch mal erklommen. Normalerweise gehe ich nicht auf diese Türme. Die Mädels müssen unten bleiben und ich mag nicht, wenn sie alleine sind und andere Wanderer – am besten noch mit frei laufenden Hunden – ankommen.

Der zweite Abschnitt meiner Wanderung verlief auf dem Harzer Försterstieg, einem Weitwanderweg von der historischen Kaiserstadt Goslar über Wolfshagen, vorbei an den Bergbauorten Lautenthal, Wildemann und Bad Grund zu den Hochflächen um Clausthal-Zellerfeld. Er führt nach Süden vorbei an Buntenbock und Lerbach nach Riefensbeek-Kamschlacken bei Osterode.
Es war teilweise so eine richtige Waldautobahn. Ein breiter, geschotterter Weg – so gar nicht mein Geschmack aber die Infotafeln und auch die Ausblicke, die sich zwischendurch boten, entschädigen einen für diese Schotterpisten.

Im Vorbeigehen sammelte ich noch den Stempel 138 „Braunseck“ ein. Da die Hütte von einer größeren Gruppe belagert war, stempelte ich nur ab und zog mit den Mädels weiter um dann auf einer Bank mitten im Wald ein Päuschen zu machen.

Dann ging es mit großen Schritten wieder Richtung Buntenbock und zum Bärenbucher Teich. Dort genossen Fiene und Hetty das versprochene Bad und ich drückte den fehlenden Stempel ins Begleitheft Harzer Steiger.

Harzer Wandernadel [Nr. 35, 36, 37, 38]

Losgelaufen bin ich auf dem Parkplatz am Armeleuteberg. Von dort aus waren es nur wenige 100 m bis zum ersten Stempel des Tages.

Hier habe ich nur schnell meinen Stempel eingesammelt, um mich dann auf den Weg zum Peterstein zu machen.

Über den Herbert-Pohl-Weg ging es zur Zillierbachtalsperre. Kurz nach der Überquerung der Sperrmauer findet man links vom Wanderweg den Stempelkasten „Peterstein“.

Diese Route bin ich am Sonntag gelaufen, darum war es wohl nicht verwunderlich, dass wirklich viel Betrieb auf den Wanderwegen war.

Nach einer kurzen Pause schulterte ich meinen Rucksack um zur Erzgrube Büchenberg zu gelangen. Vorbei an einigen Schautafeln und Fahrzeugen / Werkzeugen für den Bergbau gab es einen Stempel für den Pass und auch für den „Harzer Steiger“.

Zum Abschluss ging es dann noch zum Galgenberg. Auf dem Weg dorthin ging es über eine große Wiesenlandschaft mit genialem Ausblick.


Der Stempel 038 durfte in den Pass und das Begleitheft „Goethe im Harz“ gedrückt werden.

Nun hieß es umkehren und zurück zum Parkplatz des Bergwerks. Dort wurden wir dann vom GöGa wieder eingesammelt.