Seminar Helene Leimer | Hetty

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Im März machten Hetty und ich uns auf den Weg nach Udorf um uns von Helene neuen Input zu holen. Oder anders … um zu prüfen, wie viel wir tatsächlich von unseren letzten Seminaren bei ihr umsetzen konnten.

Seminare bei Helene sind „namenlos“. Sie haben keine Überschrift wie „Markieren“, „Voran in gerader Linie“, „Suchen“ oder „Handling“.

Jedes Team wird da abgeholt, wo es steht und arbeitet zwangsläufig an den Dingen, die nicht klappen oder die verbesserungswürdig sind.

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Mein größtes Anliegen an Helene war (2016) … uns zu helfen unser Oooooooommmmm zu finden. Ich hatte und habe manchmal immer noch das Gefühl, dass Hetty und ich nicht auf der gleichen Wellenlinie funken. Sie ist so triebig und so hibbelig… das wollte ich abstellen.

Hier hat inzwischen ein Umdenken bei mir stattgefunden. Wir müssen nicht gleich „schwingen“. Sie wird nie wie ein Buddha neben mir sitzen… aber … ich lasse mich von ihr einfach nicht mehr anstecken. Ich bin der Fels in der Brandung (meistens) und wenn sie schon nicht total gechilled ist, dann ist sie halt einfach nur gehorsam!

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Kaum war dieses Thema für mich abgehakt, wurde es merklich besser. Kilometer um Kilometer haben wir Fußarbeit gemacht. „Schaffe im Training 110% – dann bleiben in einer Prüfung noch 70% übrig“

Das haben wir gemacht. Immer und immer wieder. Kein Vorrutschen, kein Vorlaufen!

Mühselige und auch langweilige Trainingseinheiten. Arbeiten auf kurze Distanz um die Abgabe des Dummys zu verbessern.

Viele kleine Puzzlestücke die irgendwann einen schönen Apport ergeben.

Ich war sehr gespannt wie Hetty sich in der Line mit ihr völlig fremden Teams präsentieren würde und ich kann sagen, dass ich mit dem Verlauf des Tages mehr als zufrieden war.
Nicht eingesprungen, gut konzentriert und sehr schön gearbeitet. Beim letzen Mal war das noch völlig anders.

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Was habt ihr den gemacht? Es ist schwierig ein Seminar von Helene zu beschreiben. Du stehst in der Line, es fallen Markierungen im Wald, auf der Wiese. Du bist in Bewegung und arbeitest an deinem Timing wie du den Hund drehst, wenn eine Markierung nach hinten fällt.
Woher kommt der Wind und ist das Handling oder Körperfasching? Was von dem was du pfeifst kommt bei deinem Hund tatsächlich an?

Viele Kleinigkeiten aber das Beste ist, man sieht, dass es am Schluss ein stimmiges Bild ergibt.

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Am Ende des Tages hat Hetty ein Vollblind gearbeitet. Ich habe sie sehr gut ausgerichtet, sie ist perfekt in den Wind gelaufen. Ein Pfiff, sie stoppt, Suchenpfiff und gefunden … mit diesem tollen Abschluss habe ich sie ins Auto gebracht.

Schon auf der Heimfahrt ist mir bewusst geworden, was wir im letzten Jahr schon alles verbessert haben. Ich bin sonst eher jemand, der sich kritisch sieht und immer noch was zu meckern hat. (Gibt es auch immer noch einiges!)
Aber es ist auch sehr hilfreich, wenn man sich vor Augen führt was man schon alles geschafft hat … und damit meine ich nicht Prüfungserfolge davon haben wir nämlich … keine 😉
Ach, beim Durchschauen der Bilder ist mir übrigens aufgefallen, dass ich meine Hände immer schön bei mir habe… brave Ivonne!

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Ich möchte mich herzlich bei Susanne und Andreas Bergendahl für ihre grandiose Gastfreundschaft bedanken. Es ist so schön bei und mit euch. Andreas, herzlichen Dank für die vielen Bilder!

Besonderen Dank an unseren Helfer, der aus der Entfernung gut beobachtet hat und auch noch viel Feedback geben konnte.

Und Helene … Danke, für deine geduldige Art Dinge zu erklären, deine Beobachtungsgabe und am meisten dafür, dass du jedes Team so nimmst wie es ist und es am Ende des Tages schaffst, dass jeder zufrieden mit seinem Hund nach Hause fahren kann.
Ich freue mich auf weitere spannende Trainings.

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… und jetzt … ein Outtake …

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Da ist der Toller so fix gestartet, dass Hetty die Ohren wegfliegen 🙂 ABER!!! Sie sitzt!!! Jippiiii 🙂

Fußarbeit … die x-te

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!

Fußarbeit … Arbeit hört sich ja schon mal grundsätzlich nicht sehr motivierent an.

Ja, ich gebs zu! Es ist deutlich schöner und auch spektakulärer einen Hund zu sehen der seinen Job macht. Voran gehen, Markierungen arbeiten, suchen… alles macht mehr Spaß als ruhige Fußarbeit (mit Hetty ;-)).

Es gibt aber keine guten / sauberen Vorans ohne dass der Hund gut am Bein sitzt. Er wird auch kaum Markierungen arbeiten wenn er nicht ruhig ist. Es ist also ein Teufelskreis. Je mehr der Hund arbeitet ohne ruhig am Bein zu sein, desto unruhiger wird er sein durch die geschürte Erwartungshaltung … doof das!

Also investiere ich viel Zeit und auch fast meine gesamte Geduld auf dieses Thema. Ganz ganz langsam werden wir nun besser.

Warnung es folgt ein äußerst „langweiliges“ Fußarbeit Video

Jetzt habe wir uns warm gelaufen und nun bringen wir mal was spannendes ins Spiel… die Dummys

Hier sieht man gleich eine deutliche Verschlechterung der Konzentration … aber auch hier haben wir uns deutlich verbessern können. Sie hüpft nicht mehr wie ein Gummiball neben mir her und ist auch viel schneller wieder zu beruhigen.

Die Anti-Tausch Übungen haben sich im Anschluss angeboten. Lustig fand ich, dass sie beim ersten Voran tatsächlich zum zuletzt ausgelegten Dummy laufen wollte, obwohl das erste doch direkt vor ihrer Nase lag.

Es gibt sicher gerade im Bereich „Fußarbeit“ noch viel zu tun … also auf …. raus und üben 🙂

 

 

 

Hast du einen Plan #2

Wer hätte gedacht, dass sich aus dem Blog-Post für die Schreibzeit eine solch rege Konversation ergeben würde?
Spannend, sich so auf Entfernung mit einem Problem und einer Lösung dafür auseinander zu setzen. Sich selbst genau zu beobachten, wie mache ich das oder, was tue ich gegen etwas?

Wir haben momentan zwei große Baustellen:

Zum einen habe ich einen Spinger (Spaniel, mit eingebautem Sprungmechanismus), der nach der Abgabe gerne an mir rumhüpft und versucht, wieder an das Dummy zu kommen.

Aaaaaalsssoooooo… genaugenommen haben wir dieses „Problem“ ja auch. Ich lasse es Hetty derzeit durchgehen weil ich ihr „am Bein“ nicht noch mehr Druck machen will. Sie kommt ja noch nicht lange mit Beute zurück.

Die Ruhe am Dummy würde ich losgelöst von den anderen Übungen machen. Stell dir einfach mal vor, wie es aussieht, wenn ein Hund auf ein Mark läuft (also der perfekte Apport) und nun, lässt du diesen Film rückwärts laufen…

* Du steckst das Dummy in die Weste / Tasche

* Du hast das Dummy in der Hand (kurz vor dem Fang)

* Der Hund hat das Dummy im Fang (deine Hand kurz vor dem Fang des Hundes)

* Der Hund setzt sich mit Dummy im Fang

…. usw….

Ich möchte nun erreichen, dass der Hund ein Dummy genauso ruhig ausgibt, wie er es auch aus meiner Hand bekommt… Da fängt es meist schon an. Der Hund schnappt nach Spielzeug, Leckerchen, Dummy und Co. und kann sich kaum beherrschen. Darum übe ich  das Kommando „Nimms“.

Geübt wird zuerst mit Leckerchen und einem heiß begehrten Spielzeug. Man zieht es aus der Weste, der Hund sitzt…. Klick! oder Markerwort – je nachdem wie man das gewünschte Verhalten markieren möchte. Spielzeug ruhig wegstecken und das Leckerchen geben.

Bei diesen Übungen lege ich viel Wert auf Ruhe. Dieses Schnappen nach Beute und Rumhüpfen ist oft einem hohen Beutetrieb aber noch mehr einer niedrigen Frustrationsgrenze geschuldet. Daher ist es ein Tanz auf dem Drahtseil den Hund nicht zu sehr zu „drücken“.

Ich gebe zu, es fordert ein gewisses Maß an Koordination sich nicht zu verzetteln. Das erste Ziel ist, dass das Spielzeug vor der Hundenase „schwebt“ und er ruhig sitzen bleibt. Erst nur Sekunden, dann immer länger.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass oft der Fehler gemacht wird anzunehmen, dass mit der Abgabe des Dummys die Aufgabe beendet sei. NEIN!
Das Dummy wird ausgegeben, in die Weste / Tasche gesteckt, die Leine wird aus der Tasche geholt, der Hund angeleint. Um es noch auszuweiten geht man einige Schrittchen „bei Fuß“, legt den Hund nochmal ab…. So bleibt der Vierbeiner in Konzentration und denkt nicht Dummy weg = Party!

Auch beim beenden dieser Trainingseinheiten folgt kein wildes Spiel oder Rennen. Die Erwartungshaltung soll bewußt gar nicht erst geweckt werden. Besser nochmal auf die Wiese setzten und eine Schmuserunde einlegen oder den Hund einige Leckerchen suchen lassen.