Ein 10-Kilometer-Lauf. Für viele klingt das nach etwas, das „richtige Läufer“ machen. Menschen mit jahrelanger Erfahrung, teuren Schuhen und scheinbar grenzenloser Ausdauer. Für mich klang es lange einfach nur… unmöglich. Und trotzdem habe ich mir genau dieses Ziel gesetzt: Als Anfänger einen 10-km-Lauf zu schaffen.
Nicht aus einem spontanen Größenwahn heraus, sondern weil ich lernen wollte, wie viel man mit konsequent guten Entscheidungen tatsächlich erreichen kann.
Der richtige Laufplan
Ein Trainingsplan war schnell gefunden und jetzt werden die Laufeinheiten tatsächlich länger.
Läufe von längerer Dauer
mehr Kilometer
Lauftechnik und Intervalle
Die letzten beiden Wochen im Juni waren nach dem neuen Plan und das war dann auch gleich mal deutlich anstrengender als sonst. Raus aus der Komfortzone!
Fazit
Ich kann das schaffen! Mein Körper macht mit und es gilt einfach zu machen. Einfach mal machen… könnt ja gut werden!
Zahlen und Fakten:
1. 9 Läufe im Mai 2. Gesamtdistanz: 44,9 km Gesamt-Zeit: 456 Minuten 3. 3 x Physio (mein Physio hatte Urlaub) 4. 4 x Stabi-Training / Mobilität
Der Monat lief ja mal so richtig gut. Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit der Regelmäßigkeit.
Auf gehts in den Juli!
Danke Andrea, dass du auch in 2025 diese schöne Aktion betreust und wir uns auf deinem Blog treffen können. Ich hoffe sehr, dass ich meine Ziele erreichen kann.
Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.
Boahhhh, echt jetzt, gleich so heiß? Fiene macht alles richtig. Sie schläft viel, legt sich auf die kalten Fliesen und ruht den ganzen Tag. Am frühen Morgen gehen wir auf unsere Runde und danach ist Siesta.
An ihrem 16 + 5 Monatsgeburtstag waren wir bei meiner Mama. Autofahren tut sie inzwischen nicht mehr gerne und so vermeiden wir lange Fahrten.
Bleib noch ein bisschen meine Zimtschnecke, wir geben unser Bestes, um es dir schön zu machen.
Bei „Angepirscht“ könnt ihr meinen Weg als Jungjäger in die aktive Jagd verfolgen.
Jetzt beginnt das Lernen erst so richtig und ich bin sehr gespannt, wo mich dieser Weg hinführen wird.
Wer den Start, der Reihe verpasst hat, findet die Beiträge HIER.
Schöne Tage im Revier und das erste Mal auch mit Waffe. Da ich selbst noch keinen Waffenschrank habe, kann ich mir auch noch keine eigene Waffe kaufen. Das ist derzeit aber zum Glück auch gar nicht nötig denn mein „Lehrprinz“ stellt mir eine Büchse zur Verfügung.
Da ich bisher mit nur einem Büchsenmodell während der Ausbildung geschossen habe, ist er mit mir ins Revier gefahren damit ich mit der Waffe Trainingsschüsse (auf eine Scheibe) abgeben konnte.
Auf dem Drückjagdbock eingerichtet, habe ich zuerst einige Male den Abzug betätigt, um ein Gefühl für den Druckpunkt der Waffe zu bekommen. Der Probeschuss war richtig gut und so steht dem aktiven Jagen nichts mehr im Wege.
Als ich an diesem Abend draußen saß, kam tatsächlich ein passender Bock auf die Lichtung. Allerdings stand er immer spitz und zog auch spitz von mir weg. Keine Möglichkeit einen sauberen Schuss anzutragen.
Revierrundfahrt und Arbeiten wurden erledigt. Bisher finde ich mich nicht besonders gut zurecht. Da werde ich sicher noch oft fragen müssen, bis ich mir die vielen Wege und Schleichwege eingeprägt habe. Auf jeden Fall habe ich schon meine ersten Aufgaben, die ich nächste Woche angehen werde. Es gilt einen neuen Pirschweg anzulegen. Auch an diesem Sonntagabend saß ich wieder draußen. Der Bock kam, allerdings war er diesmal über 250 Meter weit entfernt. Das habe ich mir einfach nicht zugetraut. Also habe ich ihn mit dem Fernglas ein wenig beobachtet und mich gefreut, dass auch wieder Hasen unterwegs waren. Für Fotos war es an diesem Abend schon zu düster und die Entfernung war zu weit. Das schafft mein Objektiv nicht.
Und dann ging alles doch recht schnell. Am 30.05. konnte ich meinen ersten Bock erlegen. Viele erfahrenere Jäger berichteten mir vom „Jagdfieber“ und der Aufregung vor dem Schuss. Das konnte ich bei mir überhaupt nicht feststellen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich nie mit dem Gedanken rausgehe, dass ich unbedingt etwas schießen „muss“. Es ist mir sehr wichtig, dass ich das Wild auf das ich meine Waffe richtig sauber angesprochen habe und, dass ich einen sehr guten Schuss antragen kann. Keine Kompromisse! Steht das Wild nicht gut, bleibt der Finger gerade. Mit dieser Einstellung beobachtete ich den Bock über eine halbe Stunde. Er zog leicht schräg vor mich und hatte eine Ricke im Schlepptau, die immer hinter ihm stand. So konnte ich nicht schießen, denn das „Hintergelände“ war nicht frei. Im hohen Gras konnte ich auch nicht wirklich gut Zielen und so beobachtet ich, richtete mich neu ein und verfolgte den Bock mit dem Zielfernrohr. Und plötzlich macht er zwei, drei Schritte in die richtige Richtung, hob das Haupt und stand breit. Als der Schuss brach, lag der Bock im Knall. Ich beobachtete weiter, sah Bewegung und aus dem Augenwinkel bemerkte ich ein Stück, dass in den Wald sprang.
Ich war so erschrocken! Zweifelte an meinem Schuss, war mir aber sicher, dass ich gut abgekommen war (gut getroffen hatte). Dann fiel mir die Ricke ein und war sicher, das war das weibliche Stück.
Ich wartete einige Minuten, dann verließ ich den Hochsitz, um den Anschuss zu suchen. Ich fand die Stelle, und dort auch viel Schweiß (Blut). Nur der Bock war nicht da …. jetzt raste mein Herz. Im hohen Gras konnte ich ihn nicht sehen, um nicht alles zu zertrampeln, rief ich meinen Jagdprinzen an damit er mit dem Hund kommt. Ich war wirklich sehr aufgeregt und machte mir Vorwürfe nicht gut geschossen zu haben.
Dieser kam, setzte den Hund an und nach ca. 6 Metern fand Merida meinen Bock. Ich hatte sehr gut getroffen. 2 cm über dem Herz. Die Kammer (Brustkorb) war durchschlagen und so konnte der Bock nach dem Treffer nur noch wenige Meter zurücklegen. Dies ist dem Adrenalin geschuldet und auch der Wirkung des Geschosses. Ich war so froh, dass ich mich nicht geirrt hatte. Sauber treffen ist mir wirklich sehr wichtig.
Ein Leben zu nehmen ist ein verantwortungsvoller Moment. Das Tier zu ehren, das oberste Gebot darum verzichte ich auf meinem Blog und auch in den sozialen Medien ganz bewusst auf Erlegerbilder. Dem Tier den letzten Bissen zu geben, den Inbesitznahmebruch aufzulegen oder auch dem Hund den Nachsuchenbruch anzustecken sind Rituale, die im Stillen stattfinden und die ich mir als Jägerin im Herzen bewahren möchte.
Zum ersten Mal sagte ich also „Waidmannsdank!“
Wenn ihr Fragen zur Jagd habe, wie ich sie erlebe oder auch zur Ausbildung schreibt mir gerne einen Kommentar.