Angepirscht {05|26}

Bei „Angepirscht“ könnt ihr meinen Weg bis zur hoffentlich erfolgreich bestandenen Jagdprüfung verfolgen.

Der Weg zum Jagdschein ist anstrengend, sehr lehrreich, oft lustig aber auch wirklich mit sehr viel büffeln verbunden. Wer den Start, der Reihe verpasst hat, findet die Beiträge HIER.

Beim letzten Mal hatte ich ja berichtet, dass der Schrotschuss auf den Hasen und auch der laufende Keiler noch nicht so wirklich gut klappt. Mal habe ich getroffen (selten) dann wieder gar nicht.
Da ich mit dem Problem nicht alleine dastand, sind wir zu zweit in ein Schießkino gefahren und haben uns dort Hilfe geholt.
Unser Waffenschaft wurde angepasst und wir machten Trockentraining. Im Schießkino haben wir dann beide gut getroffen.
Zurück am heimischen Schießstand wollte der doofe Hase bei mir wieder nicht fallen. Ich war echt am Verzweifeln und dann kam die Frage … „Ivonne, was hast du denn für eine Brille auf?“
Auf meine Antwort: „Eine Gleitsichtbrille!“ folgte die Anweisung „Schieß mal ohne Brille.“
Das kam mir ganz und gar falsch vor. Ich sehe ohne Brille wirklich nicht gut und darum war ich etwas zögerlich…. und dann total erstaunt… denn, das war tatsächlich des Rätsels Lösung.
Der Schliff der Brille hat meine Zielerfassung gestört und darum habe ich nicht getroffen … von da an waren die Flinte, der Hase und ich tatsächlich beste Freunde.

Auch der laufenden Keiler in einer Distanz von 50 Meter stehend freihändig lief eher mäßig gut. Mal konnte ich knapp die Anforderungen erfüllen, dann wieder in drei Durchgängen nicht. Es war zum Mäusemelken.

Dafür wurde ich bei den statischen Disziplinen immer besser:

In den letzten Wochen habe ich wirklich jeden Tag 3-4 Stunden gelernt. Zusätzlich kamen noch Termine mit der Lerngruppe dazu. Jeder Spaziergang mit den Hunden wurde genutzt um Bäume, Sträucher, Büsche, Gräser, Vögel und Losung zu bestimmen. Gerade beim Grünzeug wollte ich dran bleiben um zu sehen, wie es sich im Laufe des Frühlings verändert.

Tja und dann kamen die Prüfungstermine immer näher und näher. Am 17.04. war es so weit. Alle Jagdschüler aus Fulda, Bad Hersfeld, Hersfeld Rothenburg, Bad Zwesten und Hünfeld versammelten sich am Schießstand und es ging los. Ich war so furchtbar aufgeregt und so war es nicht verwunderlich, dass das mit mir und dem laufenden Keiler nicht funktioniert hat. Auch im zweiten Durchgang wollten die Kugeln einfach nicht ins Ziel finden. Es war also klar, dass ich am 19.04. noch einmal zum Nachschießen muss – nochmal alle vier Disziplinen.

Vorher galt es am 18.04. die schriftliche Prüfung zu schaffen. Hundert aus 2234 Fragen – 25 aus jedem Sachgebiet. Ich war erstaunlich ruhig. Ich wusste, dass ich gut gelernt hatte und war nach ca. 1 Stunde fertig und konnte abgeben. Das Ergebnis blieb allerdings unter Verschluss bis nach der mündlich/praktischen Prüfung.

Am Sonntag nach der schriftlichen Prüfung musste ich dann meine Ehrenrunde auf dem Schießstand geben. Ich war so erleichtert… drei Mädels aus dem Kurs kamen mit, um mich moralisch zu unterstützen. Die Jungs aus der Lerngruppe hielten ebenfalls die Daumen und sogar der liebe Gott wurde eingeschaltet, da einer der Jungs in der Kirche ein Kerzchen für mich anzündete. Auch von Julia aus der Lerngruppe gab es ein „Glückslicht“

Ich war bei weitem nicht alleine. Von allen Prüflingen mussten insgesamt 15 zum Nachschießen.
Alles lief gut und dann kam der Keiler. Heike nahm mich bei Seite und sagte: “ Konzentriere dich, lass dir Zeit … DU kannst das!!“ und das habe ich getan … Ganz ruhig, jeden Schuss konzentriert neu aufgebaut und dann hatte ich meine 5 Schuss abgegeben.
Die Scheibe kam zurück und ich hörte den Prüfer sagen „3!!“ WOW!! Als Erstes eine Zahl, das bedeutete – keinen Fehlschuss – alle Treffer in den Ringen!! „8, 10, 10, 10“ Irre, so gut hatte ich noch NIE geschossen. Und da liefen sie … die Tränen. Der ganze Druck und die Anspannung waren mit einmal weg und ich nur noch glücklich.

Es folgte noch eine Woche pauken, bis der Kopf rauchte. Jeden Abend Lerngruppe. Einheiten mit Waffenhandhabung und immer wieder Bäume und Sträucher. Ganz langsam kroch wieder die Prüfungsangst in mir hoch. Am Sonntag, den 26.04. um 10:30 stand dann die letzte Hürde auf dem Programm 4 Räume, 8 Prüfer und ihre Sachgebiete.
Tja, und dann ging alles doch ganz schnell. Alle Fragen waren beantwortet und wir alle warteten darauf, dass die Ergebnisse ausgewertet wurden.

Wir gingen wieder rein und bekamen eröffnet, dass wir bestanden hatten. Nach und nach wurden wir namentlich aufgerufen und bekamen unsere Prüfungszeugnisse überreicht. Frau Finke, mit 98 % eine herausragende schriftliche Prüfung und auch im mündlich-praktischen eine sehr gute Leistung – nur im Schießen, da haben sie es ein bisschen spannend gemacht! „Weidmannsheil!“

Es ist also geschafft und ich darf mich nun voller Stolz Jungjägerin nennen.

Jetzt, ein paar Tage später, bin ich immer noch sehr stolz und freue mich, dass ich es geschafft habe. Als Nächstes darf ich dann meinen Jagdschein bei der unteren Jagdbehörde lösen (Dienstag).

Es wird jetzt wieder ein wenig mehr auf dem Blog zu lesen geben und natürlich auch weiter die Serie „Angepirscht“.
Jetzt nehme ich euch mit auf meinem Jungjäger-Weg … denn jetzt fängt das Lernen ja erst richtig an!

♥ 16 + 3 ♥ Monats-Geburtstag

Sie macht weiter! Manchmal etwas wackelig, manchmal mit ganz viel Spaß in den Backen. Für ein Dummy ist sie immer noch zu haben.
Die Morgenrunde ist das Highlight des Tages und auch sonst hat sie es sich gemütlich eingerichtet.

Durch den Lern- und Prüfungsstress ist der Post verspätet aber an ihrem Tag gab es selbstverständlich Cheeseburger. So wie Madame sich das wünscht 😉


Sonntags Top 7 | 13.26

Immer wieder sonntags … kisspng-vector-graphics-musical-note-portable-network-grap-ampquot-5cc92825f22c32.228746681556686885992

Hunde | Sport | Lesen – Lernen | Hörbuch – Podcast – Flimmerkiste | Genuss | FLY-Lady | und Handarbeit – Blog. Das sind meine 7 festen Themen für die Wochenrückschau von Antetanni am Sonntag.

Wer hat an der Uhr gedreht….? Zum Glück stellen sich ja fast alle Uhren und Geräte inzwischen selbst vor oder zurück. Ich fasse dieses Mal ein bisschen großzügig die letzten beiden Wochen zusammen. Gerade bei den Hunden möchte ich die Urlaubswoche noch mit dazunehmen.

1) Hunde:

Da fange ich doch gleich mal mit Jupp an. Obwohl vieles noch nicht so läuft, wie ich es mir wünsche, haben wir doch einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Besonders im Urlaub konnte man das sehen. Im Hotel schläft Jupp jetzt mit den anderen und braucht Nachts keine Box mehr. Im Frühstücksraum liegt er brav und nur einmal hat er jemanden angebellt. Derjenige hat ihn halt direkt angeschaut und auch angesprochen.
Auf Spaziergängen kann er inzwischen Personen und auch Personengruppen gut ertragen und an lockerer Leine passieren. Auch auf den Runden durch die Stadt sichere ich ihn mit einem Halti, das war bei den letzten Malen tatsächlich ein Maulkorb. Da Jupp eine sehr schöne Leinenführigkeit hat, ist das Halti nur für ihn spürbar, wenn ich ihm tatsächlich etwas Führung geben muss. Das ist vor allem in Hundebegegnungen der Fall. Da ich dann sehr viel entspannter bin, weil ich ihn halten kann, ist er natürlich auch ruhiger und so haben wir im Urlaub viele Hundebegegnungen sehr gut bewältigen können.

Für Fiene war der Urlaub wieder ein kleines Trainingslager. Es geht dort doch deutlich mehr bergauf und bergab. Außerdem muss sie mehrmals am Tag die Stufen zum Hotel hochlaufen.
Es ist durchaus anstrengend für sie aber sie genießt die Zeit im Wald und das ausgiebige Schnüffeln in der fremden Umgebung sehr. Wieder zu Hause ist unser Mini-Hügel keine Herausforderung mehr.

Hetty und Mac sind inzwischen ein eingespieltes Team. Mit den beiden unterwegs zu sein ist die pure Entspannung und auch bei Begegnungen der „besonderen Art“ kann ich mich auf die beiden total verlassen. Super Rückruf und an der Leine einfach brav. Das war bei Hetty in jungen Jahren ja auch deutlich anders. Jetzt verlässt sie sich auf mich und Mac und ist viel entspannter.

Beim Donnerstagstraining war der Trieb ein wenig hoch. Eine ganze Weile stand nur Spazierengehen auf dem Programm, da war der Bube etwas übermotiviert.


2) Sport:

Diese Woche und auch in der Urlaubswoche bin ich jeweils 3 Mal gelaufen (5 x outdoor, 1 x Laufband). Zur Physio ging es einmal und Stabitraining gab es auch einmal.

3) Lesen | Lernen:

Der Streak in Englisch hält weiter. Inzwischen übe ich 463 Tage am Stück.

Setzkonstante, Raufußhühner, Schwimmenten, Tauchenten, Raubwild, Jagdzeiten, Krankheiten, Bäume, Sträucher, Recht ……. in großen Schritten geht es jetzt in Richtung Prüfung. Jetzt heißt es dranbleiben und die Schwächen nochmal wiederholen.

Hunting Prince Dracula muss waren. Ich lese so viel, da ist keine Energie mehr für noch mehr Buchstaben.

Stalking Jack the Ripper

Autorin: Kerri Maniscalco
Titel: Hunting Prince Dracula – Die Gefährliche Jagd
253 von 528 Seiten

4) Hörbuch | Podcast | Flimmerkiste:

Diese Woche gab es ein paar Minuten „Der kleine Strickladen in den Highlands“ – Einfach etwas zum locker nebenher hören und mal entspannen.

Abends im Bett ein paar Minuten Serie. Mal dies, mal das … einfach nur Berieselung. Den Tatort der letzten Woche aus Frankfurt, den fand ich wieder richtig gut.

5) Genuss:

Boah! Im Urlaub haben wir geschlemmt! Wir waren beim Italiener für Antipasti, Carpaccio, Salat und Pasta, dann hat ein neues Lokal in Braunlage eröffnet… Das Rodizio ist wirklich einen Besuch wert (allerdings nicht für Vegetarier). Hier dreht sich alles um Fleisch am Spieß, das direkt am Tisch runtergeschnitten wird. Dazu gibt es ein tolles Vorspeisen- und Beilagen Buffet sowie diverse Nachspeisen. Kleiner Tipp Hose mit Gummizug oder ein weiter Schlabberpulli sind von Vorteil.
Zu Hause haben wir uns dann wieder nahtlos in unsere Ernährung eingefügt.
Selbstgebackene Brötchen, viel Salat, eine leckere Wirsing-Shrimps Pfanne.


6) FLY-Lady:

Im Urlaub war natürlich Putzpause (auch mal schön).
Diese Woche war ich in „Zone 4 – Schlafzimmer, Kleiderschrank“ tätig. Ich habe die Betten frisch bezogen, das Bett gründlich abgesaugt und mit dem Milbensauger bearbeitet. Außerdem habe ich einen blauen Sack Kleidung aussortiert und zum Container gebracht.

7) Blog, Handarbeit und mehr:

Im Blog habe ich den Monats-Geburtstagspost von Fiene nachgereicht. Sonst war hier Ruhe.

Dienstag bin ich Bürgerbus gefahren, hatte Büchereidienst und am Abend Lerngruppe, Mittwoch waren wir in Fulda zum Einkaufen, Donnerstag Training und Lerngruppe, Samstag haben der Gatte und ich dann den Bus gründlich gereinigt und heute also gleich fahre ich mit Mac zum Training.

Von meiner Bucket List im Bullet Journal konnte ich zum einige Punkte abhaken: Ich habe Spaziergänge gemacht (auch bei Regen), habe Tee getrunken (einen tollen Kräutertee), Kerzen wurden auch angezündet

bearbeitet mit KI

Ich freue mich wieder an den SonntagTop7 teilzunehmen. Nächste Woche bereiten wir uns auf ein paar Tage Urlaub im Harz vor. Darauf freue ich mich schon.