Auf Stempeljagd

In diesem Urlaub hatte ich mir das Erreichen eines weiteren Wanderabzeichens vorgenommen. Ich studierte also den Wanderpass, verglich die fehlenden Stempel mit der Wanderkarte und plante in Komoot meine Touren.

Die erste war ursprünglich eine Route von knapp 13 km und sollte mich zu drei Stempeln führen. Als ich aber den Anstieg zur Aussichtskanzel am Barenberg [HWN 020] erreicht hatte, plante ich um. Es war schon sehr warm und der steile Weg nach oben lag in der prallen Sonne. Der ganze Hang war abgeholzt worden – kein schöner Anblick.

Die Aussicht allerdings war grandios. Von der Kanzel aus ging es immer noch weiter bergan. Eine wirklich schweißtreibende Angelegenheit. Irgendwann machte der Weg einen Knick und ich bog in den Wald ein. Endlich Schatten.

Ein schöner Weg führte mich zu den Schnarcherklippen. Den Stempel Nr. 14 konnte ich dann zur Belohnung gleich in zwei Hefte drücken. Neben dem Wanderpass auch in das Sonderheft „Goethe im Harz“

Auf einer Morgenrunde mit den Hunden machten der GöGa und ich uns auf den Weg zu einem Aussichtspunkt bei Ellrich und erliefen damit einen weiteren Stempel [HWN 167]

Die dritte Wanderung war wieder ein wenig länger. 12 km von Sieber nach Bad Lauterberg über den großen Knollen.

Um den Stempelkasten zu erreichen, ging es erst einmal 4 km bergauf und das nicht gerade zimperlich. Es gibt da schon so Momente, in denen ich mich frage, ob ich dieses Hobby wirklich toll finde und gelegentlich fluche ich wie ein Kesselflicker, wenn ich die Serpentinen hochschnaufe. Aber immer wieder belohnt der Harz einen mit tollen Ausblicken.

An diesem Tag hatte ich aber ein wenig Pech. Es zog zu und fing an zu regnen. Pünktlich bei meinem Eintreffen auf dem Gipfel. Ich stempelte den Pass [HWN 150] und das Themenheft „Baudensteig“ und nach einer schnellen Apfelschorle machte ich mich auf den Weg nach Bad Lauterberg. Der Regen machte den Abstieg schwierig und ich musste auf dem schmierigen Boden wirklich aufpassen. Die letzten Kilometer waren dann aber wirklich einfach. Geteerter Waldweg – eine Wanderautobahn und schon bald konnte der Gatte mich am Endpunkt abholen.

Den letzten Stempel dieses Urlaubs erliefen wir wieder gemeinsam. Wir gingen ein Stück auf dem Harzer Grenzweg. Immer wieder finde ich diese erlebbare Geschichte wirklich beklemmend. Wenn diese Grenze nicht gefallen wäre, hätte ich meinen Mann nicht kennengelernt.

Nun ist es also geschafft. Nach den Nadeln in Bronze, Silber und Gold habe ich die nächste Etappe geschafft und bin nun „Wanderkönigin“.

Unterwegs im Schatten der Hexen

Die ersten Tage des Urlaubs sind vorüber. Bei großartigem Wetter reisten wir in Halberstadt an. Wir hatten uns ein kleines Hotel in der Innenstadt gebucht um von dort unsere Unternehmungen zu starten.

Ich hatte mir für diese Tage vorgenommen, die fehlenden Stempel in den Pass der Halberstadt Tour zu drücken um mir dann das ersehnte Leistungsabzeichen im Städtischen Museum holen zu können.

Ich war schon ein wenig enttäuscht, als ich mit meinem Stempelheft im Museum stand und mir eröffnet wurde, dass es diese Leistungsabzeichen immer noch nicht gibt.

Die Runden und besuchten Orte waren es aber auch so wert besucht zu werden und die Stempel sind richtige kleine Kunstwerke.

Für den ersten besuchten wir die Geistmühle. Dort lebt seit 2001 die Autorin der “Im Schatten der Hexen“ Krimis. Liebevoll restauriert liegt die ehemalige Mühle am Halberstädter (Wehrstedter) See.

Rund um das Haus verwunschene Ecken.

Außer diesem Stempel erreichte ich noch die St. Laurentius Kirche und den Wassertorturm. Für einen Vormittag keine schlechte Ausbeute.

Am Nachmittag setzte der GöGa mich am Halberstädter Tierpark ab. Von dort machte ich mich mit den Mädels auf zum Jagdschloss und dem Belvedere. Dieser Aussichtsturm ist um 1782 auf dem höchsten Punkt des Parks, der Heinrichshöhe erbaut.

Nach den schönen Parkanlagen lief ich durch den Wald und erlief mir noch den Stempel vom Klusfelsen.

Dann nur noch zurück zum Treffpunkt und einsammeln lassen. Das war ein Urlaubstag nach unserem Geschmack.

Ab… ins Weck {1/21}

Im Beitrag zum Jahresprojekt Garten für den Monat Juli hatte ich schon kurz erwähnt, dass die schwarze Apfelbeere (Aronia) in diesem Jahr reichlich Beeren trägt.

Das Gewächs erfüllt hier im Garten mehrere Aufgaben. Es ist Sichtschutz, die Blüten sind bei Bienen und anderen Insekten sehr beliebt und die Vögel naschen die Beeren gerne. Allerdings können auch wir Zweibeiner von den kleinen schwarzen Perlen profitieren.
Die Früchte haben einen säuerlich-herben Geschmack, sind reich an Vitamin C und Folsäure und sollen sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Zum rohen Verzehr sind die Beeren weniger geeignet da sie eine leicht abführende Wirkung haben.
Verarbeiten kann man sie zu Sirup, Gelee oder auch Likör. Getrocknet kann man die Beeren wie Rosinen verwenden oder auch als Tee aufbrühen.

Ich habe mich heute für einen Sirup entschieden. Die Herstellung ist denkbar einfach allerdings färben die Beeren höllisch – also zieht man sich besser ein altes T-Shirt oder eine Schürze an.

Der Sirup ist vielseitig verwendbar. Einfach ein Löffelchen ins Wasser geben, oder ein Schnapsgläschen voll in eisgekühlten Sekt oder ein Spritzer in Joghurt oder Skyr rühren, auf Vanilleeis …. ihr seht, da geht so einiges.

Wie immer könnt ihr euch das Rezept hier herunterladen und weil ich mich über diese schnelle Leckerei so freue, gehts damit noch ab zum Freutag ♥