12tel Blick [2/12]

Ich habe das wirklich unterschätzt! Die Sache mit der Position. Ich könnte mich wirklich in den Allerwertesten beißen.

Man, war das ein Murks und wie ihr sehen könnt, ist es mir nicht wirklich gelungen exakt die selbe Stelle zu finden. Ich hoffe ihr seht mir das nach, ist es doch meine erste Teilnahme am 12tel Blick.

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich mir meine Januar Bilder ausgedruckt habe, hab ein Raster drauf gelegt um dann mit der Kamera halbwegs die Position wieder zu finden?

Jetzt hab ich aber Nagellack mitgenommen und einfach Punkte auf die Strasse gemalt.

Genug gejammert. Hier sind meine Blicke:

2019_02_28_12telBlick_feb1

Beim Blick aufs Dorf und in die Ferne fällt nur auf, dass der Raureif auf den Dächern verschwunden ist und auch der Schnee in der Ferne ist verschwunden.

2019_02_28_12telBlick_feb2

Auch der Blick auf den jüdischen Friedhof ist nur „weniger frostig“

Ich war im Februar oft auf dem Friedhof. Ich nutze die Zeit dort, um einfach irgendwo zu sitzen. Ohne Hunde und auch ohne andere Menschen. Nachdenken, dass kann man an diesem Ort besonders gut.

 

Kurz nachdem Saul Friedländer, anlässlich einer Gedenkstunde zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Jan. 1945) eine Rede vor dem deutschen Bundestag hielt, war ich auch dort um Bilder zu machen.

Nicht schon wieder… scheinen manche zu denken. DOCH! Immer wieder. Ich fühle mich nicht schuldig, ich war ja noch nicht einmal geboren aber, es darf niemals vergessen werden. Die, die davon erzählen können, die mahnen können werden immer weniger und wir sollten ihnen gut zuhören.

Durch die Beschäftigung mit dem Motiv, bekomme ich nun Einblick in die jüdische Geschichte unserer Gemeinde mit der ich mich sonst wohl nicht beschäftigt hätte.

Dies hier ist der Hohlweg, der vom Dorf zum Friedhof führt. Vielleicht nehme ich euch demnächst mal mit – Ein Videospaziergang sozusagen.

Hohlweg

Für den März habe ich mir auf meine To-Do Liste geschrieben, das Hinweisschild der Hohle mal gründlich zu reinigen.

Judenhole

Kann ja nicht schaden.

Jetzt noch die Collagen …

Collage_Blicke_Friedhof

Collage_Blicke_Dorf

Ab dem 30. jeden Monats (im Februar am 28.) präsentiert Eva  die 12tel-Blick Aktion.  Danke, fürs Sammeln und Kümmern.

 

Der 12tel Blick

Dieses Jahr möchte ich mich wirklich intensiver mit meiner Kamera auseinandersetzen. Das tue ich zum einen bei meinen Foto-Hausaufgaben zum anderen lese ich auf einigen Foto-Blogs oder schaue mir youtube Videos zu bestimmten Themen an.

Bei meinen Streifzügen durch das Netz bin ich auf den „12tel Blick“ gestoßen. Ein Motiv, 12 Mal fotografiert, von exakt der selben Stelle. Die Einstellungen sollen möglichst gleich sein. Standpunkt des Fotografen / des Stativs, der gleiche Zoomfaktor usw.

Mein Motiv hatte ich relativ schnell gefunden. Nur mit dem Standpunkt, da hab ich mich wirklich schwer getan. Dann dachte ich, ich hätte einen guten Punkt gefunden und fand das Foto selbst dann doch … naja, bescheiden. Und wie ich nun versuche ein vernünftiges Bild von unseren beiden Kirchtürmen zu bekommen, streift mein Blick ein bisschen weiter nach rechts.

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und ich schaue auf den jüdischen Friedhof unserer Gemeinde. Er ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Heute befinden sich dort noch 705 Grabsteine. Die erste Bestattung ist für das Jahr 1690 nachgewiesen und die letzte fand 1941 statt.

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Diese beiden Motive wähle ich nun für meine erste Teilnahme am 12tel Blick aus. Ich bin mir nicht sicher, wie sich die Bilder im Laufe des Jahres verändern werden. Zumindest beim Friedhof bin ich sicher, dass man ihn im Sommer kaum noch sehen wird.

Im weiteren Verlauf des 12tel Blicks werde ich immer wieder einmal genauer hinschauen und mehr zur Geschichte des Friedhofs schreiben.