Sweet dreams ♥

… ich bin sooooo glücklich. Vor einigen Monaten hatte ich ja einen Bericht über das Autofahrproblem gepostet. Ich habe viele Tipps bekommen und mir natürlich auch noch so meine eigenen Gedanken gemacht.

Im letzten Jahr hatte ich noch eine dunkelblaue Stoffbox im Auto. Diese, habe ich rausgeschmissen! Danach habe ich einen Teil der Rücksitzbank ausgebaut. Meine Rückbank ist unterteilt in einen Doppel- und einen Einzelsitz, der Doppelsitz musste weichen. An seinen Platz rückte eine Gitterbox. Jetzt hat Fiene also einen Rundumblick und, sie ist nah bei mir.

Da sie ja auf den Kurzfahrten keine Probleme hatte… musste ich auf die nächste große Reise ein wenig warten. Aber wir hatten ja unsere Hamburgreise und den Start am Nord-Cup geplant, diese Fahrt sollte lang genug sein.

Nachdem die Kleine ja wirklich die letzten Tage in Bad Bederkesa volles WT Programm hatte freute ich mich über dieses Bild bei der Heimreise.

Sie liegt, ist entspannt, hechelt nicht. Zwischendurch wacht sie auf, legt sich anders hin… und bleibt locker. Nun habe ich ihr Verhalten weiter beobachtet und werde immer zuversichtlicher. Heute morgen habe ich mich, nach einer kleinen „Fien-Piesel-Runde“ auf den Weg nach Nentershausen gemacht. Von ausgepowert konnte also heute nicht die Rede sein….

Trotzdem keine Spur von Aufregung…. Ich glaube fast, wir haben das Trauma überwunden. Ich bin so erleichtert. Zwar werde ich weiterhin versuchen ihr das Autofahren so angenehm wie möglich zu machen, Anreisen gut zu planen und nicht „voreilig“ zu sein aber der größte Schritt ist definitiv gemacht.

Liegen und Bleiben!

Heute war wieder Zeit für ein ausgedientes Ruhetraining. Delphin soll ja, so die Theorie, erst aus ihrer Box kommen, wenn sie gerufen wird. Außerdem soll sie natürlich ruhig warten. Deshalb sind wir heute in’s Gelände gefahren und haben an einer Bank angehalten. Alles so wie immer. Aussteigen, Kofferraumhaube auf, Weste anziehen, Leine Umhängen…. Fiene liegt brav in ihrer Box und guckt zu… ein feines Mädchen. Ich mache die Tür des Kennels auf und gebe das Kommando „bleib“, drehe mich um, gehe zur Bank, setze mich und lese eine Zeitung. Nach ca. 5 Minuten stehe ich auf und lobe Fienchen ausgiebig. Trotz offener Tür ist sie brav liegen geblieben.

Und gleich weiter zur nächsten Übung. Delphin angeleint, aus dem Auto raus und dann habe ich mich wieder auf die Bank gesetzt und gelesen. Zuerst war mal Schnuppern angesagt aber (ich habe auf die Uhr gelunzt) nach genau 1,5 Minuten hat sie sich hingelegt, den Kopf auf die Pfoten, einmal tief geschnauft und dann lag sie da. Wie ein alter Hase erfahrener Jagdhund.

Zur Belohnung gabs dann noch 3 Vorans auf unser Einweisestäbchen natürlich immer in einer anderen Version:

1. Fienchen und ich gehen (Fienchen bei Fuß) gemeinsam zu dem Stäbchen und sie sieht, wie ich ein Dummy hinlege. Wir drehen um und bei Fuß gehts wieder zurück zum Startpunkt. Entfernung ca. 10 Meter. Einweiseritual – GET OUT! Die Kleine losgedüst, Dummy geschnappt und zurück zu mir und da haben wir dann eine dicke Party gefeiert.

2. Fienchen bleibt am Startpunkt sitzen und ich laufe in einem großen Bogen zu dem Stäbchen. Sie sieht wie ich das Dummy auslege und wie ich in dem selben großen Bogen zu ihr zurückkomme. Einweiseritual – GET OUT! Schnurgerade flitzt sie los, Mäuselsprung auf das Dummy, geschnappt (wie eine Zigarre) und sofort zu mir zurück. Und wieder Party!!!

3. Fienchen bleibt am Startpunkt sitzen und ich laufe wieder in einem großen Bogen zu dem Stäbchen. Das Dummy wird hinterlegt und ich laufe weiter von Fienchen weg. Nun bilden das Stäbchen, Fienchen und ich ein Dreieck. Das Kommando „HIER-PFIFF“ Fienchen läßt dass Dummy links liegen, kommt zu mir an meine linke Seite, Einweiseritual – GET OUT! YEEEAAAHHHH!!!! Du bist ein kleiner Wunderhund!

Danach haben wir natürlich ausgiebig gespielt und getobt. Nun liegt sie friedlich schnorchelnd auf der Couch …. meine Süße!

Zwei Begegnungen der dritten Art!

Leute, Leute, was soll ich euch sagen…. Heute habe ich mein Frauchen mal richtig böse erlebt! Und wenn ich sage böse dann meine ich  böse! Aber von Anfang. Frauchen hat mich in die Schaukelkiste gesetzt und gesagt, dass wir in den Wald fahren. Gerumpel, Geschaukel Geholper und dann ging die Klappe der Schaukelkiste auf und wir waren im schattigen Wald. Man was für Gerüche da waren. Frauchen hatte uns zu einer Stelle gefahren wo wir noch nie waren. Wald, Lichtung mit hohem Graß und ein Bach also alles was das Fienchen-Herz begehrt.

Leider hat Frauchen mich an die Leine genommen und mit mir „Hellwork“ gemacht. Und da stand es …. Ein großes braunes Tier, mit großen braunen Augen und zwei Hörnern auf dem Kopf. Frauchen kam zu mir auf die Erde und legte ihren Arm um mich und so saßen wir auf dem Weg und beobachteten einen Rehbock in einer Entfernung von vielleicht 10 Metern!! Das Tier stand ganz ruhig da und so wie wir es beobachteten, beäugte es uns. Der Bock zeigte keinerlei Scheu und ich war ganz ruhig dann drehte er es um und trabte davon. Man war das spannend!

Dann sind Frauchen und ich durch das Unterholz gestreift und haben uns an den Bach rangeschlichen. Und dann durfte ich plantschen. Ich habe gefährliche Bestien gejagt erst Kaulquappen und dann Schmetterlinge. Zwischendurch haben wir immer wieder gearbeitet. Immer wieder „Fußarbeit“ und natürlich den Hier-Pfiff. Und dann war unser Ausflug auch schon wieder vorbei.

Wieder in der Schaukelkiste … ein paar Minuten gefahren … ging wieder die Klappe auf und wir waren im Dorf. Frauchen geht in die Bäckerei und lässt mich, wie immer, warten. Ich liege also in meiner Box bei offener Ladeklappe und bin brav. Dann holt mich Frauchen nochmal raus und wir setzten uns zusammen draußen in das Kaffee. Sie hat mein Deckchen hingelegt und will dort einen Latte Macciato (was auch immer das sein mag) trinken. Das war mir aber echt zu langweilig. Ich bin immer wieder aufgestanden, hab sie angestubbst aber es hat alles nicht geholfen. Völlig entnervt habe ich mich wieder hingelegt und click – Leckerchen. Na dann, leg ich mich halt hin und entspanne….

Und dann passierts. Wir sitzen da, ein Bekannter von Frauchen hat sich zu uns gesetzt und auf einmal kommt da so eine Frau auf einem Fahrrad mit einem, hmmm ich würde sagen Terrier-Mix an der Flexileine um die Ecke. Sie sieht mich, wie ich brav neben dem Tisch liege (ich bin übrigens angeleint) und spricht mit ihrem Hund der heftig in meine Richtung zieht „Ja, willst du da mal guten Tag sagen!!??“ Frauchen dreht sich direkt zu der anderen Frau um und sagt „Bitte nicht, ich möchte nicht dass sie jetzt Hundekontakt hat!“

„Ach die machen doch nix, Hunde verstehen sich doch so“ Frauchen sagt nochmal sehr entschieden „NEIN, ich möchte das nicht!“ und da lässt die Frau die Flexileine fallen und der Terrier-Mix flitzt auf uns los!

Frauchen streckt ihr Bein aus und versperrt somit dem anderen Hund den Weg zu mir. Ich sitze brav auf meinem Deckchen und da wir Frauchen zum personifizierten Bösen!! „Sehr laut, sehr streng und unmissverständlich gibt sie der Frau zu verstehen, dass sie sofort ihren Hund hier wegholen soll. Da wird die auch noch frech! „Hunde verhalten sich völlig normal …. das Verhalten von meinem Frauchen sei unnormal …. da kann der Hund ja nur verhaltensgestört werden „… usw.

Und dann ist Frauchen aufgestanden! „Nehmen sie ihren Hund und lassen sie uns jetzt in Ruhe hier sitzen. ich will nicht, dass mein Hund stänig Kontakt zu anderen Hunden hat. Schon gar nicht, wenn er brav liegen soll wärend Frauchen einen Kaffee trinkt!!!!!“

Vor sich hinschimpfend zog die Frau von dannen!!! Ist dass denn wirklich zu glauben?

Nachtrag von Frauchen:

Hab ich mich aufgeregt!!! Die Ausdrücke die ich auf der Heimfahrt gebraucht habe will ich hier gar nicht wiedergeben. Was für eine blöde …… Aber so ist das halt, man muss immer mit der Doofheit der Anderen rechnen.