Ein böses Mädchen…

Ja, gestern habe ich mich zum ersten Mal über die Maus geärgert … ein bisschen.

Wir waren zu fünft unterwegs und wie das so ist, wenn man seinen Mann mit hat, dann unterhält man sich und ehe Mann / Frau sich versieht hat man den richtigen Zeitpunkt für den Hier-Pfiff verpennt. Ein uns fremder Mann mit einem uns genauso fremden Hund tauchte plötzlich auf. Hannes startete durch und Fiene natürlich hinterher. Der einzige Hund mit Benehmen war eindeutig Cosma …

Also meine zwei Rabauken quer über den Acker auf die beiden „Eindringlinge“ zu gerannt. Rufen war natürlich zwecklos. Die Begrüßung der beiden Rüden verlief perfekt …. erst fixiert, Rute steil nach oben, dann haben sich beide abgewendet und haben rumgeschnüffelt. Hannes hat dann abgedreht und kam zu mir zurückgeeiert. Aber die Fiene-Maus wollte dringend die Spielqualitäten des neu entdeckten Artgenossens testen… Immer wieder hat sie sich vor ihm auf den Boden geworfen und mit ihm geschnäutzelt … aber er wollte einfach nicht. Aber da war ja noch der zweibeinige Begleiter!! Auf ihn!!!!! Der Mann war wirklich super nett (was ja nicht immer der Fall ist) und hat sie einfach ignoriert bis ich die kleine Schnake wieder eingefangen hatte. Er war zum Glück ein richtiger Hundemensch der auch kein Problem mit einer eingesauten Hose hat.

Der Mann ging den Feldweg weiter und wir in die entgegengesetzte Richtung. Nach ein paar Metern habe ich Fiene wieder laufen lassen und zack hatte sie zum Spurt angesetzt… aber diesmal hatte ich aufgepasst. „Fiene … TÜT TÜT“ und schwupp, hat sie sich rumgedreht und kam! Große Freude, fetztiges Spiel … gegen einen Artgenossen kann mein Hier-Pfiff also definitiv nur dann anstinken wenn ich die Sekunde früher bin als sie … immer weiter üben heißt es also!

Auf der Pirsch

Liebe Mama,

heute war ich wieder mit Frauchen alleine unterwegs. Das macht mir immer besonders viel Spaß weil wir fast immer woanders hin fahren.

Zuerst sind wir wieder mit der Schaukelkiste losgerumpelt. Inzwischen macht mir das gar nichts mehr aus … ich weiß ja, dass wir was spannendes unternehmen.

Nach ein paar Minuten waren wir schon am Ziel. Raus aus dem Auto und wir waren im Feld. Eine große Wiese haben wir überquert, sind zwischen Kornfeldern lang gelaufen und dann wieder eine riesige Wiese, die an den Wald grenzt. Ich konnte nach Herzenslust rennen und schnüffeln aber heimlich habe ich immer ein Auge auf Frauchen. Ist das bei dir auch so, dass du immer aufpassen musst, wo deine Zweibeiner hin laufen? Die laufen Kreuz und Quer!  Ich passe immer auf, dass mein Frauchen nicht verloren geht. Die hat ja schließlich nicht so eine gute Nase wie ich.

Dann haben wir wieder ein lustiges Spiel gemacht. Ich durfte sitzen und zuschauen wie Frauchen Tennisbälle, Bälle an einer Schnur, kleine Dummys …. alles flog durch die Luft und Frauchen hat auch alles wieder eingesammelt. Immer wieder ist sie los gelaufen und ich habe zugeguckt … ein lustiges Spiel.

Was besonders schön war … für mich … es hat die ganze Zeit geregnet. Super! Viele Pfützen und Matsche und Frauchen lässt mich dann auch richtig rumwatzen.

Plötzlich nimmt Frauchen mich an die Leine. „Left“ …. ich weiß, was das bedeutet und setzte mich an ihr linkes Bein. Ganz langsam schleichen wir uns vorwärts. Frauchen zieht den Windtester aus der Weste, pustet etwas Puder in die Luft und wir schleichen weiter. Immer wieder bleiben wir stehen und ich setze mich neben Frauchen und dann sehe ich sie… Rehe. Zwei Rehe stehen auf der Wiese und äsen. Wir stehen unter dem Wind so dass wir immer näher an die beiden großen Tiere heranschleichen können.

Auf ca. 30 Meter kommen wir an sie ran. Plötzlich stehen die beiden wie angewurzelt und schauen zu uns rüber. Frauchen hockt sich neben mich und ich sitze da … Nase im Wind, Brust raus! Dann hat Frauchen die beiden aus ihrer Spannung erlöst. Sie ist aufgestanden, hat in die Hände geklatscht und dann sind die beiden abgedüst. Ich geb ja zu … am liebsten wäre ich mal hinterher geflitzt und ich konnte mein Glück kaum fassen … nachdem die beiden aus meinem Sichtfeld verschwunden waren machte Frauchen mich von der Leine los…. und ab!!!

Ich war gerade im vollen Tempo da hat Frauchen Musik gemacht „TÜT – TÜT“, Hier-Pfiff nennt sie das und ich kann gar nicht anders …. ich drehe mich rum und düse im Sausetempo zu ihr zurück und da hat sie mein SUUUUUPPPPER-Leckerchen gezückt! Hundeleberwurst aus der Tube ahhhhhhh, schlabber!

So ein spannender Spaziergang. Das wollte ich dir unbedingt mal schreiben Mama. Jetzt liege ich auf Herrchens Couch und ruhe. Viele goldige Schlabberer sende ich der Golden Worker Familie und natürlich auch meinen „Erst-Zweibeinern“ Norbert und Angelika.

WUFF

Hier-Pfiff für Fortgeschrittene

Eben sind meine Geschwister wieder nach Hause gefahren. Nach einem lustigen Abend und einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse sind meine Schwester und ich mit Fienchen auf „unsere“ Wiese gegangen. Ausgestattet mit verschiedenen Spielzeugen und unterschiedlichsten Leckerchen wollte ich „testen“, wie viel Ablenkung unser Hier-Pfiff schon verträgt.

Wenn ich alleine mit Fienchen bin kommt sie auf den Doppelpfiff sehr zuverlässig angeflitzt nun sollte es etwas schwieriger werden. Die Kleine hat unterschiedliche Spielzeuge auf die sie auch unterschiedlich abfährt. Eines ihrer liebsten ist ein kleines Zergeltau und das beste ist ein Ball an einer Schnur. Das was sie am wenigsten aufregt ist ein Tennisball. Also haben wir mit genau diesem angefangen.

  • Meine Schwester steht auf der Wiese und wirft den Tennisball von einer Hand in die andere und ein bisschen hoch. Fienchen guckt und hüpft ein bisschen mit. Ich stehe ca. 15 Meter entfernt ….. Doppelpfiff ….. und die Maus kommt angedüst. Zur Belohnung gabs ein kurzes Zergelspiel mit ihrem Tau.
  • Ich lasse Fienchen absitzen und gehe mit dem Tau zu meiner Schwester, sacke den Ball ein und gebe ihr das Tau. Danach gehe ich zurück zu Fiene, gebe nochmal das Sitz-Kommando und meine Schwester ruft. Sie sitzt, guckt mich an und bekommt von mir die Freigabe („und ab“). Sei läuft zu meiner Schwester. Diese steht relativ ruhig und Fienchen schnappt das Tau und zergelt alleine etwas daran herum. ….. Doppelpfiff ….. und wieder lässt sie Alles stehen und liegen um zu mir zu kommen. Diesmal durft sie den Ball am Seil schnappen und mit zur Belohnung eine Runde rennen.
  • Als letzte Übung habe ich meine Schwester gebeten, mit dem Tau und Fienchen mal ein bisschen Betrieb zu machen. Bewusst habe ich sie einige Sekunden wild spielen lassen …. Doppelpfiff ….. zack sitzt sie bei mir. Zur Belohnung gabs dann den Jackpot. Getrocknete Leber, das ist der absolute Leckerbissen.

Ich bin sehr erstaunt, dass sie trotz dieser Ablenkung so zuverlässig gekommen ist. Das heißt für mich, dass wir beim Üben jetzt bewusst „Verleitungen“ einbauen können. Das Training für den Hier-Pfiff geht also in die nächste Runde.