Der erste Wild-Apport

Die Ereignisse überschlagen sich. Eben war mein Mann mit Fienchen eine Pieselrunde laufen. Ich wurstel im Hauswirtschaftsraum rum als es an der Haustür klopft. Mein Mann steht vor der Tür und zeigt auf Fienchen, die bei unseren Nachbarn auf der Wiese liegt und mit irgendwas spielt.

Mein Mann erklärt sie sei im abgebüchst und würde nicht kommen. Ich stelle mich in die Haustür und rufe mit meiner liebsten Stimme: „Fiene-Maus …. Hier“ Und sie kommt, strahlt vor Stolz und präsentiert ….. eine Maus! Schön fest hat sie sie im Fang gehalten und ich musste dem „Aus“ doch ein bisschen Nachdruck verleihen. Als sie mir die Maus gegeben hatte habe ich sie natürlich richtig gefeiert und ihr zur Belohnung ein dickes Leckerchen gegeben. Die Maus wurde nach Begutachtung entsorgt für ein Abendessen war sie einfach zu mager 😉

Die erste Woche…

ist vorbei. Delphin hat sich eingelebt und stellt hier einiges auf den Kopf. In der ersten Woche haben wir gezielt eigentlich nur am Hier-Pfiff gearbeitet. Immer dann wenn der Flummi auf mich zurennt…kommt der Pfiff. Und die Kleine ist schnell.

Bei mir angekommen lässt sie sich von oben bis unten „abstreicheln“ und nimmt auch gerne ein Leckerchen. Jetzt gilt es weiter zu üben und die nächste Woche etwas zu planen.

  1. Wie in dieser Woche auch schon geht es nach dem Füttern in den Kennel. Die Zeit die sie schaffen sollte liegt zwischen 2-3 Stunden.
  2. Der Hier-Pfiff wird weiter *ohne Ablenkung* geübt. Ich muss jetzt darauf achten, dass „Auflösungs-Signal“ zu geben wenn sie wieder flitzen darf.
  3. Erste Sitz-Übungen. Bisher habe ich sie immer gelobt, wenn sie spontan sitz gemacht hat.
  4. Eininge wenige Schritte „Freifolge“
  5. Das >>Namensspiel<<

Das liest sich jetzt erst Mal viel. Geht man aber davon aus, dass z. Bsp. der Hier-Pfiff bei den Fütterungen gegeben wird oder auch draußen immer dann, wenn Delphin auf mich zuläuft relativiert sich dass ganze wieder.

Das >>Namensspiel<< oder „Was heißt hier „Fienchen“?

Ziel dieser Übung ist es, das der Hund seinen Namen lernt und auf ein einmaliges nennen des Namens dem Hundeführer Aufmerksamkeit zu schenken. Ausgerüstet mit besonders guten Leckerchen (15-20 Stück) warte ich bis Fienchen irgendwo schnuppert (wir befinden uns im Haus in einer relativ reizarmen Umgebung) und dann ….sage ich ihren Namen.

Wenn sie nun reagiert und in meine Richtung schaut bekommt sie sofort ein Leckerchen. Das wird dann einige Male wiederholt. Sollte sie nicht reagieren darf der Name auf keinen Fall ein weiteres Mal gerufen werden!!

Wichtig ist die Ablenkung nur ganz langsam zu steigern. Diese Übung ist wichtig für die Aufmerksamkeit und die Bindung.

Was für eine Nacht…

ich bin so stolz auf meine kleine Lakritz-Nase. Heute hat sie mich tatsächlich fast durchschlafen lassen. Gegen 23:00 Uhr waren wir nochmal draußen und dann hat sie mich wirklich bis um 05:15 schlafen lassen. Na, is das was!!! Dann wars aber auch höchste Eisenbahn. Raus, zack hinhocken und lospillern…so schnell hat das noch nie geklappt.

Und weil Delphin ja nun nur so vor Energie strotzt sind wir heute Morgen auf unseren Abenteuerspielplatz gegangen. Unsere Ausflüge finden 2 mal täglich für ca. 10 Minuten statt. Bis zu dem Gelände trage ich sie (ca. 150 Meter) und dann haben wir unsere 10 Minuten auf der Pirsch und für unser Training.

Auf diesen beiden Ausflügen wird dann jedesmal der Hier-Pfiff geübt… dafür eine kleine Fotostrecke:

Ich rufe ihren Namen und hocke mich hin…dann startet sie…
dann ist sie im vollen Lauf …. „Hier-Pfiff“ Tüt-Tüt
bin da….. Leckerchen + Streicheleinheit

Und weil der Knirps so schön brav ist haben wir dann noch zusammen den „Urwald“ erkundet…

bisschen klettern….
hmmm…schmeckt das?

Sie ist eine mutige, kleine Hündin. Sie folgt mir ohne zu zögern und alles wird sofort erforscht. Für sie hätte es keinen besseren Namen geben können als „Discovery“. Jetzt liegt sie neben mir und die Pfötchen zucken…Sie träumt von unseren Abenteuern!

  • Mama… soll ich dir mal was sagen… wir waren heute im Dschungel. Riiieeeessige Bäume, undurchdringliches Dickicht und ich habe die Zweibeiner-Frau durch dieses gefährliche Gelände geleitet. Sie ist mutig!  Aber ich muss auch auf sie aufpassen… manchmal läuft die einfach woanders hin als ich und da muss ich schnell nach ihr sehen… die findet doch sonst nie nach Hause. Ich könnte stundelang mit ihr so rumstreunern aber immer wenn es besonders schön ist schnappt sie mich auf ihren Arm und trägt mich nach Hause. Was ich davon halte hab ich ihr aber jetzt mal gezeigt…Ich hab sie in die Nase geschnappt! Da schnappt d ie doch zurück und zwickt mich ins Ohr! Das ist ja wohl ne Frechheit. Ich passe auf sie auf  und sie schnappt nach mir… Also ein paar Sympathien hat sie sich damit verspielt. Jetzt muss ich erst mal ausruhen um für neue Taten gerüstet zu sein. Tschüß Mama, bis bald!