Die Ursuppe

Es ist schon eigenartig, aber ist es euch mal aufgefallen, dass sich die Ursuppe mit dem Alter des Hundes verändert? Aber es ist eben immer noch und immer wieder die Ursuppe oder eben …. die Basics!

Gestern habe ich im Netz ein Video gesehen…. ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

Genau nach diesem Beispiel haben wir heute trainiert.

Aufgabe 1

Fiene sitzt am Fixpunkt. Mit Geräusch vertecke ich 7 Suchendummys rund um sie herum. Ich entferne mich von ihr gebe den Sitzpfiff und dann den Suchenpfiff. *Kein Problem*

Aufgabe 2

Ich lasse sie auf meinem Standort sitzen, entferne mich in gerader Linie. Back – Sitzpfiff – Suchenpfiff

Gut ich gebe zu, den Sitzpfiff musste ich zweimal geben…. Dieser Übungsaufbau ist für sie auch ungewohnt, weil ich sonst immer direkt den Suchenpfiff gebe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie durch das konzentrierte Abstoppen dann auch konzentrierter und „kleiner“ sucht.

Aufgabe 3

Wieder lasse ich sie an meinem Standort sitzen. Ich gehe gerade von ihr weg und achte darauf, dass der Winkel zwischen mir, ihr und den Dummys 90° beträgt. Out – Sitzpfiff – Suchenpfiff.

Aufgabe 4

Neuer Standort. Voran – Sitzpfiff – Suchenpfiff.

Ach ja, in den hohen Klassen sieht man ja oft, dass der Sitzpfiff nur mehr ein Stoppfiff ist. Derzeit bestehe ich aber darauf, dass sie sitzt und nicht nur zu mir schaut.

Aufgabe 5

Ein wenig Fußarbeit mit Drehungen und Wendungen. Dann ein neuer Standort. Out – Sitzpfiff – Suchenpfiff

Für dieses Dummy hat sie länger gebraucht. Sie hat sich vor dem Hochsitz an den alten Liegestellen festgesaugt. Nochmal gab ich den Sitzpfiff und schickte sie weiter „Out“ ….. Gefunden 🙂

Dann ging ich mit ihr zusammen nochmal zum Hochsitz und sammelte die beiden letzten Dummys ein.

Ursuppe hieß vor 1 Jahr noch „Hierpfiff“ und wenige Schritte Fußarbeit. Heute heißt Ursuppe Fußarbeit mit Richtungswechsel und Voran in alle Richtungen.

Dr. Jecylline

Kaum 24 Stunden nach dem kleinen Versuch von Miss Hyde die Weltherrschaft an sich zu reißen, hatte Dr. Jecylline wieder die Oberhand gewonnen.

Ich bin zu einem Gelände gefahren, welches wir letztmalig am 06.11.2011 aufgesucht hatten. Den Rat von Angelika im Ohr, dass das Training für Fiene jetzt schwieriger werden müsse, damit sie an den Erfolgserlebnissen wachsen könne, standen Kombinationsaufgaben auf dem Programm. Der Voranpunkt wurde nicht wie in letzter Zeit üblich mit einem Vertrauensweg angelegt. Fiene konnte beim Auslegen der Dummys am Fixpunkt zugucken dann sind wir zu unserem Startpunkt gelaufen.

Laufweg

Und so sah dann die Aufgabe aus

Laufweg

Als erstes schicke ich Fiene über die lange Distanz zu P1. Ohne Leitlinie lief sie wie an der Schnur gezogen.

( 1 )

Bevor ich sie auf das Voran P2 schicke, werfe ich die Verleitmarkierung P3. Die Entfernung zu P2 ist kurz (ca. 25 Meter) aber es liegt viel Gestrüpp und etwas Totholz auf ihrem Weg.

( 2 )

Ich richtet Fiene erneut auf P1 aus um sie dann aus vollem Lauf zu stoppen. Sie drehte über die richtige Schulter und schnappte sich ihr Dummy.  In der Zwischenzeit warf ich unbemerkt ein Blind auf den Laufweg Richtung P2.

( 3 )

Zwischendurch wurde die Verleitmarkierung gearbeitet

( 4 )

Tue das Unerwartete …Kurz nachdem die Kleine in Richtung P2 düste…. ertönte der Suchenpfiff. Sie fing sofort an zu suchen und fand ihr Dummy und ich … macht ein Freudentänzchen.

( 5 )

Jetzt wieder Durchschicken auf P2

( 6 )

Bevor es in die kurze Pause geht lasse ich Fiene am Startpunkt sitzen, laufe zu P2 und hole dieses Dummy selbst. Dann schicke ich sie auf die Verleitung P3 (hatte ich nochmals geworfen) um mich dann erneut mit ihr auf P1 auszurichten. Auch das letzte Dummy wurde perfekt reingeholt.

( 7 )

Jetzt stand Pause auf dem Plan. Ich holte Cosma und Hannes aus dem Auto und wir gingen eine gemütliche Runde um das Wassergelände vom Spaß-WT der Working Mudpaws. Über den Gewässern lag noch eine dünne Eisschicht aber ich hoffe, dass sich diese bis zum Teamtraining der D-chen verflüssigt haben. Zurück am Auto ließ ich die beiden Labbis einsteigen um nochmals für Fiene Dummys auszulegen.

Zuerst warf ich zwei Dummys in den Graben bei P1. Meine „vermeintliche“ Schwierigkeit war die Nähe des Fixpunktes zu dem Hochsitz, den sie ja in den Übungen zuvor angelaufen war. Dann liefen wir am Waldrand entlang und ich warf noch ein Dummy in eine Schneise auf P2. Dann nahmen wir unsere Startposition ein und ich schickt sie auf P1. Sowohl die Nähe des Dummys an P2 als auch der Geländeübergang (Weg) und der alte Fixpunkt stellten kein Problem dar.

( 1 )

Beim nächsten Durchgang stoppte ich sie und schickte sie „Out“ auf P2

( 2 )

Zum wirklich guten Schluß …. noch einmal durch auf P1 und dann bekam sie ihren heiß geliebten Dummyball.

 

( 3 )

Ich war sehr, sehr zufrieden. Sie hat nicht ein Mal gefragt. Hat die Richtung schön angenommen und ein Tempo vorgelegt… super! Meine kleine, große Dr. Jecylline ♥

Das Wetter

nun ja, was soll ich sagen. Eigentlich finde ich den Winter wirklich toll. Die weiße Pracht versetzt die Umwelt in eine angenehme Stille. Man kann ganz einfach Tierspuren verfolgen und bei Sonnenschein glitzert die ganze Welt. Das Beste ist aber, dass die Hunde einfach nur nass sind und nicht schmutzig :-). Aber leider hat der Winter auch einen großen Nachteil. Frau und Hund kommen einfach nicht so zum trainieren wie sie es gerne möchten.

Es ist einfach zu kalt um die Maus lange auf ihrem Popo sitzen lassen zu können. Sie hatte ja diesen Winter schon mal Husten und da bin ich natürlich jetzt vorsichtig. Markierungen sind fast unmöglich, da die Dummys im Schnee versinken und Delphin in eine Suche verfällt. Das ist überhaupt nicht erwünscht und so muss das Training für Markierung wirklich warten bis die weiße Pracht wieder verschwunden ist.

Weiter an der Suche arbeiten geht auch schlecht, da wir mit unserem Auto einfach nicht bis an den Wald kommen der Schnee und dessen Verwehungen machen es unmöglich die Feldwege zu nutzen und zu Fuß wäre ich fast 40 Min. unterwegs … zu lang um danach noch zu Arbeiten.

Außerdem will ich der Maus mit total panierten und vereisten Dummys nicht den Spaß an der gemeinsamen Arbeit vermiesen und so verstreicht die Zeit, ohne dass wir weiter gezielt arbeiten. Alle wichtigen Bereiche scheinen zu ruhen aber und hier muss ich mich Katrin anschließen …. Viele Aufgaben bestehen aus winzig kleinen Teilschritten, so wie eine Perlenkette aus vielen kleinen Perlen besteht. Eine wunderschöne Kette besteht also aus vielen, perfekten Perlen.

Verhaltenskette nennt man das im Training. Zum Beispiel eine Markierung. Für den nicht wissenden Beobachter rennt der Hund zu einem Gegenstand, schnappt ihn und bringt ihn zu seinem Frauchen um ihn dort abzuliefern. Fertig!

Wir, die wir mit unseren Hunden arbeiten wissen, dass es etwas ganz anderes ist:

  1. Der Hund sitzt ruhig am Bein und beobachtet, wie ein Dummy fliegt und fällt.
  2. Er merkt sich die Fallstelle
  3. Erst auf Kommando geht der Hund schnell und freudig raus und rennt direkt zur Fallstelle.
  4. Ohne zu zögern nimmt er das Dummy auf und trägt es mittig, ohne zu knautschen.
  5. Er kommt sofort, schnell und freudig zu seinem Frauchen zurück.
  6. Das Dummy wir erst auf Kommando „Aus“ oder „Danke“ in die Hand des Hundeführers abgegeben.
  7. Der Hund sitzt ruhig während das Dummy wieder in der Weste verschwindet.

Einige dieser Verhalten kann man oder sollte man einzeln üben und erst zum Schluß das gesamte Verhalten zusammenfügen. So kann man zum Beispiel das Tragen des Dummys üben oder auch das Halten oder das sogenannte „einparken“.

Delphin hat in diesen schneereichen Wochen wirklich wenig mit dem Dummy gearbeitet und im Haus haben wir einfach nur Kunststückchen gecklickert… das aber reicht der Maus nicht! Also habe ich auf den Spaziergängen immer ein Dummy mit und lasse sie auf den Feldwegen auf denen ein gerader Trampelpfad entstanden ist lange Strecken voran laufen …. 40 – 70 Meter sind da kein Problem. Das Dummy sieht sie ja gut liegen und ich erhoffe mir so eine gute Kondition und auch das Vertrauen in lange Strecken gut ausbauen zu können. Das geht allerdings nur zwei bis drei Mal und auch nicht jeden Tag … wird dann zu eintönig. Was also tun??

Der Sitzpfiff, genau! Schnell umdrehen, auf den Popo setzten und ….. der Ball flieeeeeeegt! Gut, kann die Maus. Auch auf Entfernungen zwischen 15 und 20 Metern. Ja, auch wenn Cosma dabei ist. Für die nächsten Schritte bräuchte ich nun wieder einen Helfer…. Eine Perle an der wir später weiterarbeiten müssen.

Suchenpfiff … Hmmm… da war doch was… ja, genau da setzten wir an. In den letzten Wochen haben wir den Suchenpfiff natürlich bei den gearbeiteten „Vorans“ gegeben. Immer wenn Fienchen kurz vor dem Dummy war habe ich unseren „Tüt Tüüüt Tüt Tüüüüt“ Pfiff abgegeben. Aber hat sie auch wirklich verstanden was dies Pfeifsignal bedeutet?

Heute kam der Test. Zuerst habe ich sie abgesetzt und um sie rum einige Leckerchen verstreut. Dann habe ich mich einige Schritte entfernt und den Suchenpfiff gegeben. „Tüt Tüüüüüüt Tüt Tüüüüüt“ sie sitzt da und schaut mich an ….. „Tüt Tüüüüüt Tüt“ Sie hüpft auf, nimmt die Nase runter und sucht!!! JA! STRIKE!!! Nun war das ja nicht sonderlich schwierig, hatte sie ja doch gesehen, das ich die Leckerchen ausgelegt hatte.

Unser Spaziergang setzte sich fort und am Wegrand war ein kleineres Gestrüpp. Nächster Test. Ich setzte Fienchen auf dem Weg ab und gehe ca. 5 Meter weiter… Dann tue ich so, als ob ich an einigen Stellen etwas hinlege und tatsächlich lege ich auch an einem Plätzchen ihren geliebten Tennisball aus.

Ich rufe sie zu mir und als sie auf der Höhe des Gestrüpps ist gebe ich den Suchenpfiff und weise mit der linken Hand nach links … logisch oder … und sie springt nach links und sucht. Sie findet das Bällchen und die Party ist groß! Das macht ihr richtig Spaß. Erst jetzt merkt man, wie sehr ihr richtige „Erfolgserlebnisse“ fehlen. Das Clickern ist für das Arbeiten mit Dummy und dem „mir zutragen“ definitiv kein Ersatz.

Bei meiner letzten Übung läuft Fienchen einige Meter vor mir her. Von ihr unbemerkt werfe ich den Ball ein eine niedrige Deckung und bleibe stehen. Sie sieht sich zu mir um und ich rufe sie…. In Höhe der Deckung bekommt sie wieder den Suchenpfiff mit einer richtungsweisenden Handbewegung…. Sie sucht und findet! Yep, das wars für heute.