Vom höflichen Umgang mit dem „Personal“…

… hat meine Delphin noch nix gehört! Ihr Welpenfutter bekommt die Dame zur Zeit noch eingeweicht. Dafür hole ich den Napf in die Küche, warte bis das Wasser im Wasserkocher blubbert und dann gibt es ja noch immer ein Special (Hüttenkäse, Joghurt, Banane usw). Wen ich dann in ihrem Napf rumklimper steht Madam neben mir, springt wie ein Floh und bellt. Ja, sie bellt und zwar sehr fordernt!

Also lass ich das alles stehen, gehe ins Wohnzimmer und mache irgendwas anderes. Wenn Delphin sich dann wieder beruhigt hat gehe ich zurück in die Küche und in dem Moment wo sie ruhig neben mir sitzt oder im Flur liegt bekommt sie ein kleines Leckerchen aus ihrer Schüssel. Dann und nur dann gibt es für die Maus ihr Fressen. Ich stelle mir mit schrecken vor, dass ich ihr dieses Verhalten durchgehen lasse…wir würden zukünftig viel „Spaß“ haben. Sie muss wirklich bei zeiten lernen sich zu beherrschen!

Und Fiene …. So, geht man nicht mit dem „Personal“ um, ich gehe ja auch nicht in ein Restaurant und schreie den Kellner an…zumindest nicht vor dem Essen 😉

Eine Beobachtung

Fienchen geht ja immer ab wie eine Rolle Drops aber wenn etwas ihre Aufmerksamkeit erregt, setzt sie sich hin. Sei es, das ein Vogel wegfliegt oder Spaziergänger längs laufen, Jogger, ein Auto … Fienchen sitzt.

Sehr gerade, den Kopf stolz getragen, die Brust rausgestreckt sitzt sie da – gespannt und doch ruhig. Ich kann es nur mit diesem Bild beschreiben ….

Marion Kuhnt mit Golden Worker Best Finley

Das ist ihr „Onkel Finley“ und ich habe noch nie einen Hund so schön und aufmerksam sitzen sehen. Er ist neben Mama Tyra unser großes Vorbild.

Die erste Woche…

ist vorbei. Delphin hat sich eingelebt und stellt hier einiges auf den Kopf. In der ersten Woche haben wir gezielt eigentlich nur am Hier-Pfiff gearbeitet. Immer dann wenn der Flummi auf mich zurennt…kommt der Pfiff. Und die Kleine ist schnell.

Bei mir angekommen lässt sie sich von oben bis unten „abstreicheln“ und nimmt auch gerne ein Leckerchen. Jetzt gilt es weiter zu üben und die nächste Woche etwas zu planen.

  1. Wie in dieser Woche auch schon geht es nach dem Füttern in den Kennel. Die Zeit die sie schaffen sollte liegt zwischen 2-3 Stunden.
  2. Der Hier-Pfiff wird weiter *ohne Ablenkung* geübt. Ich muss jetzt darauf achten, dass „Auflösungs-Signal“ zu geben wenn sie wieder flitzen darf.
  3. Erste Sitz-Übungen. Bisher habe ich sie immer gelobt, wenn sie spontan sitz gemacht hat.
  4. Eininge wenige Schritte „Freifolge“
  5. Das >>Namensspiel<<

Das liest sich jetzt erst Mal viel. Geht man aber davon aus, dass z. Bsp. der Hier-Pfiff bei den Fütterungen gegeben wird oder auch draußen immer dann, wenn Delphin auf mich zuläuft relativiert sich dass ganze wieder.

Das >>Namensspiel<< oder „Was heißt hier „Fienchen“?

Ziel dieser Übung ist es, das der Hund seinen Namen lernt und auf ein einmaliges nennen des Namens dem Hundeführer Aufmerksamkeit zu schenken. Ausgerüstet mit besonders guten Leckerchen (15-20 Stück) warte ich bis Fienchen irgendwo schnuppert (wir befinden uns im Haus in einer relativ reizarmen Umgebung) und dann ….sage ich ihren Namen.

Wenn sie nun reagiert und in meine Richtung schaut bekommt sie sofort ein Leckerchen. Das wird dann einige Male wiederholt. Sollte sie nicht reagieren darf der Name auf keinen Fall ein weiteres Mal gerufen werden!!

Wichtig ist die Ablenkung nur ganz langsam zu steigern. Diese Übung ist wichtig für die Aufmerksamkeit und die Bindung.