Jahresprojekt | 03.22

Nu is er weg … der kleine Welpe *schluchz Mac entwickelt sich zum Junghund und der Zahnwechsel ist in vollem Gange.

In diesem Monat hat er schon richtig viel erlebt. Wir hatten Besuch von meiner Schwester mit den Nichten, er hat das junge Flat-Mädchen aus der Nachbarschaft kennengelernt, war mit mir zwei Tage als Zuschauer auf einem Seminar, hat im Hotel übernachtet und als Krönung hat er seinen ersten Urlaub mit uns gemacht. Mit dem Wohnmobil in den Harz incl. Shopping im Zoofachgeschäft und Besuch bei den Schwiegereltern.

All diese Dinge hat er richtig gut gemeistert. In Sachen Stubenreinheit kann ich vermelden … Null Unfälle im März!

Das Kerlchen weiß inzwischen genau, wie das mit dem An- und Ableinen funktioniert und benimmt sich wirklich vorbildlich.
Das „an lockerer Leine laufen“ klappt auch schon ganz gut – natürlich ohne Ablenkung.

Die Tür- / Treppen Übung geht in die nächste Runde. Wir stehen beide an der Türschwelle und ich werfe ein Spielzeug über den Absatz.
Stehe ich draußen, entferne ich mich jetzt schon ein bisschen weiter von der Treppe und ich werfe ein Spielzeug (nichts, was wegrollen könnte) neben mich.
Zu Beginn dieses Trainingsabschnitts habe ich etwas höher wertige Leckereien ausgewählt, sodass es sich für Mac lohnt nicht hinter dem Spielzeug herzujagen.

Immer noch gilt … Zeigt Mac das richtige Verhalten, bekommt er ein Leckerchen (Käse) nach hinten in den Flur gerollt. Er darf die Türschwelle nur überqueren, wenn ich das Kommando „kommen“ sage.

Auch beim Einnehmen der Fußposition sind wir weiter fortgeschritten. Mac folgt inzwischen der leeren Hand und das Leckerchen kommt aus der Tasche. Auch die Gabe des Leckerchens variiert bereits. Sofort, nach 3, 5 oder 10 Sekunden … immer unterschiedlich.
Zum Ende des Monats habe ich begonnen, einen Schritt zu gehen und er folgt in die Fußposition. Auch das in der Fußposition verharren und auf die Freigabe für das geworfene Leckerchen zu warten habe ich zeitlich etwas ausgedehnt. Ich bin durchaus zufrieden mit unseren Fortschritten.

Was üben wir noch so? Natürlich den Rückruf, ein Handtarget, das Laufen an lockerer Leine und gutes Benehmen im Haus. Vom Handtarget-Training habe ich auch noch ein kleines Video:

Ach ja, bei der Tierärztin waren wir auch und, wie sollte es anders sein, kaum steht er auf dem Tisch, hat er auch schon alle um den Finger gewickelt. 19 kg bringt der Spargeltarzan derzeit auf die Waage.


Jetzt mögt ihr euch sicher fragen …. Aber Mac ist doch ein Retriever und er soll doch apportieren … warum sehen wir davon denn hier nichts?
Eine von mir sehr geschätzte Trainerin sagt: „If you can’t get the basics right, you can’t do the sexy stuff“
Einem gut gezüchtetem Retriever liegt das Apportieren in den Genen. Wie auf einem Chip gespeichert wartet dieses Wissen nur darauf „angeschaltet“ zu werden. Was die meisten Arbeitshunde oder generell Hunde mit viel Trieb erst lernen müssen, ist abschalten. Reize tolerieren ist ein großes Thema und so lernt Mac beim Türtrainig – ganz nebenbei – Selbstbeherrschung, und zwar ohne, dass ich ihn am Dummy (Apportiergegenstand) dafür korrigieren müsste. Auch beim Üben der Fußposition und dem Warten auf die Freigabe für das geworfene Leckerchen wird dies geübt. Außerdem lernt er zu verstehen, dass es ein Kommando braucht, um loszustürmen. Da wir das jetzt schon etablieren, wird es ihm später leichter fallen, das ins Apportiertraining zu übertragen.

Vorschau: Im nächsten Monat liegt der Schwerpunkt auf den verschiedenen „Sitz“ – Kommandos …. wie verschieden? Sitz ist doch Sitz, oder? Nein, ist es nicht, aber darum geht es dann demnächst.


Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

4 Gedanken zu „Jahresprojekt | 03.22

    1. Ich danke dir ♥
      Glaub mir, ich weiß genau wie du dich manchmal fühlst…. Hetty ist ja auch so ein Itzelbritzel und immer wenn Mac mich mit seiner Ruhe überrascht und begeistert denke ich mir… „Das hast du dir jetzt aber auch verdient!“ *kicher
      Ich würde gerne mehr über deine allgemeinen Trainings mit Flint lesen, wie du manche Probleme angehst oder welche Schwierigkeiten es generell gibt.
      Spannend fand ich zum Beispiel die Aussage… er lässt sich über Futter nicht motivieren. Da habe ich spontan gedacht… Dann gäbs bei mir nichts mehr aus dem Napf, sondern nur bei der Arbeit. Das ist aber sicher nicht jedermanns Sache.
      Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächsten Beiträge zum Jahresprojekt.
      Liebe Grüße
      Ivonne

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