Jahresprojekt | 04.22

Was für ein Monat. Mac war mit im Training. Er liegt auf seinem Deckchen, während Katharina in einiger Entfernung etwas mit Jesper arbeitet. Das hat auf jeden Fall super geklappt. Im Anschluss haben wir ein bisschen Rückruf-Training gemacht.
Dabei habe ich meine Freundinnen mit seinem Trockenfutter ausgestattet und sie haben ihm die Faust mit Futter vor die Nase gehalten. Rückruf … bei mir gab es Nassfutter aus der Tube.
In der nächsten Runde hatten die beiden Spielzeuge in der Hand, um ein bisschen mehr Ablenkung zu generieren (noch kein fetziges Spiel!). Rückruf…. bei mir gab es ein wildes Spiel mit einem Felldummy.

Noch sieht die Trainingstasche von Mac eher so aus als würden wir Picknicken gehen.

Der nächste Schwerpunkt in diesem Monat war die verschiedenen Formen von „Sitz“.
* Sitz gerade an meinem linken Bein (Fußposition) – Kommando: „Left“

* Sitz, wenn ich sage „Sitz“ egal wo du bist – Kommando: „Sit“
Gebe ich Mac ein einfaches Sitz-Kommando, belohne ich ihn immer fürs Sitzen und löse aktiv auf. Die Belohnung kommt also von mir. Nach dem Auflösen gibt es eine Weile keine Belohnung, damit er sich merkt, Sitzen ist lukrativ.

* Sitz, wenn es der Hund selbst anbietet, um zum Beispiel etwas zu bekommen. Er möchte vielleicht in den Garten und setzt sich an die Tür oder er setzt sich und erwartet sein Futter. Dann ist die Belohnung einfach ein „guter Bube“ und die Tür öffnet sich oder er darf fressen. Die Belohnung ist also etwas, das der Hund sich erhofft hat.

* Sitz auf Entfernung (Sitz-Pfiff). Dreh dich um, setzt dich, schau mich an, ich habe einen Auftrag für dich. Kommando: Ein „Piiiiieeeep“ Nach diesem Sitz folgt für den Retriever immer ein Arbeitsauftrag. Wenn ich Mac also ins Sitz pfeife, lobe ich ihn sofort verbal und lege ihm einen Apportiergegenstand (Stofftier) hin. Dann gehe ich zu ihm und schicke ihn. So lernt er, dass nach diesem Pfiff immer etwas Tolles passiert.

Für das Sitz-Training habe ich inzwischen Fiene als Übungspartner aktiviert. Da sie eine sehr ruhige Hündin ist und Mac auch nicht die Hoffnung hegt, dass sie mit ihm spielt, eignet sie sich perfekt für die ersten Schritte

Was steht noch so auf dem Plan: Leinenführigkeit, Rückruf, die Garten-Benimmregeln (kein Bellen am Gartenzaun bei den Nachbarn, keine Tiefbauarbeiten, nicht über Beete rennen, sondern „außenrumm“). Das ist schon ganz schön viel für so einen kleinen Hundemann.

Ihr seht, so langsam nähern wir uns dem Thema „Apportieren“

Vorschau: Im nächsten Monat wird verstärkt am Suchen-Pfiff gearbeitet. An allem, was wir bisher erarbeitet haben, werden wir weiter trainieren. Bald beginnt die Pubertät und bis dahin werden wir das Fundament weiter festigen.


Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Jahresprojekt | 03.22

Nu is er weg … der kleine Welpe *schluchz Mac entwickelt sich zum Junghund und der Zahnwechsel ist in vollem Gange.

In diesem Monat hat er schon richtig viel erlebt. Wir hatten Besuch von meiner Schwester mit den Nichten, er hat das junge Flat-Mädchen aus der Nachbarschaft kennengelernt, war mit mir zwei Tage als Zuschauer auf einem Seminar, hat im Hotel übernachtet und als Krönung hat er seinen ersten Urlaub mit uns gemacht. Mit dem Wohnmobil in den Harz incl. Shopping im Zoofachgeschäft und Besuch bei den Schwiegereltern.

All diese Dinge hat er richtig gut gemeistert. In Sachen Stubenreinheit kann ich vermelden … Null Unfälle im März!

Das Kerlchen weiß inzwischen genau, wie das mit dem An- und Ableinen funktioniert und benimmt sich wirklich vorbildlich.
Das „an lockerer Leine laufen“ klappt auch schon ganz gut – natürlich ohne Ablenkung.

Die Tür- / Treppen Übung geht in die nächste Runde. Wir stehen beide an der Türschwelle und ich werfe ein Spielzeug über den Absatz.
Stehe ich draußen, entferne ich mich jetzt schon ein bisschen weiter von der Treppe und ich werfe ein Spielzeug (nichts, was wegrollen könnte) neben mich.
Zu Beginn dieses Trainingsabschnitts habe ich etwas höher wertige Leckereien ausgewählt, sodass es sich für Mac lohnt nicht hinter dem Spielzeug herzujagen.

Immer noch gilt … Zeigt Mac das richtige Verhalten, bekommt er ein Leckerchen (Käse) nach hinten in den Flur gerollt. Er darf die Türschwelle nur überqueren, wenn ich das Kommando „kommen“ sage.

Auch beim Einnehmen der Fußposition sind wir weiter fortgeschritten. Mac folgt inzwischen der leeren Hand und das Leckerchen kommt aus der Tasche. Auch die Gabe des Leckerchens variiert bereits. Sofort, nach 3, 5 oder 10 Sekunden … immer unterschiedlich.
Zum Ende des Monats habe ich begonnen, einen Schritt zu gehen und er folgt in die Fußposition. Auch das in der Fußposition verharren und auf die Freigabe für das geworfene Leckerchen zu warten habe ich zeitlich etwas ausgedehnt. Ich bin durchaus zufrieden mit unseren Fortschritten.

Was üben wir noch so? Natürlich den Rückruf, ein Handtarget, das Laufen an lockerer Leine und gutes Benehmen im Haus. Vom Handtarget-Training habe ich auch noch ein kleines Video:

Ach ja, bei der Tierärztin waren wir auch und, wie sollte es anders sein, kaum steht er auf dem Tisch, hat er auch schon alle um den Finger gewickelt. 19 kg bringt der Spargeltarzan derzeit auf die Waage.


Jetzt mögt ihr euch sicher fragen …. Aber Mac ist doch ein Retriever und er soll doch apportieren … warum sehen wir davon denn hier nichts?
Eine von mir sehr geschätzte Trainerin sagt: „If you can’t get the basics right, you can’t do the sexy stuff“
Einem gut gezüchtetem Retriever liegt das Apportieren in den Genen. Wie auf einem Chip gespeichert wartet dieses Wissen nur darauf „angeschaltet“ zu werden. Was die meisten Arbeitshunde oder generell Hunde mit viel Trieb erst lernen müssen, ist abschalten. Reize tolerieren ist ein großes Thema und so lernt Mac beim Türtrainig – ganz nebenbei – Selbstbeherrschung, und zwar ohne, dass ich ihn am Dummy (Apportiergegenstand) dafür korrigieren müsste. Auch beim Üben der Fußposition und dem Warten auf die Freigabe für das geworfene Leckerchen wird dies geübt. Außerdem lernt er zu verstehen, dass es ein Kommando braucht, um loszustürmen. Da wir das jetzt schon etablieren, wird es ihm später leichter fallen, das ins Apportiertraining zu übertragen.

Vorschau: Im nächsten Monat liegt der Schwerpunkt auf den verschiedenen „Sitz“ – Kommandos …. wie verschieden? Sitz ist doch Sitz, oder? Nein, ist es nicht, aber darum geht es dann demnächst.


Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Jahresprojekt | 02.22

Na, ist euer Februar auch nur so vorbeigezischt? Hier gleichen sich die Tage einerseits, damit für uns alle eine Routine entsteht und doch gibt es jeden Tag etwas Neues, weil Mac sich eben rasend schnell entwickelt und natürlich auch jeden Tag dazulernt.

Das vorherrschende Thema im Januar war ja die Erziehung zur Stubenreinheit. Hier können wir vermelden, dass der kleine Mann wirklich keinen einzigen Unfall in diesen vier Wochen hatte. Er meldet sich zwar noch nicht, wenn er sich in der Wohnung bewegt, aber ich bringe ihn inzwischen alle 2-3 Stunden raus und das schafft er.

Außerdem war er schon einige Male kurz alleine. Nach einem kleinen Spaziergang und anschließendem Fressen kommt er in seine Box und schläft und das tut er auch wirklich. Ich habe tatsächlich mal eine Kamera laufen lassen und nach zweimal fiepen hat er sich zusammengerollt und geruht.

Viele Dinge haben wir weiter gefestigt. So sitzt er immer ganz brav auf seinem Placeboard und wartet auf sein Fressen. Auch zum An- und Ableinen sitz er dort und lässt das ganz in Ruhe geschehen.

Diesen Monat habe ich zwei Videos für das Jahresprojekt gemacht. Bei dem ersten handelt es sich um die Fortsetzung unseres „Tür-Trainings“. Den Beginn davon konnte man bereits im Vorstellungspost sehen. Auf dem Weg, unser Haus bzw. das Grundstück zu verlassen, gibt es drei sichtbare Grenzen. Die Schwelle der Haustür, den obersten Treppenabsatz und die Bordsteinkante zur Straße. Derzeit üben wir an den ersten beiden Schwellen. Ziel ist es, dass der Hund diese Grenzen nur nach Aufforderung übertritt und das später auch bei größter Ablenkung (Kinder, die Rad fahren, Ball spielen, Tennis, Federball oder einfach hin und her rennen, Nachbars Katze, andere Hunde, Vögel, die ausgebüxten Hühner usw.).

Noch üben wir mit keiner bis wenig Ablenkung. Zeigt Mac das richtige Verhalten, bekommt er ein Leckerchen (sein normales Trockenfutter) nach hinten in den Flur gerollt. Er darf die Türschwelle nur überqueren, wenn ich das Kommando „kommen“ sage.

Im Moment dienen nur Leckerchen als Ablenkung, die ich dann mal auf den Treppenabsatz lege, oder neben mich fallen lasse. Das hat er hier schon sehr gut gemeistert.

Da sich der Pimpf inzwischen gut eingelebt hat, einen guten Schlafrhythmus hat und auch sonst den Eindruck erweckt, dass er hier angekommen ist, habe ich mit dem kleinen 1 x 1 des Retrieverdaseins oder wie ich es auch gerne nenne … der Ursuppe begonnen.
Das Einnehmen der Fußposition.

Ziel ist es, dass sich der Hund ganz gerade ans Bein setzt und später auch unter größter Ablenkung diesen Platz nicht ohne Kommando verlässt. Noch üben wir das nur im Hausflur. In einigen Tagen werde ich das Kommando „Left“ für das Einnehmen der Position einführen. Das Leckerchen in der Hand wird abgebaut und dann auch nach und nach die ausladende Armbewegung.

Jetzt gibt es noch einen kleinen Exkurs über Belohnungen. Ja, ich arbeite viel mit Leckerchen. Einfach aus dem Grund, dass meine Hunde kleine Fresssäcke sind und sich mit Futter wirklich gut belohnen lassen. Allerdings habe ich viele Abstufungen.

  1. Trockenfutter
  2. Klicker-Futter Lachs (halbiere ich noch)
  3. Trainingshappen
  4. gepresster Trockenfisch
  5. schnittfeste Trainingswurst (feucht)
  6. Tube zum Befüllen mit Nassfutter (GoToob) Meine Tube habe ich schon seit 2011 und hatte auch bereits darüber berichtet.


Für die Übungen auf den Videos gibt es das normale Trockenfutter. Mac verdient sich also einen Teil seiner Mahlzeiten durch Arbeit.
Beim Einnehmen der Fußposition arbeite ich mit zwei verschiedenen Sorten von Futter. Trockenfutter und ein etwas besseres Leckerchen.
Die bessere Leckerei gibt es bei mir am Bein, das Trockenfutter werfe ich. So ist der Platz neben mir besser, als der wegfliegende Keks.
Wenn ich zum Beispiel den Rückruf belohne, gibt es immer etwas besonders Hochwertiges… Leberwurst oder etwas Nassfutter aus der Tube. Aber da kommen durchaus auch andere Belohnungsarten zum Zuge, wie zum Beispiel ein Spiel mit dem Tau.
Ich wäge immer ab, wovon ich Mac gerade abrufe. Schnüffelt er im hohen Gras, darf er bei mir seine Leckerchen im Gras suchen. War er gerade am Flitzen und er kommt zu mir, gibt es bei mir ein kleines Spiel. Ich versuche also sehr variabel zu belohnen, damit sich Mac nie sicher sein kann, dass er nicht etwas Tolles verpasst, falls er nicht zu mir kommt.

Schon jetzt sieht man, wie rasend schnell sich der kleine Kerl entwickelt. Er wächst und lernt jeden Tag und ich freu mich wie Bolle, dass er hier ist.
Falls ihr Fragen habt, immer her damit. Nicht jeder, der hier liest, ist ja in der Retrieverwelt unterwegs und weiß, warum wir dieses oder jenes üben.


Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.