Hier-Pfiff für Fortgeschrittene

Eben sind meine Geschwister wieder nach Hause gefahren. Nach einem lustigen Abend und einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse sind meine Schwester und ich mit Fienchen auf „unsere“ Wiese gegangen. Ausgestattet mit verschiedenen Spielzeugen und unterschiedlichsten Leckerchen wollte ich „testen“, wie viel Ablenkung unser Hier-Pfiff schon verträgt.

Wenn ich alleine mit Fienchen bin kommt sie auf den Doppelpfiff sehr zuverlässig angeflitzt nun sollte es etwas schwieriger werden. Die Kleine hat unterschiedliche Spielzeuge auf die sie auch unterschiedlich abfährt. Eines ihrer liebsten ist ein kleines Zergeltau und das beste ist ein Ball an einer Schnur. Das was sie am wenigsten aufregt ist ein Tennisball. Also haben wir mit genau diesem angefangen.

  • Meine Schwester steht auf der Wiese und wirft den Tennisball von einer Hand in die andere und ein bisschen hoch. Fienchen guckt und hüpft ein bisschen mit. Ich stehe ca. 15 Meter entfernt ….. Doppelpfiff ….. und die Maus kommt angedüst. Zur Belohnung gabs ein kurzes Zergelspiel mit ihrem Tau.
  • Ich lasse Fienchen absitzen und gehe mit dem Tau zu meiner Schwester, sacke den Ball ein und gebe ihr das Tau. Danach gehe ich zurück zu Fiene, gebe nochmal das Sitz-Kommando und meine Schwester ruft. Sie sitzt, guckt mich an und bekommt von mir die Freigabe („und ab“). Sei läuft zu meiner Schwester. Diese steht relativ ruhig und Fienchen schnappt das Tau und zergelt alleine etwas daran herum. ….. Doppelpfiff ….. und wieder lässt sie Alles stehen und liegen um zu mir zu kommen. Diesmal durft sie den Ball am Seil schnappen und mit zur Belohnung eine Runde rennen.
  • Als letzte Übung habe ich meine Schwester gebeten, mit dem Tau und Fienchen mal ein bisschen Betrieb zu machen. Bewusst habe ich sie einige Sekunden wild spielen lassen …. Doppelpfiff ….. zack sitzt sie bei mir. Zur Belohnung gabs dann den Jackpot. Getrocknete Leber, das ist der absolute Leckerbissen.

Ich bin sehr erstaunt, dass sie trotz dieser Ablenkung so zuverlässig gekommen ist. Das heißt für mich, dass wir beim Üben jetzt bewusst „Verleitungen“ einbauen können. Das Training für den Hier-Pfiff geht also in die nächste Runde.

Was für ein Tag…

Also ich kann euch sagen heute war ein ja voll was los hier. Heute morgen durfte ich mit Frauchen Cosma und Hannes auf eine Runde gehen. Normalerweise geht Frauchen mit mir allein oder höchstens die Cosma mit dabei… Die spielt nämlich nicht mit mir und so kann Frauchen mich zwischendurch abrufen … Cosma als Ablenkung aber noch nicht zu viel davon!

Was ich derzeit besonders klasse finde ist, dass die Bauern die Feldwege noch nicht gemäht haben, da kann ich nach Herzenslust durch das hohe Gras flitzen und toben.

Nun waren also meine beiden schwarzen Labbi-Kumpels und ich auf der Pirsch und plötzlich springen 4 große braune Tiere auf und rennen und hüpfen von uns weg. Beim Laufen haben sie ganz komische Geräusche von sich gegeben…

Hab-Acht-Stellung!

Dann war heute Nacht auch wieder die Zahnfee da! Also, wenn ich die erwische! Die schleicht sich in meine Box und klaut meine Zähne! Wie ich aussehe, was sollen denn meine Kumpels denken?!

Zahnlose Emma!

Und obwohl Cosma und Hannes mit waren haben Frauchen und ich das „Tüt-Tüt“ Spiel gespielt. Ihr wisst schon, sie macht Musik und ich komme angeflitzt.

"Tüt-Tüt"

Hatte ich euch schon gesagt, dass ich die Cosma ganz lieb habe ….

Knutscher!

Heute Nachmittag war ich dann nochmal mit Hannes zum Üben draußen. Frauchen hatte Stangen in die Erde gesteckt und dann sind Herrchen und Hannes und ich mit Frauchen um diese Stangen gelaufen… Hmm, ich durfte gar nicht schnuppern und dann musste ich Sitz machen, und bleiben. Dann weiter laufen, vor Herrchen stehen bleiben…Begrüßungsübung nennt Frauchen das.

Weiter gehts mit aufmerksam an der Leine laufen, Richtungswechseln und wieder sitz und bleib! Erst sind Hannes und ich in die selbe Richtung gelaufen aber dann hat Herrchen sich umgedreht und Hannes und ich sind uns dann begegnet.

Frauchen war sehr zufrieden mit ihren Schätzen und dann durften Hannes und ich noch ein bisschen spielen.

Familienfoto

Das „Tierarzt-Übungsprogramm“

Ja, auch der Besuch beim Doc will geübt werden. Da ja das Wetter derzeit sehr bescheiden ist hat man ja mehrmals am Tag die Gelegenheit den Hund trocken zu rubbeln und die Pfötchen sauber zu machen.

Wärend wir dies tun wird fleißig geclickt. Pfötchen aufs Handtuch legen – click & B… das andere Pfötchen – click & B. Öhrchen abtrocknen und dabei reingucken lassen – click & B. Dann nehme ich ein Leckechen in den Mund, die Maus guckt mich an, ich kontrolliere ihre Augen – click & B. Und zum Schluss die Zähne. Im Moment ziehe ich ihr nur so ein bisschen die Leftzen an beiden Seiten und dann vorne hoch. Da sie ja im Moment im Zahnwechsel ist möchte ich ihr da nicht unnötig am Fang rummachen um ihr Schnäutzchen aufzumachen.

Inzwischen sitzt sie sehr brav und lässt alles überprüfen. Dann locke ich sie zum hinlegen und sage „Zeig mir dein Bäuchlein“ und schwups dreht sie sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch abrubbeln und streicheln.

Heute habe ich sie auch mal wieder mit der sehr gefährlichen Hundebürste bearbeitet… die ist ihr schon noch ein bisschen unheimlich!

Bald müssen wir mal die Pfoten und die Rutenspitze trimmen auch Krallenschneiden …. mal sehen was Delphin davon hält?