Wie wir ja beim BLC erfahren haben gehört das Überwasservoranschicken zu den Dingen, die auf unserer Prioritätenliste ganz nach Oben rutschen sollten.
Ich war daher vor ein paar Tagen und heute an der Haune um eine bestimmte Übung in zwei verschiedenen Varianten zu versuchen.
1. Das Voranschicken über Wasser – wobei das zu überwindende Gewässer am Ende der Laufstrecke liegt und die Dummys direkt am Ufer.
Da Fiene mich beim Werfen der Dummys beobachtet hat, konnte ich bei dieser Übung richtig Meter machen. Die komplette Laufstrecke waren am Schluß 125 Meter. (Video schon online bei FB)
2. Das Voranschicken über Wasser – das zu überwindende Gewässer befindet sich am Anfang der Laufstrecke und nach dem Gewässer muss noch ein langes Stück gerannt werden.
War beim ersten Voran der Helfer (Gott sei Dank mit weißer Jacke) noch gut zu sehen war er beim zweiten Mal dann versteckt.
Bei beiden Vorans blieb Fiene direkt nach der Überquerung des Wasser, oben an der Uferkante stehen und ich musste ihr mehrere „Vorans“ hinterherwerfen bis sie weiter lief.
Die Laufstrecke war für diese Übung viel zu weit gewählt (mich selber in den Ar… beiß) dacht ich doch tatsächlich, dass es „andersrum“ auch funktionieren würde. Beim nächsten Mal wird der Helfer mit dem Stäbchen „wandern“ – 30 Meter nach dem Überqueren, 40 Meter usw., dass sie wirklich direkt nach dem Fluß weiterrennt. Außerdem werde ich darauf achten, dass sie das Stäbchen richtig gut sieht. Also … bis zum nächsten Mähen warten.
Sulzbach Rosenberg – Die kleine Schwester von Tante Google – Google Maps sagt: 278 Kilometer
Wie wir ja alle wissen, ist aus dem Vorsatz „Für einen WT fahr ich nicht weiter als 150 Km“ nix geworden. War ja auch wirklich illusorisch und ich glaube auch, dass er eher dazu diente meinen Mann ganz behutsam auf die tatsächlichen Entfernungen einzustimmen. Hat ja geklappt 😉
Nun habe ich aber immer noch das Problem, dass Fiene und Autofahren nicht wirklich gut harmoniert. Nein, sie bricht nicht aber wirklich wohl fühlen tut sie sich auch nicht. Es ist zwar schon erheblich besser geworden aber ich fürchte nach einer knapp 300 Kilometer langen Fahrt brauchen wir nicht direkt an den Start zu gehen. Es gilt also Übernachtungsmöglichkeiten zu finden und … war für ein genialer Zufall … bedeutet der Weg über Ebern nur den winzigen Umweg von 30 Km … darauf kommt es ja nun wirklich nicht mehr an.
Somit kamen Fiene und ich nicht nur in den Genuß wieder einen uns noch unbekannten WT zu besuchen, sondern auch bei Anke zu übernachten und mit ihr gemeinsam am Samstag nach Sulzbach Rosenberg zu fahren. So wie ich mich für die Open als Helfer gemeldet hatte, die am Samstag nach den Fortgeschrittenen gerichtet wurden, hatte Anke sich für den kompletten Samstag als Helferlein verpflichtet um sich selbst für Sonntag einen Startplatz zu sichern.
Das Auto packen war diesmal etwas anders als sonst. Frau muss ja immer auf alles vorbereitet sein, so klamottentechnisch gesehen. Kalt, warm, mittel warm, nass, Eiszeit, aus versehen in Matsch gefallen … Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Daher sieht es auch immer mehr nach Auszug denn nach Ausflug aus.
Heuer hab ich mehr aus dem Auto rausgezerrt als reingepackt. Einzig neue Reisebegleiter waren eine Kühlbox, ein 10 l Wasserkanister und eine Styrophor-Thermobox … ich hab nachgerechnet … insgesamt hatte ich 30 Liter Wasser mit … bei den zu erwartenden Temperaturen schien mir das wirklich nötig zu sein.
Also wirklich, ich kann mir keinen besseren Start in ein Working Test Wochenende vorstellen. Geiles Wetter, freie Autobahn einen gültigen Passier- und Aufenthaltsschein für das Königreich Franken nebst Schlafplatz.
Als ich auf den Hof fuhr wurde ich schon von den Zwei- und Vierbeinern in Empfang genommen und nur einen Moment später waren wir mit Freunden unterwegs in den Biergarten …
Es ist eine wirklich gute Taktik vor einem WT etwas länger wach zu bleiben und ein wenig Radler zu schlürfen. Man verbringt die verbliebenen Nachtstunden dann auch tatsächlich mit schlafen und nicht mit umherwälzen und grübeln. Trotzdem war es kein Vergnügen als der Wecker klingelte und auch in Fienes Gesicht habe ich schon deutlich mehr Begeisterung ablesen können.
Aber wie immer, kneifen gilt nicht und so zuckelten wir um 6 los. Ich wollte einige Kilometer vor dem Ziel noch gemütlich ein Ründchen mit Fiene drehen und sie zwei, drei Dummys arbeiten lassen um ihr vorab nochmal ins Gedächtnis zu rufen, weshalb wir denn nun eigentlich unterwegs sind.
Wir ergatterten einen guten Schattenparkplatz im Wald, packten unser gesamtes Geraffel was heute aus vielen Litern Wasser bestand und machten uns auf zur Anmeldung.
Dann schwor mich Coach Anke nochmal ein:
1. Ein guter Hundeführer gibt nie auf!
2. Der Hund macht Nix falsch – er nur einen anderen Plan!
3. Du gehst nicht mit 20 Punkten in die Aufgabe, sondern mit 0!
Jawohl! Und so stiefelten wir los in Richtung Aufgabe 4 / 5. Dort begann für Fiene und mich der BLC
Aufgabe 4 – Rainer Scesny
M1 ca. 55 Meter – M2 ca. 20 Meter – gemessen mit Tools von google earth
Das Team steht auf einem Trampelpfad mit Blick auf das Wasser. Der Helfer gibt einen Schuß ab und wirft das Dummy in einem hohen Bogen auf die Insel. Bei uns ist der Wurf ein bisschen missglückt und das Dummy fiel an den Rand der Insel und platschte ins Wasser.
Danach dreht man sich um 90° und der Helfer (H2) wirft ebenfalls nach einem Schuß M2. Ein ganz kurzer Wurf neben den Weg.
So liefs bei uns:
WASSER … gleich in der ersten Aufgabe! Na, klasse! Ich versuchte mich nicht unnötig verrückt zu machen und schüttet Fiene die ersten 1,5 Liter Wasser über den Körper. Nochmal sollte mir der Fehler vom Spessart Cup nicht passieren, dass sie sich so „ziert“.
Ein guter Hundeführer gibt nie auf, ein guter Hundeführer gibt nie auf…. fängst mit 0 Punkten an …. hat nur nen anderen Plan …. ich betete mein Mantra vor mich hin und näherte mich dem Startpunkt.
Guten Tag, guten Tag, Hände schütteln, Aufgabe erklärt und mir rutschte das Herz in die Hose. Los…
Schuß – M1 fällt. Wir drehen uns. Schuß – M2 fällt. Wir erhalten die Freigabe. „Fetch it“ und Fiene donnert los in das Gebüsch und ist … weg!
Rainer geht zur Helferin und guckt in den Bewuchs … „Sie ist nicht im Fallbereich!“ … Gedankenblase über meinem Kopf „Ach Was !!??“ … Ähhh, Tüt-Tüt …. Zack, Fiene hüpfte über den Fallbereich und stand wieder auf dem Trampelpfad. Linke Hand raus – Suchenpfiff. „Ach soooo, das Popelmark willst du“ und dann war sie auch wieder da mit dem grünen Säckchen.
Ausrichten auf M2. Fiene zwitscherte los. Ging ins Wasser, lief und wurde langsamer. Ich den Arm hoch, Tüüüt – back! Ja…. und sie ging weiter. Man sah ihr an, dass sie nur noch eine wage Idee hatte, doch dann sah sie den Helfer und lief / schwamm erst mal auf diesen zu. Von da aus drehte sie im 90° Winkel ab und steuerte auf die Insel zu und pickte ihr Dummy. Toll markiert und gemerkt sieht echt anders aus 😉
[7 Punkte]
Als Fiene 3/4 des Rückweges geschafft hatte passierte folgendes:
Aufgabe 5 – Rainer Scesny
Der Helfer H1 gab erneut einen Schuß ab und ließ ein Dummy vor sich in den Uferbewuchs (flache Binsen) fallen. Der Hund hatte kaum eine Chance das zu sehen und auch Rainer erklärte es als beschossenes Blind. Wir sollten halt sehen können, wo es liegt.
Nach der Abgabe von M2 musste man erneut die Freigabe für Aufgabe 5 abwarten.
B1 ca. 45 Meter – gemessen mit Tools von Google earth
So liefs bei uns:
Fiene nahm das Wasser wieder sofort an und steuerte auch schön auf das Blind zu… bis sie sich überlegte, dass es sich sicher um ein Memory handelt und sie wieder zu der Insel schwimmen soll. Da sie noch nicht genug Tiefe hat ließ ich sie zuerst mal ein Stück machen. Dann Tüüüt – „Out – nach rechts“. Sie war brav und ging rüber. Dann zwei, drei Mal den Suchenpfiff und schwupp war sie mit Dummy Nr.3 zurück und ich ….
war total happy! Ich hätte sofort heimfahren können um das tolle Gefühl zu konservieren.
[15 Punkte]
Weiter gings. Nun mussten wir den ganzen Weg zurück und die Sonne hatte kein Erbarmen. Unser Weg führte uns zu
Aufgabe 1 – Declan Boyle
Beim ersten Startpunkt leinte man den Hund ab. Es folgte ein kleiner Walk Up dann „Brrrrrte“ der Helfer und warf das Mark M1 auf die Wiese. Danach war das unbeschossene Blind B1 zu arbeiten.
So liefs bei uns:
Fußarbeit – super. Das Mark fällt und ich lasse Fiene und mir genug Zeit damit wir uns die Fallstelle einprägen können. Dann drehe ich sie ruhig weg und richte sie auf das Blind aus. „Get Out“ Sie geht raus auf der Hälfte schicke ich ihr noch ein „Voooran“ hinterher und sie kommt etwas zu weit links am Wald an. Tüüüt – „Out – nach rechts“ … und weiter „Out – nach rechts“ Suchenpfiff – Fiene ist mit dem Blind auf dem Rückweg.
Jetzt die Markierung. Konzentration….. „Fetch it“ – Sie geht richtig schön raus, überwindet die kleine Kuppe und sucht …. sich an einem Gänseblümchen fest … *urgs* Ich halte den rechten Arm raus – Suchenpfiff – Ach, da war doch noch was… Und das Mark ist bei mir 🙂
[15Punkte]
Aufgabe 2 – Roy Rankin
Bis B1 ca. 50 Meter – gemessen mit Tools von Google earth
Man steht am Ufer und bekommt erklärt wo das Blind liegt.
Die ersten 20 Meter konnten die Hunde durchs Wasser laufen bis zur Bewuchsgrenze der Binsen. Dann ca. 30 Meter schwimmen. Am anderen Ufer mussten sie noch 2 – 3 Meter tiefer ins Gelände und dann „nur noch“ finden.
So liefs bei uns:
Ich konzentrierte mich wie verrückt auf den beschriebenen Punkt. Ich wartete ab bis ich das Gefühl hatte, dass Fiene genug Spannung aufgebaut hat und dann … „Get Out!“ Sie düste los, rannte durchs Wasser und dann hing sie sich an der Geländekante (den Binsen) auf. Alle meine Versuche sie weiter zu schicken missglückten. Sie konnte sich einfach nicht überwinden weiter zu schwimmen. Ein guter Hundeführer gibt nicht auf… so hörte ich Ankes Stimme … und tatsächlich versuchte ich es so lange bis ich zum ersten Mal auf einem WT hörte … „Call your dog“ OK …
Ich rief Fiene rein und knuddelte sie sofort durch. Die Null, da war sie …
[0Punkte]
ABER auch hier kann ich nicht wirklich enttäuscht sein. Voran auf ein Vollblind mit einer so langen Strecke über Wasser. Wo können wir denn sowas schon trainieren… Was der Hund nicht kennt – kann man auch nicht erwarten.
Getreu dem Motto: Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten – Weitergehen! machten wir uns auf den Weg zur letzten Station.
Aufgabe 3 – Damian Newman
M1 ca. 30 Meter – M2 ca. 60 Meter gemessen mit Tools von Google earth
Es fallen zwei Markierungen mit Schuß. Zuerst M1 kurz, dann M2 in die Verlängerung. Nach Freigabe ist zu schicken.
So liefs bei uns:
Schon als ich zum Richter kam, guckte mich Anke erwartungsvoll an. Uuuuuuuund???? Ich „beichtete“ unsere Null und stellte mich zum Richter. Dieser erklärte mir in Ruhe die Aufgabe. In der Zwischenzeit saß Fiene perfekt am Fuß und verrenkte sich den Kopf nach Anke!
Wer wissen möchte wie das aussieht muss sich nur mal die Schlafbilder vom Goldmurkel angucken. Die Chance, dass sie so markiert liegt bei Nullkommanull!! Ich also schnell den Finger vor ihre Nase und in Richtung des Marks gezeigt und zum Glück hat sie auch noch geguckt.
Ich richtete Fiene aus – „Fetch it“ In Höhe der ersten Fallstelle – Suchenpfiff – Punktlandung beim zweiten taten wir uns dann ein bisschen schwer. Fiene saugte sich an der alten Fallstelle fest und ich legte beim Handeln nicht wirklich eine Glanzleistung hin. Ich war sicher noch ein bisschen durch von unserem erfolglosen Einweisemarathon bei dem Wasserblind und war dann heilfroh, dass Fiene noch tief genug ins Gelände gegangen ist um mir das letzte Dummy des Tages zu bringen.
Danach gabs noch vom Richter gehörig eins auf den Deckel… mit Recht .. wie gesagt.. ich sah sicher aus wie ein Verkehrspolizist auf Speed in der Rushhour… So what der Tag war gelaufen und ich im Grunde mehr als zufrieden.
[14 Punkte]
Nun hieß es warten. Nach einer Stärkung brachte ich Fiene ins Auto. Dieses stand, wie schon anfangs gesagt, den ganzen Vormittag im Schatten und war zudem noch mit Plane und Laken abgedeckt. Die Seitentür und die Heckklappe blieben offen und so konnte es der Murkel gut aushalten.
Ich ging zurück ins Gelände um meinen Helferposten in der Open-Klasse zu beziehen. Und ich hatte einen genialen Platz
Bavarion Lions Cup 2014, Open
Aufgabe 2: Roy Rankin
Es wurde eine Verleitmarkierung mit „brrrt brrrt“ geworfen, die nicht zu holen war. Zu arbeiten war nur das unbeschossene Blind im letzten drittel der Landzunge.
Ich saß also im Schatten auf der Insel und legte das Blind aus. Ich habe aus meinem „Versteck“ sowohl die Hunde als auch die Hundeführer sehen können und das war wirklich spannend.
Der Tag ging ratz fatz dem Ende zu. Nachgerechnet habe ich fast 5 Liter Wasser getrunken und ich war froh, als Anke und ich wieder bei ihr zu Hause angekommen waren.
Natürlich hat der Goldmurkel auf diesmal den verdienten Cheeseburger bekommen. Wir haben uns erneut steigern können. Von 5 Aufgaben nur eine Null und die auch nur mangels Trainingsmöglichkeit. Wer weiß, wenn es an dem Tag keine zweite Wasseraufgabe gegeben hätte…. oder das Blind beschossen gewesen wäre…
Hätte, hätte Fahrradkette! Beim nächsten Mal nehmen wir uns einfach wieder vor es zu schaffen und geben unser bestes!
Ich möchte mich bei allen bedanken die für das Gelingen eines solchen Tages viele Stunden Zeit investieren. Der Sonderleitung und dem dazugehörigen Team, den Richtern für die schönen Aufgaben die der Fortgeschrittenen Klasse wirklich angemessen waren, den Helfern die unermüdlich ausgelegt, geschossen und geworfen haben, den Reviergebern und nicht zuletzt den Teilnehmen… Es war ein schöner Tag mit euch.
Schon nach meinem ersten Teamstart beim Nord Cup 2012 war mir klar, dass diese Form von Workingtest wohl mein Favorit werden wird. Zu meinem Leidwesen werden Team-WT’s zumeist als F /O Wettbewerbe ausgeschrieben und so fehlte es uns einfach an der nötigen Qualifikation.
Dann wurde der Biber Cup 2014 ausgeschrieben und für Anke und mich war sofort klar, DA wollen wir unbedingt hin. Die Findungsphase war etwas unorthodox und auch etwas holprig. Musste doch der gefunden O Starter kurz vor der Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auch unser „Ersatzhund“ viel verletzt aus.
Wir suchten weiter und als wir die Hoffnung schon fast aufgeben wollten, rief Anke an und sagte … die Nina, die Nina wird unser O Partner! Man was haben wir uns gefreut. Immer noch waren die Unwegsamkeiten aber nicht vorbei. Ninas Hund bekam 2 Tage vor dem WT „Magen“ und so lieh sie sich den Hund ihres Mannes aus. An dieser Stelle heißen Dank an Denny und auch die Sonderleitung des Biber Cups, die den Hundewechsel sofort abgesegnet hat.
Die Anreise nach Weißenhorn verlief problemlos und wir checkten in unserem Hotel ein. Wir hatten uns wirklich was gegönnt und es hat sich gelohnt. Wir haben fürstlich geschlemmt und Cocktails geschlürft … da fahren wir wieder hin!
Der Morgen verlief extrem entspannt. Frühstücken, Hunde lüften, Anfahrt, … alles easy. Anmelden, Begrüßung und die tröstliche Erkenntnis, es wird keine Wasseraufgabe geben, dem Froschlaich sei Dank… dann ging es los…
Aufgabe 1 – Petra Beringer
1. Schütze (S1) schießt, Werfer (W1) wirft eine Markierung (M1) von links nach rechts (Entfernung ca. 100 m)
2. Schütze (S2) gibt einen Schuss ab, der Werfer (W2) steht rechts und wirft eine Markierung (M2) von rechts nach links vor einen Schlehenbusch (Fallstelle in einer Senke, nicht sichtig, Entfernung ca. 50 m).
3. Schütze/Werfer (S/W3) wirft eine weitere Markierung (M3) an einen Graben (Entfernung ca. 60 m).
Die Aufgabe wird vorab erklärt, das Team darf frei wählen wie und in welcher Reihenfolge die Marks geholt werden und sich entsprechend positionieren (P1-P3).
Der A-Hund durfte angeleint werden, sobald sein Dummy drin war.
Hier das Gelände im Original:
1. Biscuit M2, 2. Tahto M1, 3. Fiene M3.
Super Wurf! Das Dummy flog und „zappelt“ noch durch die Äste der Büsche nach unten. Fiene hat also lang genug den Aufprall verfolgen können.
Erst waren aber die anderen dran. Biscuit düste los und hatte ihr Dummy super schnell. Nina und Tahto hatten wirklich ihre Last – Tahto war doch mehr als erstaunt, dass er heute mir Frauchen arbeiten sollte und so dauerte es länger bis Fiene und ich loslegen konnten. Ich richtete sie gut aus und es sah auch so aus als ob sie zielgenau in den Fallbereich rennt. Doch dort angekommen, dümpelte sie dort rum und lief plötzlich ganz woanders hin. Jetzt fing ich an zu handeln und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir unser Dummy hatten.
Aber … wir hatten es 🙂
Aufgabe 2 – Jörg Mente
Das Team walkt ca. 10 Meter (bis zur gestrichelten Linie), bis ein Schuss fällt (Schütze S). Anschließend fallen drei Markierungen:
1. M1 geworfen von W1 (Entfernung ca. 80 m; Fallstelle vor/in/hinter einen Wassergraben – je nachdem wie der Wurf gelungen war; landete das Dummy im Graben, trieb es u.U. einige Meter nach links ab)
2. M2 geworfen von W1 (Entfernung ca. 70 m)
3. M3 geworfen von W2 (Entfernung ca. 40-50 m)
Das Team darf selbst entscheiden, von wem und in welcher Reihenfolge die Marks geholt werden.
Ursprünglich sollte Fiene M1 holen. Als wir dort standen war sie aber so auf M2 fixiert, dass ich mich kurz mit Nina abstimmte und wir tauschten.
Ich schickte Fiene also auf M2, sie ging ein bisschen tief, gestoppt, herangerufen, Suchenpfiff rechts… zack Dummy drin.
Aufgabe 3 – Guy Matter
Die Position des Teams sowie Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben:
links A, in der Mitte O, rechts F.
1. Der Schütze (S) gibt von der linken Position einen Schuss nach links ab, daraufhin wirft W1 die erste Markierung M1 (Entfernung ca. 60 m).
2. Der Schütze bewegt sich nach rechts und schießt von seiner neuen Position nach rechts, woraufhin W2 die Markierung M2 (Entfernung ca. 70 m) wirft.
3. Der O-Hund arbeitet zuerst das Blind auf dem Feld (Entfernung ca. 80-100 m).
4. Der F-Hund arbeitet das rechte Mark (M2).
5. Der A-Hund arbeitet das linke Mark (M1).
Das Gelände im Original (von links nach rechts):
Auch hier haben wir ein bisschen Handling benötigt bis das Dummy drin war. Wir schreiben als auf die To-Do Liste… Markierungen und lange Memorys!!
Aufgabe 6 – Guy Matter
Das Team wird vom Richter auf einem Feldweg positioniert (links A, Mitte F, rechts O) und soll abwarten, was passiert. Zuerst fällt ein Schuss (Schütze S1) und eine Markierung (M). Kurz darauf fällt ein weiterer Schuss (S2) schräg links hinter dem Team.
1. Dem A-Gespann wird erläutert, dass an der Ecke des Waldes ein Blind (B1) liegt, welches vom A-Hund geholt werden soll (Entfernung ca. 50 m). Danach darf angeleint werden.
2. Der Richter fordert vom O-Hund die Markierung (Entfernung ca. 90 m).
3. Dem F-Gespann wird erklärt, wo das unbeschossene Blind (B2) liegt, welches der F-Hund holen soll (Entfernung ca. 70 m).
Tja, wenn man dem Richter aufmerksam zuhört, dann hat man auch eher eine Ahnung, wo man den Hund hinschicken soll. Ich war der Meinung, Herr Matter habe ein Gebiet beschrieben… tatsächlich war es aber eher ein Punkt. Daher ließ ich Fiene etwas tiefer ins Gelände gehen aber sie hat das Blind trotzdem (für mich) schön gearbeitet.
Aufgabe 5 – Jörg Mente
Die Aufgabe wird vorab erklärt, Position der Teams und Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben.
1. Wenige Meter vor dem Team wird von W1 mit Brrrt-Brrt eine Verleitung (x) in den an den Feldweg angrenzenden hohen Bewuchs geworfen.
2. Ein Schütze (S1) beschießt ein am linken Wegrand liegendes Blind (B1).
3. Das A-Gespann walkt daraufhin auf Höhe von W1 und holt B1 (Entfernung ca. 20 m). Anschließend wieder frei bei Fuß zurück in die Line. Danach darf angeleint werden und das A-Gespann kann die Aufgabe verlassen.
4. Das Blind (B2) wird vom Schützen (S2) beschossen (das Dummy liegt etwa 4 Meter links vom Weg im hohen Bewuchs).
5. Das Blind (B3) wird vom Schützen (S3) beschossen (das Dummy liegt am linken Wegrand).
6. F-Hund arbeitet B2.
7. O-Hund arbeitet B3.
(Die Entfernungen zu B2 und B3 würde ich so auf ca. 25 – 30 Meter schätzen.
Links im Bild die “Verleitungsfrau”, rechts am Wegrand die Schützen:
Nun gut, das wird definitiv nicht meine Lieblingsaufgabe. Ich schickte Fiene gerade aus und auf Höhe der Helferin dann nach links in dieses Gesträuch. Da ich sie nicht gesehen habe, hab ich mir außer einem Suchenpfiff als ich auf der vom Richter beschriebenen Höhe war nichts weiter gemacht. Es hat dann aber ewig gedauert, bis sie das Gebiet durchforstet hatte und mit Dummy wieder bei mir war.
Aufgabe 4 – Petra Beringer
Die Aufgabe wird vorab erklärt, Position der Teams und Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben. Das Team walkt los, nach einigen Metern macht ein Helfer (S1) im Rücken der Line ein Geräusch – dieses ist für das F-Gespann und markiert die Stelle eines Blinds. Das Team läuft weiter bis zur gestrichelten Linie. Von dort geht das A-Gespann parallel mit einem Schützen (S2) weiter, bis dieser einen Schuss in ein Gebüsch abgibt.
1. A-Hund arbeitet Blind (B3) aus dem Gebüsch und darf danach anleinen (Entfernung ca. 20 m).
2. F-Hund arbeitet Blind (B1) aus der Hecke (Entfernung ca. 60 m).
3. O-Hund arbeitet Blind (B2) aus dem Totgras am Ende der Wiese (Entfernung ca. 90 m).
Diese Aufgabe werde ich wohl in meinem ganzen Hundeführerleben nie vergessen. Alles ging richtig gut los. Auf „Get Out“ stürmte Fiene los, lies sich auf Höhe des von der Richterin erklärten Punktes stoppen und auch in die Hecke schicken. Suchenpfiff! Was dann folgte lässt sich nur schwer beschreiben. Immer und immer wieder kam Fiene ohne Dummy aus der Deckung und immer und immer wieder stoppte ich sie, schickte sie „back“ – „out nach rechts“.
Sie hat wirklich zig Kommandos angenommen bis sie die Öhrchen anlegte und versuchte zu mir zu kommen und dann kam Ninas große Stunde… „NEIN! Schick sie back! Wenn jemand die Aufgabe beendet dann der Richter oder du … aber nicht der Hund!!
Ich tat wie Coach Nina befohlen. Fiene war wieder in der Hecke da lag Nina auf einmal neben mir in der Wiese und beobachtet meinen Hund. „Sie ist zu brav! Sie sucht beim Suchenpfiff sehr klein! Gib ihr das Kommando für große Suche!“ … „High lost!“
Und auf einmal kam der Fienuckel aus der Deckung und brachte mir das grüne Säckchen. Ich habe mich so derartig gefreut, dass der Hund Erfolg hatte… ich hätt echt losplärren können.
Aber auch zwischen den Aufgaben hatten wir jede Menge Spaß. Ich hatte mir für unser Team ein kleines „Gadget“ gehäkelt…
Die Bieber-Gläschen im Halter incl. Rock the Beaver Button waren der Burner!!!
Die Grafik für unsere Anstecker kam – wie immer – von Jens – Nochmal heißen Dank!
Und so glücklich sehen 3 Mädels aus die mit viel Spaß den 19 Platz erreicht haben…
Wie immer gilt es vielen Menschen zu danken. Der Sonderleitung nebst Team für die Organisation, den unermüdlichen Helfern, den Richtern für die tollen Aufgaben und das faire Richten und den Reviergebern. Besonders hervorheben möchte ich die tolle Stimmung und das entspannte Zusammensein mit den anderen Teams es war ein wirklich entspannt und lustig in jeder Wartezone.
Ganz besonders danken möchte ich aber Nina und Anke… Ihr kennt den Spruch das man die Lebenszeit mit „Erlebnissen“ füllen muss… Das war ein richtig schöner Tag der mir ganz sicher für immer in Erinnerung bleiben wird.
Die Abende mit Anke an der Hotelbar haben dem Wochenende noch die Krone aufgesetzt … Ankes Frage … „Wie lange sind wir schon verheiratet?“ beschreibt wirklich treffend … Wir sind schon ein cooles Gespann… was der eine nicht schafft lässt der andere liegen. In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass wir es auch im nächsten Jahr schaffen und wir wieder sagen können