Pause … nicht wirklich :)

Heute gehts zum 1. Göttinger Workingtest … Ich freue mich auf bekannte und viele neue Menschen und Hunde… Es wir bestimmt ein toller Tag!

Und nein, ich bin nicht „blogfaul“ … es gibt nur an anderer Stelle einfach so viel zu tun, dass es im Fiene-Blog etwas ruhiger ist.

Rheingau Trophy

Heute machten wir uns auf den Weg nach Wiesbaden. Die BZG 8 Mainz Wiesbaden hatte zur Rheingau Trophy geladen. Wir kamen pünktlichst um 07:45 Uhr an, meldeten uns und trafen schon einige bekannte Gesichter. Carina mit Aidan die wir vom Wasserseminar kennen und später auch beim RTT getroffen haben, Christian Tieber mit Jack der sich auch mit uns durch den RTT gekämpft hatte und dann, ja dann trafen wir noch Stefan Vestweber mit Night-Affair vom Jüttwang. Dies Hündin ist eine Schwester von meinem Hannes und es stellte sich heraus, dass diese beiden Hunde doch eine sehr ähnliche Persönlichkeit haben 😉

Von meiner Anmeldung bis zum tatsächlichen Start waren es noch gut 45 Minuten. Diese nutzte ich um mit Fiene eine ausgiebige Runde zu drehen und sie nutze die Zeit sinnvoll um sich zu lösen (beide Aggregatszustände). Ich war beruhigt.

Nachdem die Bläser des Jagdvereins Wiesbaden den Tag eröffnet hatten, begrüßte uns die Sonderleitung und erklärte den Tagesablauf. Es gab drei Stationen im Gelände und an jeder sollten dann 2 Aufgaben hintereinander gearbeitet werden.

Unsere Gruppe startet bei Station drei. Dort begrüßte uns Rainer Scesny. Er erklärte in groben Zügen die Aufgabe und betonte wie wichtig am heutigen Tag die Fußarbeit sein würde.

Mit unserer Startnummer 38 lagen wir fast am Ende unserer Gruppe und hatten immer genug Vorlaufzeit. So auch hier. Ich war mit Fiene beim „eingrooven“ und lies sie nochmal von der Leine um ein Geschäftchen zu erledigen…. was sie auch prompt und wieder in fester und flüssiger Form tat. So erleichtert gingen wir an den Start.

  • Aufgabe 5 und 6 – Richter Rainer Scesny

Vom Startpunkt aus geht das Gespann vor dem Richter her zu P1. Dort richtet man sich auf den Werfer 1 aus und es fällt eine beschossene Markierung. Das Team setzt seinen Weg zu P2 fort. In Verlängerung zu Laufrichtung fällt die zweite Markierung. D1 soll nun als erstes gearbeitet werden. Danach mit dem Hund frei bei Fuß zurück zum Richter und das Dummy dort abgeben erst jetzt ist Aufgabe 1 beendet!       18 Punkte

Vom Richter aus schickt man den Hund dann auf D2. Dummy abgeben, Hund anleinen. Aufgabe 2 beendet!      0 Punkte …. was war passiert?

Fiene ging schnurgerade in den Fallbereich. Sie nahm die Dornen und das Brombeergestrüpp gut an und ich wusste, dass sie das Dummy auf dem Schirm hatte…. Leider war etwas mit ihren körperfunktionen nicht so wie sonst… und wenn das Klo ruft…. kann man nicht wirklich viel machen…. Sie guckte also wo das Dummy ist, schlug sich ein bisschen abseits in die Büsche um ihr drittes Geschäft innerhalb von 1,5 Stunden zu erledigen kam wieder, schnappte ihr Dummy und lieferte brav ab 😦

Hätte sie es mitgenommen zum Ka…. wäre es keine Null geworden *schulterzuck*

Sind wir mal ehrlich…. wer rechnet denn mit sowas??? Ich nicht. Ich war der Meinung, dass Fiene ihre „geschäftlichen Aktivitäten“ abgeschlossen hatte. Naja, passend zum Thema – Shit happens 🙂

  • Aufgabe 1 und 2 – Iris Renner

Bei der Richterin angekommen läuft man von  diesem Punkt einen kleinen Walk Up durch den Wald auf zwei Werfer zu. Rechts vom Gespann fällt ein Schuß. Man dreht sich um 90° und sieht einen Helfer. Dieser hatte soeben ein Suchengebiet beschossen. Aus dieser Suche sollten nun 2 von 3 Dummys geholt werden. Der Bewuchs war dicht, 50 – 60 cm hohes Buchengestrüpp.   14 Punkte

Wie schon bei der Dummy A „eierte“ Fiene im Suchengebiet umher. Das erste Dummy hatte sie noch schnell gefunden aber beim zweiten hatte ich schon Panik, dass sie ohne zu mir zurück kommt. Darum animierte ich sie und gab noch zwei Mal den Suchenbefehl… da hagelt es natürlich Abzug *schulterzuck*

Der zweite Teil der Aufgabe bestand aus zwei nacheinander zu arbeitenden Markierungen. 18 Punkte

  • Aufgabe 3 und 4 – Michael Renner

Wieder 2 Aufgaben mit viel Fußarbeit. Vom Startpunkt aus geht es frei bei Fuß einige Meter durch den Wald. Bei P1 angekommen fällt ein Schuß und der Werfer (auf einem Hochsitz) wirft das erste Mark welches hinter eine Kuppe fällt und dann auch direkt gearbeitet wird. 18 Punkte

Dann geht man weiter. Nach einigen Metern gibt der Richter ein Signal. Der Hund soll an diesem Platz sitzen bleiben wärend der Hundeführer und der Richter weiter gehen. Nun fällt ein Schuß (es fällt kein Dummy). Nach einigen weitern Schritten bleiben Richter und Hundeführer stehen und der Rest der Aufgabe wird erklärt. Danach darf man den Hund zu sich rufen. Das Team richtet sich aus, es fällt erneut ein Schuß und die Markierung fällt in etwas höheren (30 cm) Bewuchs.   19 Punkte und ein dickes Lob für unsere Fußarbeit 🙂

Dann konnten wir nur noch warten bis die übrigen A-Starter und die Schnupperer fertig waren. Im Vereinsheim des Wurftauben Clubs konnten wir uns stärken und vor dem einsetzenden Starkregen Schutz suchen.

Es dauerte, bis alles ausgewertet war, die Schnupperer ihre Urkunden erhalten hatten um dann die Platzierten der Anfängerklasse und den Judges Choice zu ehren. Hier gehts zur Ergebnisliste.

Gegen 20:20 Uhr waren wir müde aber zufrieden zu Hause angekommen. Ich möchte mich bei der Sonderleitung (Anja Held, Sabine Engel und Christian May) für die sehr gute Organisation bedanken. Ein riesiges Danke-Schön an alle Helfer die vor und hinter den Kulissen gearbeitet und bei Wind und Wetter ihre Freizeit zur Verfügung gestellt haben um für uns zu Schießen, Werfen und Dummys auszulegen. Herzlichen Dank auch an die Richter Iris Renner, Michael Renner und Rainer Scesny die ihren schon vollen Terminkalendern einen weiteren Tag hinzugefügt haben um bei der Rheingau Trophy zu richten.

Allen Richtern ein Danke für das faire Richten und allen Organisatoren und Teilnehmern ein Danke für einen gelungenen Tag mit einer sehr angenehmen Stimmung in einem schönen Gelände…. Wir melden auf  jeden Fall wieder… wenn es heißt … Rheingau Trophy 20..?

Klaukenhof – Tag 3

Viel zu schnell war er gekommen, der letzte Tag des Trainingswochenendes. Wieder fuhren wir auf den Parkplatz am Holzplatz um dann ins Gelände zu marschieren.

Fiene machte einen viel „ausgeschlafeneren“ Eindruck und ich hatte schon so im Gefühl, das es nicht so übel laufen würde…. bis, ja bis Angelika die erste Aufgabe erklärte. Aber zuerst mal Bilder vom Gelände:

Diese beiden Vorans lagen genau 180° auseinander. Um in den Fallbereich zu kommen mussten die Hunde zum einen den ersten Hang mit schwierigen Bewuchs erklimmen, dann den geschotterten Waldweg überqueren um erneut weiter bergauf in den Fallbereich zu laufen. Als erstes vielen jeweils zwei Markierung auf jede Seite dann wechselten Gladis …. ach, ihr wisst ja noch gar nicht, wer Gladis ist…

.. Gladis am Start ..
Gladis – ganz entspannt

So, also Gladis und Fiene wechselten sich ab. Sie hatten beide super markiert und bis auf einen kleinen Anstandsbesuch beim Helfer war ich mit Fiene super zufrieden. Aber schließlich stand ja da auch ihr Herrchen im Wald… dem muss man ja auch mal stolz ein Dummy zeigen.

Es ging weiter mit Markierungen…

eine fiel in diesen üblen Bewuchs. Hohes Gras das scheinbar die Dummys „verschluckte“. Es war für die Hunde sehr schwer sie dort zu finden und die ander auf die platte Wiese.

Zwischendurch wurde wieder ein kleines Treiben veranstaltet.

Wir arbeiteten uns fast über die ganze Wiese. Die Hunde arbeiteten in die Sonne. Wir drehten und sie mussten schlechtsichtige Markierungen in den Schatten arbeiten. Es zeigte sich, dass der einzige Mensch der wirklich gut markieren kann … wen wunderts Geli war. Man hab ich mich oft verschätzt… da habe ich eindeutig noch mehr Trainingsbedarf als mein Fienchen!

Mehr als die Hälfte des Tages war vorbei…. aus Zweierteams wurden Dreiertteams. Zu Gladis und Fiene gesellte sich …..

… Heike mit Rina ….

Jetzt zauberte Gelie die ersten Fallstellen des Tages aus dem Hut…. Wir erinnern uns, die beiden Hänge… jeweils eine Markierung. Gelis Kommentar dazu: „Naja, die Stelle kennen sie jetzt ja, sie waren ja schließlich schon mal da!“ Ich schluckte. Im Leben nicht hätte ich geglaubt, dass sie sich daran erinnert und diese schwere Strecke voran geht….. aber… sie tat es doch! Alle mussten lachen als ich Fiene auf dem Rückweg anfeuerte…. „Jaaaaaaa, mein kleiner Champignon!!“  …. nein, kein Schreibfehler 🙂

Ich war echt geplättet. Beide Seiten waren kein Problem fürs Goldkind.

Zum Abschluß des Tages arbeiteten wir alle zusammen aus der Line.

Markierungen vor und hinter die Line, Voran in das Suchengebiet wo irgendwann mal ein Treiben stattgefunden hatten…. Schon bei ihrem ersten Mark sah ich, dass Fienes Akku entladen war. Sie suchte und suchte und ich Depp hatte die Fallstelle nicht auf dem Schirm und konnt ihr nicht helfen *selberohrfeig* Als ich sie dann in das Suchengebiet schicken wollte, machte sie zu. Geli verhalf ihr dann zum Erfolg und wir gingen aus der Line um den anderen noch bis zum Schluß zuzuschauen.

Es waren drei sehr lehrreichte Tage für uns. Gelis Rat an uns… Arbeite an ihrem Selbstbewusstsein! Sie muss schwierige Aufgaben lösen lernen. Ihre Merkfähigkeit kann auch noch besser werden. Ein großes Lob bekamen wir für ihren Gehorsam und für unsere Fußarbeit außerdem zog Geli mal einen Vergleich zwischen dem Teamtraining Seminar und diesem…. wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht!

Jeder Teilnehmer bekam wie immer individuelle Tipps um zu Hause erfolgreich weiter arbeiten zu können und das werden wir tun… fleißig weiter arbeiten!

Vielen Dank liebe Angelika für dieses tolle Wochenende, 1000 Dank an meinen Mann – den Superhelfer und an alle Seminarteilnehmer für ein schönes und endspanntes Wochenende.

… da so … da war die Markierung!
Silva
Renate und Hans mit Gladis… die sich gerade versteckelt 😉
Natalie und Clyde … der absolute Powerhund 🙂
im Zwiegespräch …. Männer!
… ein Schelm… ♥
Sabine und Brenja
Die Paparazzi 🙂 …. Danke für die schönen Bilder Bernd und Heike

Fotogalerie von Bernd