Klaukenhof ~ Tag 2

Zuerst machten wir an einem Hang halt um dort Doppelmarkierungen zu arbeiten.

Wirklich fieses Geläuf! Farn, Brombeeren und was noch fürn Bewuchs… Wie gut, dass Fiene sich zu diesem Zeitpunkt noch Fallstellen merken konnte… Ich hätte ihr nicht helfen können.

Ortswechsel ….  in den Klippen.  Leider zog sich der Himmel zu und es wurde diesig … kaum Fotoausbeute 😦

Aber, wer sich einen Eindruck verschaffen möchte sollte sich dieses Video mal angucken.

Es war ein Tag mit Höhen und Tiefen. Fiene war sehr müde was sich zum einen in der Konzentration und im Arbeitstempo zeigte.

Es vielen kurz / lang Doppelmarkierungen. Es wurden Fixpunkte erarbeitet. Auf dem Weg zu einem Fixpunkt lag ein Blind….. Der Suchenpfiff wurde „abgefragt“…..

Bei der Übung hat man genau gemerkt, wie müde die Maus war. Sucht sie sonst schön mit tiefer Nase, weil sie dieses Spielchen kennt, guckte sie heute einfach komisch aus der Wäsche dem Fell. Trotzdem bin ich mehr als zufrieden. Die Entfernungen waren „moderat“ das Gelände aber wirklich schwer. Umgestürzte Bäume, diffuse Lichtverhältnisse, schlecht zu sehende Flugbahnen. Trotzdem hatten wir am Ende des Tages alle Dummys drin. Wieder zeigte sich, Fiene lässt sich bereits gut handeln. Zwei Mal hat sie mein „back“ auch auf Entfernung gut angenommen. Aber es zeigte sich auch hier…. Verleitungen…. verleiten 😉

Nach 4 Stunden Training war die Kleine wirklich durch. Als wir im Hotel waren legte sie sich auf ihr Lager und schlief beinahe sofort. Später gingen wir noch mal eine Gassirunde aber selbst da hatte ich das Gefühl, dass sie im Laufen einschlafen könnte.

Zurück auf dem Zimmer mümmelte sie ihr Fressen weg und …. schlief wieder ein. Wir Zweibeiner verbrachten einen sehr schönen Abend mit unseren Seminar-Kollegen. Erst gab es ein leckeres Essen und dann gings Kegeln! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zum letzten Mal gemacht habe. Es war echt lustig und …. lecker …. ich sag nur Nordsturm 🙂

Klaukenhof ~ Tag 1

Endlich! Unser erstes Wochenendseminar auf dem Klaukenhof. Ich hatte mich schon so lange darauf gefreut und nun kamen wir bei strahlendem Sonnenschein an.

Es blieb gar nicht viel Zeit zum Verschnaufen sondern gleich gings ab ins Gelände. Nach einem kleinen Begrüßungssektchen legten wir auch sofort los.

Markierungen sollten gearbeitet werden dadurch wurden 2 Fixpunkte erarbeitet. Zuerst jedes Team einzeln damit Geli sich ein Bild machen konnte später dann im Zweier- oder Dreierteam.

Zwei Suchengebiete wurden durch ein Treiben bekannt gemacht. Das Gelände hatte es wirklich in  sich und so machten mir nicht nur die Scheinschwangerschaft sondern auch die Entfernungen und die Komplexität der Aufgaben etwas Sorgen. Dies erwies sich aber als völlig unbegründet. Fiene arbeitet toll. Manches Mark war sicher verbesserungswürdig und manche Verleitung erfüllt ihren Zweck 😉 aber dafür haben wir uns ja angemeldet… damit wir etwas lernen und unsere Schwächen analysieren.

Es wäre fatal jeden einzelnen Durchgang mit einer Grafik zu beschreiben und zum Fotos machen hatte ich auch nicht wirklich Zeit aber hier ist die Abschlußaufgabe des ersten Tages:

Die Suchengebiete kannten die Hunde bereits. In dem Bereich der als „alte Fallstellen“ gekennzeichnet ist waren im Vorfeld 3 Markierungen gefallen, die die Hunde als Memory gearbeitet hatten.  In dieser letzten Aufgabe fiel als erstes die Markierung den Hang runter. Dann sollten die Hunde nacheinander voran (über die alten Fallstellen) in Richtung des Suchengebiets geschickt werden. Vor dem Suchengebiet lagen drei Blinds und eines davon sollte geholt werden. Die Hunde durften nicht in das ihnen bekannte Suchengebiet laufen!

Uff! Ich richtete Fiene aus und – get out – … Kurz hinter den alten Fallstellen zog es sie dann nach links den Hang runter in Richtung der gefallenen Markierung – Stopp-Pfiff – …Sie sitzt! Langsam und konzentriert hebe ich den rechten Arm… in einer langsamen Bewegung wandert er nach unten und zeigt so nach rechts… Arm anwinkeln…und wieder nach rechts zeigen OUT! … und sie geht!

Suchenpfiff und zack war eins von den Blinds drinne. Gut, wie ich schon sagte… die Verleitungen haben genau das getan, wozu sie geworfen werden…verleitet! Sicher müssen wir üben, dass Voran auch tatsächlich voran ist aber ich war so baff, dass sie nicht in das Suchengebiet abgedriftet ist. Die Schnecke ♥ Die anderen beiden Teams holten jeweils ein Dummy aus der Suche im Wald bzw. die Markierung.

Mein Fazit für diesen Tag:

* Mehr Verleitungen einbauen

* Voran auch auf Blinds üben … davon wächst das Selbstbewusstsein

* Memorys mit langen Zeitabständen üben, damit das Erinnerungsvermögen besser wird.

* Sie ist schnell, ist gehorsam und geht super am Fuß… sie ist weiter als ich dachte denn – mal ehrlich – hat ihr sowas in diesem Blog schon mal gelesen…. Blinds vor einem Suchengebiet … HALLO!!! …Ich freue mich immer noch, sogar beim Schreiben 🙂

Alles nur „geklaut“

Durch das Training von Kathrin und dem Glücksritter inspiriert gingen wir heute auf eine „fremde“ Wiese. Diese ist abschüssig und hat auch leichte Wellen. Allerdings bietet sie auch, an ihrem unteren Ende, natürliche Fixpunkte. Gearbeitet haben wir dort noch nicht, weil sie den Sommer über in der Bewirtschaftung war und da will man es sich ja mit dem Landwirt nicht vergrätzen.

Diese Fixpunkte wollte ich nun mit Fiene aus verschiedenen Winkeln arbeiten. Zu meiner großen Freude kam mein Mann mit um mir noch zusätzlich Markierungen zu werfen.

Bepackt mit meinen Dummys lief ich also am unteren Rand der Wiese entlang zum ersten Fixpunkt. Ich machte Fiene auf mich aufmerksam mit einem lauten „Brrrt-Brrrrrt-Jeeeeep“ und warf nacheinander 4 Dummys. Dann lief ich weiter und Fiene stromerte auch weiter. Am nächsten Punkt angekommen wiederholte sich das Spiel.

Helferlein ging mit weiteren Dummys ans Ende der Wiese und bezog seine Werferposition. Nun rief ich die Schnulle zu mir und ohne lange rumzudaddeln richtete ich sie auf den ersten Fixpunkt aus.

Gerade raus, Dummy schnappen und zurück! Kein Problem. Dann der zweite Punkt. Daumen hoch! Jetzt die erste Markierung Entfernung ca. 90 Meter weit! Und was soll ich sagen, die Möhrchen haben Wirkung gezeigt. Sie sprintete raus und hatte das Dummy auf den Punkt.

Nachdem sie dieses Dummy bei mir abgeliefert hat, wurde direkt die nächste Markierung geworfen. Ich drehte sie ab und schickte sie gerade aus voran. Wir drehten uns weiter und sie ging voran auf P1. Zum Abschluß drehten wir uns zurück und sie arbeitet das Mark – perfekt!!

Fiene befand sich auf dem Rückweg als das nächste Dummy in den Fallbereich geworfen wurde. Ich verschiebe den Startpunkt in Richtung Markierung. Dann schicke ich sie nacheinander auf P2 und P1 …. Als letztes ein Voran auf die Memory-Mark Stelle.

Gut – Wenn Frau was zum Mäkeln finden will… dann findet sie auch was! Naja, objektiv betrachtet, war sie bei dem Voran langsamer unterwegs als zu der Markierung aber sie ist raus, wie an der Schnur gezogen und sooooooo weit! Ich hab mich auf den Boden gekniet und sie empfangen. Dann war Zeit für eine Fete auf der Wiese mit rumkullern, zergeln und schmusen.

Zum Abschluß bezog der Helfer Position an einem neuen Startpunkt. Ich schickt Fiene auf P1 und vom Helferlein wurden in dieser Zeit zwei Dummys an den unbekannten Punkt P3 gelegt. Diese lagen auch in höherem Gras so dass sie sie auch nicht direkt sehen konnte.

Aufstellung… Der Helfer klatscht in die Hände. Ich richte sie auf den neuen Punkt aus… und sie geht! Yes Baby …you made my day! Ich liebe diesen kleinen, goldenen Hund!