Von einer die ausfuhr ….

um Frauchen das Fürchten zu lehren! So, oder so ähnlich könnte die Überschrift des heutigen Tages gelautet haben. Durch einen glücklichen Zufall bekam ich vor einigen Tagen eine Mail von Antje Weigel die die Sonderleitung einer APD/A übernommen hatte. Veranstaltungsort sollte Großheubach sein und da dies nicht sooooooo weit (166 Km) von uns entfernt liegt, hatte ich dort gemeldet. Ja, Menschen mit arbeitenden Retrievern denken tatsächlich in völlig anderen Dimensionen, was „weit“ betrifft und die Mineralölkonzerne freuen sich sehr darüber.

„Es hat jemand abgesagt, wenn du noch möchtest, kannst du starten!“ So stand es in der Mail von Antje und natürlich wollte ich. Da ich bereits des Öfteren mir die Prüfungsordnung zu Gemüte geführt hatte, machte ich mir nicht die geringsten Sorgen, dass wir das nicht schaffen sollten. Naja, mal abgesehen von § 26 davor … hatte ich richtig Muffensausen. Nun ja, bis es zu diesem Angstfach kommen sollte, zum Glück wusste ich das noch nicht bei der Abfahrt, sollte mir eh schon alles egal sein.

Ich hatte mich eigentlich wie immer, generalstabsmäßig, vorbereitet. Alle Unterlagen (Meldung, E-Mail Bestätigung, Ahnentafel, Impfpass, Tierhalterhaftpflicht und Meldegeld) waren in der Mappe. Das Navi, Handy, Regensachen… Das Rundumsorglos-Paket für Frauchen und Hund. Die Fahrt nach Großheubach

Anfahrt

verlief ruhig und problemlos. Keine besonderen Vorkommnisse. In Großheubach selbst musste ich dann ein wenig suchen um endlich bei unserem Ziel, dem Roßhof anzukommen. Eine wirklich einladendes Suchenlokal mit schönem Biergarten und das Gelände… WOW! Ich war, für meine Verhältnisse, sehr gelassen. Ich gab meine Unterlagen ab, schnappte meine Startnummer und dann ging ich, in aller Ruhe, mit Fienchen noch ne Pieselrunde. Alles schien perfekt. Die Maus wirkte ruhig und ausgeglichen.

Ich packte mir meinen Rucksack auf und lief  in Richtung unserer ersten Aufgabe. Verlorensuche! Na, das kann sie, die Maus. Wir hatten die Verlorensuche systematisch aufgebaut und gerade durch die JP/R Vorbereitung hatte Fiene gelernt, ein großes Gebiet nach wenigen Stücken abzusuchen. In diesem Gebiet sollten ja jetzt 10 Dummys liegen… jede Menge… und 4 von 10 …. das sollte nun wirklich kein Problem sein.       Dachte ich !!

In der Wartezone war Fiene…. total entspannt. So entspannt, dass sie sich in der Sonne räkelte und es sich scheinbar gut gehen lies. Von meiner ersten WT Erfahrung „gewarnt“ machte ich Fiene vor unserem Start warm. Dummyball geworfen, etwas Fußarbeit… alles easy…

Dachte ich !! ….. Wir waren dran. Ich begrüße Frau Renner (nachfolgend Iris genannt) und ihre beiden Helfer, Iris erklärte die Aufgabe, noch Fragen, nein keine…..

Ansatzpunkt, Hund ableinen …… „High Lost!“ …. und dann dachte ich ….. mich tritt ein Gaul. Fiene schlenderte durch das Suchengebiet. Hier geschnuppert, da mal schnüffeln, ups, da liegt ja ein Dummy. Na, bring ich s halt mal zurück, schien sie zu denken. Ich stand an der Grenze des Suchengebiets und war wie gelähmt vor Schreck. Was zum Teufel macht den meine Maus da. Nächstes Schicken. „High Lost!“ diesmal mit etwas mehr Nachdruck. Es nützte nix. Fiene eierte durch das Suchengebiet als ob ich ihr zum Frühstück ne Packung Valium spendiert hätte. Mit dem zweiten Dummy auf dem Rückweg kam sie zurückgeschlumpft. Zum Dritten! „High Lost!“ Ich starb 1000 Tode! Hatte sie denn alles vergessen? Ich wartete nur darauf, dass sie sich unter einen Baum legt und ne Runde schlummert. Das Elend nahm einfach kein Ende …. Zum vierten Mal hieß es „High Lost!“ Fräulein Alzheimer flanierte hierhin und dorthin, war mal kurz außer Sicht und kam mit einem Dummy wieder. Dann kam der erlösende Satz: „Leinen Sie ihren Hund an!“ Gott sei Dank! Ich drehte mich zu Iris um und blickt in ein fast mitleidig guckendes Gesicht…. „So ist sie aber nicht immer, oder?“ „Nein“ sagte ich tonlos…. so ist sie nicht. ich verkniff mir gerade noch den Satz „Das hat sie ja noch nie gemacht!!“ … aber es gibt noch Punkte  … waren die Worte, die Iris mir noch sagte. OK, wir waren also noch nicht durchgefallen.

Meine Fre….!!! Wie sollte den das nur weitergehen? Ich versorgte meine Süße und wir gingen zum nächsten Treffpunkt. Dort sollten dann die beiden nächsten Aufgaben geprüft werden. „Einzelmarkierung“ und „Appell und Memory“ wieder dachte ich … „das kann sie, die Maus!“  Wir warteten eine ganze Weile bis wir schließlich an der Reihe waren. Herr Renner (nachfolgend Michael genannt) erklärte die Einzelmarkierung … und schon gings los. Der Schuß viel, Fiene guckte aufmerksam und ein blinder mit Krückstock hätte das Dummy auf Anhieb finden können. Sie aber flog ca. 30 cm unterhalb vom Dummy vorbei und fing an Stellen an zu suchen … Naja… wie ich schon sagte…. Ich dachte …. Sie fand, brachte dann sofort zurück und es ging weiter.

Ach Du Sch…!!! Ich viel von einer Ohnmacht in die andere. Was war nur los mit meiner Süßen. Äußerlich schien sie total in Ordnung. Sie hechelte nicht, beschwichtigte nicht. Im Gegenteil, einige der Teilnehmer hatten schon die Gelassenheit meiner schönen Hündin gelobt. Wenn die alle gewusst hätten, wie es in mir aus sah.

Nächstes Fach „Appell und Memory“ Ich dachte … inzwischen fast gar nicht mehr! Welche gruseligen Überraschungen hielt dieser Tag denn noch für mich bereit. Auch bei dieser Aufgabe war jede Menge Luft nach oben. Die Fußarbeit war grottig, Standruhe – perfekt, Fußarbeit – unterirdisch, Markierung – supergeil und dann …. rennt sie mit dem Dummy zum Helfer, glotzt diesen an und kommt dann zu mir gerannt! Was zum Geier hatte ich nur verbrochen, dass mir sowas widerfahren muss. Michael fragte, warum ich denn nicht gepfiffen hätte, wenn sie zum Helfer rennt …. „Weil sie das sonst …. nicht macht!!!!“

So, alle Aufgaben, bei denen ich mir sicher war eine Punktzahl zwischen 15 und 20 Punkten zu erreichen waren gründlich daneben gegangen. Dann konnte es ja jetzt, beim Apport aus dem Wasser nur … richtig in die Hose gehen.

Bevor wir zum Wassergelände losfuhren hatten wir noch ein wenig Pause. In dieser Zeit konnte Fiene etwas entspannen und ich mich … weiter aufregen. Anja eine Mitstreiterin und ich hatten uns abgesprochen als Fahrgemeinschaft zum Wassergelände zu fahren.

Das Gelände

Da wir beide mit unseren Goldmäusen ganz zum Schluß kamen hatte wir natürlich jede Menge Zeit uns … verrückt zu machen. Da das Wassergelände die Möglichkeit bot den Hund woanders ins Wasser zu schicken ohne die Aufgabe zu stören wollte ich diese Chance natürlich nutzen. Kein Problem, drei Apporte, rein, raus, Abgabe, schütteln… Aber was solls, mich konnte heute eh nix mehr schocken.

Als wir dran waren sagte Michael noch „Wenn du möchtest, sag dem Hund ruhig nochmal „Sitz“ damit sie nicht losprescht“ „Das macht sie ganz sicher nicht!“ Er wieder „Lässt sie das Dummy fallen, wenn sie aus dem Wasser kommt?“ …. „Dazu gebe ich nach diesen Vorleistungen keine Prognose mehr ab!“ „Bereit“ ….. „Bereit“ Der Schuß viel, das Dummy platschte auf die Wasserfläche. Michael tippte mich an … „Fetch it!“ Sie schoß los ………………. und ……………..bremste! Im stillen betete ich „Lieber Gott, wenn du ein Herz für Retrievermenschen hast …. PLATSCH! Sie hatte sich ihr Hundeherz gefasst und war gesprungen. Zielstrebig schwamm sie zum Dummy, schnappte es und kam unverzüglich zurück. Die Abgabe war perfekt. Klatsch nass saß sie neben mir und streckt mir das Dummy entgegen.

Herzlichen Glückwunsch! Bestanden!

Nun wäre das ja ein Grund zum freuen. Wenn ja, wenn ich nicht wüsste, dass wir das viel besser können. Was ist der Grund für dieses Verhalten? Der einzige der mir einfällt und der auch plausibel scheint ist … Fienes Stress beim Autofahren. Sie ist nun mal kein Fan von langen Fahrten in der Schaukelkiste und ich werde mir für die Zukunft was einfallen lassen müssen, um ihr diesen Stress zu nehmen.

Und jetzt freue ich mich doch über meine mit „gut“ bestandene Dummy A ! Denn sind wir mal ehrlich …. Nach den Punkten fragt doch später eh keiner mehr…. oder hat mich wirklich nochmal jemand gefragt, was für Zensuren in meinem Gesellenbrief stehen „Nein!“ Working Tests 2012 …….. Wir kommen !! *freu*

Lina Bauer ~ Blitzrezepte für Hundekekse

 

Mein Exemplar

Broschierte Ausgabe: 63 Seiten

Verlag: bede bei Ulmer

Autorin: Lina Bauer

ISBN: 978-3-8001-7609-0

Kurzbeschreibung:

Unterteilt in die drei große Kategorien, Belohnungshappen, Einfach lecker und für besondere Momente bietet dieses Rezeptbuch insgesamt 22 Rezepte für hündische Leckerbissen. Viele „Hundemenschen“ achten heute sehr genau darauf, was in Bello’s Napf kommt. Sei es aus dem Wunsch heraus, den Vierbeiner gesund und ausgewogen zu ernähren und auf Farb- und Konservierungsstoffe zu verzichten oder aus der Notwendigkeit heraus, das eine Nahrungsmittelunverträglichkeit besteht. Alle Rezepte sind sehr übersichtlich und jeweils mit Bild dargestellt. Zu jeder Sorte ist die Form und Dauer der Aufbewahrung angegeben (z. Bsp. Im Baumwollbeutel ca. 3 Wochen haltbar). Für die meisten Rezepte ist eine Alternative für Allergiker oder einfach eine andere Geschmacksrichtung aufgeführt.

In jeder der drei Kategorien ist noch ein „Spezial“ Artikel. So werden im Spezial von Belohnungshappen – Tipps und Tricks rund ums Belohnen gegeben.

Bucheinblick:

 

Leckerchen sinnvoll einsetzten: …. Tipp: Je schwieriger die Übung, desto leckerer und begehrter sollte die Belohnung sein, damit sich der Hund auch besonders anstrengt…..

…. Natürlich mit entsprechendem Jubel des Menschen. Denn das Einsetzten der Stimme und das richtige Loben sind mindestens genauso wichtig für den Lernerfolg wie Leckerchen

Mein Lese- (Back)eindruck:

Ein handliches Backbuch für Hundeleckereien welches ich für bede-bei- Ulmer Verlag über    rezensieren durfte.

Der Ratgeber ist sehr übersichtlich gegliedert und schön bebildert. Die Einfachheit der Rezepte und die Tatsache, dass man alle Zutaten im Supermarkt an der Ecke bekommt, machen Lust darauf, sofort den Backofen anzuwerfen. Die kleinen Tipps wie man die Rezepturen abwandeln kann oder das Verarbeiten des Teiges leichter von der Hand geht haben mir auch gut gefallen.

Die ersten Leckerchen sind schon in die Produktion gegangen und wurden bereits schwanzwedelnd vernichtet. Die Cornflakes-Brocken und die Bananensterne hatten nur eine geringe „Halbwertszeit“  😉 Die nächste Backsession ist schon geplant.

Den größten


gibt es allerdings für die Laktose und Gluten freien Belohnungshappen. Bisher muss man als Hundehalter doch sehr genau hinschauen was man dem allergiegeplagten Liebling anbietet. Selbstgebacken kann nun nix mehr schief gehen.

Noch eine kleine Anmerkung. Bei den meisten Rezepten wird zur Aufbewahrung der Leckerchen ein Baumwollbeutel empfohlen, da die Backwaren darin weiter trocken können. Dazu wäre schön, wenn evtl. noch eine Bezugsquelle angegeben worden wäre. Ich habe mir HIER welche bestellt.

Mein Fazit

In der Vergangenheit habe ich mir die Rezepte für Leckerchen im Internet gesucht. Jetzt habe ich, dank der vielen Variationsmöglichkeiten für lange Zeit genug „Futter“. Das Backen an sich macht viel Spaß und man hat ganz sicher Zuschauer …. sabbernde Zuschauer. Das Büchlein ist zusammen mit ein paar selbstgebackenen Leckereien das perfekte Geschenk für Hundebesitzer…. und es ist ja bald Weihnachten 🙂

Das Preis – Leistungs Verhältnis ist optimal und ich würde den Kauf

  uneingeschränkt empfehlen!

Ich vergebe 5 Punkte !

Lake & Land 2011

Lake & Land 2011 …. Das war er also, unser erster Start auf einem Workingtest liegt hinter uns. Ich war sehr nervös und angespannt. Was würde auf uns zukommen, welche Aufgaben, Lake = Wasser …. würde unser Training bezüglich des Wasser-Einstiegs-Proplems sich „auszahlen“? Hätte ich nicht doch erst Schnuppern sollen? Gut, dass Fiene völlig unaufgeregt war. Früh am Morgen krabbelte ich aus den Federn, denn nix hasse ich mehr als … keine Zeit zu haben. Während ich nochmal die Packliste überprüfte, frisches Wasser abfüllte, Handy und Navi ins Auto packte…. lag der Rest der Bewohner und Gäste noch in tiefem Schlummer. Um sechs weckte ich dann Anke und Biscuit. Die beiden hatten Asyl bei uns beantragt weil die Anreise aus Franken doch sehr lang gewesen wäre. Stefan war bereits fertig und schnappte sich alle Schwarznasen für eine große Pippirunde. Er sah ein bisschen aus wie so ein Hundesitter aus den amerikanischen Filmen, die sich durch einen Park zerren lassen.

Ich düste derweil schnell runter ins Dorf um Brötchen zu kaufen. Daheim wurden diese noch schnell geschmiert, belegt und eingepackt und dann …. gings auch schon los. In Dietershan sammelten wir dann noch Janina und Baja ein und unser Mini-Konvoi machte sich auf den Weg nach Ortenberg/Lißberg an den Hillersbachtalstausee.

Die Fahrt war mehr oder weniger angenehm. Die Straßen im „Vogelsgebirge“ sind aber auch wirklich …. naja, egal. Wir waren am Ziel und da wir nicht wussten obs vom Suchenlokal aus direkt ins Gelände geht schleppten wir unser ganzes Geraffel mit. Es folgte die Begrüßung durch Herrn Seipel und die Vorstellung der Richter.

Unsere Gruppe startete bei Aufgabe Nr. 2 und so zogen wir los… ins Unbekannte….

Aufgabe 2 – Richterin Heike Rohm

Richterin Heike Rohm
  1. Gelände: Wiese halbhoher (ca. 20 -30 cm) Bewuchs.
  2. Am Startpunkt erklärt die Richterin die Aufgabe.
  3. Ein Einzel-Walk up zu P1. Es fällt ein Schuß und die Markierung D1. Danach weiter frei bei Fuß zu P2. In der Zwischenzeit wechselt auch der Helfer seine Position nach H1 (2). Nach Freigabe ist der Hund auf die Markierung zu schicken

Gut, das schien ja durchaus lösbar. Nichts, was wir nicht im Training schon gemacht hätten. Leider kommt es manchmal anders als man denkt. Da in unserem Gelände zwei Aufgaben gerichtet wurden mussten die Teams für die Aufgabe 3 „durch“ unsere Aufgabe laufen. Als Fiene und ich bei der Richterin standen liefen also zwei Teams hinter uns lang um dann „zischen den Bäumen in Richtung der Sonne auf dem oberen Bild) zu verschwinden. Diese Aktivität fand Fiene extrem interessant. Fiene guckte immer noch hinter dem anderen Team her als der Schuß fiel. Ich schielte zu ihr runter und im letzten Moment zeigt ich mit der rechten Hand in Richtung der fallenden Markierung. Ich hoffte, dass sie diese noch gesehen hatte.

Weiter gings zu P2 und ich wurde von Frau Rohm angetippt. „Fetch it“ Fiene stürmte los… in die Richtung, in der das Team verschwunden war!! Sch….! „Cool bleiben, Ivonne… immer cool bleiben“  Die Zeit verging so entsetzlich langsam und Fiene schien überhaupt nicht daran zu denken, dass sie einen Auftrag bekommen hatte. Ich beobachtete sie ganz genau und dann gab ich den Hier-Pfiff. Ich hoffte, dass sie nun auf dem Rückweg Witterung vom Dummy bekommen würde und … YES! Plötzlich schnellte ihr Kopf rum sie schnappte das Dummy und kam zurück! PHUUUHH… das ging ja schon gut los!

Frau Rohm lobte sofort, dass ich ein Auge auf Fiene gehabt hatte und ihr die Richtung des Marks noch angezeigt habe. Hätte ich dies nicht getan… Sie hätte nix auf dem Schirm gehabt. Dann wurde noch unsere Fußarbeit gelobt und sie sagt, das ich „mittlere Punkte“ zu erwarten hätte. Am Ende bedeutet dies Aufgabe 2 = 14 Punkte

Aufgabe 1 – Richter Walter Lickes

Richter ~ Walter Lickes
  1. Gelände: Wiese halbhoher (ca. 20 -40 cm) Bewuchs.
  2. Am Startpunkt erklärt der Richter die Aufgabe.
  3. Das Team steht an P1 es fällt ein Schuss und die Markierung bei D1 in den Bach. Durch die Bäume und auch den hohen Bewuchs ist die Flugbahn nur teilweise und die Fallstelle gar nicht zu sehen. Allerdings ist ein „Platsch“ zu hören. Danach gibt Helfer 2 (links) noch einen Schuß ab allerdings fällt kein weiteres Stück. Nach Freigabe ist der Hund auf D1 zu schicken.

Jetzt war sie wach die Maus! Der Schuß viel und sie hatte das Mark voll drauf. Nach der Freigabe ging sie raus und war schneller zurück als der Blitz. Aus, anleinen …. „So muss ein Golden aussehen und arbeiten! Full House – 20 Punkte“ … „Danke Herr Lickes!“

PLUMPS!!! Das war die Geröllhalde die von mir runter purzelte … Sie hatte ihren Arbeitsmodus angeschaltet.

Aufgabe 4 – Richter Ulrich Küppers

Richter ~ Ulrich Küppers
  1. Gelände: Ein Waldweg. Der Straßenrand neben dem Waldweg (kleiner Graben) zum Wald hin ansteigend.
  2. Am Startpunkt erklärt der Richter die Aufgabe.
  3. Das Team steht an P1 es fällt ein Schuss und die Markierung bei D1 neben den Waldweg ins Graß Der Helfer ist nicht sichtbar. Frei bei Fuß geht man zu der gestrichelten Linie und der Hund soll in die Suche geschickt werden. Er soll nicht großräumig suchen und nicht in den Wald oberhalb des Randstreifens abdriften. Nach dem der Hund zwei Dummys geholt hat geht es weiter frei bei Fuß zu P2. Nach Freigabe durch den Richter soll die Markierung gearbeitet werden.

Also die Wartezeit bis zu dieser Aufgabe waren über 1,5 Stunden. Ich ging also mit der Süßen vor unserem Start ein wenig umher und versuchte sie davon zu überzeugen … dass sie Pipi muss. Sie guckte mich an mit einem Blick … „Neee, ich muss nicht!“ und so machten wir uns bereit. Der Richter erklärte die Aufgabe und ich fragte nochmal nach. „Sie soll nicht verloren suchen sondern eine kleine Suche machen?“  „Ja!“  Es ging los. Sie beobachtete aufmerksam die Markierung und dann gings frei bei Fuß zu diesem Graben. Ich ließ sie absitzen, ging vor ihrer Nase langsam mit der Hand Richtung Boden und machte den Suchenpfiff. Sie fing an zu schnuppern und hüpfte über den Graben. Stop-Pfiff und mit der Hand wieder zur Erde gezeigt …Suchenpfiff. Rein in den Graben und zack … gefunden. Und wieder reingeschickt… Da war doch noch was… Ach ja, PIPIMACHEN!!! GRRRRR!!! Nachdem sie erst mal in das Suchengebiet gepieselt hatte suchte sie weiter, fand und wir gingen zu P2. Nun machte Frauchen einen entscheidenden Fehler. Da es sich ja um eine Memorie handelte wollte ich sie mit voran schicken. Leider habe ich sie zu kurz konzentriert und sie blieb nach 2 Sprüngen stehen 😦 Ich rief sie zurück, nahm Aufstellung für einen Richtungsapport und schwupp hats geklappt. Aufgabe beendet, ich nicht zufrieden. Das können wir besser!

Herr Kübbers erklärte uns die Punktverteilung 8 Punkte für die Suche (wegen Pinkeln!) und 9 Punkte für das Mark (wegen 2 Mal ansetzten) und da haben wir wohl noch Glück gehabt. Erneut bekamen wir viel Lob für die Fußarbeit und unser ruhiges Handling. An der Suche hat ihm gefallen, dass ich den Hund so ruhig geschickt habe und sie nicht so „losgeprescht“ ist sondern direkt mit dem Suchen begonnen habe. Auch die Tatsache, dass ich Fienchen ruhig ins Fuß nehme, sie das Dummy ein-zwei Sekunden halten lasse und es mit einem ruhigen „Aus“ entgegennehme hat er sehr gelobt. Die Gefahr, dass sie jemals etwas vor mir „ausspucken“ würde wäre duch diese Art schon minimiert. Aufgabe 4 – 17 Punkte

Richterin ~ Hatice Celik
  1. Gelände: Ein Waldweg und der Wald links oberhalb der Startpunkte (T1 und T2)
  2. Am Startpunkt erklärt der Richter die Aufgabe.
  3. Die beiden Teams stehen an T1 und T2 (das war unsere Position) links oben im Wald findet ein Treiben statt und es fallen 2 Stücke. Diese werden von den Helfern wieder eingesammelt. Dann fällt ein Schuß und die Markierung bei D1 neben den Waldweg ins Graß. Der Helfer ist nicht sichtbar. Nach Freigabe durch die Richterin sollte erst T1 arbeiten dann fällt nochmals ein Schuß und D1 und T2 arbeitet nach Freigabe.

Das war die Aufgabe, bei der Stefan als Helfer eingesetzt war. Frau Celik fragte mich, ob dass für Fiene ein Problem sein könnte. Ja, könnte es .. Da sie ja nun „ihren Papa“ seit Stunden nicht gesehen hatte, fürchtet ich schon, dass sie ihm mal hallo sagen würde. Also tauschten einer der Helfer im Treiben und Stefan die Plätze, er kam zu uns um die Maus kurz zu knuddeln und ging dann ins Treiben.

Mein Helferlein ♥

Der Rest der Aufgabe war Formsache. Super steady beim Treiben, sehr aufmerksam bei der Markierung. „Fetch it“ Raus – pick up – Rein! Ich blieb dann noch für Christine und Juli stehen, damit sie auch ein zweites Team an ihrer Seite hatten. Allerdings brauchte die Maus nicht nochmal arbeiten.

Erklären... gut zuhören ... Konzentration!
Konzentration ... arbeiten ... Abgabe!

Fazit: Für perfektes Arbeiten gibts perfekte 20 Punkte!

Die finale Aufgabe nahte. Unsere Angstaufgabe – am Wasser!! Jetzt bekam ich ein letztes Mal weiche Knie! Nun würde es drauf ankommen. Hatte sie in unseren vergangenen Trainingseinheiten genug Selbstvertrauen getankt um direkt ins Wasser zu gehen. Als wir an der Aufgabe ankamen hatten wir allerdings keine Zeit mehr um uns Gedanken zu machen denn wir waren sofort dran.

  1. Gelände: Der Uferweg des Sees
  2. Am Startpunkt erklärt der Richter die Aufgabe.
  3. Das Team steht an am Ufer es fällt ein Schuß und eine Wassermarkierung die für den Hund gut zu sehen ist. nach Freigabe durch die Richterin Frau Eberhardt darf geschickt werden.
Richterin Heike Eberhadt

Als wir dort am Ufer standen erklärte die Richterin gerade die Aufgabe. Wenige Sekunden später leinte ich Fiene ab und der Schuss fiel.

Geschafft !!!

Juuuhhhhuuuu! Das war das Wichtigste am ganzen Tag. Sie hat das Wasser sofort angenommen. Kein Zögern, kein Fragen… Nix! Sie kam zurück, wählte einen schwierigeren Ausstieg, schüttelte sich nicht und die Richterin, sagte … nichts. „Ne, ich sag die Punkte nicht, dann wisst ihr ja alles schon vorher!“ Ich hätte mir ein Pünktchen abgezogen, dafür dass sie an einer etwas anderen Stelle aus dem Wasser gekommen war. Frau Eberhardt sah das aber anders und wie ich später aus den Ergebnislisten ersehen konnte, hatten wir auch für unsere Wasseraufgabe 20 Punkte erhalten.

Die Anspannung des ganzen Tages fiel von mir ab. Stolz und zufrieden brachte ich meine kleine Heldin für eine verdiente Pause zum Auto. Dort warteten wir auf die übrigen Mudpaws, die so nach und nach eintrudelten. In dieser Zeit erzählte Jens, der sich während wir bei der letzten Aufgabe arbeiteten mit dem Schützen unterhalten hatte, dass Fiene eine der wenigen Hunde gewesen sei, die ohne Schütteln und ohne Ausspucken den Apport gemeistert hätten.

Mein Goldstück ♥

Dann gings zum Suchenlokal. Die Auswertung war im Gange und dann gings auch schon los. Großer Applaus für alle Richter, die Organisation und den Helfern. Jeder Platz wurde bejubelt, jeder bekam eine Urkunde und einen Preis. Bei den Anfängern war die Spannung für mich dann unerträglich…

Warten...

… Platz 25 …. Platz 20 … Platz 15 … Platz 10 …. Platz 8 … Platz 6 „Ivonne Finke mit Delphin“

Herzlichen Glückwunsch!
Moment... ich komme ♥

Mit 91 von 100 möglichen Punkten hatten wir unseren ersten WT bestanden. Ich fands einfach großartig und möchte mich auch hier nochmal bei allen bedanken, die sich für diesen Tag ins Zeug gelegt haben. Der Organisation ein großes Lob für eine tolle Veranstaltung. Den Richtern, die geduldig waren und alles gut erklärt haben. Damit haben sie mir viel von meiner Aufregung genommen und Danke an mein Männlein … den besten Helfer der Welt!