habe ich in diesem Jahr von Heike, Uli, Plum und meinem Bruder Colin bekommen. In meinem e-mail Postfach war ne Nachricht und im Anhang ein richtig tolles Foto von meinem Brüderchen und seiner Kumpeline Plum.
Colin & Plum
Vielen Dank für das hübsche Bild. Natürlich wünsche auch ich euch ein tolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Wenn ich euch das nächste Mal treffe, schlabbere ich euch alle noch nachträglich ab 😉
Was macht man in der kalten, dunklen Jahreszeit wenn an Dummytraining nicht zu denken ist? Aber Moment, warum machen wir den kein Dummtraining. Natürlich machen wir gelegentlich mal ein Voran auf dem Spaziergang aber an eine richtige Trainingseinheit ist nicht zu denken. Es ist zu kalt um die Maus minutenlang auf dem Popo sitzen zu lassen. Markierungen versinken sofort im Schnee und da möchte ich einfach vermeiden, dass sie sich angewöhnt aus einer Markierung eine Suche zu machen. Aber, was so eine richtige Fiene-Arbeits-Maus ist, braucht einfach Gehirnjogging. Ich habe jetzt also meine Bücherregale durchstöbert und diese beiden wirklich guten Standardwerke rausgekramt:
Clicker - Positives Lernen für den HundDer neue Weg zur Freude und Präzisition im Hundesport
Nun ist es mit dem Clickern so ne Sache. Die meisten (schätze ich jetzt mal) von uns Hundemenschen beginnt seinen Hund ganz klassisch zu erziehen. Also zum Beispiel mit der „Locken und Belohnen“ Methode. Hier ist zum Beispiel der Klassiker das Kommando „Sitz“. Der Mensch hält dem Hund ein Leckerchen vor die Nase, führt dieses nach oben, bis der Hund mit dem Popo den Boden berührt. Dann bekommt er die Belohnung (motivativer Weg).
Beim Clickern sucht sich nun der Hund den Weg zur Belohnung selbst. Um bei dem Beispiel des „Sitz“ zu bleiben… Wir haben den Clicker in der Hand und (ganz zu Anfang) wir jede Bewegung des Popos in Richtung Erde geclickt. Außerdem wird spontanes Hinsetzen gecklickt. Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Sitz können wir schon und auf den Clicker ist Delphin auch schon konditioniert jetzt möchte ich aber, dass aus Fiene eine kleine Arbeitsmaschiene wird. Das heißt, sie soll lernen unterschiedliche Verhalten „anzubieten“.
Da Fiene schon ein bisschen clicker vorbelastet ist. Haben wir vor drei Tagen mit dem „Shapen mit Gegenstand“ begonnen. Bei dieser Art des Übens stellt man dem Hund einen Gegenstand zur Verfügung mit dem er Verhalten anbieten kann. Alles was der Hund mit diesem Gegenstand anstellt wird geclickt. Genaugenommen ist das schon ein leichtes Kopf drehen in Richtung Hocker. Denn vor dem Angucken kommt das Kopf drehen zum Beispiel. Ganz wichtig ist, diese Lektionen ganz kurz zu halten …. eine gute Richtlinie sind so zwischen 10 – 15 Leckerchen. Das sind also tatsächlich nur ca. 3 -4 Minuten.
Unser „Gegenstand“ der Hocker
Unser Shape-Hocker
Fiene ist ein kleines Shape-Monster. Sie hat sofort den Hocker abgeschnuppert. Click und Belohnung (nenne ich zukünftig C&B). Nach vier Clicks stand die erste Pfote auf dem Hocker. Das Leckerchen habe ich immer ein bisschen vom Hocker weg geworfen, damit sie sich immer aktiv entscheiden muss, wieder Verhalten mit dem Hocker anzubieten. Nach ein paar weiteren clicks war die Übung beendet.
Bei unserer zweiten Runde habe ich mit den ersten 3 Leckerchen wieder jede gezeigte Aktivität bestätigt. Dann hat sie am Hocker geschnuppert und ich habe nicht geclickt! Sie schaut mich an und das ist ganz wichtig ich schaue auf den Hocker. Sie geht wieder zum Hocker und stellt eine Pfote drauf → C&B! Das ist ein ganz wichtiger Schritt. Sie hat gelernt, ein Ersatzverhalten anzubieten und weiter aktiv mit zu arbeiten. Bei den nächsten Übungen wir nur noch geclickt, wenn eine Pfote auf den Hocker gestellt wird.
Dritte Runde. Gleich von Anfang an wird nur das Aufstellen der Pfote belohnt. Nach ca. 4 – 5 Wiederholungen wieder das selbe Spiel…, der Click bleibt aus. Sie sieht mich fragend an, läuft um den Hocker und wieder eine Pfote und zack, die zweite. C&B!!
Auch in der vierten und fünften Runde sind wir bei diesem Stand geblieben. Wichtig ist, jetzt nicht die Geduld zu verlieren und erst ein weiterführendes Verhalten zu erwarten wenn das gewünschte (zwei Pfoten auf dem Hocker) von 10 Versuchen 8 Mal zuverlässig geklappt hat.
Runde sechs. Fiene bietet jetzt zuverlässig beide Pfoten auf dem Hocker an. Jetzt sollen die Hinterpfoten folgen. Jetzt wird wieder jedes Ansatzverhalten geclickt. Eine Hinterpfote bewegt sich C&B. Nach 5 Clicks „rennt“ die Maus über den Hocker. OK, nicht ganz das was ich wollte aber eine Aktion!
Runde sieben…. Wir sind jetzt bei Tag 4! Fiene läuft über den Hocker und der Click bleibt aus! Warten, Geduld beweisen. Fiene fängt an ihre Möglichkeiten auszuschöpfen. Rüber über den Hocker, mit zwei Pfoten draufstellen, sich daneben setzen … für nix gibt s C&B. Wieder Rüber auf den Hocker und sie bleibt stehn! Das Spiel beginnt jetzt von Vorne. Zukünftig wird nur noch gecklickt, wenn alle vier Pfoten auf dem stehen.
In der achten Runde biete Fiene nach zwei Clicks plötzlich das Sitzen auf dem Hocker an. Von jetzt an wird nur noch das Sitzen auf dem Hocker belohnt.
Runde 9 …. heute Abend ! Jetzt kommt ein Knackpunkt. Ein zweiter Hocker kommt ins Spiel. Nun wird sich zeigen, ob sie logisch denkt… Sie geht zu dem bekannten Hocker, spring drauf und setzt sich…. kein C&B. Ich schaue auf den zweiten Hocker. Fiene springt auf geht dorthin C&B. Innerhalb kürzester Zeit hat sie Aktivitäten mit beiden Hockern angeboten.
bin ich heute noch zu einer kleinen Trainingseinheit gekommen. Mein Mann hat sich als „Brrrr-Männchen“ zur Verfügung gestellt und das mussten wir natürlich nutzen denn, Markierungen arbeiten wir wirklich selten.
Da die Bodenverhältnisse wirklich schwierig waren habe ich mich für eine relativ kurze Entfernung entschieden (zw. 25 – 30 Metern). Es war wirklich schwer für die Maus denn, bisher haben wir auf kurzgemähtem Gras mit einem weißen Dummy geübt. Nun hatte es bei uns ein bisschen geschneit und der Schneebelag wechselte sich mit kleinen Flecken Grün ab. Das weiße Dummy hätte heute also nix gebracht und so haben wir es mit dem Standartdummy versucht.
Übung 1
Stefan wirft D1, ich zähle in Gedanken (21, 22, 23) …. „Fetch it“ Wie ich vermutet hatte, hat sie wirklich Schwierigkeiten gehabt die Entfernung korrekt einzuschätzen. Die Nächste Markierung sollte daher etwas kürzer sein.
Übung 2
Stefan wirft D1 und sobald das Dummy aufschlägt ….. „Fetch it“
Übung 3
Stefan wirft D1 und danach D2 in einem Winkel von 180°. Ich richte Fiene auf D1 (die bekannte Fallstelle) aus …. „Fetch it“ Kein Problem! Die Kleine ist wirklich klasse.
Übung 4
Stefan wirft D1 und danach D2 wieder in einem Winkel von 180°. Diesmal darf sie gleich D2 holen und nach Abgabe schicke ich sie auf D1
Übung 5
Walk Up …. Stefan geht in ca. 20 Metern Entfernung vor uns her. Er ruft „mark“, ich bringe sie ins Sitz, Stefan wirft und ich hole die Dummys. Erst den fünften Wurf darf die Maus holen.
Es war ein kurzes aber sehr erfolgreiches Training… Danke mein „Brrrrr-Männchen“