Unterwegs

Manchmal, wenn ich so unterwegs bin, ganz alleine … ne, nicht alleine nur ohne menschliche Begleitung, dann erwische ich mich dabei tatsächlich ganz im hier und jetzt zu sein. Die Natur mit allen Sinnen zu erleben erfüllt mich immer wieder mir Ehrfurcht. Na ja, Ehrfurcht ist so ein großes Wort … Freude, Staunen, und Glück …. ja, ich bin glücklich und zufrieden. Ich möchte nirgends anders leben …
Als ich heute losgelaufen bin habe ich gerade so eine Regenpause erwischt. Wir sind durch den Wald gelstreunt. Alles hat gerochen wie frisch gewaschen, der Waldboden hat einen Duft von feuchter, warmer Erde, Tannennadeln und Laub verströmt…. An manchen Stellen roch es nach Pilzen. Außer der natürlichen Geräusche der Umgebung war es total still… Wer einmal wie ich in einem Ballungsgebiet gelebt hat (aber eigentlich eine Landpflanze ist) für den ist Stille einfach das höchste Gut. Und dann sind wir aus dem Wald gekommen und dann sieht man das ….

Und hier noch ein paar Schnappschüsse von meiner Rockergang …

Dreamteam Black * Golden
IHHHHHAAAA!
Black Power

Die beiden schwarzen schwimmen einfach schon ausdauernder und einfach so, aus Spaß an der Sache an sich …. Fienchen ist bei der ersten Runde mit geschwommen und danach wie ein Torpedo durch den Wald gedüst ….. klatschnass ist wohl ein noch sehr ulkiges Gefühl für die „Kleine“.

Tag 3 … Standortbestimmung

So, eben ist die vorerst letzte Trainingseinheit für die Freiverloren-Suche gelaufen.

Aufgabe 1 (1 grünes Dummy)

  • Fienchen musste auf ihrem Deckchen warten während ich das Dummy auslege. Um ihre Konzentration auf das Suchengebiet zu unterbrechen ging die Übung los mit ein paar Minuten Heel-Work. Danach wurde ein Markierung gearbeitet. Dann gings in die Suche. Alles wie immer in den letzten Tagen. Ritual, Kommando, sie springt los, nimmt auf und kommt sofort zurück. Es gibt (derzeit) bei ihr keine Zeichen dafür, dass sie ihre Beute nicht mit mir teilen möchte. Ich möchte hier mal ausdrücklich erwähnen, dass ich nach dem picking up keinen „Hier-Pfiff“ mache. Sie schnappts und kommt zurück … und ich bin so stolz!
Aufgabe 1 mit Zwischenaufgabe / Fußarbeit und Markierung

Nach dieser Aufgabe habe ich Delphin ins Auto gebracht. Sie sollte überhaupt nicht mitbekommen wie ich die nächste Aufgabe vorbereite. Zu den vorherigen Aufgaben gibt es nun zwei entscheidende Unterschiede. Zum einen das Warten im Auto und zum anderen wurden die Dummys ca. 10 Meter tiefer in das Suchengebiet eingebracht.

Aufgabe 2 (3 grüne Dummys)

  • Ich hole Fienchen aus dem Auto. Angeleint geht es bis zur Wartezone, dann weiter frei bei Fuß an den Ansatzpunkt. Sie sitzt und schaut gespannt nach vorne. Ritual, „High-Lost!“ und ab geht die Wutz. Bei dieser Suche hat sie das mittig liegende Dummy zuerst gefunden.
    Aufgabe 2 - Suchentiefe 30 Meter

    Sie hat sich schön Wind geholt und allmählich beschleicht mich das Gefühl … sie braucht mich nur zum „feiern“. Nachdem sie das Dummy bei mir abgeliefert hat gehen wir noch gemeinsam die anderen beiden Dummys holen. Wie gestern darf sie das letzte aus dem Suchengebiet tragen und auch genau wie gestern gibts nach getaner Arbeit ein tolles Rennspiel bei dem ganz beiläufig noch der Hier-Pfiff geübt wird.

So, das war unser „Drei Tage intensiv Programm“ nun werden die Dummys für 10 – 14 Tage weggepackt. Es gibt ja sonst auch noch genug zu üben. Leinenführigkeit um Slalomstangen, der Suchenpfiff mit Leckerchen und bei schönem Wetter fahre ich mit ihr bewusst nochmal zum Suchengebiet und mache dort Wartezonentraining.

Keine Dummys deswegen, damit sich kein Druck aufbaut und sie so eine Art „Übertraining“ bekommt. Wer jetzt glaubt, dass es dann in der Freiverloren-Suche munter weiter geht irrt. Uns „fehlen“ noch 2 Aufgaben der Stufe 1 und auch dann können wir nicht einfach weiter stur nach Plan gehen denn, das Zauberwort heißt generalisieren …. Die gelösten Aufgaben müssen noch mehrmals an ganz unterschiedlichen Orten wiederholt werden bis wir zur  Testphase  übergehen können. Für die nächsten Monate also genug Arbeit.

Tag 2 der „Freiverloren-Suche“

Heute habe ich mich ganz bewusst für das selbe Suchengebiet aber zu einer anderen Tageszeit entschieden. Um uns beide in den gewünschten „Trainingsmodus“ zu versetzen ging es zuerst mit etwas Heel-Work los. Als die Konzentration geweckt war durfte sie dann eine Markierung arbeiten.

Den Wartebereich (Handtuch neben der Dummytasche) hatte ich schon so eingerichtet, dass die Maus nicht in das Suchengebiet schielen konnte während ich die Dummys auslege.

Aufgabe 1

  • Ich gehe gegen den Wind um das Suchengebiet damit Delphin nicht zum Erfolg kommt indem sie meiner Spur folgt. In einer Tiefe von ca. 20 Metern lege ich ein Dummy aus. Nun hole ich Fiene im Wartebereich ab. Sie folgt mir frei bei Fuß zum Ansatzpunkt und dann folgt unser Ritual für die Freiverloren-Suche. Ich stelle mich parallel zu ihr auf, mit meiner rechten Hand beschreibe ich einen Kreis in Höhe ihrer Nase… „High-Lost!“    →   Ich habe extra ohne Zwischenaufgabe gearbeitet um Fiene zu einem schnellen Erfolg zu verhelfen und um ihr für die nächsten Aufgaben die nötige Sicherheit zu geben.

Aufgabe 2 (zwei grüne Dummys / Aufgabe 6 im Trainingshandbuch)

  • Delphin soll mit Gegenwind zwei Dummys suchen. Ich gehe also (für Fiene nicht sichtig) um das Suchengebiet und in einer Tiefe von ca. 20 Metern und in einem Abstand von ca. 15 Metern bringe ich die Dummys aus. Ich achte darauf, dass sie von dem jeweils anderem Dummy keine Witterung bekommen kann wenn sie sich auf dem Rückweg befindet. Ich mache mir etwas Gedanken, dass sie vielleicht tauschen könnte ….

Aufgabe 2

Die Aufgabenbeschreibung sagt, dass der Hund nachdem er das erste Dummy gebracht hat sofort erneut in die Suche geschickt werden darf. Ich habe mich dafür entschieden, dass ich jedesmal erneut das Ritual durchführe um sie zu schicken. Fienchen kommt also mit dem ersten Dummy zurück, wird neu konzentriert, „High-Lost!“ und sie geht raus… Nachdem sie den ersten „Fundort“ überprüft hatte habe ich kurz den Atem angehalten. Sie kommt auf mich zu und sieht mich fragend an ????? Ich bleibe stocksteif stehen, schaue sie nicht an und rede nix! Und siehe da nach ein paar Sekunden (gefühlte Stunden!!!!) dreht sie ab und sucht weiter. Ich sehe deutlich, wie sie plötzlich Witterung bekommt, sie schnappt das Dummy und ich bin der glücklichste Hundemensch von Welt.

Ich bringe Fienchen zurück zur Wartezone und setzte mich zu ihr. Sie schaut entspannt in der Gegend rum….

rum gucken ...

und ich studiere das Trainingshandbuch…..

das "Buch der Bücher"

Nach den ersten beiden Aufgaben haben wir uns 10 Minuten Pause gegönnt. Pause bedeutet, es passiert nix! Oft wird ja in Hundeschulen gesagt … „Wir machen 5 Minuten Pause … Gehen sie mit ihrem Hund spielen!“ Bei uns heißt Pause „Wir sitzen zusammen auf einem Handtuch, ich lese und ignoriere die Maus….sie schnauft tief und legt den Kopf ab“

Aufgabe 3 (drei grüne Dummys / Aufgabe 7 im Trainingshandbuch)

  • Die Aufgabe wird wie die vorhergehende aufgebaut. Diesmal werden 3 Dummys in einem Abstand von ca. 10 Metern ausgebracht. Delphin wird allerdings nur einmal in die Suche geschickt, hat aber die dreifache Chance ein Dummy zu finden.
Aufgabe 3

Sie startet in das Suchengebiet und findet das (vom Startpunkt aus gesehen) rechte Dummy als erstes. Nach der Abgabe gehen wir beide gemeinsam auf die Pirsch. Fiene folgt mir frei bei Fuß und ich finde wie zufällig die anderen beiden Dummys. Das letzte durfte sie dann *stolz wie Bolle* aus dem Suchengebiet raustragen. Danach gabs große Party und entspanntes Umhertollen.

Insgesamt hat unser Training incl. Aufgabenaufbau und Wartezeiten 30 Minuten gedauert. Ich bin sehr, sehr zufrieden und ich glaube die Maus ….

ist es auch!

Oder sehen so …. unzufriedene Goldschnäutzchen aus?

.... nein 🙂