Harzer Wandernadel [Nr. 136, 9, 22, 13, 174]

Auf zum Brocken! Ich gebe zu, vor dieser Etappe hatte ich etwas Muffe. HALLOOOO!? Der BROCKEN! Allein der Name flößt einem doch ein wenig Respekt ein, oder?

Brocken_1

Losgelaufen bin ich am Torfhaus um den Weg durch das große Torfhausmoor zu nehmen. Eine wunderschöne Landschaft.

Torfhausmoor_1

Torfhausmoor

So früh am Tag war ich mit den Mädels noch ganz alleine auf diesem Weg unterwegs.

Nachdem das Moor durchquert war, führt der Harzer Hexen Stieg (der jetzt auch der Goetheweg ist) Richtung Rastplatz Eckersprung. Dort wartet der erste Stempel dieser Tour.

Da waren wir doch nicht mehr alleine…

doch nicht alleine

Dieser Stempel hat sich ja mal so richtig gelohnt. Gleich vier Mal konnte ich ihn in die Tinte drücken. In den Wanderpass und die Begleithefte Harzer-Hexen-Stieg, Goethe im Harz und Harzer Grenzweg.

Stempelhefte

Auch nach dem Hexen-Stieg gibt es also noch genug Routen zu erkunden und Stempel zu sammeln.

Nachdem ich dem alten Grenzweg eine Weile gefolgt bin,

Grenzweg

stoße ich auf eine alte Haltestelle der Brockenbahn.

Brockenbahn

Hier finde ich die Hexenstieg Station „Stichwortfahnen“.

Stichwortfahnen

Nach einigen weiteren Metern und einer steilen Rechtskurve passiere ich die Baumgrenze. Der Gipfel ist nicht mehr weit.

Ich gebe zu, ganz kurz beneide ich die E-Bike Fahrer. Mit Leichtigkeit fahren sie den Berg hinauf während ich langsam, Schritt für Schritt, meinen Weg fortsetzte.

Dann sind wir oben!

Oben!

Brocken_2

Es hat sich gelohnt. Ich schaue mir den Brocken Garten an und genieße die gigantische Aussicht. Mehr zum Brocken könnt ihr HIER nachlesen.

Aussicht

Natürlich darf auch Stempel Nr. 009 nicht fehlen.

Stempelkasten_Brocken

Ich hätte hier oben gerne Rast gemacht aber bei diesen Menschenmassen war an Ruhe und Aussicht genießen nicht zu denken. Also mache ich noch einige Fotos.

Goethe_1

Goethe_2

Es scheint wohl klar, dass ich nach dem Hexen-Stieg auf den Spuren Goethes durch den Harz wandern werde.

Heinrich_1

Der Abstieg lief problemlos und ich bin froh, als nach 3 km die Menschenströme immer kleiner werden. Bald in ich wieder fast alleine und finde eine schöne Schutzhütte zum rasten. Mein Wanderführer legt mir einen Abstecher zum Urwaldstieg nahe. Leider ist dieser wegen Bruchgefahr von Bäumen gesperrt.

Es folgen die Stempel am „Gelben Brink“, „Ahrentsklint“ und „Trudenstein“

Ahrentsklint
Ahrentsklint

Da ich ja immer die Mädels mit dabei habe, fallen Kletterpartien über Stahlleitern aus und ich will sie auch nicht einfach anbinden.

Die letzten Kilometer liegen nun vor mir.

Weg

Auf dem Weg zum Hohne Hof treffe ich einen sehr netten Nationalpark Ranger. Er lobt mich sehr und freut sich, dass die Mädels angeleint sind und wir halten ein nettes Schwätzchen.

Der letzte Stempel des Tages wird mir durch eine leckere Waffel und einen Kaffee versüßt.

Hohne Hof

Das ist meine (bisher) längste Wanderung gewesen. Ich bin gut in meinem Tempo gelaufen und so ganz nebenbei darf ich mir morgen meine Harzer Wandernadel in Silber abholen.

Die Sternenstadt

Ich stehe hier auf meinem Freisitz und schaue in den Abend. Ich sehe Sterne, aber auch Blinklichter, die Beleuchtung vom Dorf und auch die nahegelegene Stadt Hünfeld ist gut zu sehen. Aber… diese Dauerbeleuchtung ist keinesfalls gut für unsere Umwelt.

Nacht

Wir befinden uns im Jahre 2019 n.Chr. Alle Städte und Gemeinden Deutschlands sind des Nachts hell erleuchtet… Ganz Deutschlands? Nein! Eine von innovativen Menschen geführte Stadt hat der Lichtverschmutzung den Kampf angesagt.  (na, wem kommt dieser Textpassage bekannt vor?)

Was versteht man unter Lichtverschmutzung? Grob gesagt, ist es überflüssiges oder falsch gelenktes Licht (Streulicht), dass in den Nachthimmel strahlt. Es stört nachtaktive Tiere und auch die Pflanzenwelt. (sehr vereinfacht dargestellt)

Der Stadt Fulda wurde nun von der International Dark-Sky Association die Auszeichnung „Sternenstadt“ verliehen. Fulda hat bereits vor einigen Jahren mit der Umstellung des Beleuchtungskonzeptes begonnen und schon vieles umgesetzt um der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken.

Auf der Homepage findet man auch Informationen, was man als Privathaushalt tun kann um „die Nacht“ zu schützen. Zum Beispiel keine Dauerbeleuchtung mittels Solarkugeln im Garten.

Zu diesem Thema passt auch der „Internationale Sternenpark Rhön“.  Schon im Jahr 2014 wurde das UNESCO-Biosphärenreservates Rhön so ausgezeichnet. Die Region bekennt sich damit zum Schutz der vorhandenen natürlichen Nachtlandschaften.

Wie genau komme ich nun aber auf dieses spezielle Thema? Andrea ist „Schuld“, das Monatsmotto für September lautet nämlich „Licht“ und darum verlinke ich jetzt auch bei der Zitronenfalterin.

 

 

Immer wieder Montags [25|19]

 

1. Am Montag, also heute, habe ich 2 Stempel erwandert.

2. Rückblickend kann ich sagen, dass der Anstieg zum Bismarckturm gar nicht so schlimm war.

3. Die Aussicht die der Harz einem bietet, ist immer wieder schön.

4. Niemals aufgeben, denn …. der Weg ist das Ziel.

5. Wenn man früh genug unterwegs ist, dann trifft man auch noch Wild an.

6. Magst du Baumkuchen? Ich hatte heute ein Stückchen…. lecker 😋

7. In dieser Woche habe ich wandern und einen Besuch im Fahrzeugmuseum auf dem Plan und freue mich auf einen Besuch in der Therme.

In Kooperation mit Martin gibt es den Montagsstarter jede Woche bei Antetanni. Danke euch für die schöne Aktion.