Zum ersten Mal am Klaukenhof

Ach es war so schön alle wieder zu sehen. Es war so ein toller Tag! Aber von vorne….

Nach einer reibungslosen Anfahrt kamen Fienchen und ich pünktlich am Klaukenhof an. Bei strahlendem Sonnenschein, etwas Schnee und Minusgraden gingen wir ins Gelände. Der Weg zum „Basislager“ diente gleich dem Aufwärmen. Mit etwas Verspätung kamen auch Angelika und Norbert mit Tyra, Cheero und Yenne an.

Damit sich niemand seinen Popo abfriert ging es gleich mit dem D-chen Training los. Wir haben Kombinationen gearbeitet aus „Voran“ und „Markierung“.

An der Geländekante nahmen wir mit unseren Jährlingen Aufstellung.

Aufgabe 1

Jeder Hund arbeitet ein Voran. Das Dummy wurde vom Helfer mit Geräusch ausgelegt.

Aufgabe 2

An der Waldkante wurde für den Hund sichtbar ein Dummy, D1 ausgelegt . In einem großen Winkel wurde dann noch eine Markierung geworfen D2. Jetzt wurde der Reihe nach gearbeitet. Der Erste Hund in der Reihe arbeitete das Voran … der Zweite die Markierung. Dann rückte jedes Team einen Platz in der Reihe weiter, so dass am Ende jedes Team die jeweilige Aufgabe abgearbeitet hatte.

Aufgabe 2 + 3

Danach war Pause oder auch Wartezonentraining. Jetzt bekamen wir gezeigt wie die Profis arbeiten und da staune ich immer wieder.

Aufgabe 3

Der Ablauf war wie bei Aufgabe 1 allerdings wurde nun eine Doppelmarkierung geworfen. D2 an die bekannte Stelle und D3 an einen markanten Geländepunkt (Baum). D1 wurde wieder als Halfblind ausgelegt. Es wurde immer erst (heimlich) das Halfblind ausgelegt, dann die Markierungen geworfen und dann wurde nacheinander abgearbeitet. Wieder wurden die Positionen durchgewechselt bis alle Teams die Aufgaben bewältigt hatten.

Mit der rosa Brille betrachtet bin ich suuuper zufrieden mit der Maus, denn schlußendlich hat sie alle Aufgaben lösen können. Objektiv beurteilt habe ich kleine Baustellen entdeckt an denen es zu arbeiten gilt.

Sehr zufrieden war ich mit ihrer Konzentration und mentalen Stärke. Da wir so gut wie nie Gruppentraining machen ist das immer so meine Sorge, dass sie mit anderen Hunden in ihrer Nähe anderes in den Sinn bekommt als zu arbeiten. Kein Problem 🙂

Bei den Markierungen war ich auch glücklich. Da wir diese nicht sehr oft üben (ich will nicht zu viel werfen) macht sie das wirklich klasse.

Was mich am meisten gefreut hat, war das zurückkommen mit „Beute“. Schnell, ohne Spierenzchen zurück zu Frauchen. So eine feine Maus.

Jetzt zu unserer „Baustelle“. Fiene wird von Helfern und von Dummytaschen geradezu magisch angezogen. Bei den Halfblinds ist sie zwar gelaufen, auch gerade aber ….. gerade zu Bernhard und der Tasche ;-). Nun gilt es öfter mal mit Helfer zu trainieren, damit sie lernt, diesen zu ignorieren. Mit Hilfe hat sie dann aber immer auch ihr Voran gearbeitet.

Ganz zum Schluß gabs noch Fotosession mit Gruppen- und Einzelbildern….

na, wer kann sie auseinander halten .... 😉

Jetzt ists ja einfach ...
Mit Angelika und Mama Tyra ♥
... wie die Orgelpfeifen

♥ ganz leise hach sag ♥

So, das wars …. bis die Fotocd’s kommen. Vielen lieben Dank an Heike und Claudia, die mich gleich mit Bildern versorgt haben.

Von unserer abschließenden „Waffelschlacht“ gibt es keine Beweisfotos. Nur so viel. Es wurde herzhaft Gelacht und wieder einmal muss ich sagen …… schade, dass ich so weit von euch allen weg wohne. Es ist immer so schön und lustig mit euch!

Danke auch an Angelika und Norbert, die uns dieses kleine Geburtstagstraining und einen groooooßßßen Kauknochen für die Wauzis geschenkt haben….. der schon weggemampft wurde! Bis bald sagen Fienchen und Ivonne.

Apport mit „Ente“

Endlich wieder schönes Wetter. Endlich wieder Feldwege ohne Schnee und ohne tiefen Matsch. Also hat es sich diesmal wieder gelohnt alles einzupacken. Auch das Deckchen für die Wartezone. Heute wollte ich mit der Maus ein Voran mit Verleitung arbeiten. Dafür hatte ich mit ein Gelände ausgesucht, dass durch 2 Feldwege gerade Lauflinien vorgibt.

Ich habe das Gelände fotografiert, damit man die Zeichnungen noch besser verstehen kann.

Voran mit Verleitung

Aufgabe 1

Ich gehe mit Delphin zum Punkt D1 und lege das Dummy aus. Frei bei Fuß gehts zurück zum Startpunkt. Ich weise sie ein, unterbreche und bringe sie in die Wartezone.

Wartezone "delux"

… da Bank inklusive!  Hier haben wir es uns richtig gemütlich gemacht und die Sonne genossen. Aber wir sind ja nicht zum Faulenzen hier raus gefahren.

Aufgabe 2

Zurück gings zum Startpunkt. Ich weise sie ein „get out“ aber …. sie läuft nur zögerlich los und bleibt stehen :-0 *hmmmm* Also nochmal von vorne! Ich setzte Fiene am Startpunkt ab und laufe selbst nochmal zu D1. Ich zeige ihr, dass sie sich sicher sein kann, dass dort was liegt.

Als ich sie jetzt schicke wars überhaupt kein Problem.

  • Scheinbar haben die Wochen ohne Warten ihrem Gedächtnis etwas „geschadet“. Das Arbeiten mit zeitlicher Verzögerung wird also nun langsam wieder aufgebaut.

Aufgabe 3

Wiederholung von Aufgabe 2. Ich setzte sie ab, lege das Dummy aus und gehe zu ihr zuück. Dann machen wir ein paar Meter „Fußarbeit“ bevor ich sie erneut schicke. Na also, es geht doch.

Aufgabe 4

Wir gehen gemeinsam (sie frei bei Fuß) zu D1 und legen das Dummy aus. Zurück am Startpunkt drehen wir uns um 90° und ich werfe die Verleitung auf den Acker. (sie war seeeehhr hibbelig). Dann habe ich sie zurückgedreht und bin mit ihr drei Schritte auf D1 zu gelaufen.

Einweiseritual, „get out“ ! Klasse. Schnurgerade ist sie losgedüst und hat D1 gebracht.

Jetzt hatten wir uns wieder eine Pause in der Sonne verdient.

Pigmente haschen 😉

Aufgabe 5

Zum Abschluss wollt ich die Übung dann nochmal umdrehen. Ich habe Fienchen wieder am Startpunkt abgesetzt und das Dummy bei D1 ausgelegt. Danach haben wir uns erneut um 90° gedreht und ich habe ihre Verleitung (jetzt Markierung) geworfen. Nach den Werfen habe ich leise gezählt 21…..22…..23…..24….. „fetch it“

Kein Zögern …… Ente holen ist das Größte….

Ich komme ....
... bin gleich da!!!!

Wie sie so mit voll Speed zu mir zurückkommt, wird sie plötzlich langsam und schaut nicht mehr auf mich, sondern auf einen Punkt hinter mir ……. Ich drehe mich schnell um und da steht die „Verleitung des Jahrhunderts“ ca. 25 Meter hinter uns auf dem Feldweg. Der ortsansässige Jäger mit seinem Deutsch Drahthaar. Ich gehe in die Hocke und Fienchen eilt mit ihrer Beute in meine Arme, so als ab sie fürchtet, das ihr der schnauzbärtige Riese diese sicher streitig machen möchte. Der Apport wurde beendet, Fienchen angeleint und dann saß sie brav neben mir als die beiden an uns vorbei gingen. So eine liiiiiiieeeeeeeebe Schnuckelmaus!

Geschafft!

Das Wetter

nun ja, was soll ich sagen. Eigentlich finde ich den Winter wirklich toll. Die weiße Pracht versetzt die Umwelt in eine angenehme Stille. Man kann ganz einfach Tierspuren verfolgen und bei Sonnenschein glitzert die ganze Welt. Das Beste ist aber, dass die Hunde einfach nur nass sind und nicht schmutzig :-). Aber leider hat der Winter auch einen großen Nachteil. Frau und Hund kommen einfach nicht so zum trainieren wie sie es gerne möchten.

Es ist einfach zu kalt um die Maus lange auf ihrem Popo sitzen lassen zu können. Sie hatte ja diesen Winter schon mal Husten und da bin ich natürlich jetzt vorsichtig. Markierungen sind fast unmöglich, da die Dummys im Schnee versinken und Delphin in eine Suche verfällt. Das ist überhaupt nicht erwünscht und so muss das Training für Markierung wirklich warten bis die weiße Pracht wieder verschwunden ist.

Weiter an der Suche arbeiten geht auch schlecht, da wir mit unserem Auto einfach nicht bis an den Wald kommen der Schnee und dessen Verwehungen machen es unmöglich die Feldwege zu nutzen und zu Fuß wäre ich fast 40 Min. unterwegs … zu lang um danach noch zu Arbeiten.

Außerdem will ich der Maus mit total panierten und vereisten Dummys nicht den Spaß an der gemeinsamen Arbeit vermiesen und so verstreicht die Zeit, ohne dass wir weiter gezielt arbeiten. Alle wichtigen Bereiche scheinen zu ruhen aber und hier muss ich mich Katrin anschließen …. Viele Aufgaben bestehen aus winzig kleinen Teilschritten, so wie eine Perlenkette aus vielen kleinen Perlen besteht. Eine wunderschöne Kette besteht also aus vielen, perfekten Perlen.

Verhaltenskette nennt man das im Training. Zum Beispiel eine Markierung. Für den nicht wissenden Beobachter rennt der Hund zu einem Gegenstand, schnappt ihn und bringt ihn zu seinem Frauchen um ihn dort abzuliefern. Fertig!

Wir, die wir mit unseren Hunden arbeiten wissen, dass es etwas ganz anderes ist:

  1. Der Hund sitzt ruhig am Bein und beobachtet, wie ein Dummy fliegt und fällt.
  2. Er merkt sich die Fallstelle
  3. Erst auf Kommando geht der Hund schnell und freudig raus und rennt direkt zur Fallstelle.
  4. Ohne zu zögern nimmt er das Dummy auf und trägt es mittig, ohne zu knautschen.
  5. Er kommt sofort, schnell und freudig zu seinem Frauchen zurück.
  6. Das Dummy wir erst auf Kommando „Aus“ oder „Danke“ in die Hand des Hundeführers abgegeben.
  7. Der Hund sitzt ruhig während das Dummy wieder in der Weste verschwindet.

Einige dieser Verhalten kann man oder sollte man einzeln üben und erst zum Schluß das gesamte Verhalten zusammenfügen. So kann man zum Beispiel das Tragen des Dummys üben oder auch das Halten oder das sogenannte „einparken“.

Delphin hat in diesen schneereichen Wochen wirklich wenig mit dem Dummy gearbeitet und im Haus haben wir einfach nur Kunststückchen gecklickert… das aber reicht der Maus nicht! Also habe ich auf den Spaziergängen immer ein Dummy mit und lasse sie auf den Feldwegen auf denen ein gerader Trampelpfad entstanden ist lange Strecken voran laufen …. 40 – 70 Meter sind da kein Problem. Das Dummy sieht sie ja gut liegen und ich erhoffe mir so eine gute Kondition und auch das Vertrauen in lange Strecken gut ausbauen zu können. Das geht allerdings nur zwei bis drei Mal und auch nicht jeden Tag … wird dann zu eintönig. Was also tun??

Der Sitzpfiff, genau! Schnell umdrehen, auf den Popo setzten und ….. der Ball flieeeeeeegt! Gut, kann die Maus. Auch auf Entfernungen zwischen 15 und 20 Metern. Ja, auch wenn Cosma dabei ist. Für die nächsten Schritte bräuchte ich nun wieder einen Helfer…. Eine Perle an der wir später weiterarbeiten müssen.

Suchenpfiff … Hmmm… da war doch was… ja, genau da setzten wir an. In den letzten Wochen haben wir den Suchenpfiff natürlich bei den gearbeiteten „Vorans“ gegeben. Immer wenn Fienchen kurz vor dem Dummy war habe ich unseren „Tüt Tüüüt Tüt Tüüüüt“ Pfiff abgegeben. Aber hat sie auch wirklich verstanden was dies Pfeifsignal bedeutet?

Heute kam der Test. Zuerst habe ich sie abgesetzt und um sie rum einige Leckerchen verstreut. Dann habe ich mich einige Schritte entfernt und den Suchenpfiff gegeben. „Tüt Tüüüüüüt Tüt Tüüüüüt“ sie sitzt da und schaut mich an ….. „Tüt Tüüüüüt Tüt“ Sie hüpft auf, nimmt die Nase runter und sucht!!! JA! STRIKE!!! Nun war das ja nicht sonderlich schwierig, hatte sie ja doch gesehen, das ich die Leckerchen ausgelegt hatte.

Unser Spaziergang setzte sich fort und am Wegrand war ein kleineres Gestrüpp. Nächster Test. Ich setzte Fienchen auf dem Weg ab und gehe ca. 5 Meter weiter… Dann tue ich so, als ob ich an einigen Stellen etwas hinlege und tatsächlich lege ich auch an einem Plätzchen ihren geliebten Tennisball aus.

Ich rufe sie zu mir und als sie auf der Höhe des Gestrüpps ist gebe ich den Suchenpfiff und weise mit der linken Hand nach links … logisch oder … und sie springt nach links und sucht. Sie findet das Bällchen und die Party ist groß! Das macht ihr richtig Spaß. Erst jetzt merkt man, wie sehr ihr richtige „Erfolgserlebnisse“ fehlen. Das Clickern ist für das Arbeiten mit Dummy und dem „mir zutragen“ definitiv kein Ersatz.

Bei meiner letzten Übung läuft Fienchen einige Meter vor mir her. Von ihr unbemerkt werfe ich den Ball ein eine niedrige Deckung und bleibe stehen. Sie sieht sich zu mir um und ich rufe sie…. In Höhe der Deckung bekommt sie wieder den Suchenpfiff mit einer richtungsweisenden Handbewegung…. Sie sucht und findet! Yep, das wars für heute.