Liegen und Bleiben!

Heute war wieder Zeit für ein ausgedientes Ruhetraining. Delphin soll ja, so die Theorie, erst aus ihrer Box kommen, wenn sie gerufen wird. Außerdem soll sie natürlich ruhig warten. Deshalb sind wir heute in’s Gelände gefahren und haben an einer Bank angehalten. Alles so wie immer. Aussteigen, Kofferraumhaube auf, Weste anziehen, Leine Umhängen…. Fiene liegt brav in ihrer Box und guckt zu… ein feines Mädchen. Ich mache die Tür des Kennels auf und gebe das Kommando „bleib“, drehe mich um, gehe zur Bank, setze mich und lese eine Zeitung. Nach ca. 5 Minuten stehe ich auf und lobe Fienchen ausgiebig. Trotz offener Tür ist sie brav liegen geblieben.

Und gleich weiter zur nächsten Übung. Delphin angeleint, aus dem Auto raus und dann habe ich mich wieder auf die Bank gesetzt und gelesen. Zuerst war mal Schnuppern angesagt aber (ich habe auf die Uhr gelunzt) nach genau 1,5 Minuten hat sie sich hingelegt, den Kopf auf die Pfoten, einmal tief geschnauft und dann lag sie da. Wie ein alter Hase erfahrener Jagdhund.

Zur Belohnung gabs dann noch 3 Vorans auf unser Einweisestäbchen natürlich immer in einer anderen Version:

1. Fienchen und ich gehen (Fienchen bei Fuß) gemeinsam zu dem Stäbchen und sie sieht, wie ich ein Dummy hinlege. Wir drehen um und bei Fuß gehts wieder zurück zum Startpunkt. Entfernung ca. 10 Meter. Einweiseritual – GET OUT! Die Kleine losgedüst, Dummy geschnappt und zurück zu mir und da haben wir dann eine dicke Party gefeiert.

2. Fienchen bleibt am Startpunkt sitzen und ich laufe in einem großen Bogen zu dem Stäbchen. Sie sieht wie ich das Dummy auslege und wie ich in dem selben großen Bogen zu ihr zurückkomme. Einweiseritual – GET OUT! Schnurgerade flitzt sie los, Mäuselsprung auf das Dummy, geschnappt (wie eine Zigarre) und sofort zu mir zurück. Und wieder Party!!!

3. Fienchen bleibt am Startpunkt sitzen und ich laufe wieder in einem großen Bogen zu dem Stäbchen. Das Dummy wird hinterlegt und ich laufe weiter von Fienchen weg. Nun bilden das Stäbchen, Fienchen und ich ein Dreieck. Das Kommando „HIER-PFIFF“ Fienchen läßt dass Dummy links liegen, kommt zu mir an meine linke Seite, Einweiseritual – GET OUT! YEEEAAAHHHH!!!! Du bist ein kleiner Wunderhund!

Danach haben wir natürlich ausgiebig gespielt und getobt. Nun liegt sie friedlich schnorchelnd auf der Couch …. meine Süße!

Training mit Helfer

Heute habe ich Nadine besucht. Cosma und Fienchen ins Auto gepackt und los gings. Während wir uns noch mit einem kleinen Frühstück stärkten, haben meine beiden Damen im Auto gewartet. Bei offener Klappe konnten sie die Nachbarschaft bei der Gartenarbeit beobachten. Die Begegnung von Maya und Delphin (beide angeleint) war für die Maus erstmal sehr schwierig! Kurz musste ich überlegen,ob ich ihr evtl. Kängurufleisch gefüttert habe so ist sie neben mir hoch und runter gehüpft.

Da war erst Geduld gefragt. Bevor sich Fienchen nicht „benommen“ hat gings halt auch nicht weiter. Nach einigen Sekunden ruhigem Sitzen und ein paar ordentlichen Runden bei lockerer Leine kam das erlösende „und ab“! Und dann gings wirklich ab …. rennen, flitzen, rumkullern …. alles was das Hundeherz mag.

...lieber erst mal hinwerfen ...

Auf dem Weg zu unserer Wiese hat Delphin wieder einmal gezeigt, dass sie zwar die Gesellschaft anderer Hunde mag … das Apportieren aber doch wichtiger ist. Die Maus hat zum wiederholten Male einen toten Maulwurf gefunden und zu meiner großen Freude auch gleich zu mir gebracht. Demnächst muss ich mir echt ein paar Handschuhe und ein Sakrotan-Tuch mitnehmen … ist nicht immer appetitlich sich diese toten Lebewesen in die Hand geben zu lassen.

Nachdem Cosma und Delphin brav gewartet hatten währen Maya gearbeitet hat durfte die Fienemaus zeigen was sie gelernt hat.

Video Heelwork & „Get Out“

Das hat die Kleine wirklich klasse gemacht. Besonders zufrieden bin ich, da sie ganz offensichtlich die richtigen Verknüpfungen gezogen hat. Wir haben bisher ja nie mit Helfer gearbeitet. Delphin konnte also immer zusehen, wie ich den Napf weggetragen und die Leckerchen rein gemacht habe. Heute saß sie die ganze Zeit neben mir und Nadine hat den Rest erledigt. Da Nadine ja auch in der Verlängerung zum Futternapf stehen blieb war sie natürlich auch eine Art Ablenkung für Delphin. Und dann waren wir auch an einem fremden Ort.

Bei den nächsten Übungen zum Voran werde ich Delphin an den „Einweisestab“ gewöhnen. Dann wird der Futternapf an den Stab gestellt und sie dann aus den unterschiedlichsten Winkeln auf das Stäbchen geschickt. Das wird das nächste Teilchen des 10.000 Teile Puzzles sein.

Zum Abschluß durfte natürlich ein bisschen planschen im Matschloch nicht fehlen und auch ein Gruppenfoto von den drei Damen war noch möglich…

Schlammpackungen sollen ja schön machen!
Die drei Grazien
Der Blick ... schmacht!

Huuuuaaaahhhh, bin ich müde! So ein Leben als zukünftiger Jagdhund ist schon manchmal anstrengend. Aber jetzt kann ich ja schlummern…..

Hundemüde

Voran … mit Verleitung!

Inzwischen haben die Bauern ja die Wiesen das erste Mal gemäht. Das eröffnet uns natürlich neue Möglichkeiten beim Voran Training. Wie jeden Tag  habe ich also für Fienchen gut sichtbar unsere Tasche gepackt. Die Welpen- und Pocketdummys, der Futternapf, ihr Deckchen. Völlig unaufgeregt nimmt sie dies zur Kenntnis. Das liegt wohl auch daran, dass ich das jeden Tag mache. Ja, auf einer unserer Pipi-Runde nehme ich täglich unsere Arbeitstasche mit und mal Arbeiten wir dann tatsächlich, meistens aber nicht. So habe ich versucht … und wohl bisher auch geschafft …, dass sie nicht schon hochdreht, wenn sie nur die Dummytasche sieht.

Und so sind wir  heute auf die „Schafwiese“ gegangen. Dort haben wir uns eine Strecke entlang des Zaunes gesucht, so dass dieser als Leitlinie fungieren konnte.

Wie jedes Training fing dieses auch wieder mit Konzentrationsübungen und Fußarbeit an. Dann durfte sie ein Voran auf den Napf arbeiten. Auf „Get Out“ geht sie richtig schnell raus und macht vor dem Napf einen kleinen „Beutesprung“! Nach dieser ersten kleinen Einheit kam das, was bei jedem Training seinen festen Platz hat. Die Ruheübung. Neben der Tasche liegt das Deckchen / Handtuch und Fienchen wir dort abgelegt. Während sie dort liegt sammel ich den Napf ein, lauf noch ein bisschen rum und dann kam die perfekte Ablenkung … eine Spaziergängerin mit Hund.

Diese blieb einen Moment am Zaun stehen und wir schwatzen kurz. Fienchen bleibt derweil ganz ruhig auf ihrem Deckchen liegen. Kommentar der Frau …. die ist ja lieb!

Warten....

Dann gings weiter mit dem nächsten Voran. Diesmal habe ich die Entfernung etwas erhöht und bin dann mit Fienchen bei Fuß bis zum Napf gelaufen. Dann hat sie gesehen, wie die Leckerchen hineinkullern und zurück gings zum Startpunkt.

„Get Out“ …. SUPER! und wieder heißt es …

Warten ....

Nach einer erneuten kleinen Pause habe ich Fienchen an den Startpunkt gesetzt, zum Napf, Leckerchen ablegen und zurück zu Fienchen. Diesmal hat sie die weitere Entfernung gut angenommen ohne die Strecke vorher mit mir gelaufen zu sein.

Ganz braves Fienchen. Der aufmerksame Leser fragt sich nun sicher „Wo war denn nun die Verleitung?“….. Ja, wie ich schon sagte, es ist die „Schafwiese“ und was machen Schafe auf einer Wiese? Fressen. Und das kommt ja irgendwann mal wieder raus? …. Diese „Knödel“ haben, zumindest auf meine Hunde, eine fast unwiderstehliche Anziehungskraft. aber nicht auf Delphin. Sie saust zum Napf, frisst ihre Leckerchen und auf dem Rückweg schnappt sie sich einen Knödel und bringt ihn stolz zu mir. Ich habe das Gefühl sie denkt, dass sie mir doch irgendwas mitbringen muss. Hmmmm, sind wohl die Gene.

Und wieder …

Warten...

Da sie sich ja nicht angewöhnen soll mir immer irgendwas anzuschleppen habe ich sie zum Abschluss abgesetzt und auf eine kurze Entfernung ein Welpendummy ausgelegt. Gut sichtbar. Zurück zu Fienchen, am Fuß ausgerichtet, „Get Out“ …. losgeflitzt, aufgenommen und sofort zurück um mir das Dummy in die Hand zu geben. „STRIKE“ Fienchen du bist echt ne Wucht!

Spielen und Entspannen!