4. Jahresabschluß WT – Golden Worker Retrievertraining

Morgens um 4:00 …… ist die Welt auf keinen Fall in Ordnung! Der Wecker klingelt und ich hatte sofort einen Gedanken im Kopf: „Du musst verrückt gewesen sein in „F“ zu melden!“

Nun war der Drops aber gelutscht und nachdem die ganze Familie reisefertig war fuhren wir los in Richtung Klaukenhof.

Pünktlich um 8:00 kamen wir an. Zimmer beziehen, melden und Startnummer abholen und vielen, inzwischen üblichen Verdächtigen  guten Bekannten Hallo sagen.

Nach der Begrüßungsrede von Angelika zogen die Gruppen los um sich dem Tag zu stellen. Schnupper-, Anfänger-, Fortgeschrittene- und Offene-Klasse stapften den Berg hoch ins Gelände um sich dann in drei Gruppen aufzuteilen.

Wir, die F’s starteten bei Sandra Lemke.

Sandra Lemke

Zwei Teams stehen auf einer Wiese in einem „Kessel“.  Am oberen Rand ist höherer Bewuchs (Büsche, Bäume und hohes Gras) und ein Waldweg verläuft um diesen Kessel herum.

Ein Helfer geht auf dem Waldweg entlang (blau-gestrichelte Linie) und beschießt ein Blind auf 13 Uhr. Dann setzt er seinen Weg fort und

beschießt ein weiters Blind auf 11Uhr (je ca. 40 m). Beide Teams drehen sich um 180° und ein nicht sichtiger Helfer wirft eine Doublette in einen stark bewachsenen Hang (ca. 70 m).

Die Teams drehen sich zurück und der rechte Hund holte das rechte Blind und das linke Team arbeitet das linke. Danach drehen sich die Teams zurück und der Hund der als zweites das Blind arbeiten durfte, arbeitet als erster die Doublette.

Das ging ja schon knackig los. Man soll ja gar nicht meinen, wie viele Gedanken einem durch den Kopf schießen in den paar Minütchen in denen die Richterin die Aufgabe erklärt.

Doublette … hatten wir zum letzten Mal beim Seminar „Arbeiten aus der Linie“ … da ging es total in die Hose. Zwei Blinds in so einem (für uns) engem Winkel ……

Ich durfte zuerst auf das Blind schicken. Trotz, dass ich sie gut auf diesen rechten Baum ausgerichtet hatte lief sie fast genau gerade zwischen den beiden Bäumen (der Weg, den wir gekommen waren). Stopp …. Out nach rechts…. Suchenpfiff … Dummy 1 zu Hause!

Danach schickte Tanja ihre Taiga die ihren Job richtig gut machte. Wir drehten uns und nun durfte Taiga als erstes arbeiten… und die ist richtig schnell…. Tanja musste etwas händeln aber Dummy 3 … drin.

Jetzt begann ich wirklich an zu schwitzen. Ich konzentrierte Fiene lange in die Richtung des Fallbereichs. Trotzdem nahm sie sich ein Beispiel an Taiga und wollte am unteren Wiesenrand weiter nach hinten ins Gelände laufen. Ich stoppte sie sofort und schickte sie nach links hoch…. Suchenpfiff … Dummy 4, bei mir.

(16 Punkte)

Norbert Theuerkauf

Zwei Teams stehen auf einer leicht abschüssigen Wiese am linken Rand ist sie vom Wald begrenzt. Auf 10 Uhr ist Lücke zwischen den Bäumen dort steht ein nicht sichtiger Helfer welcher ein sehr kurzes Treiben veranstaltet.  Auf gerader Linie also auf 12 Uhr saßen zwei Helfer mitten auf der Wiese. Diese warfen direkt im Anschluß an das Treiben eine Markierung nach rechts (ca. 50 m) – Fallstelle nicht sichtig. Nach diesem Szenario folgte ein kurzer Walk up. Es wurde dann überkreuz gearbeitet. Der rechte Hund wurde ins Treiben geschickt, der linke danach auf die Markierung. Die Plätze wurden getauscht und die Aufgabe beginnt von Neuem.

Au Backe! Gut die Aufgabe schien durchaus lösbar … ABER!!! …. die größte Schwierigkeit war wohl, das Stefan der Helfer war der mitten auf der Wiese stand. Fiene guckte wärend des Treibens – ganz konzentriert – zu den Helfern… Schitt das konnte ja was werden. Die Markierung fiel und die hatte sie natürlich super auf dem Schirm.

Ich richtete sie auf die Lücke aus … get out! Sie ging (ufff), allerdings sieht eine gerade Linie durchaus anders aus und so blieb sie an der Waldkante ca. 20 m vor der Lücke hängen und wurde langsamer. Bevor sie sich umdrehen und fragen konnte pfiff ich sie ins Sitz. Lange konzentrieren, den rechten Arm lange oben, sie guckt mich an ….. back!!! Und ratzi fatzi hatten wir nach einem „high lost“ unser Dummy als sich die Aufgabe wiederholte arbeitet Fiene ihr Mark.

(18 Punkte)

Und wieder ein Blind …. oh Gott, ich hatte das Gefühl, dass wir bald an unserem Limit angekommen sein könnten. Fiene lag auf ihrer Decke und … schlief! Jetzt musste das „Doping“ ausgepackt werden. Nachdem Fiene ja auf unserem Spaß-WT geschlottert hat wie Espenlaub hatte ich mir ja wirklich Gedanken gemacht, ob sie vielleicht zu viel Energie verbraucht um „warm“ zu bleiben und darum manchmal ihre Konzentration flöten geht. Ich hatte ihr in den letzten Tagen Futter mit etwas mehr „Power“ gegeben. Außerdem hatte ich, extra für diesen Tag, ein Kronch Pemmikan bestellt. Das ist sowas wie ein Energieriegel für Hunde. In der Vergangenheit war mir ebenfalls aufgefallen, dass sie bei Seminaren und auch WT’s sehr wenig trinkt. Um das zu verbessern hatte ich noch ein Fläschchen „Aktikult“ mit… davon einen Schuß in den Saufnapf und los ging das Geschlabber.

Der Energieriegel schien wirklich zu schmecken den auch Colin stellte sich an um ein Stückchen abzustauben. Weiter ….

Atze Teutenberg

Wieder stehen zwei Teams auf einer Wiese. Vor uns verläuft ein stark bewachsener Graben (fieses, pieksendes Zeug). Hinter dem Graben geht die Wiese weiter und steigt nach rechts leicht an. An einem Zaun und einem Bewuchsstreifen wird ein Blind beschossen. Entfernung ca. 70 – 80 m.

Danach fällt auf auf unserer Seite des Grabens in ca. 40 m eine Markierung in hohen Bewuchs.

Andere Stelle … ähnliches Problem. Wenn sie keine genaue Vorstellung hat wo genau ein Dummy liegen könnte, hält sie sich an eine vorhandene Leitlinie. Sie spurtete also über dem Graben um an diesem entlang in Richtung der Baumgruppe (dem Mark) und der (für mich) nächsten Leitlinie (dem Zaun). In dieser Ecke angekommen war Fienes Idee zurück über den Graben und die Markierung einsammeln… Aber ich war schneller! Als sie in der Ecke angekommen war habe ich sie gestoppt bevor sie auch nur eine Pfote in Richtung Graben setzen konnte. Linker Arm raus… wieder lange konzentrieren … Out nach links… und ohne Zögern geht sie am Zaun lang nach oben. Suchenpfiff und das Dummy ist zu Hause. Ich konnte es echt kaum glauben das das alles so gut funzte!

Das Mark im zweiten Durchgang arbeitete sie perfekt und wir hatten nun die Hälfte der Aufgaben geschafft.

(18 Punkte)

Wieder packten wir Rucksack, Stuhl und Tasche und pilgerten durchs Gelände. Es wartete

bei Sandra Lemke auf uns

Die erste Einzelaufgabe des Tages. Das Team steht im Wald das Gelände ist ansteigend. Auf dem Kamm steht ein Helfer. Dieser wirft nacheinander eine Markierung nach rechts und dann nach links. Von beiden Markierungen sieht man nur kurz und unterbrochen die Flugbahn. Das rechte Dummy fällt hinter die Kuppe das linke Dummy hinter einen Bereich von kleinen Nadelbäumchen. Für jedes Dummy muss der Hund außer Sicht und somit selbstständig Arbeiten. Entfernung ca. 30 m. Das zuerst geworfene Dummy sollte auch als erstes geholt werden.

Fangen wir mal von hinten an… Meine Nerven !!!!!!!

(12 Punkte)

Tja, ich war mir sicher, dass sie beide Markierungen gut auf dem Schirm hat. Sie hatte aufmerksam „gehört“ als sie auf den Boden plumsten. Ich richtet sie überdeutlich auf das rechte Dummy aus und … fetch it!

Es folgte unser persönliches Waterloo des Tages. Auf dem Kamm angekommen drehte sie beinahe im Flug nach links und ich konnte sie gerade noch stoppen bevor sie außer Sicht gewesen wäre. Es folgten 3 – 4 Versuche sie nach rechts und weiter nach hinten ins Gelände zu bekommen … Es war wie verhext! Zwischendurch war sie in diesen Minitännchen verschwunden. Ich pfiff sie rein … da war sie, unsere 0… ABER … Sie kam so perfekt zurück, dass ich einen letzten Versuch wagte. Sie saß jetzt ca. 3 Meter vor mir in direkter Linie hinter ihr lag das Dummy. Konzentrieren und über die linke Schulter drehend … back! Und diesmal kam sie über die Kuppe und fand. Das zweite Mark war dann nur noch Formsache…. wollte sie ja eh von Anfang an viel lieber holen …. kleines Läusehirn!

Nach der Aktion brauchte ich erstmal einen Schnaps! Oh man, die ist auch wirklich immer für ne Überraschung gut die Maus. Tstst!

Es blieb nur wenig Zeit zum Verschnaufen oder Verrückt machen.

Norbert Theuerkauf

Das Team steht auf einem Waldweg. Durch einige Bäume kann man ein Treiben beobachten, dass am Rand der unterhalb gelegenen Wiese stattfindet. Aus diesem Treiben heraus fallen drei Markierungen.

Danach folgt ein Walk Up in Richtung des Wieseneingangs (ca 20 m).

Dort angekommen sollte der Hund 2 von 3 Dummys einsammeln.

Fiene hatte aufmerksam zugesehen und gehört, was da unten auf der Wiese abging. Die Fußarbeit war gewohnt gut und als wir am Wieseneingang angekommen waren richtete ich sie gut aus und schickte sie mit „fetch it“ raus. Zielstrebig lief sie in den Fallbereich der Dummys, gebrauchte ihre Nase und schon war sie wieder da. Dummy Nr. 2 wieder ausrichten, wieder schicken …. picken … und dann sah sie Stefan und musste ihn begrüßen gehen 😦

Doppelpfiff … sehr energisch … und sie kam zu mir. „Schade sagte Norbert, das wäre ne glatte 20 gewesen… hab aber berücksichtigt, dass es das Herrchen ist…“

(19 Punkte)

So, jetzt gings zur finalen Station.

Atze Teutenberg

Noch eine Einzelaufgabe zum Schluß. Das Team steht auf der Wiese. In einiger Entfernung wieder der fies bewachsene Graben. Auf der anderen Seite der Helfer, Entfernung ca. 60 – 70 Meter.

Es beginnt mit einem Wal Up – nach einigen Metern fällt ein Schuß aber es fällt kein Stück. Kommentar von Atze „Na, die treffen ja heute schlecht!“ konnte Fiene nicht aus der Ruhe bringen. Weiter Walk up – wieder fällt ein Schuß und die Markierung fällt den Hang hoch. Nach Freigabe darf gearbeitet werden.

Was soll ich sagen, bis auf das sie etwas weiträumiger um den Fallbereich unterwegs war, hatten wir das letzte Dummy des Tages im Sackin der Weste.

Das war er also, unser erster F-WT *ischkannsnetfasseundkringelmischvorFreudeuffdeErderum* wir sind tatsächlich ohne Null durchgekommen. Das war das erklärte Ziel… nun blieb abzuwarten, dass wir auch unser zweites, erhofftes, Ziel erreicht haben … nicht Letzter werden…

Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass es ein äußerst erfolgreicher Tag für die Golden Worker Familie war…. 1. und 3. Platz bei den Schnuppis, 1., 2., 4. Platz in der F und in der O waren Platz 1. und 3. von Golden Workern besetzt.

Fiene und ich belegen mit 101 von 120 Punkten und sehr gut den 11. Platz von 17 Startern. Nun hört sich das alles nicht sooooo spektakulär an …. aber für mich war es ein sensationeller Tag und ein super tolles Ergebnis das Selbstvertrauen gibt für das nächste Jahr… Unser erstes Jahr in der Fortgeschrittenen Klasse!

Ich möchte mich bei den Organisatoren Geli und Norbert, den Richtern, allen Helfern, dem Revierinhaber und bei allen Teilnehmern für die tolle, familiäre Stimmung bedanken… Ganz besonders aber bei allen D-chen Besitzern…. es ist immer schön euch zu treffen, ihr helft mir sehr meine Nerven nicht zu verlieren… ihr seid die Besten *drück euch*

1. Göttinger Workingtest

oder ….. „So ein Tag, so wunderschön wie heute …. lalalala ….. so ein Tag….. träller!!!!“

Neues Wochenende, nächster WT Start. Diesmal führte uns das Navi nach Liebenburg in der Nähe von Goslar. Ab 11:00 Uhr konnten die Anfänger melden und so mussten Fiene und ich mal nicht mitten in der Nacht losfahren.

Erstaunlicherweise kamen wir über die A7 gut durch und hatten Zeit für einen schönen Spaziergang. Wie sich viel später herausstellen sollte vertrieb dieser den „JetCarlag“ und dies sollte uns sehr entgegenkommen.

Im Bereich der Anmeldung traf sich wieder die ein Teil der Bewohner von „Retrieverdorf“ und inzwischen finde auch ich immer mehr bekannte Gesichter. Aber auch hier verwandelten sich virtuelle Freunden in tatsächliche. So erkannte ich zum Beispiel gleich Nina und Vanessa mit ihren Braunlingen. Jürgen war mit Fienes Bruder Scout am Start, Micha war zum Helfen da, Lisa mit Isimo … Es war eine heitere und lockere Stimmung als die Sonderleitung zur Begrüßungsrede ansetzte. Wie üblich wurden alle Richter vorgestellt: Anja Helber, Carsten Schröder, Oliver Kiraly und Henry Marcussen…. Breites Grinsen bei allen… Henry… neeeeeee, der heißt doch Henny ! … Nur um es gleich vorweg zu nehmen… das war wirklich der einzige Fehler, der mir in diesen zwei Tagen aufgefallen ist! Und da, gibt es wirklich deutlich dramatischere Dinge, die schief gehen können.

Wir wurden unseren Stuarts zugeteilt und liefen los zu unserer ersten Aufgabe. Wir starteten bei Anja Helber und hatten somit den weitesten Weg. Dieser Umstand ermöglichte uns eine ausgiebige Konzentration auf wichtige geschäftliche Angelegenheiten 😉

Fiene war ruhig. Für meine Begriffe… zu ruhig! Ich ging etwas abseits um sie wach zu spielen. Ich verzichtete auf Fußarbeit stattdessen zergelte ich mit ihr, bis ich das Gefühl hatte, das sie nicht gleich wieder in den Schlaf gleitet.

Nummer 41 …. los gehts!

Richterin Anja Helber

Der Startpunkt liegt an einem kleinen Abhang. Dort wird von einem Helfer direkt vor dem Hund ein Dummy den Hang hinuntergekullert.

Danach dreht sich das Gespann um 90° und eine Markierung fällt in ca. 20 Meter Entfernung in eine kleine Kuhle. Der Bewuchs ist etwa kniehohes Totgras.

Wieder dreht man sich um 90° erneut fällt eine Markierung. Diese wird vom Hundeführer direkt geholt. Das Team dreht sich zurück und der Hund wird auf die erste Markierung geschickt.

….. 20 Punkte … Anmerkung von der Richterin: So eine hübsche Hündin, so ein lieber Ausdruck… Wo kommt die her? Sie ist ein Golden Worker sage ich… Ahhh, wer ist der Vater? Duke aus Österreich … Hmm, sehr schön!

Nun gings den ganzen Weg wieder zurück zur Aufgabe 1. Es hat natürlich einen Vorteil wenn man so viel unterwegs ist… Frau kann sich in der Wartezone nicht so lange von anderen kirre machen lassen. So kamen wir an warteten ein paar Minuten und begannen wieder mit unserem Aufwärmprogramm. … Warmspielen !

Richter Carsten Schröder

Auf einem Waldweg waren zwei dicke Stöcke parallel zueinander ausgelegt. Dies stellte den Korridor dar, in dem sich das Gespann bewegen durfte.

Es fällt eine Markierung neben einen Reisighaufen diese wird nach Freigabe durch den Richter gearbeitet. Ist der Hund auf dem Rückweg fällt ein weitere Schuss und ein Dummy wird nachgelegt. Auf dieses Halbblind darf der Hund sofort geschickt werden. Entfernung ca. 25 – 30 Meter Gelände geht leicht bergauf.

Ist dieser Teil der Aufgabe erledigt, dreht sich das Team um 180° . Es fällt eine Markierung mit Schuss die nach Freigabe gearbeitet werden darf. …. 18 Punkte ….

Die erste Markierung hatte sie nicht auf den Punkt. Sie drohte zu tief ins Gelände zu laufen also machte ich einen Komm-Pfiff. Beim Herankommen sah sie das Dummy und lieferte ab. Da sind dann wohl die zwei Pünktchen liegen geblieben.

Richter Henny Marcussen

Das Gespann steht in einem lichten Laubwald. Es fällt eine Markierung mit Schuss. Der Fallbereich ist mit Heidelbeerbüschen bewachsen. Auf dem Laufweg des Hundes liegt ein größerer Ast als Hindernis. Der Hund darf nach Freigabe geschickt werden.

…. 19 Punkte …

Es geht direkt weiter mit

Nachdem der Hund das erste Dummy abgeliefert hat geht man einen kurzen Walk Up. Wieder fällt eine Markierung mit Schuss. Das Gelände ist im Fallbereich ganz leicht abschüssig, so dass die Fallstelle für den Hund nicht zu sehen ist. Nach Freigabe darf der Hund geschickt werden.

…. 20 Punkte…

Bei der ersten Markierung ging Fiene flott raus Sie stand einige Sekunden über dem Dummy und nahm es dann sehr vorsichtig und mit spitzen Zähnen auf. Das hat uns wohl das Pünktchen gekostet. In diesen Sekunden habe ich Blut und Wasser geschwitzt weil ich mir nicht sicher war, was ich tun sollte. Also habe ich mal nix getan. Zum Glück hat sie auch mich nicht fragend angeguckt… Alles nochmal gut gegangen. Bei 20 … gebt es dann nicht mehr viel zu sagen. Gucken, picken, abliefern!

Wieder pilgerten Fiene und ich zur nächsten Wartezone. Hier hieß es nun wirklich… warten, warten, auf die Seite legen und einschlafen. Wirklich, die Maus schlief tief und fest während um sie rum der WT Zirkus tobte. Derweil klönten Jürgen und ich über dieses und jenes und heckten eine Idee aus… diese werden wir beim internen Jahresabschluss WT vom Golden Worker Retrievertraining einigen Personen unterbreiten 😉

Es dauerte und dauert. Ich weckte den Goldklumpen auf um mit ihr ein Ründchen zu drehen und sie wieder aus dem Land der Träume zurück zu holen. Fertig machen für die letzte Aufgabe.


Richter Oliver Kiraly

Ein relativ offenes Gelände mit hohem Bewuchs (Gräser und einige Sträucher). Vom Startpunkt aus geht man einen langen Walk Up (30 – 40 Meter) durch diesen fiesen Bewuchs. Parallel zum Gespann gehen links zwei Helfer und veranstalten ein Treiben. Dann fällt ein Schuss und einer dieser Helfer wirft eine Markierung. Diese fällt in gerader Linie vor das Team in eine Insel von etwas dunklerem Gras – Entfernung ca. 35 Meter. Nachdem dieses Dummy geholt ist geht der Walk Up weiter. Die ersten Helfer bleiben stehen und es fängt rechts vom Gespann an zu „treiben“. Schuss, Markierung, fieser Bewuchs Entfernung ca. 40 Meter.

…. 18  Punkte ….

Grrrrr! Die Punkte ärgern mich – ein bisschen 😉 … Wir laufen den ersten Walk Up und ich erinnere mich an Gelis Worte. Guck nicht auf den Hund, lächle, schau mal zum Richter. Gemacht und … gelobt worden! „Very nice heelwork… thats I want to see!“ Hach ja, und in genau diesem Moment… nimmt Fiene zum Anlass ihre Nase ins Gestrüpp zu stecken. Ich räuspere mich vernehmlich und es reicht zum Glück um Schnuffel-Ella wieder an ihren Platz zu befördern. Die erste Markierung hat einige Sekunden gedauert die zweite war perfekt. Ein Punkt fürs grummeln einer für die Sekunde… da waren sie weg! Ich zeige Fiene ja die Richtung an in die sie beim Markieren schauen soll. Oliver erklärte mir, dass er mir hierfür keine Punkte abziehen würde. Ich solle aber das Zeichen wieder langsam abbauen und immer kürzer anzeigen…. Das werde ich beherzigen.

… Und dann war er rum! Ich war froh und glücklich, keine Null, bestanden, unser erster offizieller A WT, ein zählbares Ergebnis. Nun begann ich zu rechnen. Ich versuchte unsere Arbeitsleistung realistisch einzuschätzen. Da sie, für meine Begriffe, eher mit gebremsten Schaum gearbeitet hatte schätze ich meine Punkte bei jeder Aufgabe so zwischen 17 und evtl. 19 ein. Eine 20 hatte ich für uns nicht eingeplant. Mit diesen Punkten erhoffte ich mir einen Platz unter den ersten 10. Damit wäre ich überaus zufrieden und glücklich gewesen. Während wir so warteten kam Stefan an und ließ sich von uns auf den neuesten Stand bringen.

So saßen wir also auf unseren Hockern und warteten auf die Auswertung. Es dämmerte, es wurde dunkler und plötzlich trat die Sonderleitung auf den Plan. „Wir haben ein kleines Problem! – Wir müssen ein Stechen abhalten. Nummer 1 und Nummer 41“ Hach ja, ich saß da und dacht, oh, wie spannend! Fiene schlummerte neben meinem Stuhl. Jürgen tippte mir auf die Schulter…. „Du hast ein Problem.“ Ich … neeeee, ich doch nicht! „Doch, DU bist Nummer 41!!!!!!“ AAAAAHHHHHHHHHHH….. Du lieber Himmel. In meinem Kopf überschlug sich alles. Stechen, wir, Stechen bedeutet Platzierung…. OK es geht bestimmt um Platz 4. Los gehts!

Inzwischen war es schon mehr als dämmrig. Wir gingen auf eine nahe Wiese und es sollte eine Markierung gearbeitet werden. Nummer 1 begann. Markierung fiel. Aspen ging raus pickte und kam zurück. Dann kamen wir … Die Richter konnten sich nicht einigen. Beide Hunde hatten erneut gleich gut gearbeitet. Wieder Stechen. Noch eine Markierung. Aspen brauchte diesmal einige Zeit um das Dummy zu finden. Inzwischen war es so dunkel, dass ich nur noch das Mündungsfeuer des Schusses sah. Ich hörte das Plopp als das Dummy zu Boden fiel… gesehen habe ich nichts! Fiene saß gespannt an meinem Bein. Sie ging raus und die Sekunden in denen sie weg war schlug mein Herz bis zum Hals und dann war sie wieder da, schnell, richtig schnell hatte sie die „Dunkel“markierung eingesammelt. Ich jubelte und die Zuschauer klatschten für die beiden Teams die gerade nochmal gute Arbeit gezeigt hatten.

So, wieder warten. Zum Glück nur kurz denn nun war ich aufgeregter denn je. Platz 4 ….. Jürgen mit „Scout“  Jaaaaa, Fienes Bruder auf Platz 4!!!!! Ups… wir hatten also nicht um Platz 4 gestochen!

Platz 3 Sonja mit „Aspen“ …… und damit war klar….. wo wir gelandet waren!

Platz 2 Ivonne mit „Delphin“ ich freute mich wie verrückt! Meine kleine Goldschnecke ♥ Schnell lief ich nach vorne um meinen Preis und die Urkunde abzuholen.

Platz 1 belegte Nadine mit „Hazel“. Es war superknapp. Der erste Platz ging mit 96/100 weg Platz 2 und 3 nach Stechen mit 95/100 und der vierte mit 94/100

Stefan schaute Fiene an und war echt geplättet. Ich schwebte nur so zum Auto und plötzlich war klar… Mensch, wir sind schon jetzt qualifiziert für das DRC Finale 2013 … was will man mehr!

Es war ein super schöner Tag. Herrliches Wetter, lauter nette Leute und für uns ein sensationeller Abschluss. Ich möchte mich bei Allen bedanken, die diesen Tag organisiert und begleitet haben. Ihr habt einen sehr schönen WT auf die Beine gestellt und einen tollen Job gemacht. Danke an alle Helfer vor und hinter den Kulissen. Danke an die Richter für spannende Aufgaben und ein faires Richten und die guten Tipps die man noch bekommen hat und nicht zuletzt ….. Danke Geli und Norbert für diesen wundervollen Hund!

… wer bist du denn?

Klaukenhof – Tag 3

Viel zu schnell war er gekommen, der letzte Tag des Trainingswochenendes. Wieder fuhren wir auf den Parkplatz am Holzplatz um dann ins Gelände zu marschieren.

Fiene machte einen viel „ausgeschlafeneren“ Eindruck und ich hatte schon so im Gefühl, das es nicht so übel laufen würde…. bis, ja bis Angelika die erste Aufgabe erklärte. Aber zuerst mal Bilder vom Gelände:

Diese beiden Vorans lagen genau 180° auseinander. Um in den Fallbereich zu kommen mussten die Hunde zum einen den ersten Hang mit schwierigen Bewuchs erklimmen, dann den geschotterten Waldweg überqueren um erneut weiter bergauf in den Fallbereich zu laufen. Als erstes vielen jeweils zwei Markierung auf jede Seite dann wechselten Gladis …. ach, ihr wisst ja noch gar nicht, wer Gladis ist…

.. Gladis am Start ..
Gladis – ganz entspannt

So, also Gladis und Fiene wechselten sich ab. Sie hatten beide super markiert und bis auf einen kleinen Anstandsbesuch beim Helfer war ich mit Fiene super zufrieden. Aber schließlich stand ja da auch ihr Herrchen im Wald… dem muss man ja auch mal stolz ein Dummy zeigen.

Es ging weiter mit Markierungen…

eine fiel in diesen üblen Bewuchs. Hohes Gras das scheinbar die Dummys „verschluckte“. Es war für die Hunde sehr schwer sie dort zu finden und die ander auf die platte Wiese.

Zwischendurch wurde wieder ein kleines Treiben veranstaltet.

Wir arbeiteten uns fast über die ganze Wiese. Die Hunde arbeiteten in die Sonne. Wir drehten und sie mussten schlechtsichtige Markierungen in den Schatten arbeiten. Es zeigte sich, dass der einzige Mensch der wirklich gut markieren kann … wen wunderts Geli war. Man hab ich mich oft verschätzt… da habe ich eindeutig noch mehr Trainingsbedarf als mein Fienchen!

Mehr als die Hälfte des Tages war vorbei…. aus Zweierteams wurden Dreiertteams. Zu Gladis und Fiene gesellte sich …..

… Heike mit Rina ….

Jetzt zauberte Gelie die ersten Fallstellen des Tages aus dem Hut…. Wir erinnern uns, die beiden Hänge… jeweils eine Markierung. Gelis Kommentar dazu: „Naja, die Stelle kennen sie jetzt ja, sie waren ja schließlich schon mal da!“ Ich schluckte. Im Leben nicht hätte ich geglaubt, dass sie sich daran erinnert und diese schwere Strecke voran geht….. aber… sie tat es doch! Alle mussten lachen als ich Fiene auf dem Rückweg anfeuerte…. „Jaaaaaaa, mein kleiner Champignon!!“  …. nein, kein Schreibfehler 🙂

Ich war echt geplättet. Beide Seiten waren kein Problem fürs Goldkind.

Zum Abschluß des Tages arbeiteten wir alle zusammen aus der Line.

Markierungen vor und hinter die Line, Voran in das Suchengebiet wo irgendwann mal ein Treiben stattgefunden hatten…. Schon bei ihrem ersten Mark sah ich, dass Fienes Akku entladen war. Sie suchte und suchte und ich Depp hatte die Fallstelle nicht auf dem Schirm und konnt ihr nicht helfen *selberohrfeig* Als ich sie dann in das Suchengebiet schicken wollte, machte sie zu. Geli verhalf ihr dann zum Erfolg und wir gingen aus der Line um den anderen noch bis zum Schluß zuzuschauen.

Es waren drei sehr lehrreichte Tage für uns. Gelis Rat an uns… Arbeite an ihrem Selbstbewusstsein! Sie muss schwierige Aufgaben lösen lernen. Ihre Merkfähigkeit kann auch noch besser werden. Ein großes Lob bekamen wir für ihren Gehorsam und für unsere Fußarbeit außerdem zog Geli mal einen Vergleich zwischen dem Teamtraining Seminar und diesem…. wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht!

Jeder Teilnehmer bekam wie immer individuelle Tipps um zu Hause erfolgreich weiter arbeiten zu können und das werden wir tun… fleißig weiter arbeiten!

Vielen Dank liebe Angelika für dieses tolle Wochenende, 1000 Dank an meinen Mann – den Superhelfer und an alle Seminarteilnehmer für ein schönes und endspanntes Wochenende.

… da so … da war die Markierung!
Silva
Renate und Hans mit Gladis… die sich gerade versteckelt 😉
Natalie und Clyde … der absolute Powerhund 🙂
im Zwiegespräch …. Männer!
… ein Schelm… ♥
Sabine und Brenja
Die Paparazzi 🙂 …. Danke für die schönen Bilder Bernd und Heike

Fotogalerie von Bernd