Freier Tag = Reflektion

„Die Sache mit dem Selbstvertrauen“

Tja, rückblickend auf die letzen drei Trainingstage war heute so ein Tag an dem ich mich fragte: „Haben wir denn auch was richtig gemacht?“

„Hat irgendwas mal auf Anhieb geklappt?“ und „Was können wir positives aus diesen Tagen ziehen?“

Im Moment fällt mir dazu nicht wirklich etwas ein. Vielleicht wird sich dieser Wassertrainingstag erst in ein paar Wochen bemerkbar machen, wenn es wieder heißt … Wasserarbeit.

Überall tun sich Baustellen auf. „Voran“, „Distanzen“, „Merkfähigkeit“ und immer wieder Wasser … eine schier endlose Liste … Wo soll Frau da anfangen?

Das ist eine einfache Frage – AM ANFANG !!

Das Wichtigste ist – raus aus der Komfortzone.

  • Völlig unbemerkt haben wir uns bei Markierungen auf eine bestimmte Entfernung eingeschossen. Ist passiert, können wir aber dran arbeiten. Wir werden zuerst in ein  leichteres Gelände umziehen, wieder mit Flagman-Dummys arbeiten und die Entfernung dann langsam auf bis zu 120 Meter erhöhen. Dann mit grünen Dummys – erst dann in schwereres Gelände. WICHTIG: Hund arbeiten lassen!

 

  • Voran – Ist immer noch Fleißarbeit! Zurück zu den Anfängen. Entfernung zwischen mir und Fiene erhöhen und in der nächsten Zeit kein kombiniertes Einweisen. Jedes Puzzleteil wird einzeln geübt es geht in um die gerade Linie.

 

  • Merkfähigkeit – Markierungen mit Standortwechsel. Doppelmarkierungen zuerst an markanten Geländepunkten später Dreifachmarkierungen.

 

  • und dann eben noch – Wasser !! Dafür muss ich aber nochmal rumfahren und endlich ein anderes Gewässer finden, nicht nur unsere kleine Haune.

 

Ihr seht also… es ist genug zu tun und so ist der Fortbestand des Fiene-Blogs wohl für die nächsten Jahre sicher …

 

Süße

 

Teamtraining Seminar

Trotz nicht ganz so berauschender Wetteraussichten machten Fiene und ich uns auf den Weg nach Waldbröl zum Teamtraining. Pünktlich beim Treffpunkt angekommen fing Frau Holle an im Akkord die Kissen zu schütteln. *URGS*

Also erst mal die Tanke gestürmt und ein Käffchen geschlürft. Sobald der schlimmste Schauer vorüber war kurvte die Karawane dann aber ins Gelände. Da tauchte schon das nächste Problem auf. Wie den Hang in Richtung Trainingswiese schaffen?

Da ich meinen GöGa bekniet hatte, dass er mir sein Auto gibt … hatte ich dieses Problem zum Glück nicht. Ein Hoch auf 4 x 4 🙂

Dann ging es aber endgültig los. Wir formierten die Teams:

Discovery 1: Claudia + Ginie (kurzfristig ausgefallen da Claudi krank), Heike + Colin, Petra + Dundee

Discovery 2: Ivonne + Fiene, Jürgen + Scout, Manuela + Enya

Team 3: Gabi + Brave, Gabi + Ejby, Tanja + Taiga

Da bei Discovery 1 Claudia ausgefallen war…. von hier aus nochmal gute Besserung… füllten wir anderen nacheinander immer auf. So waren immer drei Gespanne pro Team und die Aufgaben konnten gleich gehalten werden.

Fiene musste ja, für ihre Verhältnisse, wieder früh aufstehen und hatte wie immer im Auto nicht geschlafen. Trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass sie besonders gestresst ist.

Wir gingen mit Discovery 1 zur ersten Aufgabe:

TeamtrainingA1Vom Startpunkt aus war das Gelände nach rechts abfallend mit einer deutlichen „Kante“ eine kleine Böschung zu einer weiteren Wiese.

Nacheinander vielen die Markierungen (mit Schuß). Wir hatten uns abgesprochen, D1 Colin, D2 Dundee, D3 Fiene… Problem… Ich hab nix gesehen und wie sich herausstellte, Fiene auch nicht. Völlig planlos rannte sie in der Gegend umher ohne die nötige Tiefe zu bekommen. Sie suchte sich an dieser Böschung fest und es half nix Norbert musste den Wurf wiederholen. Dieses Dummy hatte sie dann vernünftig markiert.

Dann waren wir ja nochmals dran mit dem Discovery 2 Team. Diesmal war D2 für uns. Wir hatten uns auch für eine andere Reihenfolge entschieden. Scout D3, Fiene D2, Enya D1. Was macht Fiene? Rennt zur Fallstelle von D3, irrt umher um sich dann doch noch an D2 zu erinnern. Ohhhh Gott!!!

Nun ja, es konnte ja nur besser werden.

Aufgabe 2:

TeamtrainingA2

Die Dummys D1 und D2 wurden beschossen. D3 war ein Vollblind. Wir sollten uns absprechen, wer welches Dummy holt und ich nahm das Blind (fataler Fehler!!!!!)

Ich pfiff und händelt mich in Rage und Fiene war am Schluß zwar mit dem Dummy bei mir aber sie war total verunsichert. Sie nahm die Richtungen nicht an, ignorierte meinen Stopp-Pfiff  es war gruselig. Mir wurde klar, dass ich ihr schnell zu einem wirklichen Erfolgserlebnis verhelfen muss sonst wird das nur schlimmer. Also machten wir die Aufgabe nach einer kurzen Pause nochmal. Diesmal sollte sie D2 holen. Das klappte auch ein bisschen besser.

In der Wartezone legte sie sich sofort auf ihr Deckchen und schloß die Augen…. Oh man, Frau F….. du bist vielleicht so richtig s.. doof!!!

Jetzt war mir klar was los war! Mein Hund war müde und sie hatte „Auto“! OK, da mussten wir jetzt durch.

Aufgabe 3

Markierungen und Suche.

TeamtrainingA3

Von P1 aus beobachtet das Team wie die drei Markierungen fallen. Danach sollten die Dummys in die Suche geschickt werden. Jeder Hund zwei Dummys aus der Suche und ein Mark. Besondere Schwierigkeit… Die Dummys sollten so schnell wie möglich gepickt werden.

Wir sprachen uns für eine abwechselnde Arbeitsweise aus. Hund 1 in die Suche, gefunden… Hund 2 wird direkt geschickt. Danach die Markierungen. Was sich scheinbar leicht anhörte gipfelte im Tagestiefpunkt.

Ich schickte Fiene zu lässig in die Suche (konzentrierte sie nicht genug) und sie eierte im Suchengebiet umher. Beim ersten Dummy blinkte sie überdeutlich. Schlich weiter durchs Gelände um das zweite Dummy aufzunehmen und gleich wieder fallen zu lassen. Ich schoß auf sie los „FETCH IT“! Sie nahm das Dummy auf und schlich zu mir zurück.

Als ich sie das zweite Mal schickte, lief sie tief ins Suchengebiet und veranstaltete ein Streßpinkel. Sie suchte dann aber weiter und brachte mir das geforderte zweite Dummy. Die Markierungen liefen dann ganz gut. Fiene kam mit dem letzen Dummy aus der Suche da war Enya schon unterwegs zu D1.

In der Rückschau trete ich mir gerade immerzu in meinen Allerwertesten und bin echt gefrustet über mich selbst.

Geli erklärte uns dann noch, dass Hunde in F durchaus gleichzeitig suchen sollten. Wärend ich das schreibe denke ich aber es hätte auch 1 Hund Suche – 2 Hund Mark – 3 Hund Suche wenn Hund 1 Dummy gefunden – Hund 1 zurück dann Mark so sehr schnell funktionieren können. Naja, hätte wenn und aber … ich war froh, dass nun Pause war. Fiene schlief fast direkt ein und meine Theorie von „Mein Hund hat Auto“ verfestigte sich.

Heike1
Happy Birthday !
FieneSuppenkoma
Fiene kurz vorm Koma
Taiga1
Taiga, schön warm eingemummelt
Enya1
Enya ♥
Brave1
Brave – unser „Farbtupfer“
Geschwister1
Colin durchstreift die Wartezone
Ejby1
Ejby … ganz in Gedanken
Scout1
Zwei Kampfschmuser 😉

Nach einer schönen Pause mit Happy Birthday, Kuchen und jeder Menge Gelächter gings weiter. Es viel das „magische“ Wort Walk Up. Für einige das blanke Grauen ist das für mich eher beruhigend (ob für Fiene auch kann ich nicht sagen). Konzentration auf unsere Stärke… Fußarbeit. Vielleicht würde das den Tag doch noch zu einem guten Ende bringen.

Wir stellten uns auf und Geli erklärte die Aufgabe. Das Team und der Schütze (Geli) laufen auf der oberen Wiese. Ca. 70 Meter Luftlinie läuft parallel zu uns der Werfer (Norbert). Schwierig würde sein, so prophezeite uns Geli, dass die Hunde nach dem Schützen schauen würden und eben nicht zum Werfer.

Wir walkten los… Aufgabe 4:

TeamtrainingA4Enya hätte als Erste arbeiten sollen. Geli fragte: „Hat sie markiert?“ Neee ! „Hat jemand?“ … „Ja, Fiene.“

Ich schickte sie und ich hatte Recht. Mausi arbeitet gut. Es ging weiter und wiederholte sich. Manuela wollte Enya auf das nicht markierte Dummy schicken holte sie aber wieder rein…. Fiene …. markiert und gepickt.

Ich war mehr als erleichtert. In der Mittagspause hatte sie sich offensichtlich so weit erholt, dass sie sich erinnerte was „Dummyarbeit“ ist.

Für die letzte Aufgabe des Tages wurde es dann nochmal richtig knackig.

Aufgabe 5:

TeamtrainingA5Das Team hört ein Treiben welchen hinter einem kleinen Abhang stattfindet. Der Treiber ist nicht zu sehen. Igendwann fällt aus diesem Treiben eine Markierung.

Gelernt haben wir: … Das was als letztes passiert hat der Hund noch am besten auf dem Schirm! Blinds – sind „tot“ – also wenn möglich als letztes arbeiten!!! So donnerte Enya los und sammelte das Mark ein. Da Scout sich sehr gut handeln lässt ging er in die Suche. Fiene … das Blind!

OK, das hatte ja am Vormittag schon so prächtig gefunzt 😦 Aber diesmal hats geklappt. Ich drehte Fiene überdeutlich (über mein linkes Bein) weg vom Geschehen. Dann richtet ich sie auf den Baum aus und „get out“ TTTAAAATAAAA geklappt!

Nachdem alle Teams durch waren wiederholten wir die Aufgabe. Diesmal holte Scout die Markierung und Fiene ging in die Suche.

Was soll ich sagen… Sie war klasse. Ich hatte sie sehr auf den Abhang ausgerichtet und sie düste  direkt am unteren Rand durch, an der Fallstelle der Markierung vorbei und suchte. Es macht mich immer noch ganz kirre, wenn der Hund aus meinem Blickfeld verschwindet aber offensichtlich hatte sie gearbeitet denn sie kam mit Dummy wieder den Berg hoch 🙂

Dann war Schluß …. und wir stapften müde aber doch zufrieden zurück zu den Autos.

GeliNorbert

Danke an Geli und Norbert für die tollen Aufgaben und den schier unendlichen Lernstoff und natürlich danke an alle Teilnehmer für die gute Stimmung. Es hat so viel Spaß gemacht.

4. Jahresabschluß WT – Golden Worker Retrievertraining

Morgens um 4:00 …… ist die Welt auf keinen Fall in Ordnung! Der Wecker klingelt und ich hatte sofort einen Gedanken im Kopf: „Du musst verrückt gewesen sein in „F“ zu melden!“

Nun war der Drops aber gelutscht und nachdem die ganze Familie reisefertig war fuhren wir los in Richtung Klaukenhof.

Pünktlich um 8:00 kamen wir an. Zimmer beziehen, melden und Startnummer abholen und vielen, inzwischen üblichen Verdächtigen  guten Bekannten Hallo sagen.

Nach der Begrüßungsrede von Angelika zogen die Gruppen los um sich dem Tag zu stellen. Schnupper-, Anfänger-, Fortgeschrittene- und Offene-Klasse stapften den Berg hoch ins Gelände um sich dann in drei Gruppen aufzuteilen.

Wir, die F’s starteten bei Sandra Lemke.

Sandra Lemke

Zwei Teams stehen auf einer Wiese in einem „Kessel“.  Am oberen Rand ist höherer Bewuchs (Büsche, Bäume und hohes Gras) und ein Waldweg verläuft um diesen Kessel herum.

Ein Helfer geht auf dem Waldweg entlang (blau-gestrichelte Linie) und beschießt ein Blind auf 13 Uhr. Dann setzt er seinen Weg fort und

beschießt ein weiters Blind auf 11Uhr (je ca. 40 m). Beide Teams drehen sich um 180° und ein nicht sichtiger Helfer wirft eine Doublette in einen stark bewachsenen Hang (ca. 70 m).

Die Teams drehen sich zurück und der rechte Hund holte das rechte Blind und das linke Team arbeitet das linke. Danach drehen sich die Teams zurück und der Hund der als zweites das Blind arbeiten durfte, arbeitet als erster die Doublette.

Das ging ja schon knackig los. Man soll ja gar nicht meinen, wie viele Gedanken einem durch den Kopf schießen in den paar Minütchen in denen die Richterin die Aufgabe erklärt.

Doublette … hatten wir zum letzten Mal beim Seminar „Arbeiten aus der Linie“ … da ging es total in die Hose. Zwei Blinds in so einem (für uns) engem Winkel ……

Ich durfte zuerst auf das Blind schicken. Trotz, dass ich sie gut auf diesen rechten Baum ausgerichtet hatte lief sie fast genau gerade zwischen den beiden Bäumen (der Weg, den wir gekommen waren). Stopp …. Out nach rechts…. Suchenpfiff … Dummy 1 zu Hause!

Danach schickte Tanja ihre Taiga die ihren Job richtig gut machte. Wir drehten uns und nun durfte Taiga als erstes arbeiten… und die ist richtig schnell…. Tanja musste etwas händeln aber Dummy 3 … drin.

Jetzt begann ich wirklich an zu schwitzen. Ich konzentrierte Fiene lange in die Richtung des Fallbereichs. Trotzdem nahm sie sich ein Beispiel an Taiga und wollte am unteren Wiesenrand weiter nach hinten ins Gelände laufen. Ich stoppte sie sofort und schickte sie nach links hoch…. Suchenpfiff … Dummy 4, bei mir.

(16 Punkte)

Norbert Theuerkauf

Zwei Teams stehen auf einer leicht abschüssigen Wiese am linken Rand ist sie vom Wald begrenzt. Auf 10 Uhr ist Lücke zwischen den Bäumen dort steht ein nicht sichtiger Helfer welcher ein sehr kurzes Treiben veranstaltet.  Auf gerader Linie also auf 12 Uhr saßen zwei Helfer mitten auf der Wiese. Diese warfen direkt im Anschluß an das Treiben eine Markierung nach rechts (ca. 50 m) – Fallstelle nicht sichtig. Nach diesem Szenario folgte ein kurzer Walk up. Es wurde dann überkreuz gearbeitet. Der rechte Hund wurde ins Treiben geschickt, der linke danach auf die Markierung. Die Plätze wurden getauscht und die Aufgabe beginnt von Neuem.

Au Backe! Gut die Aufgabe schien durchaus lösbar … ABER!!! …. die größte Schwierigkeit war wohl, das Stefan der Helfer war der mitten auf der Wiese stand. Fiene guckte wärend des Treibens – ganz konzentriert – zu den Helfern… Schitt das konnte ja was werden. Die Markierung fiel und die hatte sie natürlich super auf dem Schirm.

Ich richtete sie auf die Lücke aus … get out! Sie ging (ufff), allerdings sieht eine gerade Linie durchaus anders aus und so blieb sie an der Waldkante ca. 20 m vor der Lücke hängen und wurde langsamer. Bevor sie sich umdrehen und fragen konnte pfiff ich sie ins Sitz. Lange konzentrieren, den rechten Arm lange oben, sie guckt mich an ….. back!!! Und ratzi fatzi hatten wir nach einem „high lost“ unser Dummy als sich die Aufgabe wiederholte arbeitet Fiene ihr Mark.

(18 Punkte)

Und wieder ein Blind …. oh Gott, ich hatte das Gefühl, dass wir bald an unserem Limit angekommen sein könnten. Fiene lag auf ihrer Decke und … schlief! Jetzt musste das „Doping“ ausgepackt werden. Nachdem Fiene ja auf unserem Spaß-WT geschlottert hat wie Espenlaub hatte ich mir ja wirklich Gedanken gemacht, ob sie vielleicht zu viel Energie verbraucht um „warm“ zu bleiben und darum manchmal ihre Konzentration flöten geht. Ich hatte ihr in den letzten Tagen Futter mit etwas mehr „Power“ gegeben. Außerdem hatte ich, extra für diesen Tag, ein Kronch Pemmikan bestellt. Das ist sowas wie ein Energieriegel für Hunde. In der Vergangenheit war mir ebenfalls aufgefallen, dass sie bei Seminaren und auch WT’s sehr wenig trinkt. Um das zu verbessern hatte ich noch ein Fläschchen „Aktikult“ mit… davon einen Schuß in den Saufnapf und los ging das Geschlabber.

Der Energieriegel schien wirklich zu schmecken den auch Colin stellte sich an um ein Stückchen abzustauben. Weiter ….

Atze Teutenberg

Wieder stehen zwei Teams auf einer Wiese. Vor uns verläuft ein stark bewachsener Graben (fieses, pieksendes Zeug). Hinter dem Graben geht die Wiese weiter und steigt nach rechts leicht an. An einem Zaun und einem Bewuchsstreifen wird ein Blind beschossen. Entfernung ca. 70 – 80 m.

Danach fällt auf auf unserer Seite des Grabens in ca. 40 m eine Markierung in hohen Bewuchs.

Andere Stelle … ähnliches Problem. Wenn sie keine genaue Vorstellung hat wo genau ein Dummy liegen könnte, hält sie sich an eine vorhandene Leitlinie. Sie spurtete also über dem Graben um an diesem entlang in Richtung der Baumgruppe (dem Mark) und der (für mich) nächsten Leitlinie (dem Zaun). In dieser Ecke angekommen war Fienes Idee zurück über den Graben und die Markierung einsammeln… Aber ich war schneller! Als sie in der Ecke angekommen war habe ich sie gestoppt bevor sie auch nur eine Pfote in Richtung Graben setzen konnte. Linker Arm raus… wieder lange konzentrieren … Out nach links… und ohne Zögern geht sie am Zaun lang nach oben. Suchenpfiff und das Dummy ist zu Hause. Ich konnte es echt kaum glauben das das alles so gut funzte!

Das Mark im zweiten Durchgang arbeitete sie perfekt und wir hatten nun die Hälfte der Aufgaben geschafft.

(18 Punkte)

Wieder packten wir Rucksack, Stuhl und Tasche und pilgerten durchs Gelände. Es wartete

bei Sandra Lemke auf uns

Die erste Einzelaufgabe des Tages. Das Team steht im Wald das Gelände ist ansteigend. Auf dem Kamm steht ein Helfer. Dieser wirft nacheinander eine Markierung nach rechts und dann nach links. Von beiden Markierungen sieht man nur kurz und unterbrochen die Flugbahn. Das rechte Dummy fällt hinter die Kuppe das linke Dummy hinter einen Bereich von kleinen Nadelbäumchen. Für jedes Dummy muss der Hund außer Sicht und somit selbstständig Arbeiten. Entfernung ca. 30 m. Das zuerst geworfene Dummy sollte auch als erstes geholt werden.

Fangen wir mal von hinten an… Meine Nerven !!!!!!!

(12 Punkte)

Tja, ich war mir sicher, dass sie beide Markierungen gut auf dem Schirm hat. Sie hatte aufmerksam „gehört“ als sie auf den Boden plumsten. Ich richtet sie überdeutlich auf das rechte Dummy aus und … fetch it!

Es folgte unser persönliches Waterloo des Tages. Auf dem Kamm angekommen drehte sie beinahe im Flug nach links und ich konnte sie gerade noch stoppen bevor sie außer Sicht gewesen wäre. Es folgten 3 – 4 Versuche sie nach rechts und weiter nach hinten ins Gelände zu bekommen … Es war wie verhext! Zwischendurch war sie in diesen Minitännchen verschwunden. Ich pfiff sie rein … da war sie, unsere 0… ABER … Sie kam so perfekt zurück, dass ich einen letzten Versuch wagte. Sie saß jetzt ca. 3 Meter vor mir in direkter Linie hinter ihr lag das Dummy. Konzentrieren und über die linke Schulter drehend … back! Und diesmal kam sie über die Kuppe und fand. Das zweite Mark war dann nur noch Formsache…. wollte sie ja eh von Anfang an viel lieber holen …. kleines Läusehirn!

Nach der Aktion brauchte ich erstmal einen Schnaps! Oh man, die ist auch wirklich immer für ne Überraschung gut die Maus. Tstst!

Es blieb nur wenig Zeit zum Verschnaufen oder Verrückt machen.

Norbert Theuerkauf

Das Team steht auf einem Waldweg. Durch einige Bäume kann man ein Treiben beobachten, dass am Rand der unterhalb gelegenen Wiese stattfindet. Aus diesem Treiben heraus fallen drei Markierungen.

Danach folgt ein Walk Up in Richtung des Wieseneingangs (ca 20 m).

Dort angekommen sollte der Hund 2 von 3 Dummys einsammeln.

Fiene hatte aufmerksam zugesehen und gehört, was da unten auf der Wiese abging. Die Fußarbeit war gewohnt gut und als wir am Wieseneingang angekommen waren richtete ich sie gut aus und schickte sie mit „fetch it“ raus. Zielstrebig lief sie in den Fallbereich der Dummys, gebrauchte ihre Nase und schon war sie wieder da. Dummy Nr. 2 wieder ausrichten, wieder schicken …. picken … und dann sah sie Stefan und musste ihn begrüßen gehen 😦

Doppelpfiff … sehr energisch … und sie kam zu mir. „Schade sagte Norbert, das wäre ne glatte 20 gewesen… hab aber berücksichtigt, dass es das Herrchen ist…“

(19 Punkte)

So, jetzt gings zur finalen Station.

Atze Teutenberg

Noch eine Einzelaufgabe zum Schluß. Das Team steht auf der Wiese. In einiger Entfernung wieder der fies bewachsene Graben. Auf der anderen Seite der Helfer, Entfernung ca. 60 – 70 Meter.

Es beginnt mit einem Wal Up – nach einigen Metern fällt ein Schuß aber es fällt kein Stück. Kommentar von Atze „Na, die treffen ja heute schlecht!“ konnte Fiene nicht aus der Ruhe bringen. Weiter Walk up – wieder fällt ein Schuß und die Markierung fällt den Hang hoch. Nach Freigabe darf gearbeitet werden.

Was soll ich sagen, bis auf das sie etwas weiträumiger um den Fallbereich unterwegs war, hatten wir das letzte Dummy des Tages im Sackin der Weste.

Das war er also, unser erster F-WT *ischkannsnetfasseundkringelmischvorFreudeuffdeErderum* wir sind tatsächlich ohne Null durchgekommen. Das war das erklärte Ziel… nun blieb abzuwarten, dass wir auch unser zweites, erhofftes, Ziel erreicht haben … nicht Letzter werden…

Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass es ein äußerst erfolgreicher Tag für die Golden Worker Familie war…. 1. und 3. Platz bei den Schnuppis, 1., 2., 4. Platz in der F und in der O waren Platz 1. und 3. von Golden Workern besetzt.

Fiene und ich belegen mit 101 von 120 Punkten und sehr gut den 11. Platz von 17 Startern. Nun hört sich das alles nicht sooooo spektakulär an …. aber für mich war es ein sensationeller Tag und ein super tolles Ergebnis das Selbstvertrauen gibt für das nächste Jahr… Unser erstes Jahr in der Fortgeschrittenen Klasse!

Ich möchte mich bei den Organisatoren Geli und Norbert, den Richtern, allen Helfern, dem Revierinhaber und bei allen Teilnehmern für die tolle, familiäre Stimmung bedanken… Ganz besonders aber bei allen D-chen Besitzern…. es ist immer schön euch zu treffen, ihr helft mir sehr meine Nerven nicht zu verlieren… ihr seid die Besten *drück euch*