Einweisen ist …

Fleißarbeit. So liest man es immer wieder. Durch stetiges Wiederholen festigt sich das Vertrauen in den Hundeführer. Da wo er hinzeigt, da werde ich finden… Wenn ich „voran“ gehe!

Und so suchen wir uns immer neue Fixpunkte, immer neue Geländeschwierigkeiten um unser Voran zu verbessern.

Für unser heutiges Training war ich auf einer Wiese mit einem großen, bewachsenen Erdhaufen. Daneben einige Apfelbäume.

Aufgabe 1

Entfernung Hund / Dummy ca. 30 Meter    Entfernung Hund / Hundeführer ca. 15 – 20 – 25 Meter

Als erstes wollte ich den Fixpunkt P1 einarbeiten. Trainiert werden sollte das Back mit dem Drehen über die linke Schulter. Fiene konnte sehen, wie ich die Dummys bei dem Hügel auslege.

Aufgabe 1

Nachdem ich sie zwei Mal „back“ geschickt hatte, zeigte ich ihr ein Dummy und ging den geraden Weg (90°) in Richtung P2. Dort tat ich so, als ob ich das Dummy auslegen würde, ging zu ihr zurück … und schickte sie „back“. Kein Problem 🙂

Aufgabe 2

Entfernung Hund / Dummy ca. 35 Meter    Entfernung Hund / Hundeführer ca. 15 – 20 – 25 Meter

Die nächste Trainingskomponente war das Schicken nach rechts. Genau wie bei der ersten Aufgabe bin ich vor dem dritten Schicken zu P1 gelaufen. Aber sie hat konzentriert gearbeitet und die Verleitung ignoriert.

Aufgabe 2

Hilfreich bei dieser Art des Aufbaus war sicherlich, dass ich beim „back“ ja mit dem linken Arm geschickt habe und beim „out“ mit dem rechten. So war es für Fiene sehr einfach die gestellt Aufgabe zu lösen.

Nachdem sie nun beide Punkte angelaufen hatte legte ich sie auf ihrem Deckchen ab und präparierte die Kombinationsaufgabe.

Aufgabe 3

Entfernung Hund / Dummy ca. 50 (P1)  Meter

Sowohl an P1 als auch an P2 habe ich 4 Dummys ausgelegt. Vom neuen Ansatzpunkt schickte ich Fiene mit „get out“ auf P1 voran. Danach richtete ich sie wieder auf P1 aus. Schickte sie voran und macht in Höhe ihres „alten“ Startpunktes den Stop-Sitz-Pfiff. Danach einweisen auf P2.

Beim dritten voran ließ ich sie wieder bis auf P1 durchlaufen.

4 Voran auf P1 wieder Stop-Sitz-Pfiff und dann back über die linke Schulter.

Bei unserem letzten Voran auf P1 steigerte ich die Entfernung zu P1 auf ca. 80 Meter. Hinzu kam die Schwierigkeit das die Wiese leicht wellig ist und sie nun ein gutes Stück Voran gehen muss um ihren Fixpunkt wieder richtig zu sehen. Die übrigen Dummys wurden eingesammelt und die Maus durfte sich mit ihrem Dummyball einem Flitzvergnügen hingeben.

Fazit: Im Vergleich zu unserem letzten „Seitwärts und Back“ Training haben wir einen Quantensprung hingelegt. Allerdings war es auch einfacher, da ich mir mehr Gedanken gemacht habe, welche Richtung beim Back trainiert werden soll. Diese Art Training werde ich noch zwei bis drei Mal wiederholen, bis ich mich daran begebe, sie über die rechte Schulter drehen zu lassen beim back und gleichzeitig nach rechts zu schicken.

Aufgabe 4

Als letztes wurde eine Verlorensuche auf einer Wiese mit hohem Gras gearbeitet. 5 Stücke – 3 sollte sie holen. Auch diesen Punkt hat sie gut abgearbeitet und ich bin sehr zufrieden. Trotz Hitze hat sie sehr konzentriert gearbeitet.

Streß beim Autofahren

Tja, es ist ja bereits bekannt, das Fienchen nicht gerade eine Fan des automobilen Reisens ist. Diese Art Problem stellt mich vor neue Herausforderungen. Keiner der anderen Schwarznasen im Haushalt hatten je ein Problem. Im Kofferraum vom Smart, im Kombi, auf der Rückbank oder, so reist Cosma am liebsten, im Fußraum auf der Beifahrerseite … es wir in Auto gehüpft, sich eingerollt und gepennt.

Bei Fiene ist das leider anders. Sie springt zwar inzwischen freudig in die Hundebox und ist auf kurzen Strecken auf ruhig aber auf längeren Strecken hechelt sie sich fast in eine Art Rausch. Völlig vollgesabbert und fertig kommen wir dann an unserem Ziel an. Das danach so komische Verhaltensmuster wie bei unserer Dummy A Prüfung zu erleben sind…. ist nicht wirklich verwunderlich.

Allerdings ist es nicht immer so schlimm. Sie erbricht auch nicht… Aber, wie sagte meine Freundin … „Meinen Kindern wird auch nicht auf jeder Fahrt schlecht.“ Hmm, wie könnte sie reisen, ohne dass es ihr übel wird? Wir wollten also mal versuchen sie auf dem Rücksitz zu mitfahren zu lassen. Sie bekam also ein weiches Geschirr angelegt und wir hatten einen Adapter besorgt, der am Sicherheitsgurt befestigt wird.

Ich packte sie also ein und setzte mich zu ihr nach hinten. Aufgeregt war sie und versuchte bis auf meinen Schoß zu krabbeln … gut das tut sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit aber diesmal war es nicht aus Schmuselaune heraus sondern aus Unbehagen vor der Situation. Erst nach über 30 Km legte sie ihren Kopf ruhig auf mein Bein und es war ein Hauch von Entspannung zu bemerken.

An unserem Reiseziel angekommen, war Fienchen die Erschöpfung deutlich anzumerken. Die sonst so quitschfiedele Maus legte sich sofort ab und schlief tief und fest.

Auf dem Rückweg wollte ich mich nach vorne setzten und dem Puschelohr die Rückbank alleine überlassen. Das war richtig schlimm. Erst als ich meinen Arm nach hinten ausstreckte und sie ihren Kopf auf meinen Arm legen konnte beruhigte sie sich wieder ein bisschen. Wenn nun meine bessere Hälfte den Wagen steuert wäre es ja kein Problem mich zu der Maus nach hinten zu setzten aber was wenn wir alleine unterwegs sind… Ach es ist echt zum Mäuse melken. Ich durchforste jetzt weiter die „Internette“ um Tips über die Reisekrankheit bei Hunden zu erfahren.

Nun möchte ich natürlich nicht so ein klassisches Medikament. Die meisten davon machen sehr müde und das kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein. Ich beschäftige mich jetzt intensiver mit dem Thema, da ich mit der Schnegge ja nächstes Jahr doch in den WT Zirkus einsteigen möchte. Es macht aber keinen Sinn mit einem Hund anzutreten, der vor Übelkeit im Suchengebiet rumstolpert als hätte er entweder gesoffen oder Valium geschluckt. Mal abgesehen davon, dass die Ergebnisse eher dürftig wären ist kann ich es einfach nicht mit mir vereinbaren sie arbeiten zu lassen, wenn es ihr schlecht geht … Ich laufe schließlich auch nicht zu Topform auf wenn mir speiübel ist.

Ich gehe jetzt auf die Suche und werde berichten …..

Eine der Möglichkeiten die wir haben ist … vor jedem Event einen Tag vorher anzureisen.

Suchenpfiff ~ kleine Suche

Wir arbeiten weiter an unseren Hausaufgaben. Wir fuhren Richtung Wald denn durch das fallende Laub hat man natürlich beste Voraussetzungen zum Verstecken der Suchendummys.

Das Suchengebiet war ca. 4 x 4 Meter.

Fiene hat von Anfang an nicht zusehen können, wenn die Dummys ausgelegt wurden. Auf den Suchenpfiff hat sie nicht reagiert. Erst als ich auch das Handzeichen machte fing sie an zu Suchen.

Das gilt es also weiter zu festigen. Was mir besonders gefallen hat, war, dass sie sich immer wieder in das Suchengebiet dirigieren ließ. Hier Pfiff, rechte Handbewegung + Suchenpfiff, und sie reagiert sofort!

Einen genauen Bericht des Trainings gibt es bei den Working Mudpaws.

... schön aufmerksam 🙂
... bei der Arbeit !
Wir freuen uns ♥
Man muss sie einfach knutschen
Sie hat so eine schöne Farbe bekommen ♥
endlich powern !

Nach viel konzentrierter Nasenarbeit und einer Pause beim Italiener Gingen wir nochmal ans Wasser. Das Wetter war einfach zu gut um sie diese Möglichkeit entgehen zu lassen. Ihr „Einstiegsproblem“ taucht derzeit nur noch auf, wenn das Dummy sehr weit entfernt auf die Wasserfläche klatscht. So auch diesmal. Jens hat sie dann mit ein paar Steinchen-Würfen in Richtung des Dummys gelozt und sie ist so weit wie noch nie geschwommen. Ich war so stolz auf meine Kleine. Die Abgabe war am heutigen Tag perfekt. Klatschnass sitzt sie so lange neben mir, bis ich sage „Schüttel Dich!“ … Was will Frauchen mehr?

Doch ein Wasserhund