Vertrauenswege

Für das heutige Training hatte ich mir eine kurz gemähte Wiese gesucht. Zwischen Feldweg und der Wiese stand noch ein etwas höherer Grasstreifen also die perfekte Leitlinie. Noch dazu einen Fixpunkt (Hochsitz). Was soll da noch schiefgehen?

Auf den Einsatz der weißen Einweisestäbchen habe ich verzichtet, da ja genug Hilfen vorhanden waren.

Die Fakten          * Gelände – kurz gemähte Wiese

                                * Leitlinie und Fixpunkt vorhanden

                                * Wetter …. sehr warm

                                * Rückenwind

Zu Beginn des Trainings hatte ich die Wartezone im Schatten aufgebaut und Fiene nochmal was zum Süffeln angeboten. Danach gings los mit

  • Übung 1

Fiene geht neben mir „frei bei Fuß“ und darf zusehen, wie ich das Dummy auslege. Danach gehen wir in einer geraden Linie auf unseren ersten Startpunkt. „Get Out“ – kein Problem Entfernung ca. 30 Meter

Fiene bleibt an dem ersten Startpunkt sitzen und sieht mir zu wie ich wieder am Fixpunkt das Dummy auslege. Ich gehe in einer geraden Linie zurück zu ihr. Danach drehen wir uns um 180° und entfernen uns weiter vom Fixpunkt. Der neue Startpunkt liegt jetzt bei einer Entfernung von 40 Metern. „Get Out“ ! Super!

Wie beim zweiten Durchgang allerdings liegt der Startpunkt nun bei ca. 60 Metern. Ach das hat die Süße problemlos gemeistert.

Nach diesen drei Vorans war Pause in der Wartezone angesagt und natürlich trinken … bei dieser Wärme sehr wichtig.

  • Übung 2

Ich setze Fiene am ersten Startpunkt ab und lasse sie zusehen wie ich das Dummy am Fixpunkt auslege. Ich gehe in einer geraden Linie zurück zu ihr. Danach drehen wir uns um 180° und ich werfe ihren Dummyball als Verleitung. Wir drehen uns zurück und ich mache unser Einweiseritual. „Get Out“ !  Nicht gut!! Nach ca. 10 Metern dreht sich Fiene um und schielt an mir vorbei zu ihrem Dummyball. Ich hole sie also zurück zum Startpunkt und wir fangen von vorne an. Wieder das selbe Spiel…. Dann haben wir mal ein zielführendes Mitarbeitergespräch geführt! Und siehe da … „Get Out“! und es läuft

Da dies ja alles etwas länger gedauert hat haben wir nach dem geglückten Voran wieder eine Pause mit trinken eingelegt.

  • Übung 3

Beim letzten Durchgang haben wir uns an den Fixpunkt rangearbeitet. Der Startpunkt lag bei 50 Meter. Dort hat sie gesessen und mich beim Auslegen des Dummys beobachtet. Danach gings frei bei Fuß in Richtung Fixpunkt. Am neuen Startpunkt bei ca. 40 Meter wurde Delphin mit „Get Out“ geschickt. Super!

Jetzt sitzt sie beim neuen Startpunkt auf 40 Meter. Wieder sieht sie zu und wieder gehen wir danach auf den Fixpunkt zu. Bei 30 Meter angekommen drehe ich Fienchen, so dass sie mit dem Rücken zum Fixpunkt sitzt. Ich stelle mich ihr gegenüber auf, hebe meinen rechten Arm, mache den Sitzpfiff, nehme den Arm langsam runter um ihn dann schnell nach oben zu strecken. Perfekt! Sie dreht über die rechte Schulter und geht in einer geraden Linie zu unserem Fixpunkt!

Das bilden von Vertrauenswegen hat also funktioniert und somit war unser heutiges Training erfolgreich.

Neue Location und ein netter Jagdpächter

Neben diversen Gedanken was wir so in unserer Trainingsgruppe machen könnten und der Dokumentation des Trainings überlege ich mir auch immer wieder neue Trainingsorte. Wir sind ja nun mal „Freiluftsportler“ aber nicht immer sind wir dort erwünscht wo wir aufschlagen. Bisher hatte ich im Training mit Fienchen nur angenehme Begegnungen. Ich wechsel jedes Mal das Gelände um das dort lebende Wild nicht unnötig zu stören. Auch besuche ich nicht immer die gleiche Wiese um das Gras nicht platt zu trampeln … usw. Immer wenn ich den Jäger bzw. Pächter des Reviers getroffen habe wurde ich neugierig beäugt, interessiert befragt und durfte meine Arbeit fortsetzten. Nun ist es aber was anderes ob eine Frau mit einem Hund und einem Auto irgendwo im Gelände rumsteht oder 5 Personen mit 5 Hunden und 4 Autos …..Trotzdem war auch diese Begegnung wieder sehr nett. Der Jagdpächter des Reviers rund um die Mariengrotte bei Burghaun lies uns weiter trainieren nachdem ich ihm kurz erklärt hatte, was wir dort machen und das unsere Hunde nicht völlig willenlos im Wald rumtoben…. Ich sags ja immer wieder … Reden hilft und wenn man dann noch auf aufgeschlossene Waidmänner trifft ist der Tag fast perfekt. Ein Dank an alle netten Jäger!

Aber jetzt mal ein Blick auf unser heutiges Gelände …. hier schon mal schönen Dank an Jens und Daniela die neben guter Laune, und einem lieben Gizmo auch noch ihre Freundin „Nikon“ mitgebracht hatten ….

"unsere" Wiese und "unser" Wald

Nachdem wir im Gelände angekommen waren wurde in Windeseile die Wartezone aufgebaut, die Suche ausgelegt, das „Voranstäbchen“ gesteckt und die Slalomstangen platziert. Dann war Warten angesagt. Jens hatte ja von Gizmo erzählt. Er schilderte ihn als sehr aufgeregt und unkonzentriert …. aber, der Molch überraschte sowohl seine Zweibeiner als auch uns. Wie alle anderen Vierbeiner war er etwas neugierig, wer da so aus den übrigen Autos kommt… völlig normal. Wir saßen also in der Wartezone und ich habe die Hunde beobachtet. Und die nette, blonde, ältere Dame

Candy

durfte als erstes ran. Aber zu den genauen Trainingsdetails gibt es dann den Bericht im Mudpaws Blog sonst ist alles doppelt gemoppelt. Nur soviel sei gesagt. Ich bin sehr zufrieden mit der Maus. Trotz Scheinträchtigkeit hat sie konzentriert gearbeitet. Fußarbeit ist richtig gut. Standruhe super und auch das Apportieren auf die Line zu hat viel besser geklappt als beim letzten Mal. Scheinbar hat sie begriffen, dass sie ruhig mit ihrer Beute an den anderen vorbeilaufen kann.

Eine wichtige Erkenntnis gabs noch …. beim Joghurt-Thunfisch-Brei aus dem Kong schlabbern von kleinen, aufdringlichen (Gar-) Nelchen gestört werden ….. da hört der Spaß wirklich auf!!! Für einen winzigen Moment zeigt die Fiene-Maus doch ihre Zähne :-0

hmmmmmm yummmy

Das ist wirklich neu… genau wie das Bellen. Yup, die Kleine hat ein Organ…aber Holla!

Ach ja, die Zimtschnecke hat wieder einen Zweibeiner um ihr Pfötchen gewickelt …. die Daniela hatte so ganz winzige, kleine Herzchen in den Augen ….. sie ist aber auch wirklich ein Schnuckelchen ♥

*hach*

Möglicherweise ….

eine Verwechslung??? Aber beginnen wir am Anfang, wie es sich gehört.

Wir hatten hatte Besuch von Jens und Gizmo. Zuerst wurde Jens mal überschwänglich in unserem Hausflur begrüßt… von drei stürmischen Schwarznasen. Zuerst waren Fiene und Cosma da und da er meine Wauzis ja bisher noch nie live gesehen hatte … entfuhr ihm bei Fienes Anblick mal ein „Oh, die ist ja schlank!“ Und dann, kam Hannes aus der Box!!! Oooooohhhh. Hannes ist beim Begrüßen ja nicht zimperlich und so musste unser Besucher Standfestigkeit beweisen.

Ich hab derweil schnell das Auto und das Fienchen startklar gemacht und dann gings auch schon los. Wir fuhren an den Ortsrand von Burghaun auf eine Wiese, die auch Fienchen nicht kennt. Aus dem Auto raus, das ganze Geraffel gepackt, alles aufgebaut und dann …. WARTEN. Liegen und warten! Den Abstand in der Wartezone hatten wir bewusst groß gewählt, so dass es für Gizmo nicht stressig wird. Aber etwas machte mich stutzig…. Ich will ja nicht verhehlen, dass ich ein bisschen stolz war als Fiene ohne an der Leine zu zucken mit mir zu unserem Warteplatz ging….. keine Augen für den süßen Flat-Man … komisch!

Nun gut, wenn sie arbeiten soll ist sie meist „ganz bei mir“ aber so gar kein Interesse :-O Egal, wir saßen da…. der Molch war nur ein winziges Bisschen neugierig. Von totaler Aufregung keine Spur. Also habe ich mit Fiene losgelegt. Fußarbeit, Fußarbeit und ….. ja genau Fußarbeit. Dann wollte ich einen Voranpunkt erarbeiten. Ich ging mit ihr in einer geraden Linie auf ein großes Gebüsch zu. Dort legte ich ein Dummy ab. Da das Gras recht hoch stand, konnte sie dieses nicht sehen. Leider liefen die Vorans nicht ganz so wie gewünscht. Sie driftete nach links (zu spät auf den Seitenwind geachtet!). Als ich sie zurückpfiff, dann das…..

Nanana !!!

Ok, da will ich mal nicht so sein … die großen Geschäfte gehen vor!

Nach einigen Variationen von Voran, Dummy auslegen – Fußarbeit – Voran gings zurück in die Wartezone.

Fußarbeit 1
Rückweg ... Fußarbeit
Warten... kein Problem

So, wenn wir jetzt aufhören würden wäre alles super! Aber die Fienemaus kann auch anders 😉

Sie düste los auf ein Voran, schnappte das Dummy und dieses … lebte noch und musste ….

... es bekämpfen .... durch rumdüsen !!

Aber die Maus macht sowas zum Glück eher selten und die „Anfälle“ sind nur kurz. Dann kommt sie zurück und genießt

... das Beschmust werden mit Dummy im Fang ...

Beim nächsten Voran habe ich sie um 180 ° gedreht und eine Markierung geworfen. Danach zurück gedreht und das Voran arbeiten lasse. Hat gut geklappt. Danach dann die Markierung ….

Dabei …. erinnerte sich Fiene plötzlich daran, dass der GIZMO ja noch in der Wartezone lag ….

HUHUH - Gizmo!

Man beachte bei dem nächsten Bild, dass mein Retriever mit einem ausfahrbaren Giraffenhals geliefert wurde ….

GIZMOOOOOO .....

Sie ließ sich aber abpfeifen und zeigte dann noch eindrücklich, dass sie den Stop-Sitz-Pfiff wirklich, richtig verstanden hat! Ich schickte sie Voran und sie driftete wieder nach links ab. Irgendwie saugte sie sich an der falschen Stelle fest und da wir uns in den letzten Tagen mit dem rechts und links schicken beschäftigt hatten …. War ich zu mutig!

Ich pfiff, sie saß, schaute mich aufmerksam an, mein Arm schnellt nach rechts …. und die Fiene … sitzt wie festgetackert! Ruckzuck habe ich die Entfernung zwischen Fiene und mir verringert und habe das Prozedere wiederholt und siehe da … der Arm und die Fiene schnellen nach rechts, Suchenpfiff und sie findet. Danach war Schluß mit arbeiten. Auch der Molch hatte nun fertig gearbeitet denn ja, auch warten will gelernt sein und kostet den Hund viel mentale Kraft. Zum Entspannen wollten wir dann noch ein Stück gehen um aber einen eindeutigen Schnitt zwischen Training und Spaß zu haben, fuhren wir an einen andere Stelle. Eine Stelle mit WASSER ! ….(nicht, dass unser Training keinen Spaß machen würde ….)

Aus dem Auto raus gings noch ein Stück an der Leine und nach ein paar Metern kam das erlösende „Lauf“! Fiene lief zu Gizmo … und stoppt plötzlich. Sie fremdelte und lief vor ihm weg…. Ich habe da so meine Vermutung. Das ist

Fiene mit ihrem Kumpel Merlin

und das ………  ist …..

Gizmo

Wie schon zu Beginn erwähnt ….. Möööööglicherweise liegt hier eine Verwechslung vor 😉 Ja, Ne, is klar … natürlich weiß ich, dass sie das schon gewittert hatte. Die wahrscheinlichere Erklärung für ihr pienziges Verhalten ist für mich die Phase der Scheinträchtigkeit. Die pösen, pösen Hormone, da kann Frau ja auch mal komisch werden.

Aber schön sehen sie schon zusammen aus die beiden…

Bald Freunde? ..... ganz bestimmt!

Ganz zum Schluss gabs noch eine Überraschung den, Jens hat uns ein Geschenk gemacht, zwei selbst gefertigte Moxonleinen in den Farben brombeer und eine zweifarbige gelb-blaue. Vielen lieben Dank für diese schöne Überraschung.

Die Bilder „by Gizmo“ sind auch alle von Jens und können im Blog nochmal mit anderen Beschreibungen gesichtet werden.