Die Zimtschnecke ist los ….

und düst hier rum wie eine Irre. Kann es sein, das wenn man mit kleinen Golden Retrievern im starken Wind spazieren geht, dies unmittelbare Auswirkungen auf deren Gehirnfunktion hat?

Aber mal von vorne. Fiene und ich haben fleißig Fußarbeit geübt und da wir im Wald waren sind wir um Bäume rum, kleine Abhänge hoch und runter und da die Bäume eine super Gasse gebildet haben, hatte ich wieder eine natürliche Leitlinie um ein Voran arbeiten zu können.

Und so wechselte sich Fußarbeit mit Voran ab. Das Ziel war sie wirklich gut in der Konzentration zu halten während dem Fußlaufen. Wirklich holen durfte sie auch nur zwei Dummys denn …. Das Frauchen war wieder soooooo gemein. Sitz und bleib! Das war das zweite Motto heute. Zur Belohnung fürs brave Warten gabs entweder ein Lecker oder das Dummy von mir.

Da es jetzt schon so früh Dunkel wird sind wir dann noch ein bisschen aufs freie Feld gefahren. Dort gabs Spiel mit Sitzpfiff und Ballwurf und eben ……. viel, viel Wind. Und plötzlich waren wohl auch die vorhandenen Gehirnzellen durcheinander gepustet.

Es ist immer der gleiche Ablauf. Wie auf Knopfdruck komprimiert sich der kleine Körper, es bildet sich ein kleines „Buckelchen“, der Kopf gesenkt, die Rute aerodynamisch nach hinten weggestreckt und dann geht die wilde Wutz ab. Zwischendurch bleibt sie dann stehen, guckt ein bisschen irre in der Gegend rum und das Schauspiel beginnt von vorne.

Und nun sind wir schon eine ganze Weile zu Hause aber an der emotionalen Grundstimmung der Zimtschnecke hat sich nicht wirklich etwas verändert…. genau jetzt, in diesem Moment muss die arme Cosma wieder eine überschwängliche Beschmusungsorgie über sich ergehen lassen und ich bin mir nicht sicher, ob sie damit glücklich ist :-0

 

Ein Bild von einer "früheren" Schmuseattacke!

 

 

Der neue Seminarkalender

Ja, jetzt ist er online … Der neue Seminarkalender für das erste Halbjahr 2011 von Angelika und Norbert Theuerkauf

Seminarkalender

Wir haben schon so das ein oder andere Seminar ins Auge gefasst aber das wichtigste Ziel für nächstes Jahr ist das Röntgen und dann, ja dann wollen wir uns an die Vorbereitung der JPR mit Prüfung im Herbst wagen…. Es wird sicher spannend.

Training von heute…

ist das Vertrauen von Morgen. Ja, so ist das wohl. Wieviele, wohl unzählige „Vorans“ muss man machen, damit ein Hund irgendwann, in der Offenen Klasse, in einem fremden Gelände ein Blind arbeitet?….. Ja, genau ….. unzählige!

Heute haben wir wieder ein paar von den „Unzähligen“ gearbeitet. Aber vorher hatten wir noch einige Schwierigkeiten ein geeignetes Trainingsgelände zu finden. Als ich an dem von mir ausgewählten Stück Natur ankam, war er, der Jäger unseres Vertrauens schon da. Nein, das ist kein Problem. Er kennt mich und die Hunde. Er hat sogar schon zugesehen, als ich mit Fiene am Üben war…. und obwohl er für meine Begriffe ein klassischer Jäger ist (Nachsuche, Fährte, Reh und Wildschwein … Ende) war er sehr interessiert was wir da so machen und hat uns so den ein oder anderen guten Gelände-Tip gegeben. So auch heute …. Was, ne da liegt ne Bache drin … mit Frischlingen …. OK, ICH FAHR SCHNELL WOANDERS HIN“ … und dann konnte es endlich losgehen.

Übung 1

Übung 1 und 2

Von S1 geht es mit Delphin frei bei Fuß auf dem Laufweg zu P1. Dort lege ich für sie, mit viel „Tam-Tam“ ein Dummy aus. Dann gehts auf dem selben Weg zurück.

Beim „Einweiseritual“ habe ich (aus dem Augenwinkel) genau darauf geachtet, das sie sich nach vorne fokussiert … nach einigen Sekunden kam des erlösende „get out!“

Übung 2

Diesmal bleibt Fiene bei S1 sitzen und ich gehe los (Laufweg!). Bei P1 platziere ich wieder gut sichtbar ein Dummy ein weiteres versuche ich unbemerkt fallen zu lassen. Ich gehe auf dem Laufweg zurück und schicke Fienchen auf das erste Dummy. Ohne große Party schicke ich sie auf Dummy Nr. 2 „Super

Übung 3

Übung 3

Der Aufbau des Vorans erfolgt wie bei Übung 2. Zurück bei Fiene drehen wir uns um 180° und ich werfe eine Markierung. Wir drehen uns zurück …. „get out!“

  • Die Konzentration nach vorne war schwierig. Ich gehe mit Fienchen zwei Schritte in Richtung P1

Wieder folgt das Einweiseritual und jetzt klappt s. Zurück mit dem Dummy durfte sie danach die Markierung arbeiten.

Übung 4

Übung 4

Ich habe an P1 drei Dummys ausgelegt. Zurück bei Fiene drehen wir uns um 180° und gehen einige Schritte in Verlängerung P1–S1 zu unserem neuen Startpunkt S2. Die Entfernung zu P1 beträgt nun etwa 30 m. Wir stehen jetzt in dem leichten Geländeübergang.

  • Ich habe Fiene kurz abgelegt um mich hinzuhocken. Ich wollte mir das „Voran“ aus ihrer Perspektive anschauen. Wie sieht sie den Geländeübergang und was sieht sie noch von dem weißen Stäbchen. Und es ist echt überraschend wie unterschiedlich die Wahrnehmung für uns beide sein muß. Tatsächlich sieht sie das Stäbchen erst wenn sie einen großen Satz nach vorne gemacht habe während ich es nach wie vor gut sehen kann.

Ich schicke die Maus mit „get out“ los und dann …. driftet sie ab! Mit unserem Abbruchsignal (nanana!) stoppe ich sie und rufe sie zurück.

DAS PROBLEM IST ERKANNT
  • So, ich muss ehrlich zugeben, dass ich doch ein Weilchen überlegen musste um auf das so offensichtlich Problem zu kommen. (Habe bei den anderen Bildern übrigens vergessen den Wind ein zu zeichnen :-0). Also beim Starten vom S2 hat sie bei S1 Witterung von meiner Laufspur bekommen. An die hat sie sich dann angesaugt und ist somit nach rechts abgedriftet. Dummer, dummer Mensch! Ich hätte von den Startpunkten aus nicht nach oben und dann nach links, sondern erst nach links … auf den Feldweg und dann nach oben gehen sollen. Damit wäre ich komplett unter dem Wind geblieben und die Maus hätte mit meiner Duftspur kein Problem bekommen. **Grrr** ärgere mich über mich selbst!

Nun gilt es also den Startpunkt es zwei einfach etwas zu verschieben so dass sie nicht mehr in Versuchung kommt …. und kaum macht man was richtig ….. schon klappt s. Geländeübergang, kein Problem.

Übung 5

Wie Übung 4 nur das der Startpunkt noch weiter nach hinten gezogen wurde. Die Entfernung liegt nun bei ca. 35 m und um das Stäbchen zu sehen muss sie zwei große Sprünge machen. Diesmal gabs kein Problem.

Übung 6

Übung 6

Die Übung beginnt an S2 die Entfernung zu P1 sind etwa 40 m …. die Wiese ist auf diesem Streifen kurz gemäht und sie hat den Feldweg als Leitlinie darum traue ich ihr diese große Entfernung auch zu. Mein kleines goldenes Wunder rennt los, schnappt ein Dummy und nach der Abgabe gehen wir beide (sie schön bei Fuß) zu S1. Der hat die ursprüngliche Entfernung von 25 m. Auch hier kein Problem. Dann gehts weiter zu S3. Ich mache das Einweiseritual, konzentriere sie lang nach vorne und breche die Übung ab. Kommando „left“ und wir gehen gemeinsam zu P1 um das letzte Dummy des Tages zu finden. Sie bekommt es von mir geschenkt und dann geht die Party ab.

Da sieht man es wieder … trotz der vielen Gedanken die ich mir mache … passieren solche dummen Fehler. Und wieder denke ich an meinen Hannes. Völlig willenlos wurden Dummys ausgelegt und dann der Hund geschickt. Das es meistens funktioniert hat war wohl eher ein Zufallsprodukt. Inzwischen wundert es mich auch nicht mehr, dass wir einfach auf einer Entwicklungsstufe stehen geblieben sind. Er hat es einfach nicht wirklich verstanden. Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

Hier nochmal ein neues Bildchen von meinen beiden Damen….