Jahresprojekt ’21 | Februar

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Februar, man könnte meinen, dass es sich um einen Monat handelt, bei dem der Gärtner die Hände in den Schoß legt und den Garten einfach Garten sein lässt. Nun ja, tatsächlich hat der starke Wintereinbruch wirklich dazu geführt, dass draußen noch nicht so viel gemacht werden konnte. Dafür gibt es aber wirklich viel Organisatorisches zu erledigen. Wenn man, so wie ich, seinen Nutzgarten vergrößern möchte, gibt es viel zu bedenken. Der beste Standort für Beete muss ausgesucht werden, will ich Hochbeete oder richtiges „Grabland“ mit Reihen? Wie funktioniert die Wasserversorgung? Aber dazu später mehr. Zuerst blicken wir zurück auf den Januar und die dort veröffentlichte To-Do Liste für diesen Monat.

Ich freue mich sehr, dass ich tatsächlich alle Punkte abhaken konnte. Bei den Aufräumarbeiten bin ich zwar noch nicht so weit, wie gewünscht aber das ist nicht so schlimm.

Wenn ich aber im letzten Jahr eins gelernt habe, dann, dass Planung das A und O ist. Will man nicht in einem Meer aus Radieschen oder Zucchini ertrinken, muss man einfach ein klein wenig vorausschauend sein. Es macht also durchaus Sinn, sich aufzuschreiben welches Saatgut man hat, wann es angezogen bzw. ausgesät werden muss und wann es erntereif ist.
Schon im letzten Jahr habe ich zwischen den einzelnen Aussaaten der Radieschen ca. 10 Tage Platz gelassen, damit nicht alles auf einen Schlag reif wird. Bei vielen Gemüsen, wie u. a. bei der Kartoffel, kann man auch zwischen frühen und späten Sorten wählen. Darauf will ich heuer besonders achten.

Wer hier regelmäßig vorbeischaut ist vielleicht über den Post „36/52 von der Fotoreise“ gestolpert. Dort habe ich ein wichtiges Werkzeug gezeigt, das diesen Monat oft zum Einsatz gekommen ist.

Mit dem Paperpotter habe ich mir meine Anzuchttöpfchen selber hergestellt. Wir haben jede Woche zwei kostenlose Zeitschriften im Postkasten, die habe ich dann gleich umgewandelt. Das Papier verrottet im Laufe des Jahres. Ich hoffe, dass meine Anzucht erfolgreich ist, dann brauche ich nicht viele Pflänzchen in diesen Plastiktöpfen zu kaufen.

Im letzten Herbst hatte ich einen Pflanztisch geschossen jetzt habe ich ihn aufgebaut und eingeweiht.

Ausgesät wurde natürlich auch:

Das verbliebene Saatgut habe ich wieder in meinen Jahresordner einsortiert. Diesmal in den Monat mit der spätesten Aussaat. Damit wird das Erntevergnügen verlängert.

Hier seht ihr nun die Arbeiten, die im kommenden Monat anliegen.

Im wachsenden Kalender habe ich im Februar Porree gefunden. Das Saatgut wanderte in der Sammelmappe in den Monat April.

Artikel im Fiene-BlogArtikel bei GoldmurkelSammel-Post bei Andrea
Januar / IdeenfindungJanuar / IdeenfindungUnsere Jahresprojekte 2021 {Januar}
Februar Februar (gestrickt)Unsere Jahresprojekte 2021 {Februar}

Sonntags Top 7| 08.21

Immer wieder sonntags … kisspng-vector-graphics-musical-note-portable-network-grap-ampquot-5cc92825f22c32.228746681556686885992

Lesen | Hörbuch – Musik – Flimmerkiste – Erlebnis – Genuss – Web-Fundstück/e – und Hobbys. Das sind die 7 festen Themen für die Wochenrückschau von Antetanni am Sonntag.

1) Lesen | Hörbuch: Aus der Bücherzelle in Eiterfeld habe ich mir „Mind Games“ mitgenommen. Ein Psychothriller von Leona Deakin. Mit einem Kaffee in der Sonne sitzend waren die ersten 40 Seiten schnell gelesen.
Meine Nase steckte auch tief in Gartenbüchern. Die dümmsten Bauern haben zwar bekanntlich die dicksten Kartoffeln … aber ein bisschen Wissen kann ja auch nicht schaden.
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Gehört habe ich ein paar Minuten vom zweiten Teil der „All Souls“ Triologie. Außerdem höre ich den Podcast „Grünstadtmenschen“.

2) Musik: Es gibt ein Lied, das bei mir immer mit Trauer und Verlust in Verbindung stehen wird. Für dich ♥ Ruhe in Frieden

3) Flimmerkiste: Grey’s Anatomy, Nachrichten, Wintersport, eine Reportage über Staatsdooping in der DDR

4) Erlebnis: siehe Samstagsplausch

5) Genuss: Tomaten-Feta Lasagne, Bauerntopf (Rinderhack mit Paprika und Kartoffeln), eine leckere Thüringer Bratwurst

6) Web-Fundstück: Bei meinen Streifzügen durchs Netz bin ich auf…
* Gern im Garten gestoßen. Ein sehr informativer Blog rund um den Garten.
Außerdem stöberte ich eine ganze Weile bei …
* My Cottage Garden Eine wirkliche Inspiration besonders für einen blumenreichen Garten.
Einen wahren Garten Blog Schatz habe ich bei den …
* BeetSchwestern gefunden. Auch dieser Blog hat es in meine Readerliste geschafft.

7) Hobbys: Hunde, Garten, die Nadeln klappern lassen und die Sonne genossen und fotografiert habe ich auch ein bisschen.


Samstagsplausch [08|21]

Diese Woche war ich mit den Gedanken oft woanders. Seit letzter Woche habe ich immer mit einem Ohr auf das Telefon gelauscht. Falls meine Freundin als Helferin zu einer Hundegeburt gerufen wird, würde ich ihre beiden Hunde sitten.

Als das Telefon am Sonntag kurz vor 23:00 Uhr klingelte, hatte ich also sofort „Es geht los … Penny bekommt ihre Welpen!“ im Kopf.

Die Nummer auf dem Display war allerdings die von meiner Schwester und sofort blitzen Gedanken von „Oh Gott, es etwas mit den Kindern!“ durch meinen Kopf. Schon verrückt wie schnell das Hirn irgendwelche Schlüsse zieht.

Mit einem unguten Gefühl nahm ich das Gespräch an und hörte meine Schwester weinen. Da bekam ich es wirklich mit der Angst zu tun.

Was sie mir dann aber erzählte, hätte ich mir schlimmer nicht ausdenken können. (Die Namen aller Betroffenen habe ich geändert)

„Andreas ist tot! Er hat sich das Leben genommen!“ Stille. Andreas ist der einzige Sohn von Tante Elisabeth und Onkel Peter. Ein lieber, intelligenter Mann Anfang 40 – Vater von zwei Kindern. Andreas durchlebt seit ca. 2 Jahren einen üblen Scheidungskrieg. Seine Frau hat ihn für einen älteren Mann (mit viel Kohle) verlassen und macht ihm das Leben zur Hölle. Vor einiger Zeit hat sie die beiden Kinder vor seiner Haustür abgestellt. Sie hätte keine Zeit für die Kinder, sie wolle die Zeit mit ihrem Mann verbringen und die Kinder würden jetzt bei ihm Leben. (sehr verkürzte Version von viel schmutziger Wäsche)

Voll berufstätig sich plötzlich um zwei Kinder kümmern zu müssen und das in Zeiten von Homeschooling war ihm alleine nicht möglich und so setzte sich Tante Elisabeth ins Auto, um ihren Sohn zu unterstützen. Onkel und Tante beide auch schon über 70 Jahre taten schon immer ihr Bestes. Und jetzt passierte das, womit keiner gerechnet hatte. Andreas hat sich in der Firma die Pulsadern geöffnet.
Zuerst war ich erleichtert, dass weder seine Mutter noch seine Kinder ihn haben finden müssen. Gleichwohl ist mir bewusst, irgendjemand hat ihn gefunden und muss nun mit diesen Bildner weiterleben. Das tut mir sehr leid.

Mein nächstes Gefühl war – Wut! Wie kann er sich nur so aus der Verantwortung stehlen, wissend, dass seine Kinder glücklich waren bei ihm leben zu dürfen. Sie haben immer wieder geäußert, nicht mehr zu ihrer Mutter zu wollen … und dann Trauer …. wie muss es nur in ihm ausgesehen haben, dass er offensichtlich keinen anderen Weg mehr gesehen hat?

Elisabeth und Peter sind nicht wirklich „Onkel und Tante“ wir sind nicht verwandt. Ich kenne sie allerdings schon mein ganzes Leben. Ich habe als Kind viel Zeit bei ihnen verbracht und sie sind die besten Freunde meiner Eltern. Der Kontakt zu Andreas war nur sporadisch aber Elisabeth und Peter sind tief in meinem Herzen. So viele Kindheitserinnerungen sind mit diesen Menschen verknüpft. Ich trauere so unglaublich mit ihnen. Sie haben lange auf ihr einziges Kind warten müssen und nun ist ihr Sohn tot. Wie kann man sowas verkraften? Ruhe in Frieden ♥

Mit diesem Ereignis konfrontiert sind die eigenen Sorgen und Probleme plötzlich nicht mehr existent. Wen kümmert es, ob man derzeit nicht ins Kino kann oder zum Friseur?

Ich weiß, mein Plausch ist heute traurig, trotzdem mag ich mich zu euch an den Tisch setzten und euch einfach zuhören (bei euch lesen).