Get Out! Sonst noch Fragen…

Heute haben wir ein richtig gutes Training hingelegt. Zum ersten Mal hat das was wir getan haben auch wirklich den Namen „Training“ verdient. Ich hatte mir gezielt vorgenommen eine Wartezone einzurichten und dort mit dem Training zu beginnen. Ruhig liegen während ich von verschiedenen Stellen Dummys fliegen lasse. Danach sollten verschiedene Varianten von „Voran“ erarbeitet werden.

Die Wartezone

Das „Voran“ erarbeiten wir ja mit einem Markier-/Einweisestäbchen …

Einweisestäbchen

Übung 1:   Delphin liegt in der Wartezone und ich packe … mein Buch aus! Eine gute viertel Stunde muss die Maus sich gedulden bis wir (aus ihren Augen betrachtet) mit dem Training beginnen.

Übung 2:   Delphin liegt weiterhin in der Wartezone … und die Dummys fliegen. Fünf Mal wechsel ich den Standort und von jedem Punkt werfe ich 3 Dummys … insgesamt also 15 Dummys die sie fliegen und fallen sieht ohne auch nur ein einziges holen zu dürfen. Sie liegt wie ein Profi und macht keine Anstalten aufzustehen.

Übung 3:   Jetzt geht es aus Fienes Augen richtig los …. Ich hole sie aus der Wartezone ab und wir gehen, Kommando „Left“, zu unserem Stäbchen. Sie sieht wie ich das Dummy (D1) auslege und wir gehen zurück zum Ansatzpunkt.

Übung 3

Die Entfernung von 20 Metern war überhaupt kein Problem. An meinem Bein sitzt sie völlig ruhig, meine Hand zeigt in die Richtung und sie sitzt… auf das gesprochene Wort „Get Out“ spurtet sie los wie aus der Pistole geschossen. Suchenpfiff, Pick Up, und zurück zu mir! Ich will nicht verschweigen, dass sie im Überschwang zuerst an mir vorbeigedüst ist aaaaber nur um sofort zu mir zu kommen und sich ausgiebigst streicheln zu lassen. Auf Kommando „Aus“ … legt sie mir das Dummy in die Hand.

Übung 4:   Ich lasse Delphin am Ansatzpunkt sitzen und … gehe alleine zu unserem Stäbchen. Sie schaut mir zu wie ich D1 auslege aaaaber …. gleichzeitig lege ich auch D2 aus. Ich gehe in einem Bogen zurück zu ihr, nehme meine Position ein und beginne mit dem Einweiseritual. Linker Fuß nach vorne, linke Hand kommt von oben und bleibt neben ihrem Kopf, sie schaut aufmerksam nach vorne… Kommando „Get Out!“. Wie an der Schnur gezogen prescht sie los. Suchenpfiff, Pick up kein Zögern, kein Gucken … zurück und Abgabe. Ohne eine Leckerchenbelohnung (nur Stimmlob) nehme ich sie wieder in die Grundstellung und schicke sie direkt auf D2 und obwohl sie bei diesem zweiten Dummy nicht direkt vorher gesehen hat wie ich es ausgelegt habe gab es keinen Zweifel. Hin, Schnappen, Abliefern …. WOW!

Übung 4

Danach ging es wieder ab in die Wartezone. 5 Minuten Pause.

Übung 5:   Nach der Pause wieder ein paar Schritte Heelwork und Aufbau der Übung. Ich setzt Delphin am Ansatzpunkt ab und gehe in einem Bogen zu dem 1 Stäbchen und lege D1 aus. Da sie bisher nicht auf zwei verschieden Stäbchen geschickt wurde habe ich sie auf direktem Weg zu dem 2. Stäbchen mitgenommen und sie hat das Auslegen von D2 beobachten können. Da ich mir nicht sicher sein konnte, wie gut ihr Erinnerungsvermögen schon ist habe ich die Entfernung zu D2 bei ca. 20 Metern belassen aber zu D1 welche als zweites gearbeitet werden sollt habe ich auf 10 Meter verkürzt.

Übung 5

Was soll ich sagen. Sie ist perfekt. Sie freut sich wie Bolle und sie scheint in ihrem kleinen Kopf das Wissen von Generationen irgendwie hinterlegt zu haben.

Ohne Worte! ... Meine Süße!

Nach diesem erfolgreichen Training haben wir natürlich ausgiebig geschmust und noch ein bisschen geflitzt. Das hat sie sich wirklich mehr als verdient.

... hellwach ...

Meine Süße

Ach, wie war es nur als du noch nicht hier warst. Sicher, ich hatte meine beiden schwarzen Lieblinge. Beide schenkten und schenken mir täglich Freude und Spaß und sind zwei richtig gute Kumpel aber …..

Meine Süße!

Du bist mein Herzhund. Ich hoffe, ich kann dir in deinem Hundeleben das zurückgeben, was du mir täglich schenkst.

“ I’ll be the wal that protects you
From the wind and the rain,
From the hurt and pain. „

Bryan Adams – All for love

Auf der Pirsch

Liebe Mama,

heute war ich wieder mit Frauchen alleine unterwegs. Das macht mir immer besonders viel Spaß weil wir fast immer woanders hin fahren.

Zuerst sind wir wieder mit der Schaukelkiste losgerumpelt. Inzwischen macht mir das gar nichts mehr aus … ich weiß ja, dass wir was spannendes unternehmen.

Nach ein paar Minuten waren wir schon am Ziel. Raus aus dem Auto und wir waren im Feld. Eine große Wiese haben wir überquert, sind zwischen Kornfeldern lang gelaufen und dann wieder eine riesige Wiese, die an den Wald grenzt. Ich konnte nach Herzenslust rennen und schnüffeln aber heimlich habe ich immer ein Auge auf Frauchen. Ist das bei dir auch so, dass du immer aufpassen musst, wo deine Zweibeiner hin laufen? Die laufen Kreuz und Quer!  Ich passe immer auf, dass mein Frauchen nicht verloren geht. Die hat ja schließlich nicht so eine gute Nase wie ich.

Dann haben wir wieder ein lustiges Spiel gemacht. Ich durfte sitzen und zuschauen wie Frauchen Tennisbälle, Bälle an einer Schnur, kleine Dummys …. alles flog durch die Luft und Frauchen hat auch alles wieder eingesammelt. Immer wieder ist sie los gelaufen und ich habe zugeguckt … ein lustiges Spiel.

Was besonders schön war … für mich … es hat die ganze Zeit geregnet. Super! Viele Pfützen und Matsche und Frauchen lässt mich dann auch richtig rumwatzen.

Plötzlich nimmt Frauchen mich an die Leine. „Left“ …. ich weiß, was das bedeutet und setzte mich an ihr linkes Bein. Ganz langsam schleichen wir uns vorwärts. Frauchen zieht den Windtester aus der Weste, pustet etwas Puder in die Luft und wir schleichen weiter. Immer wieder bleiben wir stehen und ich setze mich neben Frauchen und dann sehe ich sie… Rehe. Zwei Rehe stehen auf der Wiese und äsen. Wir stehen unter dem Wind so dass wir immer näher an die beiden großen Tiere heranschleichen können.

Auf ca. 30 Meter kommen wir an sie ran. Plötzlich stehen die beiden wie angewurzelt und schauen zu uns rüber. Frauchen hockt sich neben mich und ich sitze da … Nase im Wind, Brust raus! Dann hat Frauchen die beiden aus ihrer Spannung erlöst. Sie ist aufgestanden, hat in die Hände geklatscht und dann sind die beiden abgedüst. Ich geb ja zu … am liebsten wäre ich mal hinterher geflitzt und ich konnte mein Glück kaum fassen … nachdem die beiden aus meinem Sichtfeld verschwunden waren machte Frauchen mich von der Leine los…. und ab!!!

Ich war gerade im vollen Tempo da hat Frauchen Musik gemacht „TÜT – TÜT“, Hier-Pfiff nennt sie das und ich kann gar nicht anders …. ich drehe mich rum und düse im Sausetempo zu ihr zurück und da hat sie mein SUUUUUPPPPER-Leckerchen gezückt! Hundeleberwurst aus der Tube ahhhhhhh, schlabber!

So ein spannender Spaziergang. Das wollte ich dir unbedingt mal schreiben Mama. Jetzt liege ich auf Herrchens Couch und ruhe. Viele goldige Schlabberer sende ich der Golden Worker Familie und natürlich auch meinen „Erst-Zweibeinern“ Norbert und Angelika.

WUFF