Arbeiten aus der Linie

Ein spannender und sehr lehrreicher Tag liegt hinter uns. Ich kann es noch gar nicht fassen – Delphin war einfach super! Aber dazu später mehr.

Im Gelände angekommen arbeiteten wir zuerst auf einer großen, leicht ansteigenden Wiese. Rechts begrenzt von einem Maisfeld, links der Wald.

So sah es aus. Die Dummys fielen so, dass die Hunde über die Kuppe laufen mussten und teilweise kurz außer Sicht waren. Die Entfernung schätze ich auf  60 – 80 Meter. Im Fallbereich mussten die Hunde zwingen die Nase einsetzten denn sehen, konnte man das Dummy im Gras nicht.

Der Golden Worker D-Wurf war mit 6 Hunden vertreten. Zu uns gesellte sich ein Labbi ungefähr im selben Alter. Wir stellten uns zur ersten Aufgabe auf.

Eine Markierung fällt und soll aus der Linie heraus gearbeitet werden. Geli gab für das jeweilige Team die Freigabe und ….

uns traf es als erstes! Ich gebe zu, ich hatte Zweifel. Die Entfernung war für uns schon wirklich weit und ich fürchtet, das Fiene zu kurz gehen würde um dann planlos rumzusuchen. Aber …. meine Zweifel waren völlig unbegründet. Sie ging (etwas schnell 😉 ) raus um ratz fatz das Dummy zu picken und zu mir zurück zu kommen.

Kommentar von Geli: „Na, da hat wohl jemand Distanzen trainiert? Nein, haben wir nicht. Wir haben in schwierigem Gelände geübt, meist im Wald mit nicht sichtigen Fallstellen oder schlecht sichtigen Flugbahnen …. Wiese …. Fehlanzeige.

Diesmal steht die Linie im Hang parallel zum Maisfeld. Ein Team tritt aus der Linie, geht zum Startpunkt und die Markierung fällt. Dann muss der Hund an der Linie entlang arbeiten.

Der Weg zum Dummy war schnell und zielstrebig. Markierleistung  –  gut. Auf dem Rückweg merkte man, das die Linie aus Hunden sie doch leicht beeindruckt. Sie wich etwas nach links aus aber grundsätzlich zeigte sie eine tolle Arbeit.

Die Linie stellt sich wie in Aufgabe 1 auf. In der Mitte bleibt eine kleine Lücke von ca. 2 Metern. Das arbeitende Team stellt sich einige Meter hinter die Linie in Verlängerung zu dieser Lücke um den Hund durch die Linie zu schicken.

Jetzt veränderte der Helfer seinen Standort. Und es folgten Doppelparkierungen. Beide Dummys nach rechts, beide nach links, abwechselnd nach links und rechts und eine Doublette.

Zwei Dummys werden gleichzeitig geworfen.

Die erst und einzigste Aufgabe des Tages, die sie nicht lösen konnte. Sie hatte einfach nicht „gerafft“, das da tatsächlich 2 Dummys vom Himmel gefallen waren. Mein Fehler war, dass ich sie zuerst mit „Fetch it“ also unserem Kommando für eine Markierung rausschickte. Als ich sie dann wieder reinholte, schickte ich sie mit „Get Out“ konnte sie aber mit dem Suchenpfiff nicht wirklich in dem Gebiet halten.  *Das müssen wir üben!“

Eine Doppelmarkierung. D 1 fällt kurz in den Schatten an den Waldrand (vor den Hochsitz). D 2 lang (hinter den Hochsitz). Fiene sollte D1 als erstes reinholen.

Zwei Mal der Kommpfiff um sie wieder ins Gebiet zu bringen, Suchenpfiff und D1 lag in meiner Hand.

Jetzt sollte Bewegung in die Sache kommen. Auf das Kommando „Walk On!“  setzte sich die Linie in Bewegung. Auf Gelis Zeichen wurden von Bernd dem „Superhelfer“ dann die Dummys geworfen und und sie sagte wer arbeiten soll.

Zu „Walk On!“ kam dann noch das Kommando „Behind!“. Auf dieses Wort hin dreht man sich um 180° und zwar so schnell es geht um dem Teampartner Hund die beste Möglichkeit zu geben zu markieren.

Von Fienes Fußarbeit war ich begeistert. Auch das Drehen auf der Stelle kann sie schon sehr gut….Einzig ich muss das „Fingertarget“, unser dezentes Sichtzeichen für „Fuß“ noch mehr abbauen 😉

Die Abschlußaufgabe des Vormittags hatte es dann nochmal richtig in sich. Die Linie stellte sich oben im Hang auf. Der Helfer in unserem Rücken und Geli in unserer Mitte. „Walk On!“ Auf ein kleines Zeichen viel hinter uns ein Schuß und wir mussten uns schnell drehen um die Markierung zu sehen. Dann drehten wir zurück und die Prozedur wiederholte sich. Wieder ein Schuß, wieder drehen, Markierung fällt. Ein Hund wird mit „Voran“ an das Ende des Maisfelds geschickt. Dort waren bei einer Pause zwischendurch Dummys ausgelegt worden. Die Hunde konnten dabei zusehen.

Das hat richtig Spaß gemacht. Selbst das Voran hat die Schnulle gut gearbeitet. Den Vormittag haben wir wirklich gut durchgearbeitet genau wie alle anderen und wir hatten uns alle eine Pause verdient.

Die ersten Aufgaben wurden in einer Frei Verlorensuche gearbeitet. Die Teams standen in der Linie auf dem Waldweg entlang des Suchengebiets und Geli ließ den „Rabbit“ vorbeihoppeln. Danach gings ab zum Suchen. Die schwerste Aufgabe war hier, dass zwei Hunde parallel arbeiten sollten. Sobald der eine aufgenommen hatte, wurde der nächste geschickt. Auch hier machten wir eine recht gute Figur.

Und dann kam der Hammer des Tages. Szenenwechsel, neuer Standort.

Nachdem ich die Zweifel an Fienes Trainingsstand bereits über Bord geworfen hatte kehrten diese schlagartig, beim Anblick des neuen Geländeabschnitts zurück.

Ein Hang. Ein Sturm hatte vor einer Weile ganze Arbeit geleistet und so war eine große „freie“ Fläche entstanden. Diese war gespickt mit Baumstümpfen, Farnen und Gräsern und zwei natürlichen Fixpunkten. Jeweils ein paar Bäumchen die, welche den Sturm überlebt hatten.

Vom Startpunkt (Waldweg) ging es erst ca. 20 Meter leicht bergab und dann stieg das Gelände an. Die Entfernung der Markierungen schätze ich auf ca. 60 Meter evtl. etwas mehr. Es ging wirklich ans Eingemachte. Markierungen, in die Suche schicken, an der Linie vorbei arbeiten, zwei Hunde gleichzeitig….. Wir gaben nochmal alles.

Die letze Aufgabe des Tages lief wie folgt ab…

Team 1 steht auf dem Waldweg, die anderen Hunde in der Line. Als erstes fällt die Markierung in den Fallbereich  3 in etwas höheres Gras. Danach die Markierung in Fallbereich 2.

Team 1 arbeitet die Markierung im 3. Fallbereich. Danach wird der Hund von Team zwei in die Suche geschickt. Als letztes Team 3 die Markierung im 2. Fallbereich. Danach stellt sich Team 1 hinten an… so lange bis alle, jede Aufgabe gelöst hatte.

TSCHAAAAKKKKKAAAA!!!!!  Was soll ich sagen ich bin immer noch hin und weg. Sie hat den ganzen Tag durchgehalten, war konzentriert und hat Aufgaben erledigt, die ich mich im Training noch nicht getraut hätte!

Es war ein tolles Seminar und alle wieder zu treffen war wie immer schön.

Seminar oder…. D-Wurf Treffen

…. haben wir morgen.

Endlich sehe ich sie alle wieder. Claudia, Heike,Jürgen, Manuela, Petra und die ganze Discovery-Bande. Die Akkus sind geladen hoffentlich spielt das Wetter mit…….

Ich freue mich sehr auf euch!

Discovery ~ Day 2012

Nachdem wir uns im Februar ja in Waldbröhl getroffen hatten stand für heute das Teamtraining bei uns zu Hause an. Schon im Vorfeld bin ich immer wieder durch die Gegend gekurvt um die geeigneten Trainingsplätze abzuchecken. Auch die Aufgaben hatte ich schon ausgearbeitet und geländetauglich laminiert.

Pünklich um 10:00 Uhr trudelten alle nacheinander ein. Heike & Colin, Claudia, Bernd & Virginia, Petra, Rolf & Dundee und Nadine die ich als Helferlein engagiert hatte. Jens konnte leider nicht kommen … der Storch befand sich im Landeanflug 🙂 *wirdrückendieDaumenundallePfoten*

Nachdem wir die Lebensgeister mit Koffein und Tee geweckt hatten ging es ab ins Gelände. Die ersten Aufgaben wurden auf dieser Wiese gearbeitet.

Der Helfer steht versteckt und wirf die Dummys entweder auf die obere oder untere Ebene. Flugbahn ist zum Teil sichtig, Fallstelle nicht sichtig.

Das ist die Sicht der Hunde in Richtung des beschossenen Blinds. Die größte Schwierigkeit war die leichte Hanglage, welche die Hunde in Richtung der Markierungen zog. Auch die leichte Welle im Gelände machte die Aufgabe schwierig.

Von ihrem letzten Teamtraining bei Angelika hatte Claudi noch Aufgaben mitgebracht mit denen wir dann auch angefangen haben.

–          Hunde bleiben alleine sitzen und die Hundeführer gehen zum Startpunkt (ca. 20 Meter)

–          Hunde werde einzeln, nach Aufforderung des Richters zum jeweiligen Hundeführer abgerufen

HAHA!! Soweit die Theorie !! Also Fiene benötigte 2 Versuche um auf ihrem Poppes sitzen zu bleiben… Wenn ich mich recht erinnere sind alle, außer Colin, beim ersten Mal durch gestartet. Schneller als ich dachte hat die Maus aber begriffen was genau sie tun sollte … Warten eben 🙂

–          Es fallen drei Markierungen nacheinander an die gleiche Stelle

–          Die Reihenfolge der einzelnen Hunde, die jeweils eine Markierung holen sollten, durften die Hundeführer selber bestimmen, es erfolgte       jeweils eine gesonderte Freigabe

Es war geschafft. Die erste Aufgabe war … OK für den Anfang. Markieren … geht besser!

Ich glaube, dass alle Hunde noch nicht im Arbeitsmodus angekommen waren. Dadurch hatten alle noch kleinere Problemchen.

–          Alle Hundeführer stehen mit ihren Hunden in der Line

–          Schräg rechts vor uns fallen 3 Markierungen hintereinander an die gleiche Stelle (Bild 1 vom Gelände)

–          die Hunde bleiben sitzen und die Hundeführer gehen alle zusammen zum Startpunkt

–          der 1. Hund wird abgerufen und darf anschließend nach Freigabe eine Markierung arbeiten

–          dann der 2., 3. und 4. Hund …..

–          Alle drei Hunde bleiben wieder alleine sitzen, wir gehen zu unserem Startpunkt

–          Der 1. Hund wird abgerufen,

–           Für diesen Hund fällt eine Markierung (Winkel ca. 90 Grad zu den 2 sitzenden Hunden) in ca. 50 Metern Entfernung auf die Wiese, diese  darf nach erteilter Freigabe sofort  gearbeitet werden

–          Dann wird der 2. Hund abgerufen, ..Markierung,…wie beim 1. Hund

–          Zum Schluss der 3. und der 4.Hund

Jetzt liefs richtig gut! Alle Hunde konnten die gestellten Aufgaben gut lösen.

Der Helfer wirft D1 und D2 und ein D3. Danach „beschiesst“ Helfer 2 ein Blind (Brottütenknall). Wir haben auf den Walk Up verzichtet und Hund 1 hat direkt das Blind gearbeitet.Danach arbeiteten die anderen Hund jeweils eine Markierung.

Wir wechselten die Positionen durch, so dass jeder Hund jedes Dummy einmal reinholen konnte.

Es gab kleinere Schwierigkeiten beim Voranschicken. Sowohl das abschüssige Gelände als auch die Markierungen zogen die Hunde vom „geraden Weg“ runter aber alle konnten die Aufgabe dann doch lösen!

Auf dem unteren Teil der Wiese findet ein Treiben statt. Mit viel Gequake aus dem Entenlocker, fliegenden Dummys und Brottütengeknalle. Alle Dummys wurden von den Helfern wieder eingesammelt.

Im Anschluß an das Treiben vielen die vier Markierungen. Diese wurden dann nacheinander reingeholt. Die Übung lief wirklich tadellos. Jeder Hund stürmte los um „sein“ Dummy einzusammeln. 20 Punkte für jeden!!

Jetzt stellten wir uns leicht schräg auf. Es viel die lange Markierung auf D1, die Markierung D2 auf den unteren Teil der Wiese und danach wurde ein Blind in kurzer Entfernung.

Tschaka! Gut auch hier gab es Korrekturen. Als Fiene D1 arbeiten sollte wollte sie doch gerne zu D2 und als ich sie auf das Blind schickte … musste sie kurz bei Nadine vorbeischauen… Tstst.  Ginie hatte kurz, hormongestört“ vergessen, was Voran heißt aber sonst, war alles supi!

Der erste Teil des Trainings war durchlaufen und wir gönnten uns und den Wauzis eine kleine Pause. Die Hunde und das ganze Trainingsgeraffel wurde wieder eingeladen und ab gings auf Wiese Nr. 2.

Die weiteren Aufgaben wurden kurz besprochen.

Zum „Aufwärmen“ wurde in dem Wäldchen ein Treiben veranstaltet. Wir gingen im Walk up parallel dazu. Danach sollte jeder Hund zwei Dummys aus der Suche holen.

So, und jetzt mal Butter bei die Fische Leberwurst fürs Hundchen …. Die Suche ist jetzt bekannt. Am rechten Rand der Wiese fiel in einem Winkel von 100° eine Markierung danach wurde am Hochsitz das Blind beschossen.

Hier nochmal die Übung auf einem Google Earth Bild. Die Entfernungen waren (für A) wirklich weit und der Winkel zum beschossenen Blind wirklich spitz. AAAAber … alle 4 waren großartig!! Gut, wir mussten etwas „motivieren“ oder auch einmal neu ansetzen. Aber, und dass ist das Wichtigste, wir alle gingen mit sehr zufrieden von dieser großen Wiese.

Wieder Szenenwechsel.

Zum krönenden Abschluß dieses Trainings fuhren wir an die Haune. Auf kurze Entfernung galt es für jeden Hund eine Markierung aus dem Wasser zu apportieren. Danach wurde die Übung aus einer weitern Distanz wiederholt.

Als nächstes wurde die Markierung über das Wasser geworfen. Um es für die Hunde einfacher zu machen wurde hierfür die Startposition wieder näher an die Uferkante gelegt.

Leider konnte Dundee nicht den ganzen Tag mittrainieren. Er hatte sich die Schulter geprellt und daher war Schonung angesagt und ins kalte Wasser sollte er damit besser auch nicht. Schließlich geht für dieses Team der WT – Zirkus schon am nächsten Wochenende los.

Und dann, das Finale. Als erstes fiel ein Mark (D1) auf 9:00 Uhr, danach D2 auf auf 15:00 Uhr beide Dummys fielen in hohen Bewuchs. Als letztes fiel die Markierung auf der anderen Uferseite. Jetzt arbeiteten die Hunde überkreuz. Der rechte Hund die Markierung auf 9 der linke die Markierung auf 15:00 Uhr und dann der Hund in der Mitte das Wassermark. Genial !

Ein toller Tag mit glücklichen und zufriedenen Discovery-Menschen !

… dann wollten wir ein Experiment wagen … Hundeführer tauschen die Plätze….. das ist dabei rausgekommen …

Jetzt noch ein „Suchbild“ …

Wo ist das Fienchen ????

und …. Angelika und Norbert …. Wer ist nun wer ?

Man was für ein Tag. Beim gemeinsamen Essen gabs noch reichlich zu besprechen. Das Wichtigste war der Entschluss, wir treffen uns mindestens einmal im Jahr! Reium wird es jetzt einen „Discovery-Day“ geben.

Danke, Heike, Petra, Rolf, Claudi, Bernd das ihr den weiten Weg gefahren seid. Danke an Rolf, Bernd und Nadine für viele geworfene Dummys. Danke Nadine fürs Fotos machen und Medizin ausschenken 😉

Schön, dass ihr alle hier wart. Es war ein richtig toller Trainingstag. Ach ja, danke liebe D-chen…. ihr habt toll gearbeitet.