einer für mich zuerst niederschmetternden Diagnose. Es gibt nicht viel drum rum zu schreiben. Die Ergebnisse sind HD D1/D1 und ED 1/0 und damit wirklich schlecht. Sie sind in keinster Weise das, was ich mir erwünscht hatte. Aber, Mutter Natur ist halt doch unberechenbar.
Bevor ich mich auslasse über die Zukunft, die Behandlungsmöglichkeiten und der Hoffnung, das sie mit dieser Hüfte trotzdem ein schmerzfreies Hundeleben führen kann, möchte ich mich bei allen bedanken die ihre Daumen und Pfoten für uns gedrückt haben, bedanken bei allen die uns jetzt trösten und zuletzt bedanken bei allen, die uns viel Hoffnung machen, dass es auch ein glückliches Hundeleben (Frauchenleben) mit D1 gibt.
Ganz zuletzt möchte ich mich aber auch bei Geli und Norbert bedanken, ihr investiert viel Zeit und Herzblut in eure Zucht. Viele Stunden verwendet ihr darauf Ahnentafeln zu studieren und Gesundheitsergebnisse von Nachzuchten der Deckrüden zu prüfen um gesunde und wesensfeste Retriever mit herausragenden Arbeitsanlagen zu züchten. Ich würde mich jederzeit und immer wieder für einen Hund aus eurer Zucht entscheiden denn ich weiß, ihr seit genauso traurig wie ich.
Nachdem heute die „Schockstarre“ wieder von mir abgefallen ist sehe ich der Zukunft mit einem lachenden und einem sehr weinenden Auge entgegen.
Ich weiß, dass ich den (sorry für alle anderen ;-)) tollsten Hund der Welt habe. Egal was für Hüften oder Ellenbogen sie hat. Ich weiß, dass wenn ich einige wenige Dinge beachte, sie damit auch schmerzfrei sehr gut alt werden kann.
Was mich sehr traurig macht…. sie wird nie die Ahnenreihe ihrer Mutter Tyra weiterführen und somit ist sie schon die zweite „Frau“ in diesem Haus die keine „Kinder“ haben wird…. ich weiß, dass ich das jetzt sehr vermenschliche und ihr ist das vermutlich auch völlig wurscht … aber mich macht es sehr, sehr traurig denn ich hatte gehofft irgendwann kleine Goldklümpchen haben zu können. Nun ist dieser Traum zu einem ganz frühen Zeitpunkt bereits ausgeträumt.
Aber, ihr da draußen…. denkt nicht, dass es hier jetzt ruhiger wird. Wir werden weiter arbeiten und die Welt rocken denn wie ich schon sagte…. Sie ist mein Goldstück, mein Herzhund…. Sie ist meine Fiene-Maus.
morgen ist es soweit. Delphin wird von mir nach Gießen kutschiert und wird „durchleuchtet“. Ich bin schon aufgeregt. Hoffentlich ist alles so wies sein soll.
Alle Daumen da draußen, ab jetzt heißt es drücken!!!!
Dank dem Internet und seinen zahlreichen Plattformen, Foren und Freundefinderseiten haben Fienchen und ich heute ein super tolles Training machen können. Im „blauen Forum“ und in einer Gruppe bei „WKW“ hatte ich vor vielen, vielen Monden einmal einen Aufruf gestartet und heute haben sich Janina mit Baja, Mandy mit Lotte und ich mit der Flitzmaus zum ersten Mal getroffen.
Um 10:00 Uhr am Parkplatz „Haunestausee“. Nach einer kurzen Begrüßung und abchecken der Fakten (nicht vorher spielen, Hunde erst Mal im Auto usw…) Haben wir direkt eine freie Fläche neben dem Parkplatz genutzt. Niedriger Bewuchs, hier und da mal ein größerer Büschel Gras und einige freistehende Bäume.
Um während des Trainings nicht so viel Gewusel zu erzeugen haben wir als erstes den Wind getestet (Seitenwind sollte es sein) und dann die Position des Helfers sowie die Startpositionen festgelegt.
Sowohl der Helfer, als auch der Fallbereich der Markierung blieben immer gleich. Nur das Mensch-Hund Team sollte nach erfolgreicher Arbeit die Startposition wechseln. Dabei wurde darauf geachtet, in einer geraden Linie nach hinten zu gehen, so dass die Startpunkte immer auf einer Linie waren.
Da wir uns ja alle noch nicht kennen und auch die Arbeitsleistung nicht einschätzen können haben wir extra mit „Urschleim“ angefangen. Schaden kanns ja nix und Basics sind ja immer wichtig!
Angefangen haben Mandy und Lotte (9 Monate /Labbi).
Da Lotte noch ein blutiger Anfänger ist, was die Dummyarbeit betrifft haben wir mit 10 Meter Entfernung angefangen. Janina hatte die Aufgabe Lotte genau zu beobachten ob sie aufmerksam die Flugbahn des Dummys bis zur Fallstelle verfolgt.
Danach sollte Mandy kurz warten und Lotte dann schicken. Um es zu Anfang leichter zu machen wurde beim ersten Wurf immer ein Flagman-Dummy benutzt beim zweiten und dritten Wurf ein grünes Dummy. Da der Fallbereich im gleich (bei dem Baum) blieb konnte so auch für die grünen Dummys Sicherheit gegeben werden.
Aufgabe 1
Von P1 beobachten HF und H wie vom Helfer ein Flagman-Dummy mit viel „Brrrr Brr“ geworfen wird. Die Flugbahn und der Fallbereich sind sichtbar.
Aufgabe 1
Nachdem Lotte das Flagman sicher apportiert hatte wurde auf die gleiche Weise D2 und D3 (diesmal in grün) geworfen. Auch diese beiden konnte Lotte sicher zu ihrem Frauchen bringen.
Aufgabe 2
Wie Aufgabe 1 nur das diesmal von P 2 gearbeitet wurde. Das Flagman Dummy wurde auch dieses Mal als erstes geworfen und danach die zwei grünen. Auch diese Entfernung war für Lotte kein Problem. Womit die kleine Blondine aber sehr wohl ein Problemchen hat ist ruhig mit ihrem Frauchen in Kontakt zu treten.
Sobald sie aktiv angesprochen wird … gerät sie in, nennen wir es „freudige Gemütslage“. Kommt dann noch ein Leckerchen dazu, was vor ihrer Nase schwebt…. kommt sie in eine „außerordentlich freudige Gemütslage“. Dann kann der kleine Flummi nicht anders als ….. rumzuflummien.
Nachdem Lotte nun schon sechs Mal zu unserem „Vertrauensbaum“ gelaufen war wollten wir testen, ob sie für ein „Voran“ gefestigt ist.
Wieder wurde von P2 gestartet diesmal wurde das Dummy nicht geworfen sondern, für Lotte gut zu sehen, ausgelegt. Der Helfer ging zurück an den „Wurfplatz“. Schon jetzt war zu sehen, dass Lotte sich nicht auf das Dummy sondern auf den Helfer konzentrierte. Ich stellte mich also in die Verlängerung zwischen Hunde und Dummy. So lies sich Lotte dann „Voran“ schicken allerdings wollte sie das Dummy dann bei mir abgeben.
Es war klar, dass Voran für Lotte gut und konsequent aufgebaut werden muss. Aber sie ist noch soooo jung, 4 Monate jünger als mein Fienchen. Da ist noch ein ganzes Hundeleben lang Zeit zu lernen.
Nach diesem Programm wurde Lotte zurück ins Auto gebracht und das nächste Team machte sich zum Arbeiten bereit. Janina und ihre Labbidame Baja. Baja ist bereits 4 und somit schon ein alter Hase Hund im Dummygeschäft. Sie ist auch schon auf dem ein oder anderen WT gestartet und hat uns somit einiges Voraus. Da Bajas Training im letzten Jahr aus privaten Gründen etwas ruhte galt es wieder einen guten Einstieg zu finden. Außerdem, so Janina, seien sie beide nicht so gute „Markierer“. Also bekam Baja das selbe Programm wie zuvor Lotte.
Auch bei Baja haben wir peinlich genau darauf geachtet, dass sie sich auf die Flugbahn und die Fallstelle konzentriert. In Verbindung mit dem Flagman-Dummy hat es super geklappt aber bei dem zweiten Dummy (grün) hat sie sich eine kleine Suche geleistet. Ich war zu langsam um das Dummy zu holen. Bei D3 gings dann perfekt. Ihr Pick up ist richtig klasse. Sie geht schnell raus und wenn sie das Dummy entdeckt läuft sie eine enge Kurve, schnappt das Dummy und ist flotti auf dem Rückweg. Klasse!
Bei jedem Dummy haben wir die Entfernung um einige Schritte erhöht. Immer ein Flagman, ein Standard und dann wieder zwei Schritte weiter. Es ist ganz sicher, das Janina und Baja bald auch größere Entfernungen sicher arbeiten können. Ich glaube nämlich, das Baja ihr „Nasenhunddasein“ zum Teil antrainiert bekommen hat durch zuviel Training mit Rückenwind bzw. Gegenwind.
Auf die bekannte Stelle ließ sich Baja dann auch sicher „Voran“ schicken. Bajas Training war sicher nicht ganz ihrem Wissensstand entsprechend allerdings wollten wir uns ja ein Bild machen.
Zum Schluß durfte Fienchen dann arbeiten. Da ich die Schnulle zwar einschätzen kann, Geli aber nach unserem Geburtstagtreffen auch sagte, …. übt Markierungen und wir ja dieses „Helferproblemchen“ … Also wie die anderen beiden haben wir die Markierungen abgearbeitet. Da die Entfernung sehr sicher gearbeitet wurde habe ich mich kurzer Hand entschlossen eine Doppelmarkierung arbeiten zu lassen.
Aufgabe 3
Doppelmarkierung
Fiene wurde in Blickrichtung zu D1 gesetzt. Das Mark wurde geworfen, danach haben wir uns um 90° gedreht und die zweite Markierung an dem „neuen“ Fixpunkt ausgeworfen. Da sie da ja noch nicht hingelaufen war wurde für dieses Mark ein Flagman genommen.
Was soll ich sagen, sie war klasse. Zuerst D2 und dann D1 kein Problem.
Die Übung wurde wiederholt allerdings wurde sie nach dem Ausbringen von D2 zurückgedreht und die Markierungen wurden in der umgekehrten Reihenfolge gearbeitet.
Als sie auf dem Rückweg von D1 war legte Janina unbemerkt nochmal ein Dummy an D1 aus. Ich schickte sie mit „get out“ und sie düst los …. ganz kurz schielt sie zu Janina bekommt dann Wind und ….. schnappt das Dummy und kommt zurück.
Das war der erste Teil unseres Trainings …. da jetzt der Tatort anfängt mache ich den zweiten Teil morgen …. „Suche“