Markierungen

Dank dem Internet und seinen zahlreichen Plattformen, Foren und Freundefinderseiten haben Fienchen und ich heute ein super tolles Training machen können. Im „blauen Forum“ und in einer Gruppe bei „WKW“ hatte ich vor vielen, vielen Monden einmal einen Aufruf gestartet und heute haben sich Janina mit Baja, Mandy mit Lotte und ich mit der Flitzmaus zum ersten Mal getroffen.

Um 10:00 Uhr am Parkplatz „Haunestausee“. Nach einer kurzen Begrüßung und abchecken der Fakten (nicht vorher spielen, Hunde erst Mal im Auto usw…) Haben wir direkt eine freie Fläche neben dem Parkplatz genutzt. Niedriger Bewuchs, hier und da mal ein größerer Büschel Gras und einige freistehende Bäume.

Um während des Trainings nicht so viel Gewusel zu erzeugen haben wir als erstes den Wind getestet (Seitenwind sollte es sein) und dann die Position des Helfers sowie die Startpositionen festgelegt.

Sowohl der Helfer, als auch der Fallbereich der Markierung blieben immer gleich. Nur das Mensch-Hund Team sollte nach erfolgreicher Arbeit die Startposition wechseln. Dabei wurde darauf geachtet, in einer geraden Linie nach hinten zu gehen, so dass die Startpunkte immer auf einer Linie waren.

Da wir uns ja alle noch nicht kennen und auch die Arbeitsleistung nicht einschätzen können haben wir extra mit „Urschleim“ angefangen. Schaden kanns ja nix und Basics sind ja immer wichtig!

Angefangen haben Mandy und Lotte (9 Monate /Labbi).

Da Lotte noch ein blutiger Anfänger ist, was die Dummyarbeit betrifft haben wir mit 10 Meter Entfernung angefangen. Janina hatte die Aufgabe Lotte genau zu beobachten ob sie aufmerksam die Flugbahn des Dummys bis zur Fallstelle verfolgt.

Danach sollte Mandy kurz warten und Lotte dann schicken. Um es zu Anfang leichter zu machen wurde beim ersten Wurf immer ein Flagman-Dummy benutzt beim zweiten und dritten Wurf ein grünes Dummy. Da der Fallbereich im gleich (bei dem Baum) blieb konnte so auch für die grünen Dummys Sicherheit gegeben werden.

Aufgabe 1

Von P1 beobachten HF und H wie vom Helfer ein Flagman-Dummy mit viel „Brrrr Brr“ geworfen wird. Die Flugbahn und der Fallbereich sind sichtbar.

Aufgabe 1

Nachdem Lotte das Flagman sicher apportiert hatte wurde auf die gleiche Weise D2 und D3 (diesmal in grün) geworfen. Auch diese beiden konnte Lotte sicher zu ihrem Frauchen bringen.

Aufgabe 2

Wie Aufgabe 1 nur das diesmal von P 2 gearbeitet wurde.  Das Flagman Dummy wurde auch dieses Mal als erstes geworfen und danach die zwei grünen. Auch diese Entfernung war für Lotte kein Problem. Womit die kleine Blondine aber sehr wohl ein Problemchen hat ist ruhig mit ihrem Frauchen in Kontakt zu treten.

Sobald sie aktiv angesprochen wird … gerät sie in, nennen wir es „freudige Gemütslage“. Kommt dann noch ein Leckerchen dazu, was vor ihrer Nase schwebt…. kommt sie in eine „außerordentlich freudige Gemütslage“. Dann kann der kleine Flummi nicht anders als ….. rumzuflummien.

Nachdem Lotte nun schon sechs Mal zu unserem „Vertrauensbaum“ gelaufen war wollten wir testen, ob sie für ein „Voran“ gefestigt ist.

Wieder wurde von P2 gestartet diesmal wurde das Dummy nicht geworfen sondern, für Lotte gut zu sehen, ausgelegt. Der Helfer ging zurück an den „Wurfplatz“.  Schon jetzt war zu sehen, dass Lotte sich nicht auf das Dummy sondern auf den Helfer konzentrierte. Ich stellte mich also in die Verlängerung zwischen Hunde und Dummy. So lies sich Lotte dann „Voran“ schicken allerdings wollte sie das Dummy dann bei mir abgeben.

Es war klar, dass Voran für Lotte gut und konsequent aufgebaut werden muss. Aber sie ist noch soooo jung, 4 Monate jünger als mein Fienchen. Da ist noch ein ganzes Hundeleben lang Zeit zu lernen.

Nach diesem Programm wurde Lotte zurück ins Auto gebracht und das nächste Team machte sich zum Arbeiten bereit.  Janina und ihre Labbidame Baja. Baja ist bereits 4 und somit schon ein alter Hase Hund im Dummygeschäft. Sie ist auch schon auf dem ein oder anderen WT gestartet und hat uns somit einiges Voraus. Da Bajas Training im letzten Jahr aus privaten Gründen etwas ruhte galt es wieder einen guten Einstieg zu finden. Außerdem, so Janina, seien sie beide nicht so gute „Markierer“.  Also bekam Baja das selbe Programm wie zuvor Lotte.

Auch bei Baja haben wir peinlich genau darauf geachtet, dass sie sich auf die Flugbahn und die Fallstelle konzentriert. In Verbindung mit dem Flagman-Dummy hat es super geklappt aber bei dem zweiten Dummy (grün) hat sie sich eine kleine Suche geleistet. Ich war zu langsam um das Dummy zu holen. Bei D3 gings dann perfekt. Ihr Pick up ist richtig klasse. Sie geht schnell raus und wenn sie das Dummy entdeckt läuft sie eine enge Kurve, schnappt das Dummy und ist flotti auf dem Rückweg. Klasse!

Bei jedem Dummy haben wir die Entfernung um einige Schritte erhöht. Immer ein Flagman, ein Standard und dann wieder zwei Schritte weiter. Es ist ganz sicher, das Janina und Baja bald auch größere Entfernungen sicher arbeiten können. Ich glaube nämlich, das Baja ihr „Nasenhunddasein“ zum Teil antrainiert bekommen hat durch zuviel Training mit Rückenwind bzw. Gegenwind.

Auf die bekannte Stelle ließ sich Baja dann auch sicher „Voran“ schicken. Bajas Training war sicher nicht ganz ihrem Wissensstand entsprechend allerdings wollten wir uns ja ein Bild machen.

Zum Schluß durfte Fienchen dann arbeiten. Da ich die Schnulle zwar einschätzen kann, Geli aber nach unserem Geburtstagtreffen auch sagte, …. übt Markierungen und wir ja dieses „Helferproblemchen“ … Also wie die anderen beiden haben wir die Markierungen abgearbeitet. Da die Entfernung sehr sicher gearbeitet wurde habe ich mich kurzer Hand entschlossen eine Doppelmarkierung arbeiten zu lassen.

Aufgabe 3

Doppelmarkierung

Fiene wurde in Blickrichtung zu D1 gesetzt. Das Mark wurde geworfen, danach haben wir uns um 90° gedreht und die zweite Markierung an dem „neuen“ Fixpunkt ausgeworfen. Da sie da ja noch nicht hingelaufen war wurde für dieses Mark ein Flagman genommen.

Was soll ich sagen, sie war klasse. Zuerst D2 und dann D1 kein Problem.

Die Übung wurde wiederholt allerdings wurde sie nach dem Ausbringen von D2 zurückgedreht und die Markierungen wurden in der umgekehrten Reihenfolge gearbeitet.

Als sie auf dem Rückweg von D1 war legte Janina unbemerkt nochmal ein Dummy an D1 aus. Ich schickte sie mit „get out“ und sie düst los …. ganz kurz schielt sie zu Janina bekommt dann Wind und ….. schnappt das Dummy und kommt zurück.

Das war der erste Teil unseres Trainings …. da jetzt der Tatort anfängt mache ich den zweiten Teil morgen …. „Suche“

Voran …

ja, das Voranlaufen ist ja bekanntlich Fleißarbeit. Und fleißig sind wir, denke ich. Trotzdem war Fiene bei unserem Geburtstagstreffen mit der  Übung leicht überfordert. Nach unseren Übungen sollten aber sowohl die Entfernung, als auch die Halfblinds kein Schwierigkeit darstellen.

Ein Problem war ja schnell erkannt. Helfer mit Tasche! Nun, das ist etwas, was man ja wirklich demnächst in aller Ruhe mitüben kann. Aber, und ich muss sagen, dass es mir einfach keine Ruhe gelassen hat…. Ich glaube ich habe noch ein Problem gefunden :-0! Wenn wir auf freien Flächen, ohne Leitlinien Voran trainiert haben, habe ich immer diese weißen „Stäbchen“ benutzt. Sollte das etwa das eigentliche Problem sein?? Hat der Einweisestab sie etwa so sehr gezogen, dass sie sich gar nicht wirklich auf die Richtung konzentriert hat?

Also, Kassensturz und Hosen runter! Alles nochmal gegeneinander abgewogen und beschlossen…. Zukünftig soll es nur dann weiße Stäbchen geben, wenn andere Schwierigkeiten außer der Entfernung in der Übung eingebaut sind. Sprich ein deutlicher Geländeübergang oder wenn wir irgendwann mal die Vorans nicht mehr mit Rückenwind arbeiten.

Heute habe ich nun unsere Tasche wieder gepackt nach über einer Woche Pause, um der Maus ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Übung 1

Unser  „Abenteuerspielplatz“ ist ja mit Gras und Gesträuch zugewachsen. Jetzt habe ich ein sich gut abhebendes, großes Grasbüschel ausgesucht und als Fixpunkt aufgebaut.

Vom Startpunkt aus gehen wir gemeinsam zum Grasbüschel und Delphin sieht zu, wie ich das Dummy dort platziere. Dann gehts zurück zum Startpunkt. Einweiseritual „get out“

Übung 1

Übung 2

Fienchen blieb am Startpunkt sitzen und ich gehe in einer geraden Linie zu unserem Fixpunkt. Wieder sieht sie, wie das Dummy ausgelegt wird. Zurück bei ihr drehen wir uns um 180° und gehen zu unserem neuen Startpunkt.

„Get out!“….

Übung 2

Übung 3

Fienchen sitzt am Startpunkt und ich laufe in einem großen Bogen zu unserem Grasbüschel. Wieder sieht sie, wie ich D1 auslege. Heimlich lasse ich aber auch noch ein weiteres Dummy fallen. Ich laufe auf dem Bogen zurück, richt Fienchen aus und schicke sie. Gleich nachdem sie mir D1 abgeliefert hatte schicke ich sie erneut auf D2. Kein Problem 🙂 meine Freude ist groß.

Übung 3

Übung 4

Die Übung hat den selben Aufbau wie die 3. allerding habe ich wieder nur ein Dummy ausgelegt. Zurück bei Fienchen ging es frei bei Fuß zu einem neuen Startpunkt „Get out!“

Übung 4

Fazit…. Auch ohne weißes Stäbchen geht Fiene wie aus der Kanone geschossen raus! Es liegt also wirklich daran, dass sie den Laufweg zu oft von mir sieht und auch durch nix (Tasche) und niemand (Helfer) abgelenkt wird. Für Sonntag wurde mir Hilfe versprochen…. Mein Mann gibt mal wieder das „Brrrrr-Männchen“ Und dann werden wir Halfblinds mit Ablenkungsmarkierungen trainieren.

Die Übungen wurden (außer die 4.) alle mit Rückenwind gearbeitet.

Tja, was soll ich sagen, Frauchen gefällt mir gar nicht! Seit unserem Ausflug zum Geschwistertreffen wälzt sie wieder Bücher, Bücher und nochmal Bücher. Sie vergleicht verschiedenen Vorgehensweisen und murmelt so Sachen vor sich hin wie „Hmm, ob es wohl an dem Stäbchen liegt?“

Also Frauchen, ich kann dich echt beruhigen. ich kann „Voran“ laufen. Aber da war doch Bernd … und die Tasche!!!! Lass uns morgen gleich nochmal Training machen, dann zeig ich dir, dass ich das verstanden habe.

Aber Frauchen hat jetzt echt ewig die Tasche nicht mitgenommen. Ob sie wohl nicht mehr mit mir üben will???? Das wäre ja wirklich übel!! Und sooooo langweilig. Doch heute *lalala* hat sie unsere Tasche mitgenommen und ich bin ja sowas von voran gelaufen….. Das geht ja gar nicht besser … sie hat sich soooo gefreut. Hab ich doch gesagt Frauchen ….. Ich kann geradeaus laufen! mach dir keinen Kopp.

Zum ersten Mal am Klaukenhof

Ach es war so schön alle wieder zu sehen. Es war so ein toller Tag! Aber von vorne….

Nach einer reibungslosen Anfahrt kamen Fienchen und ich pünktlich am Klaukenhof an. Bei strahlendem Sonnenschein, etwas Schnee und Minusgraden gingen wir ins Gelände. Der Weg zum „Basislager“ diente gleich dem Aufwärmen. Mit etwas Verspätung kamen auch Angelika und Norbert mit Tyra, Cheero und Yenne an.

Damit sich niemand seinen Popo abfriert ging es gleich mit dem D-chen Training los. Wir haben Kombinationen gearbeitet aus „Voran“ und „Markierung“.

An der Geländekante nahmen wir mit unseren Jährlingen Aufstellung.

Aufgabe 1

Jeder Hund arbeitet ein Voran. Das Dummy wurde vom Helfer mit Geräusch ausgelegt.

Aufgabe 2

An der Waldkante wurde für den Hund sichtbar ein Dummy, D1 ausgelegt . In einem großen Winkel wurde dann noch eine Markierung geworfen D2. Jetzt wurde der Reihe nach gearbeitet. Der Erste Hund in der Reihe arbeitete das Voran … der Zweite die Markierung. Dann rückte jedes Team einen Platz in der Reihe weiter, so dass am Ende jedes Team die jeweilige Aufgabe abgearbeitet hatte.

Aufgabe 2 + 3

Danach war Pause oder auch Wartezonentraining. Jetzt bekamen wir gezeigt wie die Profis arbeiten und da staune ich immer wieder.

Aufgabe 3

Der Ablauf war wie bei Aufgabe 1 allerdings wurde nun eine Doppelmarkierung geworfen. D2 an die bekannte Stelle und D3 an einen markanten Geländepunkt (Baum). D1 wurde wieder als Halfblind ausgelegt. Es wurde immer erst (heimlich) das Halfblind ausgelegt, dann die Markierungen geworfen und dann wurde nacheinander abgearbeitet. Wieder wurden die Positionen durchgewechselt bis alle Teams die Aufgaben bewältigt hatten.

Mit der rosa Brille betrachtet bin ich suuuper zufrieden mit der Maus, denn schlußendlich hat sie alle Aufgaben lösen können. Objektiv beurteilt habe ich kleine Baustellen entdeckt an denen es zu arbeiten gilt.

Sehr zufrieden war ich mit ihrer Konzentration und mentalen Stärke. Da wir so gut wie nie Gruppentraining machen ist das immer so meine Sorge, dass sie mit anderen Hunden in ihrer Nähe anderes in den Sinn bekommt als zu arbeiten. Kein Problem 🙂

Bei den Markierungen war ich auch glücklich. Da wir diese nicht sehr oft üben (ich will nicht zu viel werfen) macht sie das wirklich klasse.

Was mich am meisten gefreut hat, war das zurückkommen mit „Beute“. Schnell, ohne Spierenzchen zurück zu Frauchen. So eine feine Maus.

Jetzt zu unserer „Baustelle“. Fiene wird von Helfern und von Dummytaschen geradezu magisch angezogen. Bei den Halfblinds ist sie zwar gelaufen, auch gerade aber ….. gerade zu Bernhard und der Tasche ;-). Nun gilt es öfter mal mit Helfer zu trainieren, damit sie lernt, diesen zu ignorieren. Mit Hilfe hat sie dann aber immer auch ihr Voran gearbeitet.

Ganz zum Schluß gabs noch Fotosession mit Gruppen- und Einzelbildern….

na, wer kann sie auseinander halten .... 😉

Jetzt ists ja einfach ...
Mit Angelika und Mama Tyra ♥
... wie die Orgelpfeifen

♥ ganz leise hach sag ♥

So, das wars …. bis die Fotocd’s kommen. Vielen lieben Dank an Heike und Claudia, die mich gleich mit Bildern versorgt haben.

Von unserer abschließenden „Waffelschlacht“ gibt es keine Beweisfotos. Nur so viel. Es wurde herzhaft Gelacht und wieder einmal muss ich sagen …… schade, dass ich so weit von euch allen weg wohne. Es ist immer so schön und lustig mit euch!

Danke auch an Angelika und Norbert, die uns dieses kleine Geburtstagstraining und einen groooooßßßen Kauknochen für die Wauzis geschenkt haben….. der schon weggemampft wurde! Bis bald sagen Fienchen und Ivonne.