Training von heute…

ist das Vertrauen von Morgen. Ja, so ist das wohl. Wieviele, wohl unzählige „Vorans“ muss man machen, damit ein Hund irgendwann, in der Offenen Klasse, in einem fremden Gelände ein Blind arbeitet?….. Ja, genau ….. unzählige!

Heute haben wir wieder ein paar von den „Unzähligen“ gearbeitet. Aber vorher hatten wir noch einige Schwierigkeiten ein geeignetes Trainingsgelände zu finden. Als ich an dem von mir ausgewählten Stück Natur ankam, war er, der Jäger unseres Vertrauens schon da. Nein, das ist kein Problem. Er kennt mich und die Hunde. Er hat sogar schon zugesehen, als ich mit Fiene am Üben war…. und obwohl er für meine Begriffe ein klassischer Jäger ist (Nachsuche, Fährte, Reh und Wildschwein … Ende) war er sehr interessiert was wir da so machen und hat uns so den ein oder anderen guten Gelände-Tip gegeben. So auch heute …. Was, ne da liegt ne Bache drin … mit Frischlingen …. OK, ICH FAHR SCHNELL WOANDERS HIN“ … und dann konnte es endlich losgehen.

Übung 1

Übung 1 und 2

Von S1 geht es mit Delphin frei bei Fuß auf dem Laufweg zu P1. Dort lege ich für sie, mit viel „Tam-Tam“ ein Dummy aus. Dann gehts auf dem selben Weg zurück.

Beim „Einweiseritual“ habe ich (aus dem Augenwinkel) genau darauf geachtet, das sie sich nach vorne fokussiert … nach einigen Sekunden kam des erlösende „get out!“

Übung 2

Diesmal bleibt Fiene bei S1 sitzen und ich gehe los (Laufweg!). Bei P1 platziere ich wieder gut sichtbar ein Dummy ein weiteres versuche ich unbemerkt fallen zu lassen. Ich gehe auf dem Laufweg zurück und schicke Fienchen auf das erste Dummy. Ohne große Party schicke ich sie auf Dummy Nr. 2 „Super

Übung 3

Übung 3

Der Aufbau des Vorans erfolgt wie bei Übung 2. Zurück bei Fiene drehen wir uns um 180° und ich werfe eine Markierung. Wir drehen uns zurück …. „get out!“

  • Die Konzentration nach vorne war schwierig. Ich gehe mit Fienchen zwei Schritte in Richtung P1

Wieder folgt das Einweiseritual und jetzt klappt s. Zurück mit dem Dummy durfte sie danach die Markierung arbeiten.

Übung 4

Übung 4

Ich habe an P1 drei Dummys ausgelegt. Zurück bei Fiene drehen wir uns um 180° und gehen einige Schritte in Verlängerung P1–S1 zu unserem neuen Startpunkt S2. Die Entfernung zu P1 beträgt nun etwa 30 m. Wir stehen jetzt in dem leichten Geländeübergang.

  • Ich habe Fiene kurz abgelegt um mich hinzuhocken. Ich wollte mir das „Voran“ aus ihrer Perspektive anschauen. Wie sieht sie den Geländeübergang und was sieht sie noch von dem weißen Stäbchen. Und es ist echt überraschend wie unterschiedlich die Wahrnehmung für uns beide sein muß. Tatsächlich sieht sie das Stäbchen erst wenn sie einen großen Satz nach vorne gemacht habe während ich es nach wie vor gut sehen kann.

Ich schicke die Maus mit „get out“ los und dann …. driftet sie ab! Mit unserem Abbruchsignal (nanana!) stoppe ich sie und rufe sie zurück.

DAS PROBLEM IST ERKANNT
  • So, ich muss ehrlich zugeben, dass ich doch ein Weilchen überlegen musste um auf das so offensichtlich Problem zu kommen. (Habe bei den anderen Bildern übrigens vergessen den Wind ein zu zeichnen :-0). Also beim Starten vom S2 hat sie bei S1 Witterung von meiner Laufspur bekommen. An die hat sie sich dann angesaugt und ist somit nach rechts abgedriftet. Dummer, dummer Mensch! Ich hätte von den Startpunkten aus nicht nach oben und dann nach links, sondern erst nach links … auf den Feldweg und dann nach oben gehen sollen. Damit wäre ich komplett unter dem Wind geblieben und die Maus hätte mit meiner Duftspur kein Problem bekommen. **Grrr** ärgere mich über mich selbst!

Nun gilt es also den Startpunkt es zwei einfach etwas zu verschieben so dass sie nicht mehr in Versuchung kommt …. und kaum macht man was richtig ….. schon klappt s. Geländeübergang, kein Problem.

Übung 5

Wie Übung 4 nur das der Startpunkt noch weiter nach hinten gezogen wurde. Die Entfernung liegt nun bei ca. 35 m und um das Stäbchen zu sehen muss sie zwei große Sprünge machen. Diesmal gabs kein Problem.

Übung 6

Übung 6

Die Übung beginnt an S2 die Entfernung zu P1 sind etwa 40 m …. die Wiese ist auf diesem Streifen kurz gemäht und sie hat den Feldweg als Leitlinie darum traue ich ihr diese große Entfernung auch zu. Mein kleines goldenes Wunder rennt los, schnappt ein Dummy und nach der Abgabe gehen wir beide (sie schön bei Fuß) zu S1. Der hat die ursprüngliche Entfernung von 25 m. Auch hier kein Problem. Dann gehts weiter zu S3. Ich mache das Einweiseritual, konzentriere sie lang nach vorne und breche die Übung ab. Kommando „left“ und wir gehen gemeinsam zu P1 um das letzte Dummy des Tages zu finden. Sie bekommt es von mir geschenkt und dann geht die Party ab.

Da sieht man es wieder … trotz der vielen Gedanken die ich mir mache … passieren solche dummen Fehler. Und wieder denke ich an meinen Hannes. Völlig willenlos wurden Dummys ausgelegt und dann der Hund geschickt. Das es meistens funktioniert hat war wohl eher ein Zufallsprodukt. Inzwischen wundert es mich auch nicht mehr, dass wir einfach auf einer Entwicklungsstufe stehen geblieben sind. Er hat es einfach nicht wirklich verstanden. Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

Hier nochmal ein neues Bildchen von meinen beiden Damen….

 

 

 

Frau „Ditschauge“ …. oder

Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Heute morgen habe ich die Maus aus dem Kennel geholt und wollte ihr in ihre schönen braunen Augen gucken ….. da waren diese sehr rot, total entzündet und verklebt. Bindehautentzündung, war meine erste Laiendiagnose. Ich habe gleich „Sofortmaßnahmen“ eingeleitet und auch mit meinem Mann besprochen.

1. Mehrmals am Tag beide Augen mit einer lauwarmen Kamillosanlösung abwaschen dabei immer ein frisches Tuch verwenden.

2. Nachmittags gleich zur Tierärztin unseres Vertrauens und nachsehen lassen.

3. Bis dahin hat Fienchen „strenge Einzelhaft“ und darf nicht mit anderen Vierbeinern zusammenkommen. Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu hoch.

4. Wenn Fienchen behandelt wurde bzw. wenn sie in ihrer Box ist und die anderen beiden wieder freien Zugang zu allen Räumen bekommen haben, sich die Menschen ganz gründlich die Hände zu waschen …. ein kranker Hund reicht schließlich.

Nach dem Tierarztbesuch hatte sich die Diagnose bestätigt. Als Behandlung sollten die Augenwaschungen weiter gemacht werden und zusätzlich haben wir noch eine Salbe bekommen. Da es sich bei dieser Salbe um ein rezeptfreies Mittel handelt habe ich gleich zwei Tuben gekauft um mit dieser meine Hunde-Haus-Apotheke zu bestücken.

Jetzt muss Fienchen alle paar Stunden behandelt werden  aber sie ist so lieb und lässt alles über sich ergehen. Nach dem Einbringen der Augensalbe gibts dann immer ein tolles Lecker. Arme kleine Maus! Wir gehen jetzt auch nicht so lange spazieren, denn es ist zurzeit sehr windig  und… das kann den Augen sicher nicht guttun.

Was ist hängen geblieben?

Am 19 Sep. endetet unser dreitägiges Suche-Intensiv-Programm. Jetzt, knapp sechs Wochen später der nächste Test. Wir fahren mit dem Auto zu unserem Suchengebiet. Nachdem wir ein paar Minuten bummeln waren ging das Training los. Fienchen wurde angeleint und das Gelände betreten. Die Wartezone eingerichtet und richtig ….. gewartet. Zum Glück hatte sich das Wetter heute gut gehalten, so dass ich mir nochmal die heutigen Aufgaben durchlesen konnte während die Maus sich im Nix-Tun übte.

Zu Beginn eine Wiederholung der letzten Übung. Drei Dummys wurden in einer Tiefe von ca. 20 Metern und einem Abstand von ca. 10 Metern ausgelegt. Wir arbeiten mit Gegenwind.

Übung 1

Übung 1 / Aufgabe 7 im Arbeitsbuch

Nach dem Suchen-Ritual stürmte Delphin los und stoppte plötzlich… Die Nase ging runter und ich dachte schon „Man, das ging ja flotti!“  Auf einmal sehe ich, das die Dame kaut!!! Ich in das Suchengebiet gestürmt, die Madam am Schlafitchen geschnappt und böse angegrummelt. Frei bei Fuß ging es raus aus der Suche. Mit ein bisschen Fußarbeit wurde der Arbeitsmodus wieder hergestellt. Wieder am Ansatzpunkt habe ich das Suchen-Ritual wiederholt, wieder stürmt sie raus schnappt D2 und zack ist sie zurück.

Um ihr in Erinnerung zu rufen, dass immer mehrere Dummys ausliegen gingen wir danach gemeinsam auf die „Jagd“ und sammelten D1 und D3 noch ein.

**Wartezone** Fiene bleibt in der Wartezone und ich lege erneut die Dummys aus. Danach heißt es weiter „warten“.

Übung 2

Der Aufbau ist wie bei der ersten Übung allerdings liegen die Dummys jetzt 30 Meter tief im Suchengebiet.

Übung 2 / Aufgabe 8 im Arbeitsbuch

Wieder sollte Fienchen nur ein Dummy holen und wieder war es D2 welches sie schnappte. Wieder wurden die übrigen beiden von uns gemeinsam erlegt.

**Wartezone**

Übung 3

Der Aufbau wie in Übung 2 allerdings wurde die Maus zwei Mal von mir in das Suchengebiet geschickt. Wieder holte sie D2 als erstes, das zweite Dummy, dass sie mir brachte war D3.

Ich habe wirklich darauf geachtet sie immer vom selben Punkt zu schicken damit ich nicht Gefahr laufe sie mit meiner Handbewegung unbewusst auf die Dummys zu schicken.

Und damit war unser Arbeitstag beendet. Fazit….. klasse! Ich bin echt beeindruckt… vor allem weil sie mit Dummy so schnell zurückkommt.

Ich bin mal gespannt, wann ich ihr „Suchenmuster“ erkennen kann. …