Alles nur „geklaut“

Durch das Training von Kathrin und dem Glücksritter inspiriert gingen wir heute auf eine „fremde“ Wiese. Diese ist abschüssig und hat auch leichte Wellen. Allerdings bietet sie auch, an ihrem unteren Ende, natürliche Fixpunkte. Gearbeitet haben wir dort noch nicht, weil sie den Sommer über in der Bewirtschaftung war und da will man es sich ja mit dem Landwirt nicht vergrätzen.

Diese Fixpunkte wollte ich nun mit Fiene aus verschiedenen Winkeln arbeiten. Zu meiner großen Freude kam mein Mann mit um mir noch zusätzlich Markierungen zu werfen.

Bepackt mit meinen Dummys lief ich also am unteren Rand der Wiese entlang zum ersten Fixpunkt. Ich machte Fiene auf mich aufmerksam mit einem lauten „Brrrt-Brrrrrt-Jeeeeep“ und warf nacheinander 4 Dummys. Dann lief ich weiter und Fiene stromerte auch weiter. Am nächsten Punkt angekommen wiederholte sich das Spiel.

Helferlein ging mit weiteren Dummys ans Ende der Wiese und bezog seine Werferposition. Nun rief ich die Schnulle zu mir und ohne lange rumzudaddeln richtete ich sie auf den ersten Fixpunkt aus.

Gerade raus, Dummy schnappen und zurück! Kein Problem. Dann der zweite Punkt. Daumen hoch! Jetzt die erste Markierung Entfernung ca. 90 Meter weit! Und was soll ich sagen, die Möhrchen haben Wirkung gezeigt. Sie sprintete raus und hatte das Dummy auf den Punkt.

Nachdem sie dieses Dummy bei mir abgeliefert hat, wurde direkt die nächste Markierung geworfen. Ich drehte sie ab und schickte sie gerade aus voran. Wir drehten uns weiter und sie ging voran auf P1. Zum Abschluß drehten wir uns zurück und sie arbeitet das Mark – perfekt!!

Fiene befand sich auf dem Rückweg als das nächste Dummy in den Fallbereich geworfen wurde. Ich verschiebe den Startpunkt in Richtung Markierung. Dann schicke ich sie nacheinander auf P2 und P1 …. Als letztes ein Voran auf die Memory-Mark Stelle.

Gut – Wenn Frau was zum Mäkeln finden will… dann findet sie auch was! Naja, objektiv betrachtet, war sie bei dem Voran langsamer unterwegs als zu der Markierung aber sie ist raus, wie an der Schnur gezogen und sooooooo weit! Ich hab mich auf den Boden gekniet und sie empfangen. Dann war Zeit für eine Fete auf der Wiese mit rumkullern, zergeln und schmusen.

Zum Abschluß bezog der Helfer Position an einem neuen Startpunkt. Ich schickt Fiene auf P1 und vom Helferlein wurden in dieser Zeit zwei Dummys an den unbekannten Punkt P3 gelegt. Diese lagen auch in höherem Gras so dass sie sie auch nicht direkt sehen konnte.

Aufstellung… Der Helfer klatscht in die Hände. Ich richte sie auf den neuen Punkt aus… und sie geht! Yes Baby …you made my day! Ich liebe diesen kleinen, goldenen Hund!

Sicheres Auftreten… bei völliger Ahnungslosigkeit!

So könnte Fienes Motto für den gestrigen Trainingstag gewesen sein. Dabei fing alles gut an. Sie lief gut Fuß, war aufmerksam keine Anzeichen deuten auf das sich anbahnende Drama hin.

Die zweite Markierung des Trainings war schon… naja, nicht perfekt aber durchaus noch 12 Punkte (auf meiner inneren Punkteskala) wert.

Und dann kam der Hammer. Es fällt ein Schuß und kurz nacheinander fallen 2 Markierungen in einen sehr kleinen Fallbereich.

…. GRUSELIG !!! Sie rannte die 78 Meter… und noch viel, viel weiter! Völlig ohne Plan stürzte sie durch das Gelände. Nochmal, selber Aufbau… wieder … UNTERIRDISCH!!!!

Nichts aber auch nichts deutete darauf hin, dass sie nicht in Form sein könnte. Sie saß am Fuß wie einen eins und sie hat die Markierungen wirklich genau beobachtet.

Dritter Versuch… mit Hängen und Würgen haben wir die Dummys reinbekommen. Ich habe einfach keine Erklärung dafür warum sie so von der Rolle war. Der Rest unseres Trainings war in Ordnung. Wir waren schon besser aber wir hatten auch schon ganz andere Tage.

Ich schiebe diese „Ausfallerscheinungen“ mal auf die Scheinträchtigkeit und warte die Zeit ab.

Den Rest unseres Trainings kann man hier nachlesen.

Technik, die begeistert!

Ich gebe es zu mein neuer, ständiger Begleiter, das Iphone, kann definitiv mehr als nur … telefonieren. Vor ein paar Tagen habe ich zwei neue App’s runtergeladen. Einmal die App passend zu dem Programm OneNote. Dieses nutze ich bereits auf dem Rechner. Jetzt, mit der App, habe ich meine Notizbücher immer dabei. Das Gute ist, füge ich etwas auf dem Handy hinzu…schwuppdi hab ich es daheim auf dem Rechner und umgekehrt. Ich sag nur Cloud! Oh man, wer hätte das noch vor 6 Wochen geglaubt?

Nun aber zu App Nummer 2. Schon lange nervt es mich, dass ich Entfernungen nur grob schätzen kann. Ich suchte also nach einer Möglichkeit mit dem Apfelgerät genau dies zu tun. Entfernungen messen.

Tja, ich hab eine simple App gefunden, die genau diese tut. Mittels GPS drückt man am Startpunkt und am Endpunkt einen Button und schon… zeigt es die Meter an. Das habe ich heute gleich mal getestet.

Ich war mit Fiene und Cosma bei unserem letzten Trainingsgelände. Da habe ich dann zuerst mal die Voranstrecken vom letzten Training abgemessen.

Startpunkt bis Hochsitz    –    ca. 62 Meter (ca. weil es durch das GPS geringe Abweichungen geben kann)

Startpunkt bis „Salzleckstein“    –    ca. 70 Meter

WOW, das hätte ich doch kürzer geschätzt. Jetzt öffnete ich OneNote und dank Siri fällt lästiges Tippen weg und ich spreche alles in mein Notizbuch. Alle Übungsdurchgänge, noch ein paar Fotos gemacht und direkt abgelegt. So einfach kann es sein.

  • Übung 1

Ich hatte die beiden Mäuse etwas abseits abgelegt und ging los um die Dummys auszulegen. Rund um den Hochsitz legte ich drei Dummys aus. Dann ging ich zurück und lief vom Startpunkt aus den zweiten Voranpunkt (Salzleckstein) an. Dort legte ich 4 Suchendummys aus. Zurück bei den Mädels ging es für Fiene los mit Fußarbeit.

Schon komisch… eigentlich mache ich Fußarbeit für mich. Immer wieder kontrolliere ich mich und meine Körpersprache. Gebe ich Zeichen? … Fiene macht ihren Part nämlich gut 😉

Dann richtet ich sie zum ersten Mal auf den Hochsitz aus.

  • Übung 2

Ich werfe in einem Winkel ca. 70° eine Markierung neben die „Voranstrecke“.

Danach drehen wir uns um ca. 90° nach links und ich schicke Fiene auf den 2. Voranpunkt.

  • Übung 3

Vorbei an der Verleitmarkierung schicke ich Fiene zum Hochsitz. Nachdem sie das Dummy bei mir abgeliefert hat. werfe ich wieder eine Markierung diesmal in einem noch spitzeren Winkel zur Voranstrecke.

  • Übung 4

Fiene wartet und Cosma geht Voran auf den zweiten Vertrauenspunkt.

  • Übung 5

Ein weiters Mal schicke ich Fiene zum Hochsitz. Danach darf sie nacheinander die beiden Markierungen einsammeln.

  • Übung 6

Zum Abschluß noch einmal „back“ zum Salzleckstein.

Ich bin zufrieden. Aufgabe für die nächsten Trainings muss sein die Fallstellen der Markierungen näher an die Voranstrecke zu bringen um den Reiz zu erhöhen. Kein Fragen, kein Zögern… alles gut.