Leider konnten wir nicht da sein :(

Da hat man schon kein Glück ……. und dann kommt auch noch Pech dazu! Zuerst freute ich mich, über meinen Startplatz für den 2. Workingtest der Mera Workingtour auf dem Klaukenhof. Ich betete zu allen Göttern, die für den Hormonhaushalt bei Hündinnen zuständig sind allerdings hatten diese kein Einsehen und Fiene wurde läufig. Kein Start! Nun gut dachte ich mir, dann fährst du halt ohne Hund und drückst allen anderen aus der Golden Worker Familie, Freunden und Bekannten die Daumen.

Wieder Nix! Zwei Tage vorher fragte mein Dienstherr höflich an, ob ich nicht gewillt sei einen meiner freien Tage vom Wochenende dem Land Hessen zu opfern. Zähneknirschend sagte ich zu… nicht ohne Hintergedanken denn, jetzt braucht mich die nächsten Wochen keiner fragen… ich kann ohne schlechtes Gewissen einfach „Nein“ sagen.

So verfolgte ich das Geschehen also über Facebook. Dank der vielen Gruppen und der Tatsache fast jeder heute ein Smartphone hat bekommt man ja regelmäßig updates vom Geschehen. Besonders gefreut habe ich mich diesmal über die vielen Fotos die Susanne Bergendahl und Andreas Häckel gemacht haben…. so konnte ich wenigstens aus der Ferne doch dabei sein.

Bei der Durchsicht der Ergebnislisten konnte ich dann nicht umhin festzustellen, dass es ein sehr erfolgreiches Wochenende für die Golden Worker Familie war…

Startklasse A

1. Golden Worker Discovery Enya und Frauchen Manuela ……. Herzlichen Glückwunsch ihr beiden!

13. Golden Worker Discovery Dundee und Frauchen Petra ….. Daumen hoch!

Golden Worker Discovery Scout und Herrchen Jürgen konnten leider nicht bestehen ….. Macht nix, nächstes Mal klappts wieder besser!

Manuela & Enya – Das Siegerteam in der A-Klasse
Petra & Dundee in der Aufgabe

Startklasse F

2. Golden Worker Challenge Georgia mit Frauchen Sabine Seidel  ………….. Herzlichen Glückwunsch!

3. Golden Worker Discovery Virginia mit Frauchen Claudia ………………….. Super gemacht ihr beiden!

5. Golden Worker Discovery Colin mit Frauchen Heike ………………… Klasse !!!!

Startklasse O

3. Golden Worker Best Naomi mit Frauchen Gisela ………… Herzlichen Glückwunsch !!!

Neben vielen schönen WT-Impressionen die Susanne mit der Kamera einfangen konnte, hat sie auch den jüngsten Nachwuchs der Golden Worker Familie vor das Objektiv bekommen ……

Na, wer bin ich???
… das ist Rocket … Golden Worker fast and furious Rocket !
Und Geli hat richtig ♥-chen in den Augen!
Geli mit Rocket und Irmi mit Flash

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Andreas mit seiner Hündin Cara

.. Platz 7 erreichen konnte! Herzlichen Glückwunsch!

Ach so, im Hause Bergendahl / Häckel gibt es auch neues…. Nachdem sowohl Cara als auch Ben ihre Zuchtzulassug erhalten haben wir es bald kleine Goldklümpchen geben. Gezüchtet wird unter dem Zwingernamen „Limetree’s Golden“.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für eure Zucht. Dass alle eure Träume in Erfüllung gehen!

Nachtrag zum Seminarbericht

Ok, der Tag hat wirklich Kraft gekostet. Fiene hat fast den kompletten Freitag verschlafen. Am Wochenende hatte sie „Dummy-frei“ weil wir Gäste hatten und die letzten beiden Tage sind für den Dienstherrn, den Spaß-WT und das Bearbeiten der Fotos draufgegangen…. Ach ja, die Fotos…..

Klick auf das Bild …. da gehts zum Fotoalbum !

Nun gibt es von diesem Seminar nicht soooo viele Bilder. Ich war ja schließlich Teil der Linie und darum war die Nikon lange verpackt …

Arbeiten aus der Linie

Ein spannender und sehr lehrreicher Tag liegt hinter uns. Ich kann es noch gar nicht fassen – Delphin war einfach super! Aber dazu später mehr.

Im Gelände angekommen arbeiteten wir zuerst auf einer großen, leicht ansteigenden Wiese. Rechts begrenzt von einem Maisfeld, links der Wald.

So sah es aus. Die Dummys fielen so, dass die Hunde über die Kuppe laufen mussten und teilweise kurz außer Sicht waren. Die Entfernung schätze ich auf  60 – 80 Meter. Im Fallbereich mussten die Hunde zwingen die Nase einsetzten denn sehen, konnte man das Dummy im Gras nicht.

Der Golden Worker D-Wurf war mit 6 Hunden vertreten. Zu uns gesellte sich ein Labbi ungefähr im selben Alter. Wir stellten uns zur ersten Aufgabe auf.

Eine Markierung fällt und soll aus der Linie heraus gearbeitet werden. Geli gab für das jeweilige Team die Freigabe und ….

uns traf es als erstes! Ich gebe zu, ich hatte Zweifel. Die Entfernung war für uns schon wirklich weit und ich fürchtet, das Fiene zu kurz gehen würde um dann planlos rumzusuchen. Aber …. meine Zweifel waren völlig unbegründet. Sie ging (etwas schnell 😉 ) raus um ratz fatz das Dummy zu picken und zu mir zurück zu kommen.

Kommentar von Geli: „Na, da hat wohl jemand Distanzen trainiert? Nein, haben wir nicht. Wir haben in schwierigem Gelände geübt, meist im Wald mit nicht sichtigen Fallstellen oder schlecht sichtigen Flugbahnen …. Wiese …. Fehlanzeige.

Diesmal steht die Linie im Hang parallel zum Maisfeld. Ein Team tritt aus der Linie, geht zum Startpunkt und die Markierung fällt. Dann muss der Hund an der Linie entlang arbeiten.

Der Weg zum Dummy war schnell und zielstrebig. Markierleistung  –  gut. Auf dem Rückweg merkte man, das die Linie aus Hunden sie doch leicht beeindruckt. Sie wich etwas nach links aus aber grundsätzlich zeigte sie eine tolle Arbeit.

Die Linie stellt sich wie in Aufgabe 1 auf. In der Mitte bleibt eine kleine Lücke von ca. 2 Metern. Das arbeitende Team stellt sich einige Meter hinter die Linie in Verlängerung zu dieser Lücke um den Hund durch die Linie zu schicken.

Jetzt veränderte der Helfer seinen Standort. Und es folgten Doppelparkierungen. Beide Dummys nach rechts, beide nach links, abwechselnd nach links und rechts und eine Doublette.

Zwei Dummys werden gleichzeitig geworfen.

Die erst und einzigste Aufgabe des Tages, die sie nicht lösen konnte. Sie hatte einfach nicht „gerafft“, das da tatsächlich 2 Dummys vom Himmel gefallen waren. Mein Fehler war, dass ich sie zuerst mit „Fetch it“ also unserem Kommando für eine Markierung rausschickte. Als ich sie dann wieder reinholte, schickte ich sie mit „Get Out“ konnte sie aber mit dem Suchenpfiff nicht wirklich in dem Gebiet halten.  *Das müssen wir üben!“

Eine Doppelmarkierung. D 1 fällt kurz in den Schatten an den Waldrand (vor den Hochsitz). D 2 lang (hinter den Hochsitz). Fiene sollte D1 als erstes reinholen.

Zwei Mal der Kommpfiff um sie wieder ins Gebiet zu bringen, Suchenpfiff und D1 lag in meiner Hand.

Jetzt sollte Bewegung in die Sache kommen. Auf das Kommando „Walk On!“  setzte sich die Linie in Bewegung. Auf Gelis Zeichen wurden von Bernd dem „Superhelfer“ dann die Dummys geworfen und und sie sagte wer arbeiten soll.

Zu „Walk On!“ kam dann noch das Kommando „Behind!“. Auf dieses Wort hin dreht man sich um 180° und zwar so schnell es geht um dem Teampartner Hund die beste Möglichkeit zu geben zu markieren.

Von Fienes Fußarbeit war ich begeistert. Auch das Drehen auf der Stelle kann sie schon sehr gut….Einzig ich muss das „Fingertarget“, unser dezentes Sichtzeichen für „Fuß“ noch mehr abbauen 😉

Die Abschlußaufgabe des Vormittags hatte es dann nochmal richtig in sich. Die Linie stellte sich oben im Hang auf. Der Helfer in unserem Rücken und Geli in unserer Mitte. „Walk On!“ Auf ein kleines Zeichen viel hinter uns ein Schuß und wir mussten uns schnell drehen um die Markierung zu sehen. Dann drehten wir zurück und die Prozedur wiederholte sich. Wieder ein Schuß, wieder drehen, Markierung fällt. Ein Hund wird mit „Voran“ an das Ende des Maisfelds geschickt. Dort waren bei einer Pause zwischendurch Dummys ausgelegt worden. Die Hunde konnten dabei zusehen.

Das hat richtig Spaß gemacht. Selbst das Voran hat die Schnulle gut gearbeitet. Den Vormittag haben wir wirklich gut durchgearbeitet genau wie alle anderen und wir hatten uns alle eine Pause verdient.

Die ersten Aufgaben wurden in einer Frei Verlorensuche gearbeitet. Die Teams standen in der Linie auf dem Waldweg entlang des Suchengebiets und Geli ließ den „Rabbit“ vorbeihoppeln. Danach gings ab zum Suchen. Die schwerste Aufgabe war hier, dass zwei Hunde parallel arbeiten sollten. Sobald der eine aufgenommen hatte, wurde der nächste geschickt. Auch hier machten wir eine recht gute Figur.

Und dann kam der Hammer des Tages. Szenenwechsel, neuer Standort.

Nachdem ich die Zweifel an Fienes Trainingsstand bereits über Bord geworfen hatte kehrten diese schlagartig, beim Anblick des neuen Geländeabschnitts zurück.

Ein Hang. Ein Sturm hatte vor einer Weile ganze Arbeit geleistet und so war eine große „freie“ Fläche entstanden. Diese war gespickt mit Baumstümpfen, Farnen und Gräsern und zwei natürlichen Fixpunkten. Jeweils ein paar Bäumchen die, welche den Sturm überlebt hatten.

Vom Startpunkt (Waldweg) ging es erst ca. 20 Meter leicht bergab und dann stieg das Gelände an. Die Entfernung der Markierungen schätze ich auf ca. 60 Meter evtl. etwas mehr. Es ging wirklich ans Eingemachte. Markierungen, in die Suche schicken, an der Linie vorbei arbeiten, zwei Hunde gleichzeitig….. Wir gaben nochmal alles.

Die letze Aufgabe des Tages lief wie folgt ab…

Team 1 steht auf dem Waldweg, die anderen Hunde in der Line. Als erstes fällt die Markierung in den Fallbereich  3 in etwas höheres Gras. Danach die Markierung in Fallbereich 2.

Team 1 arbeitet die Markierung im 3. Fallbereich. Danach wird der Hund von Team zwei in die Suche geschickt. Als letztes Team 3 die Markierung im 2. Fallbereich. Danach stellt sich Team 1 hinten an… so lange bis alle, jede Aufgabe gelöst hatte.

TSCHAAAAKKKKKAAAA!!!!!  Was soll ich sagen ich bin immer noch hin und weg. Sie hat den ganzen Tag durchgehalten, war konzentriert und hat Aufgaben erledigt, die ich mich im Training noch nicht getraut hätte!

Es war ein tolles Seminar und alle wieder zu treffen war wie immer schön.