Jahresprojekt | 08.22

August, der heißeste Monat des Jahres. Was liegt näher, als die Arbeit ans Wasser zu verlegen? In der Retrieverarbeit sagt man, was auf 5 Meter nicht klappt, funktioniert auf 50 erst recht nicht. Was an Land nicht funktioniert, geht am Wasser garantiert schief.

Bevor ich also mit Mac mit der Arbeit am Wasser beginne, habe ich sichergestellt, dass er Dummys zuverlässig in die Hand bringt. Habe ihn Erfahrungen am und im Wasser sammeln lassen, die nichts mit dem Apportieren zu tun haben, habe beobachtet, wie er immer besser schwimmt und das Wasser zu seinem Element gemacht hat.

Wir haben lustige Spielchen am Wasser gemacht und er hat gelernt klitschnass zu mir zu kommen, also ohne sich zu schütteln.

Das war wichtig für die spätere Arbeit. Dummys / Wild dürfen nicht abgelegt werden und der Hund darf sich mit Dummy / Wild im Fang nicht schütteln. Die Gefahr, dass er das Stück fester packt und es dadurch anschneidet wäre dadurch sehr groß.

Wieder mache ich eine kleine Rückschau … ihr erinnert euch an das „Kommspiel aus dem Wasser“ ….

Und jetzt haben wir die Arbeit, die er an Land schon kennt, ans Wasser verlegt. Im Uferbereich wurden 4 Dummys versteckt und Mac in die Verlorensuche geschickt.

Nachdem er dort zwei Dummys gefunden hat, lies der Helfer ein weißes Dummy ins Wasser gleiten und dieses wurde dann von der leichten Strömung mitgenommen. Als ich Mac also nun ein drittes Mal in die Suche schickte, hatte er die Möglichkeit dieses Dummy auf der Wasseroberfläche zu finden.

Wie man sieht, ist der Plan aufgegangen. Mac schnappt sich das Dummy und klettert wieder ans Ufer. In dem Moment, wo er ins Wasser geht, fange ich an mich schnell vom Ufer wegzubewegen. Wenn er dann an Land kommt, mache ich den Rückpfiff und animiere ihn, so schnell es geht zu kommen. Ich verhindere damit, dass er ins Denken kommt und evtl. stehen bleibt. Dann würde er sich sicher schütteln… wer aber rennt … liefert ab 🙂

Ich bin sehr zufrieden mit dem, was er in diesem Monat gelernt und auch abrufen konnte. Für den nächsten Monat nehmen wir uns wieder verstärkt das Voran und den Suchenpfiff unter Ablenkung vor.

Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Jahresprojekt | 06|07.22

Die Zeit schreitet voran und auch der junge Mac steigt immer ein bisschen tiefer ins Trainingsgeschehen ein. Regelmäßig stehen Fußarbeit, Sitzpfiff, Voran und Suche auf dem Plan. Hier seht ihr mal eine Zusammenfassung und unseren Trainingsstand.

Fußarbeit üben wir fast täglich. Noch habe ich ihn dabei an der Leine. Ich möchte einfach, dass er und ich ein gutes Team werden im „bei Fuß laufen“ – daher möchte ich ihn nicht unnötig viel korrigieren müssen. Es ist einfach schöner, wenn ich ihn viel bestätigen kann und er die Fußarbeit als angenehm empfindet und nicht als lästiges Übel.

Neben den üblichen kleinen Trainingssequenzen von Fußarbeit und Suchenpfiff darf der junge Mann auch immer wieder ein Voran arbeiten. Beim Voran richtet man den Hund auf das Dummy aus und zeigt ihm die Richtung an (kann man oben im Video gut sehen). Dann soll der Hund auf Kommando in einer geraden Linie so lange laufen, bis er durch den Suchenpfiff gesagt bekommt, dass er den Zielbereich erreicht hat und nun suchen soll.
Für diese Arbeit braucht der Hund großes Vertrauen, weiß er doch nicht, wo die Beute ist. Außerdem muss er lernen, dass die Hand ihm die Richtung zeigt, in die er laufen soll. Nur durch unzählige Wiederholungen in unterschiedlichsten Gelände geht der Hund irgendwann sicher voran.

Beim Schwimmen sind wir einen großen Schritt weiter gekommen. Mac nimmt das Wasser wie selbstverständlich an und schwimmt ausdauern. Er hat richtig Spaß und muss nicht durch andere Hunde oder geworfene Dinge motiviert werden ins Wasser zu gehen.

Im Juli ist zu den bisherigen Trainingspunkten ein weiterer hinzugekommen. Markierungen – also geworfene Dummys, die Mac dann direkt oder mit einer Verzögerung arbeiten darf. Diese Art des Apports stelle ich ein wenig hinten an und ich erkläre auch, warum ich das tue.

Das Wichtigste, was ein Retriever lernen muss, ist in Ruhe zu warten. Für die Arbeit nach dem Schuss sind diese Spezialisten gezüchtet. Der Retriever beobachtet das Geschehen und wartet geduldig, bis sein Hundeführer ihn schickt. Nun ist es für einen jungen Hund ja schon schwierig genug sitzen zu bleiben, wenn ein Blatt vorbeifliegt. Wirft man jetzt viele Bällchen oder sonstige Spielzeuge und der Hund darf diesen immer nachspringen, dann fällt es ihm natürlich sehr schwer auf seinem Popo sitzen zu bleiben, wenn dies irgendwann von ihm verlangt wird.
Jetzt machen wir hier mal einen kleinen „Throwback“ …. erinnert ihr euch an meine Videos aus den Anfängen mit dem kleinen Mac im Hausflur? Da habe ich Leckerchen geworfen und ihn fürs Sitzenbleiben belohnt und ihm nach einer kurzen Wartezeit die Erlaubnis gegeben, sich diesen Keks zu schnappen. DAS war genau die Vorarbeit für das jetzt langsam beginnende Markiertraining.

Und so sieht das heute aus. Brav neben Frauchen sitzen, schauen, wohin das Dummy fliegt, das Kommando abwarten, losstürmen, einsammeln, zurückbringen, abliefern und wieder neben Frauchen einparken. Auch hier gibt es jetzt noch einiges zu tun, aber bisher bin ich durchaus zufrieden.

Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Jahresprojekt | 05.22

Hier im Hause ist es Tradition, dass mit dem Beginn des Dummytrainings, also quasi zur Einschulung, jeder Hund seine Pfeife und auch seine Moxonleine bekommt. Den Hunden ist das sicher völlig wurscht, aber irgendeine Erklärung braucht es ja, wenn Frauchen mal wieder shoppen möchte.

Mac ist auch in diesem Monat mehr in die Höhe als in die Breite gewachsen. Liebevoll nennen wir ihn hier „Rippchen“ oder auch „Spargelchen“. Aber kommt Zeit, kommt auch Muskelmasse.

Im letzten Jahresprojekt-Betrag hatte ich ja angekündigt, dass wir uns im Training auf den Suchenpfiff konzentrieren werden.
Außerdem haben wir uns mit der großen Suche, der Fußarbeit und auch dem Schwimmen beschäftigt.

Fangen wir mal mit dem Schwimmen an. Mir ist es wichtig, dass Mac das Schwimmen völlig frei und ohne eine Erwartungshaltung auf geworfene Dinge lernt. Zusätzlich möchte ich, dass er das Element alleine erkundet und sich nicht nur Dinge zutraut, wenn die „Großen“ dabei sind und ihn „mitziehen“.
Später, wenn es an das Arbeiten am Wasser geht, soll Mac das Apportel direkt, also ohne es am Ufer abzulegen und sich zu schütteln, bei mir abliefern. Um für dieses Verhalten eine Basis zu legen, habe ich heute besonders gute Leckerchen mitgenommen und habe ihn aus dem Wasser abgerufen.

An Land habe ich ihn sofort angefangen zu loben und zu füttern. Dann habe ich das Futter entfernt und „Schütteln“ gesagt. Schüttelt er sich, bekommt er einen Jackpot an Leckerchen und darf danach wieder ins Wasser.

Das hat ja schon ganz super geklappt.

Ein weiterer wichtiger Teil der Dummyarbeit ist eine sehr gute Fußarbeit. Ich verlege unsere Einheiten inzwischen schon an Orte, an denen Mac bereits etwas erlebt hat. Das stellt höhere Anforderungen an seine Konzentration.

Ohne die Ablenkung eines anderen Hundes und ohne, dass etwas geworfen wurde, klappt die Fußarbeit in diesem Gelände schon sehr gut. Neben uns im Tümpel hüpfen Frösche und der Boden ist voller Wildspuren, das ist für den jungen Mann bereits Ablenkung genug.

In der Dummyarbeit gibt es verschiedene Arten von Suche. Eines haben sie alle gemein … der Hund muss seine Nase gebrauchen und auch das, muss er lernen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht – „Wieso lernen? Macht er das nicht automatisch?“ Ja und Nein, natürlich „riecht“ der Hund, aber er soll ja lernen gezielt zu suchen. Er soll lernen, den Wind zu nutzen, um sich Witterung zu holen. Dann hat er die Chance auf größtmöglichen Erfolg.
Bei der kleinen Suche bekommt der Hunde durch einen Pfiff gesagt, dass er dort wo er ist suchen soll. Es bedeutet, dass Mac großes Vertrauen entwickeln muss. Er muss sich sicher sein, dass er nur gründlich genug suchen muss – dann wird er finden. Er lernt, dass ich ihm sage … „Da bist du richtig!“ „Such dort“ Darum lasse ich ihn derzeit fast immer zuschauen, wenn ich die Bällchen im hohen Gras verstecke. Diese Verknüpfung und das Vertrauen entsteht nur durch viele, viel Wiederholungen.

Im Gegensatz zur kleinen Suche, weiß bei der großen Suche weder Mac noch ich, wo die Dummys liegen. Er soll auf ein Suchenkommando eine große Fläche oder auch eine Dickung absuchen. Dabei soll er im besten Fall in den Wind laufen und sich so die Witterung holen.
Damit er das lernt, schicke ich ihn derzeit mit Seitenwind in das Suchengebiet, er läuft also automatisch in die Witterung. Das kann man schön beobachten. Manchmal reißt es ihn richtig herum, wenn ihn der Geruch der Dummys in die Nase kommt.

Ihr seht, es kommt immer ein bisschen was dazu, was es zu üben gibt. Immer wieder ein paar Minuten mit Spaß und Freude. So gestalten wir unser Training.

Vorschau: Im nächsten Monat will ich mich etwas weiter von Mac entfernen, bevor ich den Suchenpfiff gebe. Dabei trainieren wir gleich das „Sitz und Bleib“. Die große Suche wird in verschiedenen Gelände geübt und auch die Fußarbeit gilt es weiter zu festigen.
Sitzpfiff und Hierpfiff unter mäßiger Ablenkung und auch die Leinenführigkeit darf nicht zu kurz kommen.

Vielleicht noch ein Wort zum Abschluss – Ich bin keine Hundetrainerin. Das Wissen, was ich mir bis hierher angeeignet habe, habe ich in erster Linie durch die Erfahrungen mit meinen Hunden erworben. Ich habe viele Kurse und Seminare besucht und natürlich Literatur in rauen Mengen verschlungen. Darauf werde ich auch immer wieder verweisen. Dies ist ein privater Blog – Wer sich hier Inspiration holt, tut dies auf eigene „Gefahr“ und ich übernehme keinerlei Haftung, wenn die hier vorgestellten Übungen / Rezepte nachgemacht werden.
Alle Bücher und Produkte, die ich verwende, habe ich selbst gekauft. Sollte dies einmal anders sein, werde ich das im Post kennzeichnen.

Danke Andrea, dass du auch in 2022 die Aktion Jahresprojekt weiterführst. Ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem Jahr alles zu verfolgen gibt. Besonders freue ich mich natürlich auf deine Beiträge über Flint.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.