JP/R ~ Vorbereitung (2) Tag 2

Here comes the rain again, falling …. Dieses Lied hätte mein Klingelton für den heutigen Tag sein müssen. Es pladderte vom Himmel wie verrückt!

Aber egal… Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung (… 5€ ins Phrasenschwein). Heute sollte der Schwerpunkt des Tages auf dem Erarbeiten von Schleppen liegen. Wir fuhren ins Gelände, packten unser ganzes Geraffel und zogen los. Immer entlang des Waldes, vor uns ein wirklich riesige Wiese. Nur so, damit man sich das vorstellen kann, eine Fährte mit drei Haken und ca. 300 Meter Länge und davon konnten 2 hintereinander gelegt werden. Nun soll der Abstand zwischen zwei gelegten Schleppspuren ca. 100 Meter betragen. Kurz und gut insgesamt haben wir 4 Schleppen nebeneinander und immer 2 hintereinander gelegt. Es war also wirklich ein richtig große Wiese!

Zu erst die Theorie ….. ein Auszug aus der Prüfungsordnung der JP/R

§ 20 Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur

a. Beschreibung des Geländes
(1) Diese Art der Schleppe soll das natürliche Fluchtverhalten eines Hasen simulieren, der sich unter Ausnutzung natürlicher Deckung und Bodenvertiefungen seinen Verfolgern zu entziehen vermag.

(2) Als brauchbares Gelände für die Schleppenarbeit sind Felder mit niedrigem Bewuchs und lichte, weit einsehbare Hochwälder zu wählen, die den Richtern den Überblick über die Arbeit des Hundes auf dem größten Teil der Schleppe ermöglichen. Natürliche Hindernisse sollen im Schleppenverlauf vorhanden sein.

b. Vorbereitung der Arbeit
(1) Die Schleppe wird mit einem Stück Haarwild (Hase oder Kaninchen) von einem Richter auf bewachsenem, einsehbarem Gelände mit Nackenwind mindestens 300 m gelegt. Die Schleppspur muss 3 nahezu rechtwinklige Haken enthalten und soll über natürliche Hindernisse (Gräben, Wege und in den einsehbaren Wald) geführt werden.
(2) Die Schleppen sollen gleichwertig sein und müssen überall mindestens 100 m voneinander entfernt liegen.

(3) An das Ende ist das geschleppte, möglichst frisch geschossene Stück Haarwild abzulegen (nicht verdeckt oder in einer Bodenvertiefung) und von der Schleppleine zu befreien. Danach muss sich der Richter in der Verlängerung der Schleppe entfernen und so verbergen, dass er vom Retriever nicht eräugt werden kann. Er darf erst dann aus der Deckung treten, wenn die am Anschuss verbliebenen Richter ein Zeichen
geben oder er selbst erkennen kann, dass das Prüfungsfach für den jeweiligen Hund abgeschlossen ist.

(4) Der zu prüfende Retriever darf das Legen der Schleppe nicht eräugen.

(5) Die Richter sind verpflichtet, dem Führer den markierten Anschuss und die Schlepprichtung zu zeigen.

(6) Der Führer darf seinen Retriever die ersten 20 m der Schleppe an der Leine führen, dann muss er ihn schnallen und darf nicht weiter folgen. Falls der Hund, ohne gefunden zu haben, zurückkehrt und nicht selbständig die Schleppspur wieder annimmt, darf der Führer ihn nur noch zweimal ansetzen.

(7) Die Richter dürfen die Arbeit beenden, wenn sie sich ein abschließendes Urteil bilden konnten oder eine zweite Schleppenarbeit vorgesehen ist. Der Retriever muss nicht gefunden haben.

c. Beurteilung der Arbeit
(1) Zur Urteilsfindung müssen mehr der Wille, der Vorwärtsdrang und die Sicherheit sowie die Schwierigkeit der Schleppspur, als die Länge der ausgearbeiteten Strecke herangezogen werden.

(2) Mehrmaliges Ansetzen beeinflusst nicht die Beurteilung der Schleppenarbeit, wenn der Retriever die Arbeit willig und freudig wieder aufnimmt.

(3) Das Bringen ist unter dem Fach “Bringen von Nutzwild” zu beurteilen.

d. Mindestbedingung:
Prädikat “genügend” (3 Arbeitspunkte)

Aber zurück zur Materie. Wenn man einen Hund ausbildet gibt es ja mehrere Phasen des „Beibringens“. Ganz am Anfang, weiß er also noch überhaupt nicht, was wir von ihm wollen. Trotzdem sind seine Anlagen und seine Sinne vorhanden. Geht man jetzt unvorbereitet vor, nimmt den Hund mit zum Anschuss, lässt in Witterung aufnehmen und dann … guckt man einfach mal, was passiert kann es sein, dass er völlig planlos umherrennt und eher zufällig über das Stück „stolpert“ was hat unser vierbeiniger Kollege jetzt gelernt? Richtig – Nix!

Darum hatten wir auch die strickt Anweisung von Norbert erhalten grundsätzlich den Hund nur mit Halsung und Schleppleine arbeiten zu lassen. Immer wenn er erkennbar von der Spur / Witterung abkommt sollten wir ihn wieder darauf konzentrieren können. Außerdem sollten wir peinlich genau auf den Wind achten um für den Hund, in dieser ersten Lernphase, die einfachsten und für ihn besten Bedingungen zum Lernen und Begreifen zu schaffen. Beim Anlegen der Schleppspur sollten wir stehts mit Rückenwind oder mit Seitenwind arbeiten.

So ... nicht !!

Aber selbst, wenn die Spur unter optimalen Voraussetzungen gelegt wurde, ist da ja immer noch die „Wundertüte“ Hund. Jeder arbeitet anders. Manche suchen mit extrem tiefer Nase, saugen sich auf der Spur fest und folgen dieser fast punktgenau. Andere wiederum laufen unter dem Wind, von der Spur versetzt bis zu 3 Metern laufen sie die Schleppe, ja wie kann man das nennen, sie laufen sie versetzt ab und kommen so zum Stück.

Hund läuft unter dem Wind - Versetzt zur Schleppe

Die letzte Gruppe von Hunden arbeitet mit hoher Nase sie bögeln über die Spur und zeigen so, dass sie den Wind optimal nutzen und die Witterung „lesen“ können.

Hund bögelt - Witterung, keine Witterung, Witterung - so verfolgt er die Spur bis zum Stück

Die Schleppen für den ersten Durchgang sollten alle Hunde mit Halsung und Leine arbeiten. Beim ersten Seminarwochenende waren Sonja mit ihrer Gracy ja noch nicht mit von der Partie und so sollten sie bei den ersten Teams zuschauen. Jeder von uns Hundeführern hatte sich ein spezielles Ritual und ein Kommando ausgedacht. Dieses sollte sich sehr von denen unterscheiden, welches wir sonst fürs Suchen verwenden. Für Fiene habe ich nur für diesen Zweck ein neues (ihr erstes) Halsband gekauft. Da sie sonst mit englischen Kommandos geführt wird habe ich mich bei der Schleppe für das Kommando „Such“ entschieden.

Der Beginn des Arbeitens (sollte) immer gleich sein. Ich gehe mit ihr in Richtung Anschuss. In einer kleinen Entfernung setzte ich sie ab und gehe ohne sie zur Bodenverwundung. Dort knie ich mich hin, untersuche den Anschuss mit den Händen und spreche leise „Ohhhhh, was ist hier?? Sooooo spannend!!“ Dann gehe ich zurück zu ihr und lasse sie an meinen Händen schnuppern. Wir gehen gemeinsam zum Anschuss, ich zeige ihn ihr – Such, such….. und dann geht sie ab die Lakritznase!

Bei ihrer ersten Schleppe war sie etwas schnell und ich habe sie zwei mal wieder „in die Spur“ gelockt. Dann war sie aber sicher und hat das Kaninchen sofort aufgenommen und gebracht. So schöne gearbeitet! Norbert hat uns gelobt und ausdrücklich betont, wie wichtig es ist, nicht hektisch zu werden und den Hund nur im Notfall zu korrigieren. Er war zufrieden mit uns *freu*

In unserem zweiten Durchgang hieß es dann – ohne – Schleppleine. Wieder das Ritual, Such, such …. und weg war sie! …. Dadurch, das die Schleppe hangabwärts gezogen worden war, befand sich Fiene ganz schnell außerhalb meines Blickfeldes… und das ist richtig schlimm! Wo ist sie und vor allem was macht sie? Rennt sie konfus umher, arbeitet sie? Norbert ging (genau wie der Richter es auch tun würde) hinter ihr her um sie beim Arbeiten zu beobachten. …. Die Minuten scheinen schier endlos und man fühlt sich und tatsächlich ist man es auch hilflos. Da, Norbert streckt den Arm hoch und auch den Daumen. Sie hat das Stück und ist auf direktem Weg zu mir zurück. Es ist unglaublich und ich bin froh, erleichtert und stolz … sie hat es geschafft.

Unsere Hunde (die Golden Worker) bei der Arbeit zu sehen ist schon beeindruckend besonders, wenn sie den Turbo einschalten. Manchmal, steht ihnen aber gerade diese Schnelligkeit im Weg, wenn es darum geht sehr genau zu arbeiten und konzentriert an einer Sache dran zu bleiben. Da hat uns die kleine Gracy die Qualitäten der Standartlinie präsentiert.

Sie gehört zu den Hunden, die sich auf der Spur „festsaugen“ ….. ganz ruhig ist sie diese abgelaufen und hat das Stück reingebracht. Es war toll zu beobachten.

Sonja & Gracy warten auf ihren Einsatz

Nachdem dann wirklich jeder Hund zwei Schleppen gearbeitet hatte wurde es Zeit für eine Mittagspause. Da wir alle in Regenzeug gehüllt und durchgeschwitzt waren einigten wir uns im Gelände zu bleiben.

Wir packten unsere Sachen ein und fuhren an einen neunen Arbeitsplatz. Frei-Verloren-Suche und Walk Up standen noch auf dem Stundenplan. Endlich hörte es auch auf zu regnen und der Wald verwandelte sich in eine kuschelige Sauna. Oh man, man muss seinen Hund und dieses Hobby wirklich sehr mögen (JJJJAAAAAA) … Nicht Hundemenschen halten einen doch wirklich für völlig verrückt. „… und, was hast du am Wochenende so gemacht?“ – „…ach, ich bin 260 Km gefahren, um dann den ganzen Tag, bei Regen, tote Tiere über eine Wiese zu schleppen oder so ähnlich.“

Das Suchengebiet welches Norbert aussuchte, hatte es wirklich in sich. Durchweg mit Heidekraut bewachsen und vielen Büschen und Sträuchern, war es wirklich schwer. Unser Ergebnis 4 von 4 reingebracht stimmte mich zuversichtlich, obwohl Fiene sicher noch schneller Suchen könnte und das Fragen (ein Mal hat sie 😦 ) auch mal lassen könnte. Egal 4 von 4 = Super!

Beim anschließenden Walk Up war die Luft dann raus bei der kleinen. Fußarbeit war mäßig und bei einer Markierung hat sie schlicht gepennt. Aber kann ich es ihr verübeln? Ne, an der Kondition arbeiten wir noch …. gell Süße es war schon anstrengend.

Das von Norbert gezogene Fazit des Tages war positiv. Für jeden von uns hatte er kleine Tips woran wir arbeiten sollen. Für uns speziell lauten die Hausaufgaben – Apportieren einer Ente aus dem Schilf wobei das Ziel ist, dass die Maus direkt das nasse Tierchen aufnimmt und ohne Umwege damit zurück kommt und, wenn wir Suche trainieren wirklich schwere Gebiete zu wählen.

Wird gemacht !! Wieder gingen zwei Tage eigentlich viel zu schnell vorbei. Es macht einfach nur Spaß mit so lieben Menschen zusammen zu sein, die an der Arbeit mit dem Hund genau so viel Freude haben wie ich. Ich freue mich schon sehr euch alle im September wieder zu treffen ……

JP/R ~ Vorbereitung (2) / Tag 1

Die zweite Runde. Wieder hieß es für Fiene und mich „Der frühe Vogel kann mich mal fängt den Wurm“. Da die Schnulle nach langen Autofahrten ja schon fix und fertig ist bin ich diesmal noch früher (06:10 Uhr) losgefahren um zwischendurch eine angemessene Pause machen zu können. Diese Strategie erwies sich als richtig. Als wir im Gelände ankamen durften wir als erstes rann.

Norbert und Bernd nahmen ihre Positionen ein. Es folgte ein Schuß mit 9 mm und Bernd warf die Ente. „Fetch it“ … ohne Zögern düste die Maus los, schnappte ihre Beute und zack war sie wieder da. Auch mit dem anschließenden Kaninchen-Apport hatte sie keine Probleme.

Nach dem ersten Durchgang mit 9 mm Schuß folgte der zweite…. diesmal mit Schrot. Man, ist das laut. Aber auch diesmal machte Fienchen ihre Sache perfekt.

Nachdem sich Norbert also von allen Teams einen Eindruck gemacht hatte, in wie weit das Wild aufgenommen und gebracht wird gings weiter zum Walk Up.  Arbeiten aus der Linie im Wald. Hierbei ist mir etwas aufgefallen. Fiene geht ohne Leine viel aufmerksamer am Fuß als mit. Das ist etwas, dass wir auch noch weiter üben müssen. Ansonsten war ich mit dem Vormittag sehr zufrieden. Sie hat alles gebracht und hat schnell gearbeitet. Auch an diesem Seminartag gab es wieder einen theoretischen Teil. Norbert erklärte uns den Aufbau von Schrotmunition und wie die Tiere damit „erschossen“ werden. Tatsächlich werden die Tiere durch den Aufprall der kleinen Kügelchen getötet. Diese lösen einen Schock aus und das Tier stirbt. Manchmal, wenn nicht viele Kugeln das Wild treffen oder die Entfernung des Schützen zu groß war, ist das Wild nur „angetüddelt“ dann flügelt die Ente, wenn der Hund in ihre Nähe kommt. Nimmt der Hund sie dann auf, stellt sie sich tot (erstarrt). Wenn der Hund sie beim Jäger abgegeben hat, tötet dieser sie dann. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der Hund einmal aufgenommenes Wild nicht wieder ablegt. Das angeschossene Tier könnte flüchten und würde irgendwo verenden. Das ist nicht weidgerecht!

Das 8 Gebot der Jagdethik

8 .  Vermeide unnötiges Leiden des Tieres und ehre das erlegte Tier würdevoll durch

Wort und Tat.

Quelle: Zehn Gebote zur Jagdethik

Und weiter gehts mit „Suchen“. Tja, in keinem anderen Fach sieht man wohl so deutlich, dass Wild noch nicht so der Burner ist. Es steht definitiv fest, das Fiene bei der Suche nach Dummys schneller und auch freudiger sucht. Nichts desto trotz hat sie bis auf das aller letzte (Nr. 4) Kaninchen gesucht und gefunden. Brave Maus!

Dann war Mittagspause angesagt. Bei einem leckeren Salat galt es neue Kräfte zu tanken für das Fach, welches mir am meisten Sorgen macht. Apportieren einer Ente aus dem Schilf (sprich – Wasser). Fiene apportiert inzwischen zuverlässig Dummys aus dem Wasser, was würde aber passieren, wenn sie statt eines Canvas-Säckchens nun einen toten Vogel finden würde???

Tja, es kam wie es kommen musste. Die Ente fiel ins Wasser, Fiene eierte am Ufer rum, ging rein, schwamm zur Ente und … ÄÄÄHHHH, IIIIGIIITTT! Mit viel Widerwillen nahm sie das Tierchen am Schwingenzipfel und schleppte es ab. Am Ufer ließ sie es sofort liegen und kam zu mir. Alles UIUIUI und feeieiiiin und schööööööönes Entchen half nix… Ente nass = Ente doof!! Ich bekam von Norbert den Auftrag etwas abseits sie zu motivieren, das Vögelchen doch noch zu nehmen aber, zu meinem großen Entsetzen war nicht nur Ente nass = Ente doof sondern auch wieder Ente trocken!! Wir waren also wieder am Anfang unseres Entenproblems 😦

Fienes nächste Aufgabe bestand darin den andern Hunden dabei zuzusehen, wie sie die Ente aus dem Wasser fischten. Damit wollten wir sie ein bisschen „heiß“ machen. Und …. es wirkte! Zwar sieht „schön getragen“ anders aus aber zumindest schleifte sie das Entchen bis zu mir und bekam natürlich eine riiiiieeesen Belohnung aus der Leberwursttube!

Wasserarbeit Teil 2. Wir gingen an eine andere Stelle. Am gegenüberliegenden Ufer standen Schütze Norbert und Super-Helfer Bernd. Diesmal landete die Ente nicht auf der Wasserfläche (sichtig für den Hund) sondern im Schilfgürtel. Als extra Ablenkung war an der Uferstelle von der die Hunde geschickt werden sollten ein Wasserzulauf. Dieser plätscherte so vor sich hin und lenkte doch die Aufmerksamkeit des ein oder anderen Vierbeiners kurz ab. Tja, was soll ich sagen… Mit dieser Aufgabe ging der Spaß so richtig los.  Zuerst mussten wir Fiene davon überzeugen, dass dieser Einstieg genauso ungefährlich war wie der erste. Bernd war immer wieder Steinchen ins Schilf um Fiene zu der Fallstelle zu locken. Als sie dann da war hat sie mit Suchenpfiff auch endlich diesen Vogel gefunden aber ich konnte sie nicht dazu bewegen mit selbigen auch wieder zu mir zu schwimmen. Verzweifelt versuchte sie sich die Uferböschung nach oben zu kämpfen und irgendwann hatte sie das auch geschafft. Nun schlagen zwei Herzen in meiner Brust … 1. gefreut. .. . sie hat den Vogel mitgebracht! 2. …. ahhhh nicht den direkten Weg zurück…nicht gut!

Lagebesprechung…. Norbert gab mir die Order sofort den Hierpfiff zu geben, wenn sie den Fang um das Stück gelegt hatte. Dann sollte ich ALLES dafür tun, das mein Hund auf direktem Weg zu mir zurückkommt. OK, um das kurz zu machen … Ich habe Alles gegeben! … Allerdings, wären wir auf einer Jagd gewesen, wäre diese danach abgeblasen worden… mangels Wild. Ich quitschte, pfiff, jubelte, feuerte sie an, hüpfte wie ein Derwisch, wedelte mit ihrem Lieblingsdummyball und …. sie kam zu mir geschwommen! YYYIIIPPPPIIEIEE!

Oh, so viele Baustellen noch… aber wir rocken das schon noch.

Als besonderes Highlight möchte ich 2 Teams hervorheben:

1. Heike mit Colin: Ihr arbeitet so schön ruhig zusammen und Colin ist so zuverlässig in allem was er macht… Einfach klasse!

Colin ♥

2. Claudi mit Virginia: Versteh einer die Hundedamen… Ginie ist genau wie die Fienemaus ja nicht sooooo begeistert gewesen von der Sache mit den toten Tieren. Allerdings hatten auch sie sich inzwischen an Kaninchen ohne Schlafi und Ente mit Socke rangetastet… Nun viel für Ginie eine „naggische“ Ente ins Schilf …. zack hin, nehmen und zu Frauchen bringen! Is ja logisch, Enten leben nun mal am Wasser und da hol ich die dann auch raus für Mama! Das hat die Süße echt toll gemacht.

Zum Abschluss des Tages gabs dann noch einen riesigen Aufreger… Sonja hatte nach der Mittagspause, eher beiläufig, gefragt, was es bedeutet, wenn das Batteriesymbol während der Fahrt leuchtet…. Hmmmm *Schulterzuck* Nun am Ende des Tages kam es, wie es wohl kommen musste… Ihr Auto sprang nicht mehr an. Nach dem Studium des Bordbuchs war klar …. Lichtmaschine im Eimer…. abschleppen! Jetzt kam die größte Stunde von Superhelfer /-held Bernd ! Ganz Profi fragte er nach Schutzbrief, Versicherung usw…. und dann legte er los. Schnell war geregelt, dass Sonjas Auto abgeholt und zu ihr nach Hause geschleppt wurde. Alles ganz easy obwohl Sonja das nun (verständlicher Weise) nicht so locker nahm. Heil froh, dass wir alle bei ihr warteten vernichteten wir zusammen die letzten Proviantreste und Nervennahrung und ein anstrengender Tag ging zu ende! Ich machte mich dann auf den Weg zu meinem Hotel. Das aber ist wieder…..eine ganz andere Geschichte!

JP / R ~ Vorbereitung (1)

Die Jugendprüfung für Retriever.  Hierbei handelt es sich um eine Anlagenprüfung auf die Eignung und Verwendung im Jagdgebrauch und als Zuchthund. Außerdem dient die JP/R dazu, den Erbwert der Elterntiere zu ermitteln. Je mehr Nachkommen geprüft werden, desto leichter wird die Feststellung des Erbwertes.
Die Hauptaufgabe eines Retrievers bei der Jagd ist die Arbeit nach dem Schuß. Die Richter müssen also die Qualitäten eines Retrievers bewerten, die einen guten Verlorenbringer befähigen und auszeichnen. Sehr gute Nase, Finderwille, Ruhe, Konzentration und Durchhaltevermögen.

Bewertet werden die nachfolgend aufgeführten Fächer:

1. Freie Verlorensuche

2. Wasserfreudigkeit und Verlorensuche  im deckungsreichen Gewässer

3. Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur

4. Standruhe

5. Merken

6. Feststellung der Schussfestigkeit (ohne Benotung)

7. Nasengebrauch

8. Bringen von Nutzwild

9. Führigkeit

10. Arbeitsfreude

Die komplette Prüfungsordnung des DRC ist hier nachzulesen. JP/R-2011

Mit diesen doch sehr theoretischen Vorkenntnissen wagen wir uns an das gemeinsame Abenteuer JP / R. Tag 1 des Vorbereitungskurses:

Abfahrt: 8:50 Uhr

Ankunft: 09:00 Uhr

Wetter: heiter – wolkig, etwas Regen, nicht zu warm

Befinden Mensch: sehr, sehr müde

Befinden Hund: SUPER!

Trainer:                   Norbert Theuerkauf

Teilnehmer:               Petra Berger mit Scirocco’s Angelic Alisha

Manuela mit Golden Worker Discovery Enya

Claudia mit Golden Worker Discovery Virginia

Heike mit Golden Worker Discovery Colin

und …. wir.

Der Tag begann wie der gestrige. Die Teams wurden nacheinander wieder mit dem Wild in Kontakt gebracht. Norbert bemerkte sofort, dass Fiene viel aufgeweckter war. Sie hatte mehr Power… Der Stress der langen Fahrt war abgebaut und sie konnte sich in ihre neue Aufgabe stürzen. Das Kaninchen wurde sofort aufgenommen aber mit der Ente … tja, Ente ……..

Wir verpackten das Federvieh wieder in einer Socke und schwupp, schon gings. Aber wirklich nur mit Schlafanzug 😦

Im Gegensatz zum Vortag hatte ich keinen Platz für Fiene in der Wartezone aufgebaut sondern brachte sie immer wieder in ihren Stoffkennel im Auto. Bei offener Klappe kam sie dort wirklich viel besser zur Ruhe.

Nach dem „Einstimmen“ war die Schleppe an der Reihe. Hier mal ein wirklich großes Dankeschön an Bernd … Du hast wirklich alles gegeben und immer und immer wieder Schleppen gezogen für das „verrückte Weibsvolk“. Diesmal habe ich mich nicht ganz so blöd angestellt und habe meine Süße einfach ihren Job machen lassen. Je weniger ich hinter ihr „auffiel“ desto besser fing sie an sich an die Spur zu saugen. Kaninchen finden und bringen! Da jedes Team zwei Schleppen gearbeitet hat waren hiermit den ganzen Vormittag beschäftigt.

Als nächstes wurde aus der Linie gearbeitet. Von Fienes Standruhe bin ich wirklich überzeugt und auch ihre Markierfähigkeit hat sich deutlich verbessert. Aber auch hier, trotz Geräusch und Wurf hat sie nur eine besockte Ente aufgenommen. Es ist schwer zu erklären, aber diese jungen Hunde zu sehen, mit welchem Eifer und Spaß sie Arbeiten…. ich habe immer das Gefühl wenn ich sie beobachte, dass die Zeit stehen bleibt. Ein glücklicher Moment.

Als letztes wurde die Suche gearbeitet. Bei Fiene war deutlich zu bemerken, dass Wild apportieren noch nicht so viel Spannung auslöst, wie die Dummys. Trotzdem arbeitete sie. Fand beide Kaninchen und auch die Ente. Allerdings hat sie sich neben diese gestellt und mich angeguckt so als wollte sie sagen: „Hey Frauchen, komm hier rüber …. ich hab das Dings gefunden … Du mussts nur holen.“

Es war so ein tolles Wochenende und das Schöne ist … es folgen noch zwei weitere. Jetzt heißt es die Clubzeitung zu durchstöbern um Prüfungstermine zu suchen. Der Countdown läuft.

Von Norbert bekamen wir dann noch Hausaufgaben. Speziell für Claudi und mich hieß es weiter üben, und immer wieder die Ente anbieten und natürlich Schleppentraining für alle.

Bis bald ihr Lieben……