Unterwegs auf dem Rundwanderweg Nr. 2

Da hatte ich mir ja einen schönen Tag für meine Tour ausgesucht. Sagen wir mal so, die Kamera unter der Regenjacke hervorzuholen hat sich nicht wirklich gelohnt. Nun gut, man kann nicht alles haben.

Der GöGa fuhr mich an den Startpunkt und ich machte mich auf die Socken. Die Mädels trabten locker vorweg und ich begab in die leichte Steigung.

Auf dem Hügel kurz umgedreht und den Ausblick aufs Dörfchen festgehalten.

Der Regen hat ja auch wirklich Vorteile. Das Grün der Sträucher, Bäume, Wiesen und Felder strahlt und alles riecht so „frisch gewaschen“.

Hier habe ich ein großes Vorkommen von Goldnesseln entdeckt. Auf der Seite Pflanzen-Vielfalt kann man sich über die Verwendungsmöglichkeiten der Goldnessel in Küche und Medizinschränkchen informieren.

Botanischer Name: Lamium galeobdolon

Deutscher Name: Gewöhnliche Goldnessel

Gattung: Taubnesseln (Lamium)

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Der größte Teil des Weges führt durch den Wald. Überall konnte ich die Spuren der Wildschweine entdecken. Kein Wunder, dass an jeder Ecke ein Hochsitz steht. Ich gebe es gerne zu, ich bin nicht scharf darauf den Schwarzkitteln direkt zu begegnen.

Große Bereiche mit Waldheidelbeeren habe ich auch gefunden. Da ist die Ernte gesichert.

Immer wieder regnete es und ich musste die Kamera unter meiner Jacke verstauen. Nach ca. 2/3 der Strecke verläuft der Weg kurz am Waldrand entlang und gibt den Blick auf die Herbertshöfe frei.

Von hier aus geht es fast nur noch bergab. Leider öffnete der Himmel dann wirklich seine Schleusen und ich legte einen Zahn zu, um nicht völlig durchnässt nach Hause zu kommen.

Kennt ihr das, wenn ihr euch aufgerafft habt, es dann wirklich nicht besonders gutes Wetter hatte und ihr dennoch total zufrieden seid. Das Hirn ist so richtig durchgepustet und das viele Grün ist wirklich eine Wohltat für die Sinne.

Runde um das „Große Moor“

Schon lange hatte ich vor hier auf dem Blog einige Wanderwege aus unserer Gegend vorzustellen. Zig mal stand die Erstellung eines Wanderberichts auf meiner monatlich erscheinenden Bucket Liste aber … irgendwas ist ja immer.

Entweder keine Zeit, keine Lust, übles Wetter oder zu viele Pläne für zu wenig Monat. Jetzt hat es aber gepasst und ich nehme euch mit auf den Rundweg Nr. 1 des Rhönklub Zweigvereins Burghaun.

Das „Große Moor“ ist ein Natur- und Vogelschutzgebiet. In früheren Jahren wurde hier Torf abgebaut. Betreten sollte man das Moor nicht. Dieses rund 23 Hektar große Moorgebiet ist Quellgebiet der Schwarzbach, die als zehn Kilometer langer, östlicher Nebenfluss der Fulda durch den Kiebitzgrund fließt.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie viele Vogelstimmen ich heute hier zu hören bekommen habe.

Um den Rundweg zu laufen, bin ich mit dem Auto bis zum Kindergarten in Großenmoor gefahren. Dort hat man gute Parkmöglichkeiten und kann direkt loslaufen.

Man folgt einem geteerten Feldweg und hat das Moor auf der linken Seite liegen.

Das Licht für die Fotos war heute bei jedem Bild anders. Sonne, Wolken, dunkel, hell …. ABER … es hat nicht geregnet.

Eine große Infotafel klärt auf über die Tier- und Pflanzenwelt und einige Bänke laden ein, dort eine Pause zu machen.

Bis hierher ist der Weg absolut familienfreundlich. Ob mit dem Kinderwagen oder aber Kind mit Laufrad… kein Problem.

Leider führt der Wanderweg jetzt ein Stück direkt an der Landstraße entlang. Man folgt einem Trampelpfad, der neben der Leitplanke verläuft.

Nach ca. 250 Metern überquert man die Landstraße und entfernt sich vom Moor.

Kurz bevor es auf die andere Seite geht, bin ich auf diesen vereisten Baumstumpf gestoßen.

Was jetzt kommt, ist die einzige „Steigung“ in der ganzen Runde. Leider hatte ich nur das Weitwinkelobjektiv mit…

Da wo der Pfeil hinzeigt, standen Rehe, die mich wirklich recht dich herankommen ließen, bis sie dann in dem Wäldchen verschwanden. Überhaupt konnte ich mich über Rehe, Störche, einen Feldhasen, nochmal Rehe und ein Alpaka freuen. Letzteres war anscheinend schlecht frisiert und versteckte sich hinter seinem Unterstand. Ein Foto machen war unmöglich!

Hier habe ich mir meinen Becher Tee schmecken lassen. Es war „frisch“ heute und ich war froh, ein Sitzkissen in den Rucksack gestopft zu haben.

Die Runde fällt definitiv noch nicht in die Kategorie „Wanderung“. Es ist ein schöner Spaziergang. Da ich aber den Rucksack für die Kamera mitgenommen hatte – falls es regnen sollte – habe ich auch das Sitzkissen und den Tee mitgenommen.

Natürlich waren die Goldstücke auch mit, es gibt nur heute kein aktuelles Foto. Dann muss es mal eins aus der Konserve tun ♥

Wer suchet….

der findet!

Wie das so ist …. lässt mir manches ja einfach keine Ruhe. Also am Sonntag wieder die Schuhe geschnürt. Vorher hatte in der Wander-App die Route geplant, also so getan als ob ich den Weg gar nicht kenne.

Zu meiner und auch Fiene und Hettys Freude begleitet mich Katharina mit ihren Jungs Cadger und Jesper.

Bei herrlichem Wetter stiefelten wir los und bekamen wirklich Herbstwald vom feinsten geboten. Wir fanden diverse „dreien“ einige davon so…..

Schilderhaufen

Bei Forstarbeiten waren wohl die Träger der Hinweisschilder der Rodung zum Opfer gefallen. Da muss man sich ja nun über Nix mehr wundern. Meine geplante Route erwies sich dennoch als richtig.

„In … Metern rechts abbiegen“ forderte die Stimme aus der Hosentasche. Tja, kein richtiger Weg….keine 3! Wir liefen ein Stück weiter bis die App meldete…. bitte umdrehen … häää?

Ok, Telefon aus der Hosentasche gefischt und nachgeschaut. Ja, stimmt aber welchen Weg denn dann bitte. Wir gingen ein Stück zurück um dann in einen „Weg“ einzubiegen, der zuerst nicht sehr vertrauenerweckend aussah. Aber wenn man sich durch etwas Gestrüpp gekämpft hatte um dem Trampelpfad zu folgen,

Weg

hatte man wirklich eine schöne Strecke vor sich. Es ließ sich einfach toll laufen.

Wenn man aus dem Wald kommt, steht man direkt am Ortsrand von Rothenkirchen. Da wir mit den Hunden nicht noch den Schleif durch den Ortskern laufen wollten haben wir hier die Route einfach ein bisschen abgewandelt.

Durchs Wohngebiet, vorbei an einem Rohbau (schon lange!) stand dann etwas bei dessen Anblick wir beide direkt an Anke denken mussten…

Zombie Apokalypse

Wo das Fluchtfahrzeug für die nächste Zombie-Apokalypse steht, wissen wir also jetzt auch.

Aussicht Rothenkirchen

Hier haben wir Rast gemacht. Tässchen Tee und Apfelschnitze für uns und für die Hunde jeweils eine Karotte.

Im weiteren Verlauf war der Weg recht gut beschildert. Bis auf die wichtigste Stelle. Da war dann zwar ein Schild aber der Pfeil wies in die komplett falsche Richtung.

Da wir uns dort aber nun auskannten war es kein Problem und wir liefen ganz entspannt zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Tja, soweit so … solala. Ich finde es äußerst ungünstig wenn Wanderwege auf der Homepage der Gemeinde aufgelistet sind, die ein Ortsfremder dann nie im Leben finden würde (wenn er sich nur auf die Markierungen verlassen würde).

Ich habe daher bei einem Mitglied des Rhön Clubs angerufen und angeboten, die gefundenen Schilder einzusammeln und an den wichtigen Stellen wieder anzubringen.