Samstagsplausch [46|22]

An Kindern merkt man, wie die Zeit vergeht. Auch an Hundekindern.

Rechte am Bild: Claudia Holl

Am Mittwoch ist es genau ein Jahr her, dass mich der Anruf von Claudia erreichte. 3 Buben hatte June das Leben geschenkt.
Der GöGa und ich hatten uns schon vorher besprochen, wenn nur Rüden fallen, dann soll es wohl so sein – dann zieht ein kleiner Bube ein. Sehr berührt war ich damals von Claudias Reaktion. Sie hat mit mir vor Freude ein Tränchen verdrückt, eben weil sie dachte, dass wir keinen Welpen bekommen, da unser ursprünglicher Wunsch ja eine Hündin war. Aber manchmal kommt eben alles anders.

Ich könnte nicht glücklicher sein. Er ist brav, energiegeladen, arbeitet gerne und ist dennoch mit einem Öhrchen immer bei mir. Spaziergänge sind einfach herrlich, denn obwohl sich sein Radius nun etwas vergrößert, schaut er oft nach mir und auf mein Rufen folgt er sofort und das auch, wenn er andere Hunde oder zum Beispiel einen Krähenschwarm erblickt hat.

Mit den Mädels läuft es inzwischen richtig super. Auf Fiene nimmt er die gebotene Rücksicht und bei Hetty fällt er nicht immer in den, „mit der muss ich mitrennen – Modus“.

Sister & Brother in crime ♥

Ein Jahr, das bedeutet auch, dass der wichtigste Termin in seinem jungen Leben demnächst ansteht. Der Termin zum HD / ED Röntgen. Von dem Ergebnis dieser Untersuchung hängt zum Beispiel ab, ob Mac eine Zuchtzulassung erhalten kann.

Außerdem bin ich viel gelassener, wenn ich weiß, dass seine Gelenke gesund sind. Aber, und das ist mir wichtig zu sagen, selbst wenn ein Hund eine schlechte Auswertung erhält (wie Fiene) ist es möglich und auch wichtig, sie ein Leben lang zu arbeiten. Ich habe bei Fiene auf Sprungtraining verzichtet und auch lange Radtouren auf Asphalt sind dann keine gute Wahl. Dafür so oft es geht schwimmen, um für eine gute Bemuskelung zu sorgen, die die Gelenke schützt und unterstützt.

Was ich konnte, habe ich getan, um den jungen Mann nicht zu überlasten oder ihm zu schaden. Gutes Futter, immer auf sein Gewicht geachtet, maßvolle Bewegung, genug Ruhe. Der Rest ist ein bisschen Genetik und ganz viel guter Wille von Mutter Natur.

Wir könnten also nächste Woche viele Daumen und gute Gedanken gebrauchen. Ich hoffe so sehr, dass alles in Ordnung ist.

Außer Hundegeburtstag feiern hatte ich noch einen Labortermin zu absolvieren, meine Haare wurden gekürzt und beim Stricktreff bin ich gewesen.

Ich lasse mich jetzt mit einem Käffchen an Andreas Kaffeetafel nieder und plausche ein Ründchen mit euch.

Samstagsplausch [45|22]

Nicht auf der Suche, aber dennoch etwas Neues entdeckt.

Irgendwie war ich bei der Planung der kleinen Runde nicht ganz bei mir. Beginnend in der Nähe des großen Steinbruchs sollte der Weg mich durch den Wald zum Komödienplatz mit Stempelstelle führen und von dort aus zu KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Der GöGa hatte keine Lust auf Natur und so fuhr er mit Mac und Fiene direkt zur Gedenkstätte um sich diese genauer anzuschauen. Ich machte mich mit Hetty auf, einen neuen Stempel ins Heft zu drücken.

Wie es immer so ist, bevor man Ausblick genießen kann, muss man hochwärts stapfen.

Wenn man dann aber mit Fernsicht belohnt wird, ist es alle Mühe wert.

Der Weg führte uns weiter durch den herbstlichen Wald und schon bald kam der Komödienplatz in Sicht. Etwas irritiert stellte ich fest, dass dort keiner der mir bekannten Kästen der Harzer Wandernadel hing, sondern einer der „Touringen – Stempelstellen“. Nun gut, kein weiterer Stempel für mich auf dem Weg zur Wanderkaiserin, aber dennoch eine schöne Runde.
Später fand ich heraus, dass dieser Platz eine ehemalige Stempelstelle ist – ein sogenannter Geisterstempel.

Hetty hat die Zeit mit mir sehr genossen. Sie hüpfte neben mir her und fetzte durch das raschelnde Laub, dass ich mich doch zwischendurch fragte, ob sie wirklich schon fast 8,5 Jahre ist.

Irgendwann steuerten wir auf die Gedenkstätte zu. Ich bin immer sehr bedrückt an diesen Orten – fassungslos, wozu der Mensch fähig ist.

Der GöGa und ich trafen uns auf dem Parkplatz und kümmerten uns um unser leibliches Wohl. Wenn wir „im Osten“ sind, besorgen wir uns gerne einige regionale Spezialitäten. Hier hält sich der Gatte an Wurstwaren, ich tendiere eher zu den Süßigkeiten… Ich sage euch … nicht gesucht und doch wieder Neues entdeckt. Lecker!

Ich lasse mich jetzt mit einem Käffchen und meinem Süßkram an Andreas Kaffeetafel nieder und plausche ein Ründchen mit euch.

Samstagsplausch [44|22]

Jeder Tag ist ein neuer Anfang, an jedem Tag kann man sein Selbst verbessern. Das ist eine schöne Vorstellung, aber es ist auch richtig schwierig.
Ihr merkt schon, ich bin heute etwas kopflastig.

Im Moment gibt es mehr Tage, die sich anfühlen wie zäher Schleim. Ich schlafe schlecht, seit der Zeitumstellung richtig übel, und das führt zu vermehrten Kopfschmerzen. Dieses Gefühl drückt aufs Gemüt und die Ernährung kippt in Richtung Zucker und Schokolade – das heizt wiederum den Kopfschmerz an. Eine ungesunde Schleife.

Die Hunde ziehen mich raus. Das ist wirklich ein großer Vorteil. Ich würde sonst wohl auf der Couch versumpfen. Das Abarbeiten der täglichen Aufgaben gibt Struktur, aber es macht nicht wirklich Freude.

So geht es mir im Moment auch mit dem Blog. Ich schreibe die regelmäßigen Beiträge, aber zu mehr reicht die Energie und die Konzentration einfach nicht. Dabei möchte ich so gern mehr machen. Die Kamera liegt seit Wochen in der Tasche, auch das zieht mich dann wieder ein bisschen runter.

Es wird sicher wieder besser. Bis dahin ist durchhalten das Motto.

Nachher gehe ich mit dem Gatten auf den Martinsmarkt und morgen werden die Hunde bespaßt. Jetzt lasse ich mich noch entspannt an Andreas Kaffeetafel nieder, um ein bisschen zu plauschen.