F1 – Training mit „Hindernissen“

Am Morgen trafen wir uns mit der ersten Fortgeschrittenen Gruppe. Ich gebe zu, ich war gespannt wie wir uns schlagen würden. Das Wetter war, genau wie in den letzten Tagen, kalt und weiterhin tief verschneit. Das begrenzte die Möglichkeiten wieder sehr. Fünf Teams stapften los und mitten auf einer Schneefläche steckten wir die ersten 10 Dummys in den Schnee um dann den Vertrauensweg weiter zu laufen.

Wir überquerten eine verschneite Wiese und gingen über einen Geländeübergang in höheren Bewuchs. Im Sommer war es wohl kniehohes Gras, jetzt konnte man unter dem Schnee die Hubbel sehen und erahnen, dass es nicht einfach werden würde. Kleine dünne Bäumchen und Sträucher zwei davon mit Flatterband markiert … aha!

Wir stellten uns mit dem Rücken zu der Wiese auf und Angelika legte vor dem Übergang 5 Dummys in einer Suche aus. Dann ging das Training los.

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Aufgabe 1

Vom Startpunkt aus wurden die Hunde auf dem Vertrauensweg in Richtung V1 geschickt. Vor dem Geländeübergang gestoppt sollte dann jeder ein Dummy aus der Suche holen.

* Fiene stoppte sofort und auf meinen Suchenpfiff hatte sie im selben Moment ein Dummy im Fang. Anscheinend hatte sie drauf gesessen 😉

Aufgabe 2

Nun stapfte Angelika los um jeweils bei V2 und V3 5 Dummys mit viel brrr, brrr und jepjeeepjep auszulegen.

2MuchTraining2Nachdem die Hunde beim Ausliegen zugesehen hatten hieß es sie auf V1 voran zu schicken. Schwierigkeit war jetzt die Hund zuerst an der Verleitung bei V2 vorbei und durch das „alte“ Suchengebiet zu schicken.

* Fiene lief durch das Suchengebiet und nahm auch den Geländeübergang zu Wiese. Dann verlor sie etwas den Faden und im stoppte sie. Auf mein Kommando „back“ drehte sie super und und nun kam auch die Erinnerung wieder. Leider suchte sie sich dann ein Dummy aus… ob sie getauscht hat kann ich nicht sagen aber es hat im Gebiet länger gedauert bis sie sich ein Dummy schnappte. Grundsätzlich war ich aber mit dem Durchgang zufrieden.

Aufgabe 3

Jedes Team ein Dummy von V2

* Das war einfach 🙂

Aufgabe 4

In der Zeit wir die Aufgabe 3 arbeiteten lief Angelika hinter den Geländeübergang und legte heimlich 5 Dummys aus.

2MuchTraining4Wir richteten die Hunde wieder auf V1 aus um sie diesmal hinter dem Geländeübergang zu stoppen und ein Dummy reinzuholen.

* Auch dieser Durchgang hat super geklappt. Stoppen – kein Problem !

Aufgabe 5

Wieder wurden Dummys bei V2 und zusätzlich bei V4 ausgelegt. Nun sollten die Hunde auf V3 voran geschickt werden.

* Da wa er, unser Knackpunkt. Fiene ging zwar raus aber zog sich immer nach V2 rüber. Auch mein Versuch sie nach dem Stoppen über die rechte Schulter zu drehen ging … daneben. Ich musste also den Weg zu V3 nochmal laufen um dann mit anzugucken … wie sie nach dem Schicken … tauschen wollte! Ihr könnt mir glauben… ich kann wirklich schnell sein, wenns drauf ankommt! *Grummel* Sie wollte sich ein Dummy schnappen, was nicht so mit Schnee paniert war, das kleine Sensibelchen!

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Nach dem Durchgang drehten wir uns um und Geli legte wieder 5 Dummys an V3 aus.

Aufgabe 6

Zu den Punkten V2 und V3 waren inzwischen richtige „Autobahnen“ getrampelt. Da ich in der Line ungefähr auf der Höhe von V2 stand musste ich Fiene diagonal über die beiden Trampelpfade zu V4 schicken. Inzwischen hatte sie keinen blassen Schimmer mehr von V4 und driftet immer auf dem „Weg“ in Richtung V3 ab. 2MuchTraining6

* Jetzt machte sich bemerkbar, das wir nie in einem Training so viele Fallstellen in so engen Winkeln arbeiten. Meist arbeite ich an einem Schwerpunkt. Hier also hätte mir das Stoppen vor und hinter dem Geländeübergang mit anschließendem Durchschicken auf V1 vollkommen gereicht.

Zum Abschluß des Trainings wurden nacheinander alle Dummys bei den Voranpunkten gearbeitet. V3 und V2 arbeitete Fiene wieder sehr schön bei V1 brauchten wir nochmal ein „back“ und auch dieses Dummy war zu Hause.

Klaukenhof ~ Tag 2

Zuerst machten wir an einem Hang halt um dort Doppelmarkierungen zu arbeiten.

Wirklich fieses Geläuf! Farn, Brombeeren und was noch fürn Bewuchs… Wie gut, dass Fiene sich zu diesem Zeitpunkt noch Fallstellen merken konnte… Ich hätte ihr nicht helfen können.

Ortswechsel ….  in den Klippen.  Leider zog sich der Himmel zu und es wurde diesig … kaum Fotoausbeute 😦

Aber, wer sich einen Eindruck verschaffen möchte sollte sich dieses Video mal angucken.

Es war ein Tag mit Höhen und Tiefen. Fiene war sehr müde was sich zum einen in der Konzentration und im Arbeitstempo zeigte.

Es vielen kurz / lang Doppelmarkierungen. Es wurden Fixpunkte erarbeitet. Auf dem Weg zu einem Fixpunkt lag ein Blind….. Der Suchenpfiff wurde „abgefragt“…..

Bei der Übung hat man genau gemerkt, wie müde die Maus war. Sucht sie sonst schön mit tiefer Nase, weil sie dieses Spielchen kennt, guckte sie heute einfach komisch aus der Wäsche dem Fell. Trotzdem bin ich mehr als zufrieden. Die Entfernungen waren „moderat“ das Gelände aber wirklich schwer. Umgestürzte Bäume, diffuse Lichtverhältnisse, schlecht zu sehende Flugbahnen. Trotzdem hatten wir am Ende des Tages alle Dummys drin. Wieder zeigte sich, Fiene lässt sich bereits gut handeln. Zwei Mal hat sie mein „back“ auch auf Entfernung gut angenommen. Aber es zeigte sich auch hier…. Verleitungen…. verleiten 😉

Nach 4 Stunden Training war die Kleine wirklich durch. Als wir im Hotel waren legte sie sich auf ihr Lager und schlief beinahe sofort. Später gingen wir noch mal eine Gassirunde aber selbst da hatte ich das Gefühl, dass sie im Laufen einschlafen könnte.

Zurück auf dem Zimmer mümmelte sie ihr Fressen weg und …. schlief wieder ein. Wir Zweibeiner verbrachten einen sehr schönen Abend mit unseren Seminar-Kollegen. Erst gab es ein leckeres Essen und dann gings Kegeln! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zum letzten Mal gemacht habe. Es war echt lustig und …. lecker …. ich sag nur Nordsturm 🙂

Die Ursuppe

Es ist schon eigenartig, aber ist es euch mal aufgefallen, dass sich die Ursuppe mit dem Alter des Hundes verändert? Aber es ist eben immer noch und immer wieder die Ursuppe oder eben …. die Basics!

Gestern habe ich im Netz ein Video gesehen…. ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

Genau nach diesem Beispiel haben wir heute trainiert.

Aufgabe 1

Fiene sitzt am Fixpunkt. Mit Geräusch vertecke ich 7 Suchendummys rund um sie herum. Ich entferne mich von ihr gebe den Sitzpfiff und dann den Suchenpfiff. *Kein Problem*

Aufgabe 2

Ich lasse sie auf meinem Standort sitzen, entferne mich in gerader Linie. Back – Sitzpfiff – Suchenpfiff

Gut ich gebe zu, den Sitzpfiff musste ich zweimal geben…. Dieser Übungsaufbau ist für sie auch ungewohnt, weil ich sonst immer direkt den Suchenpfiff gebe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie durch das konzentrierte Abstoppen dann auch konzentrierter und „kleiner“ sucht.

Aufgabe 3

Wieder lasse ich sie an meinem Standort sitzen. Ich gehe gerade von ihr weg und achte darauf, dass der Winkel zwischen mir, ihr und den Dummys 90° beträgt. Out – Sitzpfiff – Suchenpfiff.

Aufgabe 4

Neuer Standort. Voran – Sitzpfiff – Suchenpfiff.

Ach ja, in den hohen Klassen sieht man ja oft, dass der Sitzpfiff nur mehr ein Stoppfiff ist. Derzeit bestehe ich aber darauf, dass sie sitzt und nicht nur zu mir schaut.

Aufgabe 5

Ein wenig Fußarbeit mit Drehungen und Wendungen. Dann ein neuer Standort. Out – Sitzpfiff – Suchenpfiff

Für dieses Dummy hat sie länger gebraucht. Sie hat sich vor dem Hochsitz an den alten Liegestellen festgesaugt. Nochmal gab ich den Sitzpfiff und schickte sie weiter „Out“ ….. Gefunden 🙂

Dann ging ich mit ihr zusammen nochmal zum Hochsitz und sammelte die beiden letzten Dummys ein.

Ursuppe hieß vor 1 Jahr noch „Hierpfiff“ und wenige Schritte Fußarbeit. Heute heißt Ursuppe Fußarbeit mit Richtungswechsel und Voran in alle Richtungen.