haben sie sich gefühlt die beiden Damen. Mein Ursprünglicher Plan sah vor, dass alle Schwarznasen auf dem Freisitz liegen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen…. gewünschter Nebeneffekt … das nasse Haarkleid trocknet. Ich wollte in der Zwischenzeit dem Dyson etwas Bewegung verschaffen und ein Tänzchen mit dem Feudel wagen.
Als ich bei meinen Draußenkindern nach dem Rechten sehen wollte, bot sich mir zuerst der Anblick von zwei verwaisten Vetbeds. Vorsichtig lugte ich um die Ecke…..
„Du hast Deinen Tanzbereich ….. und ich meinen!“ Darauf scheinen sich die beiden Damen geeinigt zu haben.
… ist dein Wasser vielleicht wärmer, kälter, sauberer, schmutziger, besser als meins?
Uuups … war ich das etwa …….. Neeeeeee, das war bestimmt der Hannes!
Die Temperaturen waren heute zu warm … und darum waren wir …. planschen!
Grundsätzlich ist es ein großer Spaß den dreien beim Wasserwatzen zuzusehen allerdings gibt es einen, der es immer übertreiben muss. So ganz und gar nicht Kavalier will Hannes natürlich jedes Dummy und jedes Spielzeug, was ich in die Fluten werfe und damit die beiden Damen nicht auf jede Beute verzichten müssen ….
wartet Hannes etwas abseits bis er wieder mitspielen darf … und der Herr war nicht begeistert!
So kamen die Mädels zu einem ungestörten Badevergnügen.
Warten….… reinhüpfen …… einsammeln …… bei Frauchen abliefern ♥
In der Zeit sich Cosma um die Ente kümmerte, gönnte sich Delphin ein
Sonnenbad
Natürlich nicht ohne Cosma bei ihrem Tun genau zu beobachten. Und was macht Hannes in der Zwischenzeit? Na, Hannes wäre ja nicht Hannes, wenn er nicht irgend einen Unsinn verzapfen würde. Er glaubte sich unbeobachtet und so, habe ich ihn – mal wieder – beim Grimassen schneiden erwischt.
Fiene fand das alles sehr
… lustig 🙂
Die Oma ist natürlich längst darüber hinweg sich über den „Dicken“ auch nur ein bisschen zu wundern und so blickte sie, ganz Queen Mum
streng auf das sich bietende Geschehen. Als nun alle ihr Bespaßungsprogramm beendet hatten und wir auf dem Rückweg waren passierte es dann…. und jetzt ist mir endlich klar, für welche Art von hündischen Job Hannes vorzüglich geeignet wäre … Als Leichenspürhund !!!!
Mit untrüglicher Sicherheit findet er auch noch so gut verborgene, verstorbene Tiere. Immer! Wenn in seinem „Dunstkreis“ ein verendetes Etwas rumliegt, er spürt es auf. Außerdem hat er noch die natürliche Veranlagung des „Verweisens“ ! Da wir dieses Verhalten ja nie trainiert haben, hat Hannes sich seine ganz eigene Art des Verweisens ausgesucht. Er „verbellt“ nicht, er arbeitet nicht mit einem „Bringsel“ und er hat sich auch nicht das „Freiverweisen“ zu eigen gemacht….. Nein, seine Art einen Fund anzuzeigen sieht wie folgt aus:
Er stellt sich direkt vor die Leiche, senkt den Kopf und gekonnt, wie bei einer Judorolle kullert er sich über die Seite, bis er auf dem Rücken liegt. Dann strampelt er wie verrückt mit den Beinen in der Luft. Da ich meinen Hund sehr gut lesen kann weiß ich inzwischen, je heftiger er mit den Beinen zappelt, desto toter ist die Leiche 😉
Heute zeigte mir Hannes mal wieder, das er ein Supertalent in seinem Spezialfach ist. Wir befanden uns gerade auf dem Rückweg vom See zum Auto als er plötzlich den Kopf hochriß, und mit einem Satz im Unterholz verschwunden war. Ich hörte es im Gestrüpp krachen und rascheln und dann, ja dann sah ich ihn „verweisen“. Nachdem er meinte ich hätte Zeit genug gehabt zu raffen, dass er was gefunden hatte, öffnete er sein Maul um zur „Beweismittelvernichtung“ anzusetzen.
Zum Glück hatte ich Hannes an der Schleppleine. So konnte ich ihn wenigstens vom Fundort wegführenzerren. Ohne Hilfsmittel wäre mir das bestimmt nicht so schnell gelungen. Allerdings war es eh wurscht! Der Hund dünstete einen derartig fiesen Gestank aus, dass ich kurz versucht war ihn neben dem Auto herlaufen zu lassen. Zu Hause angekommen habe ich direkt das Hundeshampoo rausgeholt und den Gartenschlauch scharf gemacht. Wie ein Häufchen Elend stand er da, guckte ganz traurig …. „Mensch Frauchen, ich war extra für Dich bei Douglas… und so dankst Du es mir!“
Man hört und liest ja immer wieder, dass man Hunde in ihrer natürlichen Begabung fördern und beschäftigen soll…. Ich sage aber strickt „NEIN“ Ich möchte nicht, dass mein Hund einen derartigen Mief mit nach Hause bringt. Mir würde es völlig reichen, wenn er zuverlässig Dummys apportieren würde….
… ♥ …
Ach ja, für alle die es wissen möchten …. es war ein seit vielen Monden verstorbene Ente…. die Hannes „verwiesen“ hatte! Dann gabs noch ein wenig Natur für die „Linse“
Die zweite Runde. Wieder hieß es für Fiene und mich „Der frühe Vogel kann mich mal fängt den Wurm“. Da die Schnulle nach langen Autofahrten ja schon fix und fertig ist bin ich diesmal noch früher (06:10 Uhr) losgefahren um zwischendurch eine angemessene Pause machen zu können. Diese Strategie erwies sich als richtig. Als wir im Gelände ankamen durften wir als erstes rann.
Norbert und Bernd nahmen ihre Positionen ein. Es folgte ein Schuß mit 9 mm und Bernd warf die Ente. „Fetch it“ … ohne Zögern düste die Maus los, schnappte ihre Beute und zack war sie wieder da. Auch mit dem anschließenden Kaninchen-Apport hatte sie keine Probleme.
Nach dem ersten Durchgang mit 9 mm Schuß folgte der zweite…. diesmal mit Schrot. Man, ist das laut. Aber auch diesmal machte Fienchen ihre Sache perfekt.
Nachdem sich Norbert also von allen Teams einen Eindruck gemacht hatte, in wie weit das Wild aufgenommen und gebracht wird gings weiter zum Walk Up. Arbeiten aus der Linie im Wald. Hierbei ist mir etwas aufgefallen. Fiene geht ohne Leine viel aufmerksamer am Fuß als mit. Das ist etwas, dass wir auch noch weiter üben müssen. Ansonsten war ich mit dem Vormittag sehr zufrieden. Sie hat alles gebracht und hat schnell gearbeitet. Auch an diesem Seminartag gab es wieder einen theoretischen Teil. Norbert erklärte uns den Aufbau von Schrotmunition und wie die Tiere damit „erschossen“ werden. Tatsächlich werden die Tiere durch den Aufprall der kleinen Kügelchen getötet. Diese lösen einen Schock aus und das Tier stirbt. Manchmal, wenn nicht viele Kugeln das Wild treffen oder die Entfernung des Schützen zu groß war, ist das Wild nur „angetüddelt“ dann flügelt die Ente, wenn der Hund in ihre Nähe kommt. Nimmt der Hund sie dann auf, stellt sie sich tot (erstarrt). Wenn der Hund sie beim Jäger abgegeben hat, tötet dieser sie dann. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der Hund einmal aufgenommenes Wild nicht wieder ablegt. Das angeschossene Tier könnte flüchten und würde irgendwo verenden. Das ist nicht weidgerecht!
Das 8 Gebot der Jagdethik
8 . Vermeide unnötiges Leiden des Tieres und ehre das erlegte Tier würdevoll durch
Und weiter gehts mit „Suchen“. Tja, in keinem anderen Fach sieht man wohl so deutlich, dass Wild noch nicht so der Burner ist. Es steht definitiv fest, das Fiene bei der Suche nach Dummys schneller und auch freudiger sucht. Nichts desto trotz hat sie bis auf das aller letzte (Nr. 4) Kaninchen gesucht und gefunden. Brave Maus!
Dann war Mittagspause angesagt. Bei einem leckeren Salat galt es neue Kräfte zu tanken für das Fach, welches mir am meisten Sorgen macht. Apportieren einer Ente aus dem Schilf (sprich – Wasser). Fiene apportiert inzwischen zuverlässig Dummys aus dem Wasser, was würde aber passieren, wenn sie statt eines Canvas-Säckchens nun einen toten Vogel finden würde???
Tja, es kam wie es kommen musste. Die Ente fiel ins Wasser, Fiene eierte am Ufer rum, ging rein, schwamm zur Ente und … ÄÄÄHHHH, IIIIGIIITTT! Mit viel Widerwillen nahm sie das Tierchen am Schwingenzipfel und schleppte es ab. Am Ufer ließ sie es sofort liegen und kam zu mir. Alles UIUIUI und feeieiiiin und schööööööönes Entchen half nix… Ente nass = Ente doof!! Ich bekam von Norbert den Auftrag etwas abseits sie zu motivieren, das Vögelchen doch noch zu nehmen aber, zu meinem großen Entsetzen war nicht nur Ente nass = Ente doof sondern auch wieder Ente trocken!! Wir waren also wieder am Anfang unseres Entenproblems 😦
Fienes nächste Aufgabe bestand darin den andern Hunden dabei zuzusehen, wie sie die Ente aus dem Wasser fischten. Damit wollten wir sie ein bisschen „heiß“ machen. Und …. es wirkte! Zwar sieht „schön getragen“ anders aus aber zumindest schleifte sie das Entchen bis zu mir und bekam natürlich eine riiiiieeesen Belohnung aus der Leberwursttube!
Wasserarbeit Teil 2. Wir gingen an eine andere Stelle. Am gegenüberliegenden Ufer standen Schütze Norbert und Super-Helfer Bernd. Diesmal landete die Ente nicht auf der Wasserfläche (sichtig für den Hund) sondern im Schilfgürtel. Als extra Ablenkung war an der Uferstelle von der die Hunde geschickt werden sollten ein Wasserzulauf. Dieser plätscherte so vor sich hin und lenkte doch die Aufmerksamkeit des ein oder anderen Vierbeiners kurz ab. Tja, was soll ich sagen… Mit dieser Aufgabe ging der Spaß so richtig los. Zuerst mussten wir Fiene davon überzeugen, dass dieser Einstieg genauso ungefährlich war wie der erste. Bernd war immer wieder Steinchen ins Schilf um Fiene zu der Fallstelle zu locken. Als sie dann da war hat sie mit Suchenpfiff auch endlich diesen Vogel gefunden aber ich konnte sie nicht dazu bewegen mit selbigen auch wieder zu mir zu schwimmen. Verzweifelt versuchte sie sich die Uferböschung nach oben zu kämpfen und irgendwann hatte sie das auch geschafft. Nun schlagen zwei Herzen in meiner Brust … 1. gefreut. .. . sie hat den Vogel mitgebracht! 2. …. ahhhh nicht den direkten Weg zurück…nicht gut!
Lagebesprechung…. Norbert gab mir die Order sofort den Hierpfiff zu geben, wenn sie den Fang um das Stück gelegt hatte. Dann sollte ich ALLES dafür tun, das mein Hund auf direktem Weg zu mir zurückkommt. OK, um das kurz zu machen … Ich habe Alles gegeben! … Allerdings, wären wir auf einer Jagd gewesen, wäre diese danach abgeblasen worden… mangels Wild. Ich quitschte, pfiff, jubelte, feuerte sie an, hüpfte wie ein Derwisch, wedelte mit ihrem Lieblingsdummyball und …. sie kam zu mir geschwommen! YYYIIIPPPPIIEIEE!
Oh, so viele Baustellen noch… aber wir rocken das schon noch.
Als besonderes Highlight möchte ich 2 Teams hervorheben:
1. Heike mit Colin: Ihr arbeitet so schön ruhig zusammen und Colin ist so zuverlässig in allem was er macht… Einfach klasse!
Colin ♥
2. Claudi mit Virginia: Versteh einer die Hundedamen… Ginie ist genau wie die Fienemaus ja nicht sooooo begeistert gewesen von der Sache mit den toten Tieren. Allerdings hatten auch sie sich inzwischen an Kaninchen ohne Schlafi und Ente mit Socke rangetastet… Nun viel für Ginie eine „naggische“ Ente ins Schilf …. zack hin, nehmen und zu Frauchen bringen! Is ja logisch, Enten leben nun mal am Wasser und da hol ich die dann auch raus für Mama! Das hat die Süße echt toll gemacht.
Zum Abschluss des Tages gabs dann noch einen riesigen Aufreger… Sonja hatte nach der Mittagspause, eher beiläufig, gefragt, was es bedeutet, wenn das Batteriesymbol während der Fahrt leuchtet…. Hmmmm *Schulterzuck* Nun am Ende des Tages kam es, wie es wohl kommen musste… Ihr Auto sprang nicht mehr an. Nach dem Studium des Bordbuchs war klar …. Lichtmaschine im Eimer…. abschleppen! Jetzt kam die größte Stunde von Superhelfer /-held Bernd ! Ganz Profi fragte er nach Schutzbrief, Versicherung usw…. und dann legte er los. Schnell war geregelt, dass Sonjas Auto abgeholt und zu ihr nach Hause geschleppt wurde. Alles ganz easy obwohl Sonja das nun (verständlicher Weise) nicht so locker nahm. Heil froh, dass wir alle bei ihr warteten vernichteten wir zusammen die letzten Proviantreste und Nervennahrung und ein anstrengender Tag ging zu ende! Ich machte mich dann auf den Weg zu meinem Hotel. Das aber ist wieder…..eine ganz andere Geschichte!