Schneetraining

Am Samstag haben wir uns wieder mit den Mudpaws zum Training getroffen. Wir haben das „Out“ nach rechts und links geübt. Jeweils mit Verleitung und größer werdenden Abständen vom Hundeführer zum Hund.

… das Sternchen steht bei uns für Gunter 🙂

Mit diesem Übungsdurchgang war ich sehr zufrieden. Ohne Zögern hat sie die jeweilig angezeigte Richtung angenommen. Nur ihr Sitzfleisch ist etwas zu bemängeln…. Wärend ich von ihr weggehe in Richtung meines Standpunktes … legt sie sich hin! Da musste ich sie doch mal angrummeln!

… Versehentlich lagen bei einem Durchgang bei D1 zwei Dummys sehr, sehr dicht beieinander und Jens sagte mir später, dass sie da getauscht habe. Hmmmm, was soll ich machen? Normalerweise tut sie das nicht und wie soll ich sie reglementieren, wenn sie fast 70 Meter von mir weg ist? … Mal wieder eine Frage an Angelika.

Dann kam die Endaufgabe.

2013.01.19Aufgabe2a
… man beachte den Grasbatzen !!

Gunter und ich teilten uns die verbliebenen ausgelegten Dummys und Fiene bekam noch ihre Markierungen. Die hatte es wirklich in sich aber das Goldschnäutzchen hat wirklich toll gearbeitet. Einmal musste ich sie in Richtung D2 neu ansetzten … Grasbatzenalarm 😉

Zufrieden können wir sein, das Mäuschen und ich ♥

“ Get … schepp“!

So heißt ja das neue Motto 🙂

Jetzt braucht man nur noch genügend Fixpunkte mit schönen Geländeübergängen. Aber und jetzt rief ich mir einen wichtigen Punkt der Trainingslehre wieder ins Gedächtnis … Fügst du ein neues Detail hinzu, müssen die übrigen Bedingungen leichter werden. Oder anders…

Unbekannter Fixpunkt (Blind) – Voran an Leitlinie – Ziel war Entfernung vergrößern

Jetzt verändern wir den Mittelteil

Bekannter Fixpunkt oder ein Mark – Überqueren eines Geländeübergangs in spitzen Winkeln (verändert sich) – Entfernung bleibt gleich

oder

Bekannter Fixpunkt oder ein Mark – Überqueren eines Geländeübergangs im spitzen Winkeln (bleibt gleich) – Entfernung zum Geländeübergang vergrößert sich.

oder…. oder …..oder ….

Ich habe bei Fiene gesehen, wie wichtig diese Art der Vorgehensweise ist. Drehe ich an zwei Rädchen gleichzeitig… beginnt sie zu fragen oder sie wird deutlich langsamer (unsicher).

Also, warum sollte ich es ihr unnötig schwer machen? Ich finde es überhaupt immernoch und jedesmal sensationell wenn sie auf meine Signale so reagiert wie ich es mit wünsche…. Sitz …. Out nach links…. und dann macht sie das … Hammer!

Ich erinnere mich da immer an einen Tag im Jahr 2009. Zu diesem Zeitpunkt war nur klar, dass ein Retriever aus Arbeitslinie unsere Familie angehören sollte. Labbi, Golden, Flat …. das war alles noch offen. Mein Mann und ich fuhren zum WT Tanz auf dem Vulkan um uns einfach Hunde bei der Arbeit anzugucken und eine bestimmt Dame hatten wir da auch im Auge (die es später dann aber nicht geworden ist).

Wir standen also im Gelände und beobachteten F oder O Hunde, so genau kann ich das heute nicht mehr sagen aber es war ein Einweisen auf ein beschossenes Blind und eine Markierung. Beim Einweisen staunten mein Mann und ich runde Bauklötze wie gut sich die Hunde lenken ließen auf eine wirklich weite Entfernung… das war der Wahnsinn… wir sprachen Tage später noch davon, so hat uns diese Aufgabe beeindruckt. Sich vorzustellen, dass das mit Hannes…

jemals klappen könnte … unmöglich! … und nun habe ich Fiene mit an meiner Seite und immer wenn ich mir über ihr Training Gedanken mache könnte ich mich in den Allerwertesten treten denn fairer Weise muss ich zugeben, dass ich bei Hannes mir nicht halb so viele gemacht habe. Hat eine bestimmte Sache zwei – drei Mal geklappt bin ich davon ausgegangen er könne dies nun und habe tatsächlich an allen Knöpfen gedreht um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Brauchte ich mich wohl nicht wundern dass es dann in die Hosen ging… Ach mein Dicker… Dein Frauchen war schon ganz schön doof damals…. Es ist schon erstaunlich, dass er trotzdem an der Sache mit den grünen Dingern den Spaß nicht verloren hat… nja, genaugenommen seinen Spaß … denn er markiert gut, geht leidlich gut voran, sucht und findet klasse…. aber mit dem Zurückbringen … tja, das ist so eine Sache … und bei dieser, da hat er halt richtig Spaß!

Aber zurück zum Thema. „Get – schepp“ … wir hatten ein richtig tolles Mudpaws Training zusammen mit Gunter, Nadine und dem Superhelferlein Jona.

Mit vielen sichtig ausgelegten Dummys die aber alle zeitverzögert gearbeitet wurden. Ich kann sagen, diese erste Trainingseinheit war gut. Auch hier wieder die Erkenntnis … Geradeaus sieht anders aus … gelegentlich 😉

Sicheres Auftreten… bei völliger Ahnungslosigkeit!

So könnte Fienes Motto für den gestrigen Trainingstag gewesen sein. Dabei fing alles gut an. Sie lief gut Fuß, war aufmerksam keine Anzeichen deuten auf das sich anbahnende Drama hin.

Die zweite Markierung des Trainings war schon… naja, nicht perfekt aber durchaus noch 12 Punkte (auf meiner inneren Punkteskala) wert.

Und dann kam der Hammer. Es fällt ein Schuß und kurz nacheinander fallen 2 Markierungen in einen sehr kleinen Fallbereich.

…. GRUSELIG !!! Sie rannte die 78 Meter… und noch viel, viel weiter! Völlig ohne Plan stürzte sie durch das Gelände. Nochmal, selber Aufbau… wieder … UNTERIRDISCH!!!!

Nichts aber auch nichts deutete darauf hin, dass sie nicht in Form sein könnte. Sie saß am Fuß wie einen eins und sie hat die Markierungen wirklich genau beobachtet.

Dritter Versuch… mit Hängen und Würgen haben wir die Dummys reinbekommen. Ich habe einfach keine Erklärung dafür warum sie so von der Rolle war. Der Rest unseres Trainings war in Ordnung. Wir waren schon besser aber wir hatten auch schon ganz andere Tage.

Ich schiebe diese „Ausfallerscheinungen“ mal auf die Scheinträchtigkeit und warte die Zeit ab.

Den Rest unseres Trainings kann man hier nachlesen.