Samstagsplausch [37|19]

Ach ja, mein Plausch hat diesmal viel zu bieten. Darum hab ich auch über die Woche verteilt immer wieder einen Absatz geschrieben.

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Am Sonntag sind wir ja in den Harz aufgebrochen, die zweite Heimat. Hier sind wir sofort im Urlaubsmodus.

Ich habe in den letzten Tagen immer wieder den Wetterbericht studiert. Für dieses Mal steht nämlich die Etappe über den Brocken auf dem Plan und das will schon etwas vorbereitet sein.

Die Morgen starten hier immer gleich. Die Mädels und ich gehen unsere 5 Km Morgenrunde während der GöGa mit dem Hannes die Opirunde läuft. Dann haben wir uns das Frühstück verdient.img_1397

Am Montag waren wir dann noch in Bad Lauterberg. Der GöGa geht ins Sportstudio und ich erklimme den Weg zum Bismarck Turm. Nach dem Abstieg hatte ich noch ein bisschen Zeit und ging zum Buchladen. Dort konnte ich noch einen Sonderstempel abgreifen. „Im Schatten der Hexen“ ist eine Buchreihe. Nun sollte es eigentlich ein Sonderstempelheft geben (gibt es aber noch nicht) um diese speziellen Stempel zu sammeln. Mal sehen, wann es rauskommt. Außerdem habe ich noch einen Harzstein gefunden.

Dienstag haben wir einen Ausflug zum Märchenschloss Wernigerode gemacht, sind mit der Elektrobahn gefahren und später noch Seilbahn auf den Wurmberg. Dort noch ein bisschen rum spaziert und den Stempel der Wurmberg – Baude eingesackt. Am Abend noch den Rucksack vorbereitet und zeitig in die Federn.

Der Mittwoch war mein persönliches Highlight. Rauf auf den Brocken und eine grandiose Aussicht genießen. Einfach ein Traum! 21 Km vor denen ich ein bisschen Bammel hatte aber es lief wirklich viel besser als erwartet. Die Mädels sind einfach großartige Begleiterinnen.

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Der Donnerstag war ein Ausruhtag. Wir waren nochmal in Bad Lauterberg und ich bin nochmal ohne die Mädels durchs Städtchen gewandert. Freitag war dann Abreise nach Ilfeld.

Da verbringen wir jetzt noch ruhige Tage und fahren am Montag wieder nach Hause. Da muss ich dann mal alle Bilder sichten und es gibt sicher noch einige genauere Berichte über meine Brocken Wanderung und die anderen erwanderten Stempel.

 

Harzer Wandernadel [Nr. 136, 9, 22, 13, 174]

Auf zum Brocken! Ich gebe zu, vor dieser Etappe hatte ich etwas Muffe. HALLOOOO!? Der BROCKEN! Allein der Name flößt einem doch ein wenig Respekt ein, oder?

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Losgelaufen bin ich am Torfhaus um den Weg durch das große Torfhausmoor zu nehmen. Eine wunderschöne Landschaft.

Torfhausmoor_1

Torfhausmoor

So früh am Tag war ich mit den Mädels noch ganz alleine auf diesem Weg unterwegs.

Nachdem das Moor durchquert war, führt der Harzer Hexen Stieg (der jetzt auch der Goetheweg ist) Richtung Rastplatz Eckersprung. Dort wartet der erste Stempel dieser Tour.

Da waren wir doch nicht mehr alleine…

doch nicht alleine

Dieser Stempel hat sich ja mal so richtig gelohnt. Gleich vier Mal konnte ich ihn in die Tinte drücken. In den Wanderpass und die Begleithefte Harzer-Hexen-Stieg, Goethe im Harz und Harzer Grenzweg.

Stempelhefte

Auch nach dem Hexen-Stieg gibt es also noch genug Routen zu erkunden und Stempel zu sammeln.

Nachdem ich dem alten Grenzweg eine Weile gefolgt bin,

Grenzweg

stoße ich auf eine alte Haltestelle der Brockenbahn.

Brockenbahn

Hier finde ich die Hexenstieg Station „Stichwortfahnen“.

Stichwortfahnen

Nach einigen weiteren Metern und einer steilen Rechtskurve passiere ich die Baumgrenze. Der Gipfel ist nicht mehr weit.

Ich gebe zu, ganz kurz beneide ich die E-Bike Fahrer. Mit Leichtigkeit fahren sie den Berg hinauf während ich langsam, Schritt für Schritt, meinen Weg fortsetzte.

Dann sind wir oben!

Oben!

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Es hat sich gelohnt. Ich schaue mir den Brocken Garten an und genieße die gigantische Aussicht. Mehr zum Brocken könnt ihr HIER nachlesen.

Aussicht

Natürlich darf auch Stempel Nr. 009 nicht fehlen.

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Ich hätte hier oben gerne Rast gemacht aber bei diesen Menschenmassen war an Ruhe und Aussicht genießen nicht zu denken. Also mache ich noch einige Fotos.

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Goethe_2

Es scheint wohl klar, dass ich nach dem Hexen-Stieg auf den Spuren Goethes durch den Harz wandern werde.

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Der Abstieg lief problemlos und ich bin froh, als nach 3 km die Menschenströme immer kleiner werden. Bald in ich wieder fast alleine und finde eine schöne Schutzhütte zum rasten. Mein Wanderführer legt mir einen Abstecher zum Urwaldstieg nahe. Leider ist dieser wegen Bruchgefahr von Bäumen gesperrt.

Es folgen die Stempel am „Gelben Brink“, „Ahrentsklint“ und „Trudenstein“

Ahrentsklint
Ahrentsklint

Da ich ja immer die Mädels mit dabei habe, fallen Kletterpartien über Stahlleitern aus und ich will sie auch nicht einfach anbinden.

Die letzten Kilometer liegen nun vor mir.

Weg

Auf dem Weg zum Hohne Hof treffe ich einen sehr netten Nationalpark Ranger. Er lobt mich sehr und freut sich, dass die Mädels angeleint sind und wir halten ein nettes Schwätzchen.

Der letzte Stempel des Tages wird mir durch eine leckere Waffel und einen Kaffee versüßt.

Hohne Hof

Das ist meine (bisher) längste Wanderung gewesen. Ich bin gut in meinem Tempo gelaufen und so ganz nebenbei darf ich mir morgen meine Harzer Wandernadel in Silber abholen.

Die Sternenstadt

Ich stehe hier auf meinem Freisitz und schaue in den Abend. Ich sehe Sterne, aber auch Blinklichter, die Beleuchtung vom Dorf und auch die nahegelegene Stadt Hünfeld ist gut zu sehen. Aber… diese Dauerbeleuchtung ist keinesfalls gut für unsere Umwelt.

Nacht

Wir befinden uns im Jahre 2019 n.Chr. Alle Städte und Gemeinden Deutschlands sind des Nachts hell erleuchtet… Ganz Deutschlands? Nein! Eine von innovativen Menschen geführte Stadt hat der Lichtverschmutzung den Kampf angesagt.  (na, wem kommt dieser Textpassage bekannt vor?)

Was versteht man unter Lichtverschmutzung? Grob gesagt, ist es überflüssiges oder falsch gelenktes Licht (Streulicht), dass in den Nachthimmel strahlt. Es stört nachtaktive Tiere und auch die Pflanzenwelt. (sehr vereinfacht dargestellt)

Der Stadt Fulda wurde nun von der International Dark-Sky Association die Auszeichnung „Sternenstadt“ verliehen. Fulda hat bereits vor einigen Jahren mit der Umstellung des Beleuchtungskonzeptes begonnen und schon vieles umgesetzt um der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken.

Auf der Homepage findet man auch Informationen, was man als Privathaushalt tun kann um „die Nacht“ zu schützen. Zum Beispiel keine Dauerbeleuchtung mittels Solarkugeln im Garten.

Zu diesem Thema passt auch der „Internationale Sternenpark Rhön“.  Schon im Jahr 2014 wurde das UNESCO-Biosphärenreservates Rhön so ausgezeichnet. Die Region bekennt sich damit zum Schutz der vorhandenen natürlichen Nachtlandschaften.

Wie genau komme ich nun aber auf dieses spezielle Thema? Andrea ist „Schuld“, das Monatsmotto für September lautet nämlich „Licht“ und darum verlinke ich jetzt auch bei der Zitronenfalterin.