Fortschritte…

Am Sonntag haben wir uns in kleiner Runde zu einem Mudpaw-Training getroffen. Mit am Start waren Moni mit Anton, Chris mit Glee und Dibs, Katharina (ein Mudpaw Anwärter) mit Cadger und ich mit Fiene und Hetty.

Schon zu Beginn gab es Grund zur Freude. Ich war zu Hause mit den Mäusen nochmal ins Feld gegangen, kurz rennen, Pinkelpause und auf dem Weg zurück zum Haus schon mal die Konzentration langsam aufbauen. Chris und Moni standen bei den Autos und schwatzen als ich um die Ecke kam. Ich gesellte mich zu ihnen, begrüßte sie und meine beiden saßen ruhig und gesittet neben mir.

Nach einer ganzen Weile ließ ich beide sitzen, ging alleine zum Auto um sie dann abzurufen. Zackzack, waren beide da und in der Transportbox verschwunden.

„Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass ihr DAS so schnell hin bekommt!“ War der Kommentar von Chris über Hettys Fortschritte und ich gebe zu … Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig. Auch wenn ich immer versuche uns „von außen“ zu betrachten, ist der Blick von jemanden der nicht hoffnungslos in den kleinen goldenen Hund verknallt ist, durch Nix zu ersetzten.

An der Haune angekommen legten wir auch gleich los. Für Glee und Fiene legten wir Blinds aus…

Aufgabe 1 Glee_Fiene

Um zu den Blinds an B1 zu kommen mussten sich die Hunde durch dieses Gelände kämpfen.

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Die B2 Blinds lagen am anderen Ufer der Haune.

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Das Gewässer:

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Mit Fiene ging es richtig zäh los. Obwohl ich sie gut ausrichtete und konzentrierte zog es sie direkt nach dem Schicken nach rechts in Richtung eines umgestürzten Baumes.

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Kein Wunder. Waren dort doch vor einigen Tagen Markierungen für sie gelandet. Trotzdem ärgerte ich mich, denn gerades Lining sieht echt anders aus und ich rief sie mehrfach zurück bis sie zu einem akzeptablen „Handlingpunkt“ gerade gelaufen war. Kurz und gut … das geht echt besser – ABER – das Blind war drin! Das Blind über Wasser lief dafür gut und ich brachte sie vorerst zurück ins Auto.

Mit Hetty wollte ich das Wasser als Verleitung nutzen und baute auf die Schnelle einen Voranpunkt auf. Vertrauensweg hin, 2 Dummys auslegen, zurück zum Startpunkt – schicken.

Dann drehte ich sie in Richtung Haune und es viele eine Wassermarkierung. „Platsch“. Ich richtete sie auf das ausgelegte Dummy aus und schickte sie. Natürlich zwitscherte sie in Richtung des Wassers ab … „NEIN!“

Sie kommt zurück, ich richte sie erneut aus und sie geht sauber voran. Zur Belohnung sollte sie das Wassermark holen… welches aber schon weit abgetrieben war. Da der kleine, goldene Hund aber bisher immer über Wasser geschickt wurde, kletterte Sie auf der anderen Flußseite ans Ufer und fand dort eins unserer Blinds … auch gut.

Das Wassermark wurde dann von Glee gerettet.

Mein Trainingsziel für Hetty hatte ich also erreicht.

Jetzt wurde die Aufgabe für Glee und Fiene etwas „aufgemotzt“ und leider verlässt mich da so ein bisschen mein Erinnerungsvermögen wie die Reihenfolge dann war.

Auf dem Weg zu B1 wurden zwei weitere Blinds gelegt.

Aufgabe 2 Glee_Fiene

Am Startpunkt stehend fällt eine Wassermarkierung die direkt zu arbeiten ist. Danach wird der Hund auf  B1 geschickt und gestoppt um B3 zu suchen.

Das nächste Team ist an der Reihe bekommt ebenfalls eine Markierung und das Blind B3 danach werden beide Hunde nochmal nach B1 durchgeschickt.

Auch hier gilt für Fiene und mich wieder… Leider etwas viele Kommandos. Die Erkenntnis aus diesem Training. Lining in Verbindung mit Verleitungen müssen wir üben bis zum Erbrechen. Dadurch, dass ich lange froh war, dass sie überhaupt raus geht auf Blinds habe ich nicht auf die korrekte Linie geachtet… das gilt es nun schleunigst wieder aufzupolieren.

Auch Hetty durfte nochmal ran. Ich bat Chris ihr mal etwas schwerer Markierungen zu werfen und das tat er. Bei Markierung eins passierte genau das, was ich vermutete. Sie brezelte volle Möhre vorbei, ging zu weit und suchte sich von hinten ran.

Die zweite, etwas einfachere arbeitet sie sehr sauber. Bei der Letzten wurden auf die platte Wiese mehrere Dummys in den Fallbereich gelegt. Dann fiel das Mark und Hetty musste aus dem höheren Bewuchs,über den Feldweg, auf die Wiese – dort fand sie direkt. Ein toller Lernerfolg. Die Erfahrung wird uns hier wirklich weiter bringen.

Betrachte ich das Fiene Training gibt es sicherlich einiges zu mäkeln aber vielleicht bin ich da auch ungerecht? Mit dem kleinen Furz am Bein meint man vielleicht, dass das bei Fiene alles schon viel besser gehen müsste. Denke ich an die Zeit als sie sich nicht händeln lies oder auf Vollblinds erst gar nicht rausging (und das ist noch nicht soooo lange her), kann ich doch sagen…. wir bessern uns .

Hetty macht derzeit Quantensprünge. Es kommt mir vor als würde sie jede Nacht ihre Festplatte formatieren und die Datenfragmente an die richten Stellen verschieben. Bereits am nächsten Tag kann man das trainierte abrufen oder in abgewandelter Form verwenden.

Hey_Baby

Wie heißt es so schön? Es gibt viel zu tun, packen wirs an!

 

 

 

Fiene vs. Hetty

ok, ich gebe zu – diese beiden zu vergleichen ist a) ungerecht und b) gemäß Trainingsstand auch nicht wirklich möglich.

Allerdings kann ich mich wirklich gut an den Trainingsaufbau bei Fiene erinnern und wie übervorsichtig ich bei jedem meiner Schritte war.

Vorans waren immer bombensicher aufgebaut, der Hund sollte immer schnell zum Erfolg kommen. Das Handvertrauen sollte so gefestigt werden. So liefen wir Vertrauensweg um Vertrauensweg, legten sichtig aus und auch bei den Entfernungen verfolgten wir das Kredo der „Kleinen Schritte“. In meinem Kopf hallten die oft gelesenen Worte „Im Training niemals Blinds!“  und ich hielt mich eisern daran.

Trotzdem wunderte ich mich, warum Fiene beim Thema „Voran“ so unsicher blieb. Oft verlangsamte sie ihr Tempo nach einigen Metern und blickte mich fragend an oder sie ging einfach nicht unter der Hand raus. So saß sie da, neben meinem Bein und ich war mir sicher, sie braucht einfach noch mehr Sicherheit, noch mehr Handvertrauen.

Und so verkürzten wir die Strecke oder ich lief nochmal zu den Dummys um sie ihr zu zeigen. Danach – ging sie raus. …. Fiene, von Natur aus eher mit etwas weniger Selbstbewusstsein ausgestattet, wurde durch diese Art des Trainings sehr unselbstständig und durch meine Angst einen unruhigen Hund zu bekommen – langweilte ich Fiene zu Tode.

Gut, ich habe den Hund, den man sich in einer Line und einer Aufgabe mit wildem Treiben wünscht … wie in der Werbung (sinngemäß) … 1000 Schüsse, viele Dummys …. der Hund sitzt!

Allerdings, sitzt sie manchmal fast teilnahmslos – so, als ob sie das alles gar nix angehen würde … und verpennt sogar zu Markieren… Tstst… Jetzt üben wir gerade solche Sachen …. schwere Vorans, immer wieder Blinds und auch das Anlaufen alter Punkte nach einigen Tagen Pause … Voran, Voran, Voran …. es ist tatsächlich Fleißarbeit.

Sieht man jetzt Hetty, so ist sie das komplette Gegenteil. Stürmisch (kleiner Wortwitz 😉 ), überschäumende vor Energie und bei der Arbeitsfreude ein Ego wie eine ganz große.

Nichts ist zu schwer, nichts zu weit, keine Schlucht zu tief und kein Gestrüpp zu dick. Geht nicht – gibt es nicht. Zeigt man ihr wie und wohin – kennt sie kein pardon.

Sie ist am Bein ein Pulverfass und wir sind noch lange nicht da, wo ich gerne wäre … wir haben unser inneres Ooooom noch nicht gefunden. Feilen an der Fußarbeit, am „nicht hibbeln“ und ja, es wird immer besser. Gerade bei den Vorans habe ich einen anderen Aufbau gewählt. Wir bauen einen Punkt einmal sicher auf. Der wird dann gearbeitet – Punkt.

Am nächsten oder auch übernächsten Tag gehen wir dort wieder hin und ich lege die Dummys aus ohne dass sie zusieht. Vielleicht verkürze ich die Strecke ein wenig aber ohne viel Gedöns …. „Voran“ Außerdem baue ich relativ schnell auch Verleitungen ein und lege es drauf an – Versuch und Irrtum. Korrektur, erneutes Ansetzen … Erfolg!

Dann lass ich wieder mehrere Tage vergehen bevor wir den Trainingsort erneut aufsuchen und lasse ich sie von einer anderen Stelle den Punkt anlaufen …

… und sie geht! Die Dummys liegen am Endpunkt auch immer etwas versteckt so dass sie ihre Nase gebrauchen muss und nicht immer alles auf dem Präsentierteller liegt.

Sie geht inzwischen auch in schwerem Gelände nach Aufbau der Aufgabe super voran und hat ein wunderbares Selbstbewusstsein entwickelt. Trotzdem ist sie beim Arbeiten ansprechbar und folgsam.

Zwei Hunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide einzigartig aber beide mit dem Wunsch mit mir arbeiten zu wollen – naja, Hetty hat ein bisschen gebraucht beim Thema „Zusammenarbeit“ – dafür macht es jetzt um so mehr Spaß.

Hier sehr ihr nun unser letztes Voran ….

Wie macht ihr das so bei den „Vorans“? Wie ist euer Aufbau? Wo gibt es Schwierigkeiten?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Anregungen.

 

 

 

Wieder ein Ziel erreicht

Das Training mit Hetty gleicht ja gelegentlich einem wilden Sammelsurium von einzelnen Teilchen. Für Außenstehende ist nicht immer ein System zu erkennen und doch, ich versichere euch, wir (also ich) habe einen Plan.

Heute vermelde ich … wir können einen richtig fetten Haken hinter den Wasserapport bzw. die Abgabe des Dummys nach eben Diesem machen.

Ich glaube sie hat tatsächlich verstanden.

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DSCN8783Mein Stürmchen ♥ einfach eine Marke für sich!