Vertrauen ist alles

Ja, es ist wohl richtig, dass das „Voran in gerader Linie“ tatsächlich Fleißarbeit ist. Es ist aber noch etwas …. Vertrauenssache!

Vertrauen gewinnt der Hund dadurch, das der Hundeführer in tatsächlich immer zum Erfolg bringt. Unsere „Vorans“ sind daher nie wirkliche „Blinds“.

Zu Beginn unseres Trainings durfte Fiene immer zu sehen, wo ich Dummys auslege. Dann sind wir immer Vertrauenswege gelaufen, so dass sie wirklich, wie an einer Schnur gezogen, zum Dummy rennen konnte. Nun ist es ja im Einzeltraining so, dass ich immer mehrer Dummys an den Fixpunkt lege. Sie weiß also, dass sie dort mehrmals hinrennen kann.

Seit einigen Wochen habe ich diese Form des Trainings etwas umgestellt. Wenn ich zum Beispiel am Montag einen Fixpunkt erarbeitet habe, suche ich diesen am Donnerstag wieder auf. Ich lasse Fiene im Auto während ich ein oder mehrer Dummys an diesem Punkt auslege und wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen und Fiene startklar ist schicke ich sie auf diesen Punkt.

Auch diese Art des Trainings könnte aber durchaus vorhersehbar sein für den kleinen, schlauen, goldenen Hund und darum sind mir die Trainings mit Helfer wirklich heilig. Heute hatte ich meinen Mann als Helferlein und wer hätte es gedacht…. er hatte richtig Spaß. Ausgestattet mit Walkstool und einem Walki Talki bezog er Posten im Gelände…. Funkname: Standort Wald

Nun kommt er also, der Punkt mit dem Vertrauen. Wir waren in einem ihr unbekannten Gelände. Es sollten Markierungen gearbeitet werden und zwischendurch immer mal ein Voran auf die alte Fallstelle der Markierung.

So kann man sich das heutige Trainingsgelände vorstellen…

Als erstes fällt eine Markierung D1 die auch direkt gearbeitet werden darf. Als Fiene auf dem Rückweg ist legt der Helfer das nächste Dummy aus. Voran!

Es fallen nacheinander zwei Markierungen. Zuerst wird D2 dann D1 gearbeitet. Fiene ist auf dem Rückweg von D1 wenn der Helfer wieder ein Dummy an die Fallstelle von D2 legt. Voran!

Ich drehe mich von unserem Standpunkt aus gesehen um 180° vom Helfer weg und werfe 2 Dummys in das hinter uns liegende Wäldchen.

Wir drehen uns zurück. 2 Markierungen fallen und werden in der Reihenfolge D1 und D2 gearbeitet. Hier musste ich sie einmal mit „Nein!“ stoppen denn D2 war schon sehr nah am Laufweg zu D1 gefallen. Im zweiten Anlauf hat es dann geklappt.

Nach dieser Aufgabe ging ich mit Fiene zu dem Wäldchen und ließ sie 1 Dummy suchen. In der Zwischenzeit legte das Helferlein 3 Dummys aus. Schwierig beim seitlichen Schicken war hier, dass sie mich durch das hohe Graß und die Bäume nur schlecht sehen konnt. Trotzdem ist sie klasse rausgegangen… *stolzbinaufmeinMäuschen*

Bei der Abschlußübung ging es um die Fußarbeit und das korrekte drehen am Fuß. Wir liefen vom Helfer weg. Auf das Kommando behind drehten wir uns und die Markierung fällt. Drei Mal wiederholten wir das Prozedere, dann sagten wir „haben fertig!“

Superhirn vs. Frl. Alzheimer

heute plante ich eine kleine Einweise-Einheit im Gelände von unserem letzten Mudpaws Training. 13 Tage sind seit diesem Training vergangen und ich war mit ihr auch zwischendurch nicht mehr dort.

Ich parkte das Auto abseits und ging ohne sie ins Gelände. Dort legte ich an drei Punkten jeweils zwei Dummys aus. Alle drei Punkte war sie in diesem letzten Training angelaufen.

So sieht die Übung grundsätzlich aus … und so …. mit Gelände…

Hinter dem Todholz lagen D1 und D5
Voran D1
Out (links) D5
Voran D 2
Back D 6
Voran D 3
Out (links) D 4

Ich nahm an, dass sie sich an den Weg zu D1 am besten würde erinnern können. An diese Stelle war sie bereits im Training vor 13 Tagen mehrfach gelaufen. Also richtete ich sie aus – „Get Out“ – Rausgegangen ist sie schnell, aber nur um vor dem Todholzhaufen sich nach rechts in einen Waldweg „ziehen“ zu lassen.

Nochmal… und wieder zieht sie nach rechts rüber *grummel* und … nochmal …. „get out!“

Na also, es geht doch. Die beiden nächsten Vorans auf D2 und D3 liefen super.

Da sie jetzt alle drei Punkte wieder aufgefrischt hatte ging es mit dem seitwärts Schicken weiter.

Seitwärts links auf D4 und D5 und dann noch einmal „back“ auf D6.

Als Abschluß warf ich eine Verleitung (D7) in einem Winkel von ca. 30° zu dem Punkt von D1 und auch an dieser Stelle legte ich nochmal ein Dummy (D8) aus.

Voran mit Verleitung

Und weils mal ausnahmsweise nicht geregnet hat… hab ich ein kleines Video zusammen geschnitten….. Viel Spaß…

Nach dieser kleinen Einheit war noch Zeit für einen „Welpenspinnen-Gedächtnis-Flitz“ durch eine Pfütze und ein paar Fotos.

Tja, was ist sie denn nun? Ein bisschen Superhirn und ein bisschen Frl. Alzheimer…. oder einfach mein kleines Goldschnäutzchen ♥

Nachtrag zum Seminarbericht

Ok, der Tag hat wirklich Kraft gekostet. Fiene hat fast den kompletten Freitag verschlafen. Am Wochenende hatte sie „Dummy-frei“ weil wir Gäste hatten und die letzten beiden Tage sind für den Dienstherrn, den Spaß-WT und das Bearbeiten der Fotos draufgegangen…. Ach ja, die Fotos…..

Klick auf das Bild …. da gehts zum Fotoalbum !

Nun gibt es von diesem Seminar nicht soooo viele Bilder. Ich war ja schließlich Teil der Linie und darum war die Nikon lange verpackt …