Nord-Cup Einzel (A) 2012

So, das war er also unser erster offizieller Working Test. Hier die nackten Fakten:

Aufgabe 1     Richter: Henny Marcussen                   0 Pkt.

Aufgabe 2     Richter: Henny Marcussen                 18 Pkt.

Aufgabe 3     Richter: Thomas Kühn                          14 Pkt.

Aufgabe 4     Richter: Christian Schlögell                  0 Pkt.

Aufgabe 5     Richterin: Bianca Willems-Hansch   10 Pkt.

Ergebnis:                       nicht bestanden                       42 Pkt.

Gut, selbst für mich lesen sich die Zahlen nicht wirklich prickelnd aber da ich ja dabei war…kann ich mir bestimmte Sachen durchaus erklären.

Unsere Gruppe startete bei Thomas Kühn.

14 Punkte

Das Gespann steht an P1 und die Markierung D1 fällt in etwas Gestrüpp. Danach geht es frei bei Fuß weiter zu P2. Die Markierung D2 wird geworfen. Sie lag gut sichtbar vor einem Baum.

Nun sollte D2 nach Freigabe und danach gleich im Anschluß D1 gearbeitet werden.

Fazit:

Tja, was soll ich sagen… Sie hat super markiert, dessen bin ich mir sicher! Aber sie donnerte über das Mark weg und fing unkontrolliert an zu jagen. Als ich ihr im Fallbereich den Suchenpfiff (als Erinnerung für den Arbeitsauftrag) gab schnappte sie sofort das Dummy und kam rein. D1 hat sie dann sofort gehabt.

Analyse:

Fiene machte den ganzen Morgen einen relaxten Eindruck. Sie lag in der Wartezone und harrte der Dummys die da kommen sollten. Ich ließ die vor der Aufgabe noch schnell pieseln und wir machten konzentrierte Fußarbeit… alles lief.

Auch am Startpunkt machte sie einen ruhigen Eindruck und dann, nach der Freigabe … ballerte sie los. Ich vermute, dass sie rennen als Ventil für den dennoch vorhandenen Druck nutzt. Das zweite Mark war perfekt ihr Erinnerungsvermögen hat also selbst unter dem Flitzanfall nicht gelitten.

... nicht unzufrieden ...
Belohnungsschmusen
wieder konzentrieren
... gleich gehts los ...

0 Punkte

Diese Aufgabe sollte eine Doppelaufgabe sein. Zuerst sollte ein Dummy aus einer Suche geholt werden. Danach Fußarbeit und eine einfache Markierung in einem lichten Wald.

An P1 stehend sollte der Hund in die Suche geschickt werden. Der Richter erklärte den Tümpel und die „nähere Umgebung“ als Suchengebiet in dem der Hund gehalten werden sollte.

Fazit:

Sie hat sich dumm und dusselig gesucht! In dem Tümpel lag ein umgestürzter Baum. Die Süße ist in der Baumkrone rumgekraxelt hat das Ufer durchstöbert… Nix. Irgendwann habe ich das Dummy erspäht. Es lag auf der Wasserfläche. Ein grünes Dummy in grüner „Entengrütze“. Ich fragte, ob ich den Suchenpfiff geben dürfte… „Ja, ich will das Dummy, egal wie!“ Sie war wieder in dem Baum am klettern und ich gab den Pfiff. Sie schüffelte und schnupperte und vielleicht hatte sie sogar Witterung aber sie kam einfach nicht auf die Idee, dass man auch auf dem Wasser suchen könnte 😦

Nach einer für mich endlosen Zeit sollte ich meinen Standpunkt nach P2 verlagern und sie mit Voran auf das Dummy (für usn ein Blind) schicken! Auch das hat am Schluss nicht mehr geklappt. Da wir hier unsere erste Null kassierte durften wir den zweiten Teil der Aufgabe nicht mehr arbeiten.

Analyse:

Eine Suche mit nur einem Dummy welches auf einer Wasserfläche schwimmt …. an keinem anderen Tag hätten wir diese Aufgabe gelöst. Nur mit viel Glück… wenn sie es zufällig gesehen hätte aber die Chancen standen schlecht. Sowas haben wir definitiv noch nie trainiert … Shit happens!

10 Punkte

In einem 10 – 15 Meter breiten Geländestreifen sollte der Hund buschieren. Die Grenze war die gut sichtbare Fahrspur eines Trekkers. Der Hund sollte in dieses Gebiet geschickt werden wärend der HF mit der Richterin parallel zum Suchengebiet entlang gehen. Für die Aufgabe bekam das Team 2 Minuten Zeit. Beurteilt werden sollten der Suchenstil des Hundes und der Finderwille.

In der A war das Gebiet kürzer als 60 Meter!!

Hier nochmal eine Aufgabenbeschreibung von Oliver Wischmann der diese im Retriever Freunde Forum eingestellt und mir das Klauen erlaubt hat… Danke schön!

Fazit:

Sie ging rein, ließ sich relativ gut im Suchengebiet halten und brachte mir recht schnell ein Dummy. Danach suchte sie nicht mehr ordentlich und es blieb bei dem einen.

Analyse:

Nachdem sie sich in der letzten Aufgabe bald ins Koma gesucht hatte … war das glaube ich, das Maximum was ich noch von ihr erwarten konnte. Das Vertrauen, jetzt was zu finden war wohl etwas *erschüttert*…

Aufgabe 1 - 0 Punkte
Der Busch unseres ... "Nicht"-Vertrauens

Zwei nacheinander zu arbeitende Markierungen. Hinter einem riesigen Rhododendron stand der Werfer. Nach Abgabe eines Schusses wurde das Dummy steil nach oben geworfen. Die Flugbahn war nur sehr kurz sichtbar.

Fazit:

Obwohl ich Fiene ausgerichtet hatte und in die Richtung des riesigen Busches zeigte, hat sie das bisschen Flugbahn nicht gesehen. Ich schickte sie zum Apport aber sie suchte sich zwischen dem Rhododendron und der Wasserkante fest. Meine Versuche sie hinter den Busch einzuweisen scheiterten kläglich.

Da wir das erste Mark nicht reinbekommen hatten durften wir D2, eine Markierung die auf die Insel fiel, nicht mehr arbeiten.

Analyse:

Einfach zu schwer für uns. So winzige Flugbahnen hatten wir noch nicht.

Aufgabe 2 - 18 Punkte

Eine Einzelmarkierung auf einer Wiese. Der Helfer warf diese schräg nach vorne.

Fazit:

2 Meter drübergeballert – fix gedreht – Dummy eingesammelt und perfekt abgegeben.

Analyse:

… nix zu meckern!

Ja, das war er, unser erster WT. Ich verbuche es als Standortbestimmung und einen tollen Trainingstag unter Realbedingungen. Ich habe tolle Hunde gesehen und nette Menschen kennen gelernt. Danke an alle die mit uns „gelitten“ haben und uns die Däumchen drückten. Und ganz zum Schluß natürlich noch … Herzlichen Glückwunsch an Heike mit Colin die bei ihrem „Überraschungsstart“ mal eben den 2. Platz belegt haben… Ihr seid klasse!

Ich möchte mich hier herzlich bei den Richtern, den Helfern, der Sonderleitung und den den Mitarbeitern des Guts Valenbrook bedanken, die alle einen tollen Job gemacht haben. Die Veranstaltung war einfach super.

News … in aller Kürze!

Bei unserem ersten A-WT haben wir uns zwei Nullen gefangen und damit „nicht bestanden“

Beim Team-WT haben wir zusammen mit Heike und Petra und Fienes Brüdern Colin und Dundee ein gut erarbeitet und den 8. Platz belegt.

Die Berichte für die beiden Tage sind sehr umfangreich und daher brauche ich noch etwas Zeit 🙂

… Uns bleibt aber nicht viel Zeit uns vom Nord-Cup zu „erholen“ denn eben kam die Mail mit der Startplatzzusage für den

LCD-WT „Am Sternbusch“ in Borken       *freu*

 

Manches muss sacken …

… und so habe ich die Maus mal ein paar Tage in Ruhe gelassen. Sie durfte flitzen, schnüffeln, sich einferkeln… also alles, was sie richtig gerne mag.

Heute bin ich dann aber wieder mit ihr losgezogen. Ich wollte sehen, ob sie die Wasserstelle vom Training am Discovery-Day 2012 gut annimmt und sofort das Flüsschen überquert. Hier sieht man nun einen Zusammenschnitt unserer Arbeit.

Im Hintergrund hört man übrigens Cosma, die sich laut beschwert, dass sie… nicht in die Fluten darf.

Nach dieser kurzen Arbeitseinheit war dann das Licht noch wirklich schön um ein paar Bilder zu machen.