Frau „Ditschauge“ …. oder

Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Heute morgen habe ich die Maus aus dem Kennel geholt und wollte ihr in ihre schönen braunen Augen gucken ….. da waren diese sehr rot, total entzündet und verklebt. Bindehautentzündung, war meine erste Laiendiagnose. Ich habe gleich „Sofortmaßnahmen“ eingeleitet und auch mit meinem Mann besprochen.

1. Mehrmals am Tag beide Augen mit einer lauwarmen Kamillosanlösung abwaschen dabei immer ein frisches Tuch verwenden.

2. Nachmittags gleich zur Tierärztin unseres Vertrauens und nachsehen lassen.

3. Bis dahin hat Fienchen „strenge Einzelhaft“ und darf nicht mit anderen Vierbeinern zusammenkommen. Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu hoch.

4. Wenn Fienchen behandelt wurde bzw. wenn sie in ihrer Box ist und die anderen beiden wieder freien Zugang zu allen Räumen bekommen haben, sich die Menschen ganz gründlich die Hände zu waschen …. ein kranker Hund reicht schließlich.

Nach dem Tierarztbesuch hatte sich die Diagnose bestätigt. Als Behandlung sollten die Augenwaschungen weiter gemacht werden und zusätzlich haben wir noch eine Salbe bekommen. Da es sich bei dieser Salbe um ein rezeptfreies Mittel handelt habe ich gleich zwei Tuben gekauft um mit dieser meine Hunde-Haus-Apotheke zu bestücken.

Jetzt muss Fienchen alle paar Stunden behandelt werden  aber sie ist so lieb und lässt alles über sich ergehen. Nach dem Einbringen der Augensalbe gibts dann immer ein tolles Lecker. Arme kleine Maus! Wir gehen jetzt auch nicht so lange spazieren, denn es ist zurzeit sehr windig  und… das kann den Augen sicher nicht guttun.

Was ist hängen geblieben?

Am 19 Sep. endetet unser dreitägiges Suche-Intensiv-Programm. Jetzt, knapp sechs Wochen später der nächste Test. Wir fahren mit dem Auto zu unserem Suchengebiet. Nachdem wir ein paar Minuten bummeln waren ging das Training los. Fienchen wurde angeleint und das Gelände betreten. Die Wartezone eingerichtet und richtig ….. gewartet. Zum Glück hatte sich das Wetter heute gut gehalten, so dass ich mir nochmal die heutigen Aufgaben durchlesen konnte während die Maus sich im Nix-Tun übte.

Zu Beginn eine Wiederholung der letzten Übung. Drei Dummys wurden in einer Tiefe von ca. 20 Metern und einem Abstand von ca. 10 Metern ausgelegt. Wir arbeiten mit Gegenwind.

Übung 1

Übung 1 / Aufgabe 7 im Arbeitsbuch

Nach dem Suchen-Ritual stürmte Delphin los und stoppte plötzlich… Die Nase ging runter und ich dachte schon „Man, das ging ja flotti!“  Auf einmal sehe ich, das die Dame kaut!!! Ich in das Suchengebiet gestürmt, die Madam am Schlafitchen geschnappt und böse angegrummelt. Frei bei Fuß ging es raus aus der Suche. Mit ein bisschen Fußarbeit wurde der Arbeitsmodus wieder hergestellt. Wieder am Ansatzpunkt habe ich das Suchen-Ritual wiederholt, wieder stürmt sie raus schnappt D2 und zack ist sie zurück.

Um ihr in Erinnerung zu rufen, dass immer mehrere Dummys ausliegen gingen wir danach gemeinsam auf die „Jagd“ und sammelten D1 und D3 noch ein.

**Wartezone** Fiene bleibt in der Wartezone und ich lege erneut die Dummys aus. Danach heißt es weiter „warten“.

Übung 2

Der Aufbau ist wie bei der ersten Übung allerdings liegen die Dummys jetzt 30 Meter tief im Suchengebiet.

Übung 2 / Aufgabe 8 im Arbeitsbuch

Wieder sollte Fienchen nur ein Dummy holen und wieder war es D2 welches sie schnappte. Wieder wurden die übrigen beiden von uns gemeinsam erlegt.

**Wartezone**

Übung 3

Der Aufbau wie in Übung 2 allerdings wurde die Maus zwei Mal von mir in das Suchengebiet geschickt. Wieder holte sie D2 als erstes, das zweite Dummy, dass sie mir brachte war D3.

Ich habe wirklich darauf geachtet sie immer vom selben Punkt zu schicken damit ich nicht Gefahr laufe sie mit meiner Handbewegung unbewusst auf die Dummys zu schicken.

Und damit war unser Arbeitstag beendet. Fazit….. klasse! Ich bin echt beeindruckt… vor allem weil sie mit Dummy so schnell zurückkommt.

Ich bin mal gespannt, wann ich ihr „Suchenmuster“ erkennen kann. …

Zu Gast bei den „Working Mudpaws“

Angefangen hat das Training mit einer kleinen Pipi-Runde. Dabei konnten Maya und Fienchen sich mal beschnuppern denn das letzte Treffen der beiden Damen ist schon etwas her. Danach hieß es für Fiene „WARTEN“.  Aber da ist sie echt ne brave.  Erst als die „Kuchen“ fertig waren durfte der „Krümel“ zeigen was in ihm ihr steckt.

Für alle Übungen gilt, dass sie mit Rückenwind gearbeitet wurden. Damit soll verhindert werden, dass der Hund zu früh Witterung erhält und in eine Suche verfällt anstatt auf dem Weg gerade voran zu gehen, bis der Suchen-Pfiff ertönt.

Übung 1.

Wir stehen am ersten Einweisestäbchen. Dort können wir Nadine dabei beobachten, wie sie ein Dummy (D1) auslege. Danach gehts frei bei Fuß zu S1. Fienchen wird mit „Get Out“ geschickt und läuft los. Sie geht direkt auf das Stäbchen schnappt das Dummy und ab zurück.

Durch das unmittelbare Beobachten des Auslegens und der Tatsache, dass der Hund auf seinem „Weg“ wieder zu dem Stäbchen läuft bauen wir den Vertrauensweg auf.

Übung 2.

Die zweite Übung beginnt während der Hund auf dem Rückweg mit Dummy D1 ist. Für den Hund nicht sichtig wird wieder an ein Dummy am ersten Einweisestäbchen ausgelegt. Wieder wird der Hund von S1 mit „Get Out“ geschickt.

Übung 3.

Wieder ist der Hund auf dem Rückweg. Wieder wird ein Dummy am Stäbchen ausgelegt. Jetzt dreht sich das Gespann um 180° und geht zu S2. Von dort wird der Hund mit „Get Out“ wieder auf das Stäbchen geschickt.

Hier traten die ersten Schwierigkeiten auf. Irgendetwas hat verteufelt gut gerochen …. und genau wie Maya wich Fienchen von der geraden Linie ab. Ich bin also auch wieder einige Schritte in Richtung des alten Startpunktes gegangen und habe sie erneut ausgerichtet. „Get Out“ …. na also ….. geht doch!

Übung 4.

Das Gespann steht an S1. Zuerst sieht der Hund zu wie der Helfer an D1 am ersten (bereits vertrauten) Stäbchen ein Dummy auslegt. Dann wirft der Helfer eine Markierung zu dem zweiten Stäbchen D2.

Nun sollte Fienchen zuerst die Markierung und danach das Voran arbeiten.

Hier habe ich ganz bewusst die Entfernung deutlich verkürzt so dass sie die Markierung wirklich gut sehen konnte. Nach der Abgabe des Dummys ging es dann wieder einige Schritte in Richtung D1 damit der Weg für Fienchen „klar“ war. Und man muss schon sagen … so eine Helfer zieht schon viel Aufmerksamkeit auf sich ;-))) Na, wer bist du den???

Übung 5.

Die letzte Übung des Tages und die einzigste, die mit Seitenwind gearbeitet wurde. Das Gespann steht am Anfang des Stangenslaloms. Der Hund sieht, wie der Helfer zuerst D1 und dann direkt D2 an den beiden Stäbchen auslegt. Dann ging s frei bei Fuß durch den Slalom.

Nach Beendigung der Fußübung wurde Fienchen zuerst auf D1 mit „Get Out“ geschickt. Direkt nach der Abgabe von D1 wird der Hund erneut angesetzt und auf D2 geschickt. Die große Schwierigkeit ist, dass sie über die alte Fallstelle D1 rüberlaufen muss. Zur Hilfe stand der Helfer in Verlängerung zu D2 um die Schnulle zur Not mit einem Geräusch in Richtung D2 zu „ziehen“.

Ja, was soll ich sagen…. Der erste Versuch war etwas zögerlich aber beim zweiten hat s super geklappt. Dann war aber Ende den 5 Übungen + Korrektur das soll echt reichen. Zur Entspannung sind wir dann noch an „unseren Waldsee“ gefahren und die drei durften so richtig Retriever sein …. und sahen wirklich klasse aus nach der kleinen Runde durch Wald, Wasser und Matsch.

Es war so ein schönes Training und Fienchen war hernach …. sooooooo müde. Friedlich liegt sie da und schnarcht wie ein Holzfäller!

Was Maya und Hannes so getrieben haben lest ihr HIER