Biber Cup *14 Team A/F/O

Schon nach meinem ersten Teamstart beim Nord Cup 2012 war mir klar, dass diese Form von Workingtest wohl mein Favorit werden wird. Zu meinem Leidwesen werden Team-WT’s zumeist als F /O Wettbewerbe ausgeschrieben und so fehlte es uns einfach an der nötigen Qualifikation.

Dann wurde der Biber Cup 2014 ausgeschrieben und für Anke und mich war sofort klar, DA wollen wir unbedingt hin. Die Findungsphase war etwas unorthodox und auch etwas holprig. Musste doch der gefunden O Starter kurz vor der Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auch unser „Ersatzhund“ viel verletzt aus.

Wir suchten weiter und als wir die Hoffnung schon fast aufgeben wollten, rief Anke an und sagte … die Nina, die Nina wird unser O Partner! Man was haben wir uns gefreut. Immer noch waren die Unwegsamkeiten aber nicht vorbei. Ninas Hund bekam 2 Tage vor dem WT „Magen“ und so lieh sie sich den Hund ihres Mannes aus. An dieser Stelle heißen Dank an Denny und auch die Sonderleitung des Biber Cups, die den Hundewechsel sofort abgesegnet hat.

Die Anreise nach Weißenhorn verlief problemlos und wir checkten in unserem Hotel ein. Wir hatten uns wirklich was gegönnt und es hat sich gelohnt. Wir haben fürstlich geschlemmt und Cocktails geschlürft … da fahren wir wieder hin!

Der Morgen verlief extrem entspannt. Frühstücken, Hunde lüften, Anfahrt, … alles easy. Anmelden, Begrüßung und die tröstliche Erkenntnis, es wird keine Wasseraufgabe geben, dem Froschlaich sei Dank…  dann ging es los…

 

Aufgabe 1 – Petra Beringer

1. Schütze (S1) schießt, Werfer (W1) wirft eine Markierung (M1) von links nach rechts (Entfernung ca. 100 m)
2. Schütze (S2) gibt einen Schuss ab, der Werfer (W2) steht rechts und wirft eine Markierung (M2) von rechts nach links vor einen Schlehenbusch (Fallstelle in einer Senke, nicht sichtig, Entfernung ca. 50 m).
3. Schütze/Werfer (S/W3) wirft eine weitere Markierung (M3) an einen Graben (Entfernung ca. 60 m).

Die Aufgabe wird vorab erklärt, das Team darf frei wählen wie und in welcher Reihenfolge die Marks geholt werden und sich entsprechend positionieren (P1-P3).

Der A-Hund durfte angeleint werden, sobald sein Dummy drin war.

Aufgabe1

Hier das Gelände im Original:

Aufgabe1a

Aufgabe1b

1. Biscuit M2, 2. Tahto M1, 3. Fiene M3.

Super Wurf! Das Dummy flog und „zappelt“ noch durch die Äste der Büsche nach unten. Fiene hat also lang genug den Aufprall verfolgen können.

Erst waren aber die anderen dran. Biscuit düste los und hatte ihr Dummy super schnell. Nina und Tahto hatten wirklich ihre Last – Tahto war doch mehr als erstaunt, dass er heute mir Frauchen arbeiten sollte und so dauerte es länger bis Fiene und ich loslegen konnten. Ich richtete sie gut aus und es sah auch so aus als ob sie zielgenau in den Fallbereich rennt. Doch dort angekommen, dümpelte sie dort rum und lief plötzlich ganz woanders hin. Jetzt fing ich an zu handeln und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir unser Dummy hatten.

Aber … wir hatten es 🙂

Aufgabe 2 – Jörg Mente

Das Team walkt ca. 10 Meter (bis zur gestrichelten Linie), bis ein Schuss fällt (Schütze S). Anschließend fallen drei Markierungen:
1. M1 geworfen von W1 (Entfernung ca. 80 m; Fallstelle vor/in/hinter einen Wassergraben – je nachdem wie der Wurf gelungen war; landete das Dummy im Graben, trieb es u.U. einige Meter nach links ab)
2. M2 geworfen von W1 (Entfernung ca. 70 m)
3. M3 geworfen von W2 (Entfernung ca. 40-50 m)

Das Team darf selbst entscheiden, von wem und in welcher Reihenfolge die Marks geholt werden.

Aufgabe2

Ursprünglich sollte Fiene M1 holen. Als wir dort standen war sie aber so auf M2 fixiert, dass ich mich kurz mit Nina abstimmte und wir tauschten.

Ich schickte Fiene also auf M2, sie ging ein bisschen tief, gestoppt, herangerufen, Suchenpfiff rechts… zack Dummy drin.

Aufgabe 3 – Guy Matter

Die Position des Teams sowie Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben:
links A, in der Mitte O, rechts F.
1. Der Schütze (S) gibt von der linken Position einen Schuss nach links ab, daraufhin wirft W1 die erste Markierung M1 (Entfernung ca. 60 m).
2. Der Schütze bewegt sich nach rechts und schießt von seiner neuen Position nach rechts, woraufhin W2 die Markierung M2 (Entfernung ca. 70 m) wirft.
3. Der O-Hund arbeitet zuerst das Blind auf dem Feld (Entfernung ca. 80-100 m).
4. Der F-Hund arbeitet das rechte Mark (M2).
5. Der A-Hund arbeitet das linke Mark (M1).

Aufgabe3

Das Gelände im Original (von links nach rechts):

Aufgabe3a

Aufgabe3c

Aufgabe3b

Auch hier haben wir ein bisschen Handling benötigt bis das Dummy drin war. Wir schreiben als auf die To-Do Liste… Markierungen und lange Memorys!!

 

Aufgabe 6 – Guy Matter

Das Team wird vom Richter auf einem Feldweg positioniert (links A, Mitte F, rechts O) und soll abwarten, was passiert. Zuerst fällt ein Schuss (Schütze S1) und eine Markierung (M). Kurz darauf fällt ein weiterer Schuss (S2) schräg links hinter dem Team.
1. Dem A-Gespann wird erläutert, dass an der Ecke des Waldes ein Blind (B1) liegt, welches vom A-Hund geholt werden soll (Entfernung ca. 50 m). Danach darf angeleint werden.
2. Der Richter fordert vom O-Hund die Markierung (Entfernung ca. 90 m).
3. Dem F-Gespann wird erklärt, wo das unbeschossene Blind (B2) liegt, welches der F-Hund holen soll (Entfernung ca. 70 m).

Aufgabe6

Tja, wenn man dem Richter aufmerksam zuhört, dann hat man auch eher eine Ahnung, wo man den Hund hinschicken soll. Ich war der Meinung, Herr Matter habe ein Gebiet beschrieben… tatsächlich war es aber eher ein Punkt. Daher ließ ich Fiene etwas tiefer ins Gelände gehen aber sie hat das Blind trotzdem (für mich) schön gearbeitet.

Aufgabe 5 – Jörg Mente

Die Aufgabe wird vorab erklärt, Position der Teams und Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben.
1. Wenige Meter vor dem Team wird von W1 mit Brrrt-Brrt eine Verleitung (x) in den an den Feldweg angrenzenden hohen Bewuchs geworfen.
2. Ein Schütze (S1) beschießt ein am linken Wegrand liegendes Blind (B1).
3. Das A-Gespann walkt daraufhin auf Höhe von W1 und holt B1 (Entfernung ca. 20 m). Anschließend wieder frei bei Fuß zurück in die Line. Danach darf angeleint werden und das A-Gespann kann die Aufgabe verlassen.
4. Das Blind (B2) wird vom Schützen (S2) beschossen (das Dummy liegt etwa 4 Meter links vom Weg im hohen Bewuchs).
5. Das Blind (B3) wird vom Schützen (S3) beschossen (das Dummy liegt am linken Wegrand).
6. F-Hund arbeitet B2.
7. O-Hund arbeitet B3.
(Die Entfernungen zu B2 und B3 würde ich so auf ca. 25 – 30 Meter schätzen.

Aufgabe5

Links im Bild die “Verleitungsfrau”, rechts am Wegrand die Schützen:

Aufgabe5a

Nun gut, das wird definitiv nicht meine Lieblingsaufgabe. Ich schickte Fiene gerade aus und auf Höhe der Helferin dann nach links in dieses Gesträuch. Da ich sie nicht gesehen habe, hab ich mir außer einem Suchenpfiff als ich auf der vom Richter beschriebenen Höhe war nichts weiter gemacht. Es hat dann aber ewig gedauert, bis sie das Gebiet durchforstet hatte und mit Dummy wieder bei mir war.

Aufgabe 4 – Petra Beringer

Die Aufgabe wird vorab erklärt, Position der Teams und Reihenfolge/Lösung der Aufgabe ist vorgegeben. Das Team walkt los, nach einigen Metern macht ein Helfer (S1) im Rücken der Line ein Geräusch – dieses ist für das F-Gespann und markiert die Stelle eines Blinds. Das Team läuft weiter bis zur gestrichelten Linie. Von dort geht das A-Gespann parallel mit einem Schützen (S2) weiter, bis dieser einen Schuss in ein Gebüsch abgibt.
1. A-Hund arbeitet Blind (B3) aus dem Gebüsch und darf danach anleinen (Entfernung ca. 20 m).
2. F-Hund arbeitet Blind (B1) aus der Hecke (Entfernung ca. 60 m).
3. O-Hund arbeitet Blind (B2) aus dem Totgras am Ende der Wiese (Entfernung ca. 90 m).

Aufgabe4

Diese Aufgabe werde ich wohl in meinem ganzen Hundeführerleben nie vergessen. Alles ging richtig gut los. Auf „Get Out“ stürmte Fiene los, lies sich auf Höhe des von der Richterin erklärten Punktes stoppen und auch in die Hecke schicken. Suchenpfiff! Was dann folgte lässt sich nur schwer beschreiben. Immer und immer wieder kam Fiene ohne Dummy aus der Deckung und immer und immer wieder stoppte ich sie, schickte sie „back“ – „out nach rechts“.

Sie hat wirklich zig Kommandos angenommen bis sie die Öhrchen anlegte und versuchte zu mir zu kommen und dann kam Ninas große Stunde… „NEIN! Schick sie back! Wenn jemand die Aufgabe beendet dann der Richter oder du … aber nicht der Hund!!
Ich tat wie Coach Nina befohlen. Fiene war wieder in der Hecke da lag Nina auf einmal neben mir in der Wiese und beobachtet meinen Hund. „Sie ist zu brav! Sie sucht beim Suchenpfiff sehr klein! Gib ihr das Kommando für große Suche!“ … „High lost!“
Und auf einmal kam der Fienuckel aus der Deckung und brachte mir das grüne Säckchen. Ich habe mich so derartig gefreut, dass der Hund Erfolg hatte… ich hätt echt losplärren können.

Aber auch zwischen den Aufgaben hatten wir jede Menge Spaß. Ich hatte mir für unser Team ein kleines „Gadget“ gehäkelt…

Die Bieber-Gläschen im Halter incl. Rock the Beaver Button waren der Burner!!!

Gläser

Die Grafik für unsere Anstecker kam – wie immer – von Jens – Nochmal heißen Dank!

Buttons

Und so glücklich sehen 3 Mädels aus die mit viel Spaß den 19 Platz erreicht haben…

Team-Foto

Wie immer gilt es vielen Menschen zu danken. Der Sonderleitung nebst Team für die Organisation, den unermüdlichen Helfern, den Richtern für die tollen Aufgaben und das faire Richten und den Reviergebern. Besonders hervorheben möchte ich die tolle Stimmung und das entspannte Zusammensein mit den anderen Teams es war ein wirklich entspannt und lustig in jeder Wartezone.
Ganz besonders danken möchte ich aber Nina und Anke… Ihr kennt den Spruch das man die Lebenszeit mit „Erlebnissen“ füllen muss… Das war ein richtig schöner Tag der mir ganz sicher für immer in Erinnerung bleiben wird.

Die Abende mit Anke an der Hotelbar haben dem Wochenende noch die Krone aufgesetzt … Ankes Frage … „Wie lange sind wir schon verheiratet?“ beschreibt wirklich treffend … Wir sind schon ein cooles Gespann… was der eine nicht schafft lässt der andere liegen. In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass wir es auch im nächsten Jahr schaffen und wir wieder sagen können

… Rock the Beaver ! …

Liebe Anke … vielen Dank für die Grafiken und die Aufgabenbeschreibung.

 

Spessart Cup *14 (F)

Nachdem wir ja im letzten Jahr mit eher „bescheidenen“ Ergebnissen in die Fortgeschrittenen-Klasse gewechselt waren, konnte es ja schlimmer nicht mehr werden.

So fuhr ich also relativ gelassen los, kam überpünktlich in Langenprozelten an, erledigt die Formalitäten und kümmert mich um den Goldmurkel. Eh ich michs versah, saßen wir bei perfekten Wetter in der Wartezone.

Wir hatten auch eine „günstige“ Startnummer, so dass wir nicht gleich als erstes Team ran mussten. Konnte man doch so mal in die Aufgabe spicken bzw. die Mitstarter fragen. Hier mal gleich eine Anmerkung. Ich hatte tolle Mitstarter und Mitwarter. Alle waren guter Laune, haben mitgefiebert und bereitwillig Auskunft gegeben über das was ansteht. Das ist wirklich nicht immer so und ich möchte mich dafür herzlich bedanken. So macht starten Spaß!

Unsere erste Aufgabe richtete Frau Annette Bürse-Hanning und es ging auch gleich richtig knackig los.

Augabe 1:

Im lichten Wald stehend blickt man hangaufwärts. Auf 12 Uhr, ca. 30 Meter vor uns ein großer, abgestorbener Baum. Rechts daneben zog sich ein flacher Graben nach oben.

Links, auf etwa 11 Uhr aber erhöht, stand ein Schütze/Werfer. Auf 15:00 Uhr und hangabwärts in ca. 60 Meter Entfernung noch ein Schütze.

Dann ging es los. Der Helfer vor uns schoß von seiner erhöhten Position auf ein Blind in der Senke einige Meter hinter dem besagten Baum. Danach drehte er sich, gab einen weitern Schuß ab und warf eine Markierung auf seine Höhe.

Das Team drehte sich hangabwärts und der zweite Schütze beschoß ein weiters Blind. Schwierigkeit hier war, dass die Hunde über den Waldweg gehen mussten und das Blind dann auf der anderen Seite im Graben lag. Die Dummys sollten in der Reihenfolge angegebenen Reihenfolge gearbeitet werden.

Wie haben wir diese Aufgabe nun gelöst? … Mit einer Null und einem Lächeln auf dem Gesicht! Aber von vorne. Wir wurden freigegeben und ich richtete Fiene auf das erste Blind. Sie ging schnurgerade bis hinter den Baum, hatte aber nicht genug Finderwille beim Suchenpfiff und arbeitet sich den Hang hoch in Richtung der Markierung.

STOP – OUT und sie ging runter… Suchenpfiff, Suchenpfiff … Sie war außer Sicht und ich mit meinem Hier-Pfiff viel zu spät. Plötzlich sah ich eine Bewegung hinter dem Werfer! Die kleine Kröte hatte sich im Schutz der Bäume von hinten auf das Plateau gearbeitet und blinzelte mich nun von dort oben an. STOP – OUT aber Fienchen stand wie angewurzelt. Zuerst dachte ich: „Nein, es geht schon wieder los, sie blockiert :(“ Aber dann bemerkte ich einen Unterschied in ihrer Körperhaltung und in ihrem Blick. Kennt ihr das Bild von dem Kaninchen und der Schlange? Tja, Fiene war in der Nummer eindeutig die Kobra. Fest im Blick hatte sie ihr Dummy und ich sah förmlich die Gedankenblase über ihrem Kopf…. „Du irrst dich!!! Das Dummy liegt genau da und nicht bei OUT!“ Plötzlich machte sie einen Mäuselsprung, packte das Dummy und kam strahlend den Berg runtergeflitzt und ich … musste lachen!

Frau Bürse-Hanning bemerkte noch, dass es den Anschein macht, dass ich mich nicht sehr über meine Null ärger und nein, das tat ich tatsächlich nicht wirklich.

Aufgabe 2:

Diese Aufgabe stellte Herwig Deutinger. Wir standen in kurzer Entfernung vor einem sich durchs Gelände schlängelnden Bachlaufs.

Direkt vor uns ein Schütze / Werfer der eine Markierung parallel zum Bachlauf wirft. Flugbahn und Fallbereich nur schlecht sichtig. Dann bewegt sich der Helfer von uns weg in Richtung Bach beschießt ein Blind hinter dem Bachlauf.

Daraufhin gibt ein weiterer Helfer einen Schuß ab. Er beschießt ein weiteres Blind weit hinter dem Bachlauf.

spessart14herwig

 

Hier darf sich die Frau F. mal mehrfach heftig in den eigenen Hintern beißen und treten! Bach = Wasser, Wasser + Fiene = ?

Ich hätte es wissen müssen, dass der Goldmurkel nach der Winterpause mit dem kühlen Nass nicht gut zurecht kommt. Ein paar TrockenNassübungen vor der Aufgabe hätten die Sache sicherlich vereinfacht. Zwei, drei Mal ein Bällchen über den Bach geworfen und schon hätten wir ein Problem weniger gehabt.

Sei es drum. Das Blind (B2) sollte rein. Fiene geht raus stoppt vor dem Bach und dann begann ein „Voran-Back-Out“ Konzert das einem die Haare zu Berge stehen konnten. Als ich sie endlich über diesen Bach getrieben hatte war es mit meinen Handlingkünsten auch schon vorbei. Ich habe sie einfach nicht tief genug ins Gelände bekommen und als sie anfing nur noch planlos rumzueiern habe ich sie reingeholt … Setzen…6

 

Aufgabe 3 (Betty Schwieren)

Wieder dieser Bach!! Wieder 3 Dummys!! Ich wäre am liebsten geflüchtet. Aber, da Bange machen ja bekanntlich nicht gilt, standen wir mit mulmigen Gefühl am Abgrund….

Der Startpunkt lag tatsächlich auf dem Waldweg und der Blick richtete sich in eine Senke. Oberhalb im gegenüberliegenden Hang stand ein Helfer. Betty erklärte, dass dieser eine Markierung in einen „Miniteich“ werfen würde… Hmmm OK?? Dann stand ein weiterer Werfer schräg rechts unten in der Senke (am Fuß des gegenüberliegenden Hangs) auch dieser sollte eine Markierung werfen. Später würde in die Nähe der Fallstelle ein Blind ausgelegt… etwas weiter nach rechts – hinten… so Bettys Erklärung.

Die Markierungen vielen und ich gestehe, wirklich viel gesehen habe ich nicht. Treu dem Motto, es ist geflogen, es ist gefallen, es war ein Apport schickte ich sie mit „Fetch it“ auf die Markierung in dem Mini-Teich. Ich staunte nicht schlecht als Fiene wie ein Torpedo erst den Hang runter und dann wieder hoch düste, kurz suchte und mit Dummy den Rückweg antrat.

Ich richtete sie auf die zweite Markierung aus. Wieder trete ich mich sinnbildlich in den Allerwertesten… denn ich wich von meinem Schema ab. Ich war mir sicher, dass sie nix gesehen hatte und schickte sie mit voran. Natürlich hatte ich sie gut am Bein ausgerichtet und sie sollte schräg den Hang runter laufen, quer über den Bach und dann in den Fallbereich. Tja, so war der Plan. Fiene machte Freestyle. Sie hobste nach links weg und rannte den Hang schnurgerade runter und überquerte den Bach. Tüüüüüüüüt (Sitz)… natürlich war sie jetzt viel zu weit links. Ich, den rechten Arm raus – OUT Sie ging rüber, ich gab den Suchenpiff und sie fand.

Nun wurde das halbblinde nachgelegt. Wieder richtete ich sie schräg zum Hang aus, wieder stürzte sich Fiene im 90° Winkel dem Dummy entgegen und dann ging sie los die wilde Handelei. Betty machte mich netterweise noch darauf aufmerksam., das ich mich am Rande des Abhangs / Weges bewegen durfte und so fand ich eine Position aus der mich mein Hund sehen konnte, ich bekam sie in den Wind und sie brachte mir das Dummy.

Natürlich blieben nicht viele Punkte über aber… wir hatten endlich welche 🙂

Aufgabe 4 (Werner Haag)

… und wieder der Bach!

spessartcup4

Man steht in der Mitte einer Wiese. Es fällt M1, das Team dreht sich, es fällt M2. Welche der Markierungen als erstes geholt wird bleibt dem Hundeführer selbst überlassen. Nach den beiden Markierungen soll das Blind geholt werden. Hier deutet der Richter auf einen Busch auf der anderen Bachseite der mit Flatterband gekennzeichnet ist. „Da liegt es nicht!“ „Von da aus nach rechts über den Waldweg an dem Hang, da liegts.“

OK. Dachte ich. Soweit, so gut. Als erstes viel mir auf, dass wir von unserem Startpunkt aus genau in eine O-Aufgabe gucken konnten, die auf der anderen Seite der Wiese stattfand. Hoffentlich lässt sich Fiene davon nicht ablenken, war mein erster Gedanke. Dann den „Plan“ entwerfen. M1 war eindeutig schwerer als M2 da es in hohen Grasbewuchs fiel. Trotzdem entschied ich mich das zuletzt gefallene M2 auch direkt zu arbeiten. Drin ist drin!

M2 fiel und ich schickte Fiene. Sie ging raus, rannte durch die Baumgruppe, kam aber sofort zurück. Sicherheitshalber gab ich den Suchenpfiff und dann war sie auch schon auf dem Rückweg.

Ausrichten auf M2. Gut konzentriert, sie rennt los und verschwindet im hohen Gras. Zack und schon hüpfte sie wieder raus. Das war ne Punktlandung.

Jetzt das Blind.

Wieder richtete ich sie gut aus und schickte sie ein letztes Mal los. Nach einer Schrecksekunde am Bach. Fiene hatte sich wohl beim Springen verschätzt und zappelte an der Uferkante, zog sie sich hoch und lief weiter. Sitzpfiff – Out – nach rechts – Suchenpfiff …. und der Goldmurkel machte mich so richtig stolz!

Nun ja, grundsätzlich war es ja wieder ein n.b. im Leistungsheft aber … auch wenn das nur ganz wenige wirklich verstehen können. Ich war sehr zufrieden. „Nur“ zwei Nullen ne Quatsch die wichtigste Erkenntnis war, dass einige unserer Baustellen nicht aufgetreten sind. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis wir endlich mal durchkommen.
Wir bleiben auf jeden Fall dran.

 

 

 

„Blind“ – Intensiv

Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich mich auf den Weg zu Angelika gemacht um vor dem ersten WT nochmal ein knackiges Seminar zu besuchen.

Blinds… Hmmm, vertraut man der einschlägigen Literatur, sollte man im Training ja keine wirklichen Blinds arbeiten. Memorys, ja … aber wie soll der Hund sicher auf Blinds rausgehen, wenn er immer einen idiotensicheren Aufbau der Vorans lernt? Ich bin mir inzwischen sicher, dass ich mit Fiene wirklich viel früher mit kurzen Blinds hätte anfangen müssen. Da für sie der Aufbau des Vorans anscheinend mit zu der kompletten Übung gehört.

Seit wir das nun umgestellt haben klappen die Vorans immer besser und so fuhren wir mit einem guten Gefühl zum Seminar.

Gleich zu Beginn fragte Geli: „In welche Klasse ordnet ihr euch ein?“ „A… beginnend zu F, stabil F, oder O?“

Hmmm, was sagt die Frau, die noch keinen F WT geschafft hat?… Nun ja, stabil F, oder? Und dann gings auch schon los.

Aufgabe 1:

Bei einem freistehenden Baum wurden die Blinds ausgelegt. Es viel die Verleitung, dann sollte das Blind gearbeitet werden.

Fazit: 1. Aufgabe – Gehirnfurtz … Als ob ihr Navi im Hirn die Parole ausgegeben hätte …. „Nach 35 Metern scharf nach rechts abbiegen!“ „Nein, komm zurück!“ … „Get Out!“ und siehe da, es klappt.

Vielleicht sollte ich beim WT nicht sagen…. „Das hat sie ja noch niiiieee gemacht!“ sondern „Bei uns, klappt es immer erst im zweiten Versuch ;)!“

aufgabe 1

Aufgabe 2:

Der Startpunkt wurde verlegt und der Baum mit den Blinds aus Aufgabe 1 wurde zur Verleitung. Damit nicht genug, viel dort auch noch eine Markierung.

Dann ging es Voran auf das Blind im Schafzaun.

Fazit: Ich drehte mich überdeutlich von der Verleitung weg und belegte diese mit einem „Nein“. Das Voran lief dann echt super und auch der Zaun war kein Problem. Jetzt gilt es dieses „überdeutliche“ wieder zu reduzieren.

aufgabe 2

Aufgabe 3:

Am Startpunkt stehend fällt ein Schuss. Der Schütze steht nicht sichtig. Danach wird eine Markierung in den Laufweg zum Blind geworfen welche dann auch direkt gearbeitet wird.

Im Anschluss Voran über die Fallstelle zum Blind.

Fazit: Das lief auch recht gut. Markierung, alte Fallstelle – kein Problem. Nur an der Waldkante hat Frauchen etwas gepennt. Sie flitschte links am Gebiet in den Wald und ich musste zwei oder drei Mal pfeifen um sie wieder raus zu bekommen. Nach rechts geschickt, Suchenpfiff und dann war das Dummy bei mir.

aufgabe 3

Aufgabe 4:

aufgabe 4

Ein Treiben im Wald mit liegenbleibenden Dummys und oberhalb an einem gut zu erkennenden Gestrüpp die Blinds.

Fazit: Was man auf dem Bild schlecht sieht, ist das das Gelände leicht bergauf geht. Das Treiben und der Wald haben enorm gezogen und ich musste Fiene ein zweites mal ansetzen. Etwas steiler die Wiese hoch und dann nach links rüber. Nach dem Blind sollte dann noch ein Dummy aus dem Treiben geholt werden. Hier musste man dann aufpassen, das die Hunde auch wirklich im Bereich des Treibens bleiben… schwer !!

Aufgabe 5:

aufgabe 5

Bei dem kleinen gelben Kreis lagen unsere Blinds. Die mit rotem Kreis gekennzeichnete Stelle bezeichnet die Liegestelle der Blinds für die Anfänger. Der Hund sollte auf dem Weg voran geschickt werden wobei er diesen dann in der Kurve verlassen, über einen kleinen Graben und dann bergan laufen musste um an die Dummys zu kommen. Als ob das nicht schon schwer genug war …. wurde eine Markierung über den Laufweg des Hundes geworfen nachdem dieser mit Voran losgeschickt worden war ….

Fazit: Wir haben das Blind reinbekommen! Nun ja, kann s so einfach war es dann doch eher nicht. Fiene wollte die Markierung und zwar … unbedingt! Wir hatten unseren Einweisekampf mit allen Schikanen. Nochmal ansetzten. Wieder driftete sie nach links und lies sich da nicht wegbewegen. Hingegangen, auf den Weg gesetzt, wieder weggegangen – BACK! Man oh man, das war definitiv nicht unsere Lieblingsaufgabe 😉

Aufgabe 6: (ohne Bild)

Dann gab es mal für die F’s kein Blind sondern eine Markierung. Frei bei Fuß ging man durchs Gelände auf ein Treiben (alle Dummys wurden aufgehoben) zu. Dann fiel hinter dem Treiben eine Markierung. Umdrehen und zurück zum Startpunkt. Nun musste der Hund durch das Treiben auf die Markierung geschickt werden.

Fazit: Auch hier hat es erst im zweiten Versuch geklappt. Es ist einfach zum verzweifeln 😉

Aufgabe 7: (ohne Bild)

Dieses Mal sollte es nochmal ein längeres Voran aus dem Wald heraus auf das freie Feld geben. Die Hunde mussten erst eine kleine Senke durchlaufen und dann einen Hang hinauf um auf das Feld zu gelangen. Entfernung gut und gerne 80 – 90 Meter. Zuerst viel eine Markierung die zu holen war. Befand sich der Hund auf dem Rückweg wurde ein Halbblind nachgelegt und direkt im Anschluß gearbeitet.

Fazit: Das hat gefunzt 😉

Wie immer war es ein sehr lehrreiches Seminar mit netten Teilnehmern und wir wissen, was wir weiterhin zu tun haben.