Markierung …. *aaahhhhhh*!!!

Nachdem wir uns in den letzten Wochen ja intensiv um unser Voran gekümmernt haben, war es mal wieder an der Zeit auch ein paar Markierungen zu arbeiten und das, ist gründlich in die Hose gegangen.

Offensichtlich hat Delphin „verlernt“ sich auf ihre Augen zu verlassen… Aber, das sollte ja recht schnell wieder „aktiviert“ werden können. Hier nun erst mal das Training von heute.

Übungsaufbau

Dieses Gelände haben wir schon öfter genutzt um Voran zu trainieren oder auch das Einweisen zur Seite. Mein Ziel war, zwei bis drei Doppelmarkierungen zu arbeiten, mit wechselnder Reihenfolge bzw. mit Zwischenaufgabe.

Fienchen beobachtete die Markierungen sehr gut. Ich habe auf sie geachtet und sie hat den Flug des Dummys bis zur Landung verfolgt. Das Arbeiten von D1 war überhaupt kein Problem. Als ich sie dann aber ausrichtete und auf D 2 schickte lief sie in den Fallbereich und verfiel sofort in eine Suche. Rückruf!!

Mein Helferlein warf wieder das Dummy nach D2, wieder war sie aufmerksam und wieder … klappte es nicht!

Ich ging bis auf 20 Meter auf die Fallstelle zu. Erneut wurde das Dummy geworfen und Fiene markierte genau wie bei den vorangegangenen Würfen. Diesmal allerdings sah das holen so aus, wie ich mir das vorstelle. Markieren, schnell rausgehen, aufnehmen, schnell reinkommen.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Helferlein wurde das Doppelmark noch mal gearbeitet. Das, muss deutlich besser werden.

Mir ist natürlich bewusst, das unser intensives Voran Training der maßgebliche Grund für die, momentan vorhandene, Markierschwäche ist. Es ist halt ein schmaler Grad zwischen Eigenständigkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (hier der Augen und der Nase) und dem unbedingten Vertrauen in die richtungsweisende Hand des Hundeführers und dem Suchenpfiff, der dem Hund sagt wohin, wie weit und wo er suchen soll.

Ein Test

Vor einigen Wochen hatte ich mir ein Vorangelände ausgesucht mit dem Fiene überhaupt nicht klar kam. Das Problem war scheinbar eine Kombination aus einer zu großen Entfernung und einem fremden Bewuchs. Zum ersten Mal wollte ich sie über einen Acker schicken. Der Bewuchs war so ca. 20 cm hohe Pflanzen, die im Frühjahr untergepflügt werden. Riechen tun die auch nicht so klasse ;-). Aber gejagt wird ja schließlich auch nicht nur auf der frisch gemähten Wiese.

Nachdem die letzten Trainings nun so überaus positiv verlaufen sind, wollte ich zu unserem Problemgelände zurückkehren.

Vorbereitung und Aufgabe 1

Unser Training begann am Fixpunkt. Fiene konnte zusehen, wie ich an diesem Baum drei Dummys auslegte. Zur Sicherheit plazierte ich auch unser großes schwarz-weißes Wasserdummy als „Zughilfe“ und dann machten wir uns auf den 144 Schritte weiten Weg ….

Das erste Schicken lief super! Sie hat keinen Moment gezögert. Bei Rückweg hat sie sich ein wenig von einer Ackerfurche ablenken lassen, das fand ich aber nicht weiter dramatisch.

Verkürzung der Strecke – Aufgabe 2

Für die zweite Aufgabe wurde die Strecke um rund 30 Schritte verkürzt. Ich richtete sie aus und schickte sie… und sie driftete nach links weg. Ich stoppte sie und schickte sie back. Hierbei ließ ich sie über die linke Schulter drehen und automatisch kam sie auf Kurs. Geschafft.

Entfernung ca 80 Schritte – Aufgabe 3

Das letzte Voran lief wieder perfekt. Als sie auf dem Rückweg war habe ich noch eine Verleitmarkierung geworfen. Sie hat brav geguckt und ihren Weg in meine Richtung fortgesetzt.

Da das Wetter heute einfach traumhaft war habe ich meine Kamera auch mal wieder zum fotografieren genutzt und dass ist die Ausbeute…

Keine Atempause…

(Geschichte wird gemacht) … es geht Voran! Ich glaube das wird unsere neue Hymne. Täglich wälze ich die Trainingsbücher um immer neue Variationen der Voranübungen zu haben.

Heute hatte ich das Glück, ein Helferlein zu haben und so arbeiteten wir ein Halfblind. Da es nicht regnete (und ich das Material nicht wieder gelöscht habe :-O) gibt es wieder ein Video.