[Werbung wegen Namensnennung der Tierarztpraxis / ungefragt und unbezhalt]
nach einer langen Pause … sind wir wieder online.
Es gäbe viel zu schreiben über diese Zeit … aber das erspare ich euch allen … und auch mir.
Nur soviel… der bisherige Höhepunkt meiner Schmerzodyssee gipfelte mit einem Aufenthalt in einer Schmerzklinik (der außer viel Ernüchterung nicht wirklich was gebracht hat). Danach, dass hatten wir, der Göttergatte und ich, uns vorgenommen, geht’s ab an die Küste. Seeluft schnuppern, Seele baumeln lassen und den Kopf, im wahrsten Sinne des Wortes, durchpusten lassen.
So sehnte ich also das Ende meines Klinikaufenthaltes herbei. Als ich nach Hause kam, stellte ich relativ schnell fest, dass mit Fiene irgendetwas nicht stimmt. Sie war abgeschlagen, wirkte abwesend und müde.
Natürlich kenne ich ähnliches Verhalten von ihr nach der Läufigkeit aber das fängt nicht zwei Tage nach der Hitze an, sondern erst wenn die Kopfbabys sich in den „Geburtskanal“ bewegen. Also beobachtet ich sie einen weiteren Tag und tatsächlich verlor sie einen Tropfen Blut. Sehr dunkel, schmierig und übelriechend.
Die Alarmglocken bimmelten und ich machte sofort einen Termin bei der Tierärztin. Nach einer gründlichen Untersuchung: Kein Fieber, kein harter Bauch, keine vermehrte Wasseraufnahme, keine Druckempfindlichkeit, trockene Schnalle bestätigte mir meine Tierärztin meinen Verdacht auf eine Pyometra nicht. Vorsorglich bekam Fiene aber trotzdem eine Antibiose und was homöopathisches zur Regulierung des Hormonhaushaltes nach der Hitze.
Zu Hause angekommen packte ich nun etwas erleichtert unsere Koffer und zwei Tage später düsten wir los.
Fiene wirkte auch auf den Spaziergängen am Meer lustlos. Wenn ich in ihr Gesicht schaute spürte ich, dass irgendwas nicht stimmt. Weiter beobachtet ich sie mit Argusaugen. Ich kontrollierte mehrmals am Tag ihre Temperatur, tastete sie ab und kontrollierte ihre Schleimhäute. – Keine Auffälligkeiten
Am Morgen des 12.09. lies sie ihr Fressen stehen. Auch nicht unbedingt ungewöhnlich aaaaber ….. Sie ging aus der Küche der Ferienwohnung um sich alleine ins Wohnzimmer zurückzuziehen.
Ich hinterher. Sie auf den Rücken gedreht, den Bauch abgetastet… hmm … Hetty gerufen, auf den Rücken gedreht und ihren Bauch zum Vergleich abgetastet… Weil ich schon glaubte, ich höre die Flöhe husten rief ich meinen Göga, damit er auch die Hundebäuche befühlt. „Fienes ist härter“!
Telefon, Tante Google befragt und sofort einen Tierarztermin gemacht. Ich erzählte Fienes Geschichte und sagte, dass ich halt ein doofes Gefühl habe. DAS ist nicht mein Fienchen!
Sie untersuchte Fiene kurz und ordnete sofort einen Ultraschall an. Auf den Bildern konnte man das Übel mehr als deutlich sehen. Pyometra. Und so blieb ich gleich vor Ort. Ein Patient noch und dann sollte Fiene sofort operiert werden.
Ich blieb bei ihr, bis sie eingeschlafen war und fuhr dann los um meinen Mann auf den neusten Stand der Unerfreulichkeiten zu bringen.
Es dauerte und dauerte, Nach 2,5 Stunden kam endlich der Anruf. „Die OP war sehr schwer. Wir haben sehr lange gebraucht. Ein Gebährmutterhorn geplatzt, Bauchdecke und Blasenwand entzündet. Wir haben den ganzen Bauchraum spülen müssen“!
Ich hab keine Ahnung ab wann ich nur noch „blablabla“ verstanden habe und mir die Tränen übers Gesicht gelaufen sind. Ich hatte einfach nur entsetzliche Angst um unseren Hund.
Wir setzten uns sofort ins Auto um bei unserem Schatz zu sein. Das Gespräch mit der Tierärztin zeigte uns dann, das die Gefahr noch nicht gebannt ist. Zwei Tage steht sie auf der Kippe. Hoffen wir, dass sie kein Fieber entwickelt.
„Wir haben eigentlich keinen Notdienst aber ich rufe sie heute noch ein paar Mal an und sie geben mir dann die Daten durch“! Wir brachten das Häuflein Elend in die FeWo und bewachten sie. 19:00 Uhr – Anruft der Tierärztin „Ist alles ruhig?“ Dann wurde während der Telefonkonferenz Fieber gemessen und die Schleimheute kontrolliert. „OK, ich ruf später nochmal durch“.
21:30 Uhr – Anruf der Tierärztin „Wie sieht es aus“? Wieder alles zusammen kontrolliert. Ich konnte ihr sagen, dass Fiene auch schon Pipi gemacht hatte und einen kleinen Happen gefressen hatte.
Kurz vor 24:00 – Letzte Kontrolle durch die Tierärztin. „Morgen früh sind sie bitte kurz vor 8.00 in der Praxis.
Die ganze Nacht schauten wir auf unseren Hund. Stefan schlief neben ihr auf der Couch und ich hatte mich falsch rum (also mit dem Kopf am Fußsende) ins Bett gelegt um ihr nah zu sein.
Tag eins und zwei und 3 nach der OP fuhren wir jeden morgen in die Praxis. Fiene kam an den Tropf bekam hoch dosierte Antibiose und Schmerzmittel. Sie war echt fertig und bei uns kam immer wieder der Gedanke hoch … sie hätte sterben können.
Das Abschlussgespräch war sehr ausführlich. Wir bekamen auch einen OP Bericht mit Laborwerten für unsere Tierarztpraxis zu Hause mit der Bitte, bestimmte Werte in einigen Tagen nochmals zu kontrollieren. … ich konnte nicht anders …. ich musste die Frau einfach feste drücken.
….. DAS ….. ist unter ihrer Würde!!
Wir danken der Tierarztpraxis Dr. Anette Bauer und Gabriele Harbauer für ihren Einsatz und die kompetente Betreuung. Was mir besonders geholfen hat, beide Damen waren sehr herzlich und man hat das Gefühl vermittelt bekommen …. hier bist du in sehr guten Händen. 1000 Dank ♥
Inzwischen geht es dem Fienuckel wieder richtig super. Ich gebe zu, als sie das erste Mal wieder freudig gearbeitet hat (eine kleine Suche) und sie so heftig wedelnd durch das Suchengebiet schnuffelte…. da sind bei mir die Freudentränen gekullert.
Am letzten Wochenende hatten wir vierbeinigen Besuch und die Nachbarn schauten nicht schlecht, als ich auf einmal zwei Hunde mehr mit auf die Runde nahm…
Fünf, in Zahlen, 5 Retriever ♥
Die beiden Labbimädels von Anke mieteten sich bei uns ein, während die Zweibeiner einen Kurztrip in den Norden machten.
Tatsächlich ist es echt eine Freude so viele Schwarznasen um sich zu haben und auf 10 Hundehaare mehr oder weniger kommt es ja sowieso nicht mehr an.
Bei dem Foto hätte ich mich bald weggeschmissen …. Queen Fienuckel und Queen Mum Muffin ….diese Blicke 🙂
… man, können wir jetzt endlich los…. immer diese Knipserei
Hetty macht mir im Moment viel Freude. Zwar hatten wir am Samstag im Training beide einen gebrauchten Tag – dafür lief es aber am Sonntag um so besser.
Mein Lieblingsbraunling ♥ So ein liebes Dingelchen!
Am Samstag hatte ich das große Vergnügen den Keks bei einem kleinen Training zu führen. Um es ihr so leicht wie möglich zu machen, bemühte ich mich, meine bisher erlernte fränkische Aussprache zu nutzen….. Vorrrrrannn 😉
Nur für dieses Bild haben sich die beiden so nah zusammen getan. Leider muss ich sagen, dass ich mit einer Gruppe Rassisten unterwegs war. Die Labbis blieben unter sich und die Golden flitzten voraus…
Muffin ♥ Keine Worte reichen aus, diesen besonderen Hund zu beschreiben. Ganz tief hat sie sich schon lange in mein Herz geschlichen und als sie dann am Samstag zu mir auf die Couch kam um mit ihrem Kopf aus meinem Bein einzuschlafen wusste ich … ich bin wohl auch ganz ok 🙂
Man kann ihr einfach nicht böse sein, im Gegenteil, selbst wenn sie loszieht um die Arbeitsflächen der Küche nach Leckereien abzusuchen oder sie wie selbstverständlich den Aufschnitt auf dem Tisch anleckt …man muss einfach immer lachen wenn sie einen – so gar nicht schuldbewusst – anguckt.
Und diese beiden sind gemeinsam einfach zu geil für diese Welt! Hannes und Muffin oder auch …. Bonny und Clyde
Der weltbeste Fienuckel. Was wäre ich ohne dich ♥
Die Gang hat soviel Spaß gemacht. Ich bin sehr stolz auf meine drei. Gäste sind ihnen immer willkommen. Kein gezicke, kein mobben – einfach ein ruhiges miteinander.
Mädels, ihr dürft jederzeit wiederkommen obwohl ich mir sicher bin, dass Frauchen so schnell nicht mehr fast drei Tage auf euch verzichten wird ♥
Am ersten April – nein, kein Scherz – starteten wir nach langer Abstinenz wieder mal auf einem WT. 3 Jahre sind wir nicht gestartet… das hat viele Gründe … aber das gehört hier nicht her.
Ich hab mich sehr gefreut und nachdem Anke, Katharina und ich uns vorab zu einem Training getroffen hatten wusste ich, dass die Chemie stimmen wird.
Keks (O), Fiene (F), Bootsmann (A)
Anke und ich hatten uns wie beim letzten Mal wieder im Landgasthof Hirsch eingemietet und genossen den Abend bei einem feudalen Essen und Cocktails, die einem die Schuhe auszogen.
Bei strahlendem Sonnenschein und für unsere Begriffe schon fast zu warm starteten wir in den Prüfungstag und freuten uns, viele bekannte Gesichter zu sehen.
Eigentümlicher Weise und ganz gegen meine Gewohnheit war ich nicht „prüfungspanisch“. Es kribbelte im Bauch, ja, aber es war mehr die Vorfreude auf den Tag und nicht die Angst, etwas nicht schaffen zu können. Da hat sich an meiner Einstellung doch gewaltig was verändert.
Und dann ging es los!
Die Aufgabenbeschreibungen folgen in der Reihenfolge in der sie von uns gearbeitet wurden. Ein heißer Dank geht hier an Anke, bei der ich mir diese gemopst habe.
Aufgabe 2 – Jörg Mente
Startpunkt mit Blick auf ein brach liegendes Feld und Helfer H2. Rechts davon ein etwa 20m breiter Streifen mit sehr hohem Bewuchs (weiß umrandeter Bereich), dort standen Werfer H1 und ein Schütze. Es fiel ein Schuss und M1 wurde geworfen, einige Sekunden später wurde (ohne weiteren Schuss) M2 geworfen. Nach Freigabe durfte der A-Hund M1 + M2 arbeiten und anschließend anleinen.
Nun wurde M3+4 nach Schuss als Dublette in Richtung Hochsitz geworfen. Rechts vom Helfer H2 lagen zwei Blinds B1+B2 einige Meter weit im Bewuchs. Zuerst sollte die Dublette geholt werden, anschließend die beiden Vollblinds. Das F- und O-Team durften (nachdem die Dublette gefallen war) selbst entscheiden und ansagen, welches Team die Dublette und welches Team die Blinds holen wird.
Die Hunde waren ab Höhe des Helfers H1 außer Sicht. Die beiden Blinds lagen bereits, als die Dublette gearbeitet wurde. Kam ein Hund mit dem falschen Dummy, gab es Punktabzug.
Nun ging es also los. Wir standen da in der Mitte und beobachteten den Fall der Doublette. Also ich beobachtete. Fiene machte auf mich einen völlig „abwesenden“ Eindruck und so waren Anke und ich uns schnell einig, dass der Keks diese beiden Dummys holt. Soweit unser Plan…
Um es kurz zu machen, Biscuit hatte nicht wirklich gut markiert und Anke hatte es in dieser Aufgabe wirklich schwer (hier nachzulesen)
Als wir an der Reihe waren die Blinds einzusammeln machte ich den ersten – entscheidenden – Fehler. Ich wollte Fiene direkt, also schräg in den hohen Bewuchs schicken. Sie ging prima raus, fand eines der Dummys der Doublette und wir wussten .. Der Fienuckel hat sehr wohl markiert – möööööp!
Anke soufflierte mir…. Beim zweiten Blind schick sie gerade über den Acker, stoppen und dann nach rechts. Gesagt, getan, gefunden…So einfach kanns gehen.
Hier muss ich Anke und mich doch mal loben. Wir haben tatsächlich die Nerven behalten, haben uns ausgetauscht und reagiert! Als ich Fiene auf das zweite Blind ausrichtete war sie mir beim ersten „Hand raus“ nicht fokussiert genug, ich nahm mir die nötige Zeit um sie zu schicken und es hat gefunzt. Das sah in der Vergangenheit oft anders aus. Da wollte ich nur schnell fertig werden und bin oft hektisch gewesen.
Aufgabe 3 – Sebastian Hochreiter
Startpunkt mit Blick auf: abfallende Wiese, ein Graben, ansteigende Wiese (dort stand Helfer H1), gefolgt von ca. 30m Altgras (dort stand Helfer H2), dahinter ein Weg und ein höher liegendes Feld (dort stand Helfer H3).
– Schuss, M1 fiel + wurde nach Freigabe vom A-Hund geholt. Während der Hund auf dem Rückweg war, wurde ein Dummy auf die M1-Fallstelle nachgeworfen. Dieses war ohne weitere Freigabe vom A-Hund zu holen.
– Schuss, M2 fiel + wurde nach Freigabe vom F-Hund geholt. Während der Hund auf dem Rückweg war, wurde ein Dummy auf die M2-Fallstelle nachgeworfen. Dieses war ohne weitere Freigabe vom F-Hund zu holen.
– Schuss, M3 fiel + wurde nach Freigabe vom O-Hund geholt. Während der Hund auf dem Rückweg war, wurde ein Dummy auf die M3-Fallstelle nachgeworfen. Dieses war ohne weitere Freigabe vom O-Hund zu holen.
Entfernungen: M1 ca. 50m, M2 ca. 90m, M3 ca. 120m (gemessen mit Google Earth und wie immer ohne Gewähr)
Was so einfach aussah, war es in Wirklichkeit nicht. Die Hunde, besonders der O Hund, haben sowohl die Markierung/en des/der vorherigen Teammitglieder gesehen und diese lagen wirklich auf einer Linie.
Fiene hat ihre Markierung sauber gearbeitet, beim Voran auf das Halbblind nahm sie im Fallbereich der A-Markierung die Nase runter. Ich stoppte sie sofort und schickte sie back auf ihre Stelle. Kurz gesucht und schwupp – gefunden.
Bei dieser Aufgabe ziehe ich meine virtuelle Basecap vor Anke und dem Keks ♥ Die O Markierung war zwar gut zu sehen aber das Gelände richtig schwer. Auch die Strecke gleich zweimal hintereinander, bergauf, durch den fiesen Bewuchs, über den Weg, nochmal ein kleiner Hang und dann aufs freie Feld in den Fallbereich war hammermäßig! Das habt ihr echt toll gemacht.
Aufgabe 1 – Dr. Ursula Friedrich
Startpunkt auf einer Wiese links von einem Teich mit Blick auf einen Schilfgürtel am Ende der Wiese. Dort fand ein Treiben statt. Die Treiber gingen los (Schütze vor dem Schilf, Werfer hinter dem Schilf) und es fiel direkt M1. Auf dem Weg nach links wurde ein Dummy immer wieder hochgeworfen und wieder aufgefangen. Am Schluss des Treibens fiel M2. Kurz darauf kam von hinten M3 in den Teich geflogen.
– Der A-Hund durfte M3 arbeiten und anleinen.
– Der F-Hund arbeitete M2.
– Der O-Hund arbeitete M1 und sollte dabei den direkten Weg durch den Teich gehen.
Entfernungen: M3 ca. 15m, M2 ca. 70m, M1 ca. 90m (gemessen mit Google Earth und wie immer ohne Gewähr)
Wasser… bei unserem letzten WT Start beim BLC 2014, hat uns das die Null gebracht. Heute war ich direkt ein bisschen traurig, weil der F-Hund tatsächlich keine einzige Wasseraufgabe arbeiten sollte.
Wir standen da und die Aufgabe begann. Leider hatte unser A-Hund große Probleme mit dem Einstieg in dieses Gewässer. Das Schilf im gesamten Uferbereich war geschnitten worden und sobald die Hunde mit den Pfoten darauf kamen hat es wohl doll gepiekst. Ein beherzter Sprung wäre die Lösung gewesen.
So lag aber das Wassermark noch als Fiene an der Reihe war. Die Richterin war sichtlich betrübt und bedauerte es uns „unnötig schwer“ machen zu müssen.
Fiene musste also Voran auf M2 und dabei vorbei an M1, dass noch so vor sich hin dümpelte. „Kein Problem“ sagte ich und richtete Fiene aus. Gut konzentriert lief sie voran, suchte und fand.
Da der O-Hund ja durchs Wasser sollte bat die Richterin mich, Fiene auch das Wassermark holen zu lassen. Was soll ich sagen. Perfekt! Reinhüpfen, elegant rausklettern, sauber abgeben, warten bis die Richterin zurückgetreten ist… dann schütteln. Das war unsere beste Aufgabe des Tages.
Die Arbeit von Biscuit war eines der Highligts des Tages .. nur soviel… sie kam nicht mit einem Dummy zurück und hatte trotzem keinen Punktabzug …. (bitte hier lesen!)
Es folgte eine längere Pause auf dem freien Feld und leider ohne Schatten. Ich glaube das hat uns ein bisschen die Spannung geraubt. Fiene schnorchelte schon vor sich hin und ich musste sie tatsächlich ein bisschen wach spielen vor unserem nächsten Einsatz.
Aufgabe 4 – Dr. Ursula Friedrich
Startpunkt in einem gemähten Bereich (weiß umrandet) mit Blick auf einen kleinen Schilftümpel. Zuerst Schuss von Helfer H1 + M1 fiel, kurz danach ein weiterer Schuss von Helfer H2 und M2 fiel.
– Der A-Hund arbeitete M1 und durfte anleinen.
– Der F-Hund arbeitete M2 (Bewuchs wechselte auf dem Weg dorthin von Wiese auf platt gedrücktes Schilf).
– Der O-Hund arbeitete das Vollblind B, welches am Ende des gemähten Bereichs in einem höheren Altgrasstreifen lag. Wenn der Hund auf dem Rückweg in Höhe des Tümpels war, wurde mit Schuss eine Verleitmarkierung in den Tümpel geworfen (wie M1). Diese sollte anschließend noch geholt werden.
Entfernungen: leider keine Ahnung
Tja, wenn man schon denkt…. „was für eine schöne Aufgabe“
Naja, sie war wirklich schön aber was Fiene und ich ablieferten kann man nur als „gruselig“ bezeichnen. Als wir die Freigabe für unsere Markierung erhielten (und ich war sicher, dass Fiene gut markiert hat), richtete ich sie aus und schickte sie los. Was folgte war ein schier endloses Pfeifkonzert aus Tüt Tüt (komm näher), Tüüüt Tüüüt (du sollst näher kommen!), TÜÜÜÜÜT TÜÜÜÜÜÜT (himmelherrgottsackzementkommjetztnähersonstsetzteswas!!!!), Tüüüüt (Stop), tüttüttüttüt (Such), Tüüüüüüüt (Stop) – Tüt Tüt (komm näher) ….. Den Rest erspare ich euch. Ich war viel zu langsam und die freie Wiesenfläche hinter dem platten Schilf zog Fiene magisch an… Hatte ich erwähnt, dass die Richterin gesagt hatte, dass der Hund da NICHT hin soll *urgs*
Na ja, durch einen wirklich blöden Zufall ist mein Hundchen dann doch noch über das Dummy gestolpert und wir hatten es drin.
Aber auch hier bin ich im nachhinein wirklich nicht unzufrieden mit uns. Schön ist zwar wirklich anders aber wir haben uns durchgekämpft und Fiene hat nicht zu gemacht. Das war lange unser größtes Problem und wir scheinen es tatsächlich überwunden zu haben.
Aufgabe 5 – Jörg Mente
Startpunkt auf einem abgeernteten Maisacker mit Blick auf einen Zaun, dahinter sehr hoher Bewuchs. Zuerst fiel Schuss + M1 direkt vor den Zaun. M1 wurde nach Freigabe vom A-Hund geholt, der anschließend anleinen durfte.
Schuss + M2 fiel hinter den Zaun in den hohen Bewuchs. Das Vollblind B lag direkt hinter dem Zaun und war sehr gut im Gras versteckt. Nachdem M2 gefallen war, durften F- und O-Team selbst entscheiden und ansagen, wer zuerst das Mark und wer anschließend das Blind arbeiten würde.
Das Blind lag bereits zu Beginn der Aufgabe, war aber sehr gut im Bewuchs versteckt. Wäre trotzdem der Fall eingetreten, dass A- oder F-Hund statt des Marks das Blind in die Nase bekommen und gebracht hätten, wäre dies i.O. gewesen (d.h. keine Null, kein Punktabzug).
Entfernungen: leider keine Ahnung
Diese Aufgabe wird mir für immer in meinem Gedächtnis und in meinem Herzen bleiben. Selten habe ich mich mehr gefreut, dass ein Hund eine Aufgabe bewältigt hat … und es war nicht Fiene 😉 – naja, die schon auch.
Es wurde warm und wärmer und dann auch noch ein Zaun… ECHT JETZT!?
Na gut, schlimmer als in dem doofen Plattschilfgeussel kanns nicht werden. Anke und ich waren uns einig, dass Fiene das Mark holen geht und das hat auch richtig gut geklappt. Vor dem Zaun brauchte sie ein weiters „Hopp“ und schwupp war sie drüben, verschwand im Bewuchs und war schneller wieder da, als ich gucken konnte.
Was nun folgte war, wie ich mit einem zufälligen Blick auf Fiene festellen konnte, Standruhetraining extrem!
Anke schickte Biscuit auf das Blind. Die möppelte los um vor dem Zaun eine Vollbremsung hinzulegen und mit einem entnervten Blick über ihre Schulter Anke signalisierte …. „Ihr habt ja wohl ne Meise unterm Ponny!“
Anke blieb ganz ruhig. HOPP! (sie schmiss den Arm nach oben)
Der Keks zuckelte hin und her…. HOPP! (fuchtel-fuchtel von Anke)
Wieder schlurfte der Keks am Zaun entlang HOPP! (Anke machte den sprichwörtlichen Jumping Jack)
Man sah Biscuit wirklich an, dass sie sich in einer Notlage befand. Der Geist war willig, allein es fehlte die Kraft.
HOOOOPP! (Anke stand inzwischen schräg neben mir und machte ausladende Winkbewegungen zu ihrem Hopp Kommando)
Ich stand seelenruhig da, blickte lässig auf meinen Hund und erstarrte … Fiene war vorgerutscht und aufgestanden. Sie blickte gebannt auf Anke und bei jedem „HOOPP!“ lief ein Zittern durch ihren Körper. Sie guckte als wollte sie sagen “ Jaaaa doch, Hooooppppp kann ich…. soll ich meiner Freundin helfen gehen?“
Oh mein Gott! Beim nächsten Hopp zischte ich Fiene ein leises „Fuß“ zu und sie sortierte sich wieder ein… noch ein Hopp…. „Sitz“ ….. Puuuhhh, das war ja nochmal gut gegangen.
Gebannt verfolgte ich weiter was den am Zaun nun passierte. Biscuit hatte inzwischen Wind vom Dummy und wollte es unbedingt haben.
Sie nahm ihr Retrieverherz in beide Pfoten, machte eine Art Männchen und stemmte sich mit ihren Pfoten gegen den Zaun. Dieser kippte mit dem Keks in Zeitlupe nach vorne und plumskuller… war sie auf der anderen Seite. Zielsicher und ohne Unterstützung eines Suchenpfiffs zuppelte sie das Dummy aus seinem Versteck, blickte nach oben und …. VERDAMMT! hatte sich dieses Miststück von einem Zaun doch wieder aufgerichtet. Diesmal brauchte sie nur wenige Sekunden bis sie ihre Überquerungstaktik wiederholte und plumskuller… war sie auf dem Rückweg.
Bei Anke und mir brachen alle Dämme. Wir klatschten und feuerten Biscuit an und lachten aus vollem Halse … und nicht nur wir. Auch die Helfer und der Richter konnten sich nicht mehr beherrschen und lachten mit uns. Getreu dem Motto … Auf die Punkte is eh geschissen, hab einfach Spaß!
Aufgabe 6 – Sebastian Hochreiter
Walk Up auf einer Wiese parallel zu einem Streifen mit hohem Bewuchs. Der Schütze (mit Flinte) lief links außen mit. Für den A-Hund kam zuerst vom Werfer ein Geräusch, dann folgte der Schuss, M1 fiel vor den Bewuchs und wurde nach Freigabe vom A-Hund geholt. Weitergehen, Schuss, M2 fiel in den Bewuchs und wurde nach Freigabe vom F-Hund geholt. Weitergehen, Schuss, M3 fiel tief in den Bewuchs und wurde nach Freigabe vom O-Hund geholt.
Entfernungen: keine Ahnung; die eingezeichneten Fallstellen sind ebenfalls nur grobe Orientierungspunkte
Die letzte Aufgabe und Fiene tat sich nochmal richtig schwer – vor allem mit einem Frauchen, dass sich nur „dürftig“ die Fallstelle gemerkt hatte.
Naja, ein paar Pfiffe dann war auch das letzte Dummy des Tages endlich drin.
Liebe Anke, liebe Katharina vielen, vielen Dank für diesen schönen Tag. Jederzeit würde ich das wieder machen 🙂
Der Fienuckel und ich waren wirklich fleißig und das Training und der Weg raus aus der Kompfortzone war richtig und auch bitter nötig. Viele Trainings war ich am verzweifeln, weil sie einfach nicht „gegangen“ ist oder sich einfach nicht mehr hat handeln lassen… Auch hier nochmal „Danke Nina“ – Du hast mir beim letzten Biber Cup in 2014 den richtigen Impuls gegeben.
Zusammenfassend kann ich sagen – Geil wars und stolz bin ich 🙂